{"id":1852,"date":"2015-12-12T13:04:22","date_gmt":"2015-12-12T12:04:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1852"},"modified":"2015-12-12T15:47:18","modified_gmt":"2015-12-12T14:47:18","slug":"wieviel-persoenliches-und-privates-kommt-ins-blog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2015\/12\/12\/wieviel-persoenliches-und-privates-kommt-ins-blog\/","title":{"rendered":"Wieviel Pers\u00f6nliches und Privates kommt ins Blog?"},"content":{"rendered":"<p>Maria Al-Mana bloggt erst seit zwei Monaten und seitdem treibt sie die Frage um: <em>&#8222;Wie nackig, wie privat will ich mich mit meinem Unruhewerk machen? Wie machen andere das?&#8220;<\/em> Um das zu erfahren, hat sie <a href=\"http:\/\/unruhewerk.de\/blogparade1\/\">eine Blogparade gestartet<\/a> &#8211; und hier ist mein Beitrag dazu. <!--more--><\/p>\n<h2>Schreiben was mich bewegt<\/h2>\n<p>Ins Netz schreibe ich seit 1996, doch hab&#8216; ich erst 1999 damit angefangen, unter eigenem Namen zu bloggen. Durch verschiedene <a href=\"http:\/\/claudia-klinger.de\/archiv\/\">Vorl\u00e4ufer-Projekte<\/a> hatte ich gemerkt, dass meine Interessen sich \u00e4ndern und ich immer neu &#8222;Bekanntmachungsarbeit&#8220; leisten muss, wenn ich etwas Neues starte. Durch die Tagebuch-artige Dokumentation eines <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/glueck\/nrdiryfs.htm\">Versuchs, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren<\/a>, hatte ich au\u00dferdem Geschmack am &#8222;chronologischen&#8220; Bloggen gefunden: einfach schreiben, was mich bewegt &#8211; k\u00fcnftig ohne festgelegtes Thema. <\/p>\n<h2>\u00dcber alles schreiben?<\/h2>\n<p>Eine Strategie in Sachen pers\u00f6nlicher Offenheit hatte ich nie, doch leitete mich die Haltung, eigentlich &#8222;\u00fcber alles&#8220; schreiben zu wollen, was mich bewegt. Ich berichtete also frisch von der Leber weg aus meinem t\u00e4glichen Leben, online und offline. Dabei ging es allerdings meist nicht um das Erz\u00e4hlen konkreter Erlebnisse in allen Details, sondern mehr ums abstrahierte Reflektieren meiner Erfahrungen &#8211; einen Hang zum Philosophieren in der ersten Person hatte ich schon immer. Schreibend kann ich mir selbst meine Haltung zu diesem oder jenem Lebensereignis oder Weltgeschehen klar machen. Dass das auch Andere mitlesen, ist mehr so ein Nebeneffekt, ein Ansporn, m\u00f6glichst verst\u00e4ndlich zu schreiben, verbunden mit der Freude \u00fcber die Resonanzen, das &#8222;gesehen werden&#8220; &#8211; aber im Augenblick des Schreibens sind diese Anderen f\u00fcr mich nicht wichtig. <\/p>\n<p>Spektakul\u00e4re Selbstentbl\u00f6\u00dfungen sind hier dennoch kaum je zu besichtigen. Das mag daran liegen, dass ich das Digital Diary bereits im vorger\u00fcckten Alter von 45 gelebten Jahren startete und im Gro\u00dfen und Ganzen mit mir und meinem Leben im Reinen war. Allerdings thematisierte ich auch die Vergangenheit und ihre <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2006\/06\/01\/koenig-alkohol-der-kontrollversuch-ist-der-kontrollverlust\/\">schlimmsten Tiefpunkte<\/a>, ich <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2005\/08\/22\/durch-die-wueste-zu-den-sternen\/\">teilte meine Sorgen<\/a> in einem heftigen Finanztief und <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2005\/09\/19\/die-wueste-belebt-sich\/\">bekam dadurch Hilfe<\/a>, die ohne diese &#8222;Offenheit&#8220; nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Wer mal die Seite <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/digital-diary-gesamtinhalt-1999-bis-heute\/\">&#8222;alle