{"id":19,"date":"2006-05-13T14:50:10","date_gmt":"2006-05-13T12:50:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2006\/05\/13\/digital-diary-wie-weiter\/"},"modified":"2026-02-05T13:17:59","modified_gmt":"2026-02-05T12:17:59","slug":"digital-diary-wie-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2006\/05\/13\/digital-diary-wie-weiter\/","title":{"rendered":"Digital Diary &#8211; wie weiter?"},"content":{"rendered":"<p>In all den Jahren, die es das Digital Diary schon gibt, war meine leitende Idee, optisch und formal Kontinuit\u00e4t zu bewahren: In einer Welt, in der sich alles immer schneller ver\u00e4ndert, in der Webseiten verschwinden, bekannte Adressen mal eben ganz andere Inhalte bekommen, gar kostenpflichtig werden oder ihr Aussehen alle halbe Jahre \u00e4ndern, wollte ich dem etwas Dauerhaftes und Verl\u00e4ssliches entgegen setzen &#8211; und ich denke, das ist auch bis zum heutigen Tag gut gelungen.<!--more--><\/p>\n<p>Der publizistische &#8222;Nachteil&#8220;, der darin liegt, dass das Digital Diary kein bestimmtes Thema hat, sondern einfach meine Sicht der Dinge zum Besten gibt, sah ich dadurch ausgeglichen, dass zumindest die FORM dieselbe blieb: Keine Kurzartikel, keine Texth\u00e4ppchen, keine Zerstreuung in Richtung der unendlichen Weiten da drau\u00dfen, sondern l\u00e4ngere Beitr\u00e4ge, die f\u00fcnf bis zehn Minuten Konzentration aufs Wesentliche erfordern: Ein Artikel soll im besten Fall wie ein geistiges Bad in einer klaren Quelle sein &#8211; ob mir das immer gelungen ist, m\u00fcssten die Leser beurteilen, mein jeweiliges Schreiberlebnis hatte jedenfalls (meistens&#8230;) diese Wirkung.<span id=\"blog\"><\/span><\/p>\n<h2>Technisches Update &#8211; Kontakt mit der Blogosph\u00e4re<\/h2>\n<p>Durch die in den letzten Wochen vorgenommenen technischen Neuerungen (Einsatz des Blogscripts WordPress) bin ich zum ersten mal intensiver mit der Welt der Blogs in Kontakt getreten: nicht nur mal hier und da mitlesend, sondern auch forschend, was all die neuen Features, die damit verbunden sind, f\u00fcr mich bedeuten k\u00f6nnten und wie ich sie am besten nutze. Allerlei Eintr\u00e4ge in einschl\u00e4gige Verzeichnisse, die Kommentar- und Trackback-M\u00f6glichkeiten, das gr\u00f6\u00dfere eigene Interesse an Fragen wie &#8222;woher kommen die Leser?&#8220;, das schlagartige Steigen der Abrufzahlen aufgrund der Erw\u00e4hnung &#8222;fetziger Themen&#8220; (=Porno f\u00fcr Frauen) in anderen Blogs hat mich beeindruckt!<\/p>\n<p>Der ganze Hype um die schnellen Blogs erscheint mir als ein Recycling der Begeisterung der ersten Netzjahre: die &#8222;Homepage&#8220; war damals der Dreh- und Angelpunkt, die Szene der Engagierten glaubte an die grundst\u00fcrzende Ver\u00e4nderung der Welt, weil jetzt &#8222;jeder schreiben kann, was er mag&#8220;. Man war nett zueinander, hilfsbereit, freundlich, schrieb gerne Kommentare (noch einfach per Email! Das wurde dann &#8222;h\u00e4ndisch&#8220; publiziert!) und schaute auf Hitlisten wie &#8222;Webhits&#8220;, ob man es wieder einmal schaffte, mit dem eigenen Projekt unter den ersten 100 der gefragtesten Seiten zu sein. Lang ist&#8217;s her &#8211; es freut und am\u00fcsiert mich, nun all das Entschwundene &#8222;in neuem Gewand&#8220; in der Bloggerwelt wieder anzutreffen!<\/p>\n<p>Denn es war still geworden rund um das pers\u00f6nliche Publizieren: Kaum mehr geschriebene Resonanz, immer weniger &#8222;Selbermacher&#8220;, immer mehr Nur-Leser, die das Web nicht mehr als kreativen Abenteuerspielplatz kennen lernten, sondern als voll durchkommerzialisierte und perfektionierte Shopping-Mall, als sachliche Bibliothek, als allzeit befragbare Informationsquelle &#8211; alles ganz n\u00fctzlich, manches auch sch\u00f6n, aber etwas fehlte, was fr\u00fcher einmal, in den wilden Anfangsjahren 1995 bis 1998 das &#8222;gef\u00fchlte Gl\u00fcck&#8220; in den Netzen ausgemacht hatte. Wie sch\u00f6n, dass &#8222;die Jungen&#8220; (darunter aber auch ein paar sehr aktive und erfolgreiche &#8222;Alte&#8220;) die alte Begeisterunge in der Blogger-Welt wieder erlebbar machen!<\/p>\n<h2>Ein Blog, zwei Blogs &#8211; vielleicht gleich drei?