Artikeln seit 1999&#8220;<\/a> sichtet, wird merken, dass ich kein wichtiges Lebensthema ausspare: <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2004\/07\/09\/einsturzende-altbauten-meine-liebe-zum-mann\/\">Liebe<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2010\/09\/25\/geschlecht-und-geschlechtsrolle-weiblich-maennlich-menschlich\/\">Geschlecht<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2003\/09\/12\/bondage-die-kunst-des-erotischen-fesselns-ein-workshop\/\">Erotik<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2003\/12\/10\/nicht-dies-nicht-das-ueber-beziehungen\/\">Beziehung<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2005\/05\/23\/alt-werden-und-darueber-sprechen\/\">Altern<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2010\/01\/30\/sterben-aus-angst-vor-dem-arzt\/\">Krankheit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2005\/02\/24\/alt-werden-und-sterben\/\">Sterben<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2014\/08\/05\/von-der-irrsinnigen-liebe-zur-totalen-arbeit\/\">Arbeit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2003\/04\/20\/vom-fuehlen\/\">Freude, Schmerz<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2014\/03\/11\/wohin-verschwindet-die-zaertlichkeit\/\">Z\u00e4rtlichkeit<\/a>. Erst in letzter Zeit dominiert das <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/category\/wirtschaft-gesellschaft-politik\/\">&#8222;Weltgeschehen&#8220;<\/a> &#8211; ein Trend, der mir nicht nur gut tut.<\/p>\n<h2>\u00dcber alles, aber nicht \u00fcber Andere!<\/h2>\n<p>Es gibt bei all diesen Themen ein unausgesprochenes Tabu, das mir immer schon selbstverst\u00e4ndlich war: Ich schreibe \u00fcber mich, berichte Erlebnisse aus pers\u00f6nlicher Sicht, schreibe aber nicht \u00fcber Andere. Das mag schwierig erscheinen, denn niemand lebt sein Leben als abgeschottete Monade, stets alleine und nur mit sich selbst zu gange. Das eigene Erleben ist allermeist ein interaktives Geschehen: Partner, Verwandte, Freunde, Bekannte, Nachbarn, Auftraggeber und Nehmer spielen wichtige Rollen, die mein Leben mitbestimmen. Dennoch kommen sie in meinem Artikeln niemals als konkrete Personen vor, denn damit w\u00fcrde ich ihr Recht, selbst zu bestimmen, was sie von sich \u00f6ffentlich machen wollen, drastisch verletzen. <\/p>\n<p>Wenn es unvermeidlich erscheint, bestimmte Mitmenschen zu erw\u00e4hnen, belasse ich es bei abstrakten Formulierungen wie &#8222;ein lieber Freund&#8220; &#8211; und manches berichte ich auch nur in der R\u00fcckschau, viele Jahre sp\u00e4ter. In einigen sehr autobiografischen Texten kommen meine Eltern ganz gelegentlich mal vor, doch immer so, dass ich auch ihnen gegen\u00fcber heute nicht anders sprechen w\u00fcrde, w\u00e4ren sie noch am Leben. An der Stelle \u00fcbe ich auch deshalb besondere Zur\u00fcckhaltung, weil es ja nicht nur meine Eltern waren &#8211; und meine Schwestern leben zum Gl\u00fcck noch!<\/p>\n<p>Sollte es doch im seltenen Fall einmal n\u00f6tig sein, etwas \u00fcber eine Person zu berichten, weil der Artikel sonst nicht sinnvoll schreibbar w\u00e4re, frage ich die- bzw. denjenigen vorher an, ob ich das so schreiben darf.  <\/p>\n<h2>Fragen und Antworten<\/h2>\n<p>Maria Al-Mana stellt im Rahmen ihrer Blogparade Fragen, auf die ich nun direkt eingehe, anstatt lange drumrum zu schreiben:<\/p>\n<p><strong>Lasst ihr euch von Emotionen leiten?<\/strong><\/p>\n<p>Emotionen sind immer beteiligt, doch schreibe ich fast nie spontan aus einer &#8222;Gem\u00fctswallung&#8220; heraus. Wenn es um pers\u00f6nlich sehr ber\u00fchrende Themen geht, ist das Schreiben f\u00fcr mich ja der Weg, selber Klarheit zu gewinnen &#8211; also gerade kein Ventil, um Gef\u00fchle auszuagieren. Im Kontext meiner derzeit dominierenden Artikel \u00fcber das &#8222;Weltgeschehen&#8220; kommt es aber schon mal vor, dass ich eine Art &#8222;Wutrede&#8220; verfasse <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2015\/12\/11\/schlechte-angewohnheiten-aufgeben-internet-deprimiert\/\">\u00fcber das, was mich gerade aufregt<\/a>. <\/p>\n<p><strong>Gab es Situationen, in denen ihr pers\u00f6nliche Dinge gepostet habt, die euch unerwartet Bauchschmerzen gemacht haben? Oder die dumme Situationen und\/oder Reaktionen hervorriefen?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, da f\u00e4llt mir tats\u00e4chlich nichts ein. &#8222;Dumme Reaktionen&#8220; kommen allenfalls bei den Themen zum Weltgeschehen, indem sich etwa mal genau jene Leute einfinden und &#8222;vom Leder ziehen&#8220;, denen ich mit dem Artikel auf die F\u00fc\u00dfe trete. Das ist allerdings erwartbar und ich kann damit umgehen. <em>(Wenns mal besonders \u00e4tzend wird, schalten sich auch liebe Stammleser\/innen ein, wof\u00fcr ich sehr dankbar bin!)<\/em><\/p>\n<p><strong>W\u00fcnscht ihr euch, mutiger\/offener im Netz zu sein, traut euch aber (noch) nicht?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht bez\u00fcglich der pers\u00f6nlichen Themen, da kann ich &#8211; auf meine Art &#8211; alles schreiben, was mich bewegt. Anders bei gesellschaftlichen Themen: da bemerke ich in letzter Zeit eine Art &#8222;Schere im Kopf&#8220;, die mich davon abh\u00e4lt, in so manches gef\u00fchlte Wespennest zu stechen. Die Debattenkultur im Netz hat sich derart <a href=\"http:\/\/anmutunddemut.de\/2015\/04\/09\/gegen-den-beschaemenden-hass.html\">unterirdisch entwickelt<\/a>, dass mich die Vorstellung, welche w\u00fcst schimpfenden, sachlichen Diskussionen v\u00f6llig abgeneigten Horden hier einfallen k\u00f6nnten, schon mal abschreckt. Auch ganz abgesehen von jenen, die sich \u00fcbel auff\u00fchren, bemerke ich ein schlimmes Schubladendenken mit klaren Freund\/Feind-Bildern im Stil von: <em>Wenn sie dieses oder jenes auch nur anspricht, ist sie unten durch!<\/em>  Dieses Wissen belastet mein Schreiben durchaus, denn ich will eigentlich nicht streiten, sondern nach sinnvollen L\u00f6sungen f\u00fcr Konflikte suchen. Es deprimiert mich also, dass manche nicht mal mehr bereit sind, \u00fcber bestimmte Themen auch nur zu sprechen.<\/p>\n<p><strong>Habt ihr eure Sichtbarkeits-Strategien jemals bewusst ge\u00e4ndert, von \u201eDa halt ich mich mal lieber bedeckt\u201c zu \u201emehr Offenheit\u201c \u2013 oder umgekehrt?<\/strong><\/p>\n<p>Zur Zeit denke ich dar\u00fcber nach, ob und wie ich manche Themen trotz der damit verbundenen &#8222;gef\u00fchlten Brisanz&#8220; angehen k\u00f6nnte. Wer wei\u00df, vielleicht komm&#8216; ich auf die alten Tage sogar noch zu einem pseudonymen Blog, obwohl das eine M\u00f6glichkeit ist, die mir nicht wirklich gef\u00e4llt. <\/p>\n<p><strong>Oder haltet ihr solche Strategien ganz grunds\u00e4tzlich f\u00fcr v\u00f6lligen Bl\u00f6dsinn? Wenn ja: warum?<\/strong><\/p>\n<p>Solche \u00dcberlegungen entstehen entlang an konkreten Schreibvorhaben oder Erlebnissen mit bereits ver\u00f6ffentlichten Artikeln &#8211; lass es auf dich zukommen und denke DANN dr\u00fcber nach! :-)<\/p>\n<p><strong>Gibt es so etwas wie ein Idealbild eurer Pr\u00e4sentation im Netz? Wie viel Offenheit enth\u00e4lt das? Und wie erreicht ihr dieses Idealbild?