<\/h2>\n<p>Mittlerweile juckt es mich durchaus in den Fingern, auch mal &#8222;auf die Schnelle&#8220; der Welt was Kurzes zu g\u00f6nnen! Allerdings werde ich dieser Lust nicht hier im Digital Diary fr\u00f6hnen, sondern daf\u00fcr eigenst\u00e4ndige Blogs errichten. Lange schon reizt es mich, ein &#8222;Webzine aus der Hauptstadt&#8220; zu lancieren, das von allem handelt, was sich f\u00fcr mich mit meiner Wahlheimat Berlin verbindet, bzw. gut verbinden l\u00e4sst. Nat\u00fcrlich wird es nicht von Dingen handeln, die dem Zuz\u00fcgler, Bewohner und Besucher in den gro\u00dfen Berlin-Seiten schon ausreichend geboten werden: weder die WM 2006, noch die \u00fcblichen Sehensw\u00fcrdigkeiten und &#8222;Locations&#8220;, wie man neudeutsch so sagt, sondern eher Blicke auf das, was mich pers\u00f6nlich in meiner Umgebung fasziniert, irritiert, verst\u00f6rt und begeistert. Dazu Themen, die zur &#8222;Geistgestalt Berlin&#8220; passen: das offene, ewig Unfertige, niemals wirklich adrett und sauber zu kriegende an dieser einzigartigen Stadt empfinde ich als Inspiration, die \u00fcber einzelne Bauk\u00f6rper, Stadtlandschaften und Kiezgeschichten hinaus weist. Ja, das ist noch ein wenig verschwommen, konkreter wird es dann &#8222;beim Machen&#8220; &#8211; demn\u00e4chst im Modersohn-Magazin.de.<\/p>\n<p>Weiter \u00fcberlege ich, auf <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.lustgespinst.de\/\" rel=\"noopener\"><strong>Lustgespinst.de<\/strong><\/a> ein &#8222;Erotik-Blog&#8220; einzurichten. Dort ist ein besserer Platz, um der Frage nachzugehen, welche Art filmischen Schaffens mit weiblicher Erotik kompatibel ein k\u00f6nnte. Die erotischen Geschichten aus den Kursen werden dort sowieso (soweit von den Autoren frei gegeben) ver\u00f6ffentlicht, dazu passen dann auch gut Rezensionen von Filmen, B\u00fcchern, Webseiten &#8211; und wenn es ins nicht mehr Jugendfreie geht, warum nicht auch ein &#8222;Adult-Bereich&#8220;??<\/p>\n<p><strong>&#8222;Das Lustgespinst &#8211; Claudias Erotik-Blog&#8220;<\/strong> &#8211; wie sich das anh\u00f6rt! Ob ich mit fast 52 Jahren auf dem Buckel so was wirklich tun sollte???? Je l\u00e4nger ich dr\u00fcber nachdenke, desto mehr denke ich: JA!!! Gerade!! Es ist n\u00e4mlich der Lust und dem Frieden mit dem anderen Geschlecht ausgesprochen dienlich, nicht mehr jung zu sein. Auf keinem anderen Gebiet empfinde ich eine solch &#8222;leidenschaftliche Gelassenheit&#8220; wie im Reich des Erotischen. &#8222;Beziehungsstress&#8220; kenn&#8216; ich schon lange nicht mehr, hab&#8216; ihn aber in der Vergangenheit mit mehreren aufeinanderfolgenden Partnern exzessiv zelebriert. Mit Ende drei\u00dfig hatte ich davon die Nase so voll, dass ich in Askese ging: 10 Jahre mit einem (noch heute geliebten) Mann, mit dem mich das philosophische Gespr\u00e4ch &#8222;\u00fcber Gott und die Welt&#8220; verband, nicht aber Romantisches oder gar Sexuelles. Die reine Erholung! Daran anschlie\u00dfend, endlich wieder alleine wohnend, dann eine neue, aktive Phase, die bis heute anh\u00e4lt und mir &#8211; im Gegensatz zu fr\u00fcher &#8211; Abenteuer, Lust und Liebe beschert, ohne das stressige Kampfgeschehen fr\u00fcherer Jahre. Warum also nicht die Welt an meiner &#8222;Altersweisheit&#8220; teilhaben lassen?<\/p>\n<p>Normalerweise spiel ich ja nicht gerne die Ank\u00fcndigungsministerin! Oft genug zerbr\u00f6selt n\u00e4mlich die Motivation zum einen oder anderen Vorhaben in den W\u00fcsteneien des Alltags. Vielleicht h\u00e4lt mich aber das &#8222;dr\u00fcber schreiben&#8220; dieses Mal am Ball &#8211; und vielleicht haben ja auch ein paar alte Stammleser\/innen Lust, zum Thema &#8222;Digital Diary &#8211; wie weiter?&#8220; etwas beizutragen. Das ist ja jetzt (dank Blogscript) so einfach wie nie zuvor!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In all den Jahren, die es das Digital Diary schon gibt, war meine leitende Idee, optisch und formal Kontinuit\u00e4t zu bewahren: In einer Welt, in der sich alles immer schneller ver\u00e4ndert, in der Webseiten verschwinden, bekannte Adressen mal eben ganz andere Inhalte bekommen, gar kostenpflichtig werden oder ihr Aussehen alle halbe Jahre \u00e4ndern, wollte ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}