<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte authentisch r\u00fcber kommen und denke, das gelingt mir auch. Eine wie auch immer gelebte &#8222;Spaltung&#8220; zwischen meiner Netzidentit\u00e4t und meiner realen Wirklichkeit w\u00e4re mir viel zu anstrengend. Beim Thema &#8222;Ideal&#8220; fallen mir allenfalls W\u00fcnsche ein, wie ich gerne mehr, besser, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2015\/10\/01\/liebe-verstreuen-weisheit-vermitteln\/\">intensiver, tiefer sch\u00fcrfend bloggen<\/a> k\u00f6nnte. Auch br\u00e4uchten diverse <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/index.html\">andere Blogs und Seiten von mir<\/a> ein Update, mehr Pflege und Erneuerung &#8211; oder eben die konsequente Schlie\u00dfung. Wie ich das erreiche? Das frag&#8216; ich mich auch immer wieder! :-)<\/p>\n<p><strong>Gibt es unter euch Blogger, die \u00fcber diese Frage noch nie nachgedacht haben? Oder habt ihr euer Blogthema von Anfang an schon bewusst so gew\u00e4hlt, dass ihr euch solche Fragen erst gar nicht stellen m\u00fcsst? Wenn ja: Wie geht es euch damit? Fehlt euch da manchmal die \u201epers\u00f6nliche Note\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Damit ist das Thema &#8222;Gemischtwarenblog&#8220; versus &#8222;Themenblog&#8220; angesprochen. Seit Google Themenseiten massiv pr\u00e4feriert, ist die Entscheidung <strong>&#8222;welches Thema blogge ich wo?&#8220;<\/strong> relevanter geworden, nicht nur bez\u00fcglich der Frage nach der &#8222;Offenheit&#8220;. So hab&#8216; ich diverse Blogs begonnen, um besser gefunden zu werden, aber auch, um meine Leserinnen und Lesern nicht massiv mit Sonderthemen zu vergraulen, f\u00fcr die sie sich gar nicht so interessieren &#8211; etwa zum Thema <a href=\"http:\/\/www.unverbissen-vegetarisch.de\/\">Ern\u00e4hrung<\/a>, zum <a href=\"http:\/\/www.das-wilde-gartenblog.de\">Gartenhobby<\/a>, zum <a href=\"http:\/\/www.umsteigerblog.de\">Dampfen statt Rauchen<\/a>, aber auch zur <a href=\"http:\/\/www.kunst-des-alterns.de\">&#8222;Kunst des Alterns&#8220;<\/a>. <\/p>\n<p>Nun schaffe ich es leider nicht, die alle in gebotener Regelm\u00e4\u00dfigkeit zu &#8222;bespielen&#8220;, eine pers\u00f6nliche Note haben sie jedoch alle. Die Ausgliederung bei den Themen Garten, Ern\u00e4hrung und Dampfen sehe ich auch jetzt noch als sinnvoll an, <a href=\"http:\/\/www.kunst-des-alterns.de\/2012\/12\/mein-problem-mit-diesem-blog\/\">nicht aber bei &#8222;Kunst des Alterns&#8220;<\/a>, das h\u00e4tte gerne hier bleiben k\u00f6nnen und vermutlich werde ich das Blog schlie\u00dfen. Altern ist sehr pers\u00f6nlich und geh\u00f6rt nicht &#8222;ausgegliedert&#8220;. Es war wohl auch die Angst damit verbunden, durch entsprechende Beitr\u00e4ge &#8222;zum alten Eisen gez\u00e4hlt&#8220; und nicht mehr ernst genommen zu werden &#8211; Bedenken, \u00fcber die ich mittlerweile hinaus gealtert bin. :-)<\/p>\n<p><strong>Wenn ihr andere Blogs anseht: M\u00f6gt und folgt ihr eher denen mit \u201epers\u00f6nlicher Note\u201c \u2013 oder lieber jenen, die (so weit das geht\u2026) \u201eneutral\u201c daher kommen?<\/strong><\/p>\n<p>Komplette &#8222;Neutralit\u00e4t&#8220; langweilt mich. Das Web steht voll mit magazinigen Info-Blogs zu diesem und jenem. Sofern es n\u00fctzliche, gut aufbereitete Infos sind, nutze ich sie nat\u00fcrlich, sofern ich per Suchmaschine drauf lande, aber ohne die Pers\u00f6nlichkeit dahinter bleibt es dann auch bei dieser &#8222;lexikalischen Nutzung&#8220;. <\/p>\n<p><strong>Wie viel Sichtbarkeit im Netz vertr\u00e4gt das berufliche, private und pers\u00f6nliche Selbst-Bild? Wie w\u00e4gt ihr ab? Was zeigt ihr, wie viel von euch? Und was \u2013 warum? \u2013 nicht?<\/strong><\/p>\n<p>Beruflich bin ich in dieser Hinsicht privilegiert, da ich als Freiberuflerin im Homeb\u00fcro \u00fcbers Netz arbeite. Das sind also keine Kollegen in einem \u00fcber Jahre geteilten B\u00fcro, die \u00fcber meine Postings tratschen k\u00f6nnten oder wollten. \u00dcber meine Auftraggeber schreibe ich nicht, habe aber keine Bedenken, dass sie meine Artikel lesen k\u00f6nnten. In aller Regel haben sie kein so weit gehendes Interesse an meiner Person &#8211; und wenn doch, handelt es sich eher um freundschaftliche Kontakte, die AUCH eine berufliche \/ professionelle Seite haben. Also auch kein Problem, sondern erw\u00fcnschtes Mitlesen!<\/p>\n<p>Fast vergessen: ich blogge auch beruflich f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen. Soweit dort ein pers\u00f6nlicher Touch und nicht lediglich Sachinhalte erw\u00fcnscht sind, spreche ich dort &#8222;als das Unternehmen&#8220;. Als Person spiele ich dabei keine Rolle, au\u00dfer eben als Content-produzierende Dienstleisterin &#8211; und mir ist das ganz Recht so!<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Ich bedanke mich herzlich bei <a href=\"http:\/\/unruhewerk.de\/ueber-mich\/\">Maria Al-Mana<\/a> f\u00fcr die Inspiration und den Ansto\u00df, mal wieder \u00fcber das eigene Bloggen nachzudenken! Tut mir gerade gut, denn in letzter Zeit bin ich viel zu sehr auf die &#8222;b\u00f6se Welt&#8220; konzentriert und verliere mich zu sehr in der Resonanz auf die Abgr\u00fcnde, die das Weltgeschehen derzeit bietet. <\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Das Thema ist mir nicht zum ersten Mal begegnet. Ich werde eine Kategorie daf\u00fcr einrichten:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2014\/02\/09\/vom-schreiben-das-innere-selbst-ausdruecken\/\">Vom Schreiben &#8211; das innere Selbst ausdr\u00fccken<\/a>,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2012\/08\/06\/was-ich-nicht-schreiben-kann\/\">Was ich nicht schreiben kann<\/a>,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2011\/11\/17\/postprivacy-ueber-krankheiten-schreiben\/\">Postprivacy: \u00dcber Krankheiten schreiben?<\/a>,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2010\/09\/06\/warum-literatur\/\">Warum Literatur? Kleine Meditation \u00fcber das eigene Schreiben<\/a>,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2006\/01\/23\/vom-schreiben-und-erkennen\/\">Vom Schreiben und Erkennen<\/a>,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2004\/01\/14\/schreiben-hilft-aber-wie\/\">Schreiben hilft \u2013 aber wie?<\/a>,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2003\/09\/11\/sich-veroeffentlichen-vom-schreiben-und-vom-nicht-schreiben\/\">Sich ver\u00f6ffentlichen: Vom Schreiben und vom NICHT schreiben<\/a>,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2003\/06\/30\/von-sich-schreiben-webdiarys-und-mehr\/\">Von sich schreiben \u2013 Reflexionen in der ersten Person<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maria Al-Mana bloggt erst seit zwei Monaten und seitdem treibt sie die Frage um: &#8222;Wie nackig, wie privat will ich mich mit meinem Unruhewerk machen? Wie machen andere das?&#8220; Um das zu erfahren, hat sie eine Blogparade gestartet &#8211; und hier ist mein Beitrag dazu.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,10,414],"tags":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1852"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1852"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1852\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}