{"id":185,"date":"2008-06-12T09:15:09","date_gmt":"2008-06-12T07:15:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=185"},"modified":"2008-06-17T10:31:27","modified_gmt":"2008-06-17T08:31:27","slug":"neues-vom-arbeitsabenteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2008\/06\/12\/neues-vom-arbeitsabenteuer\/","title":{"rendered":"Neues vom Arbeitsabenteuer"},"content":{"rendered":"<p>Nun bin ich aus dem aktuellen Arbeitstunnel wieder raus, dem all meine Blogs eine un\u00fcblich lange Pause zu verdanken haben, Auftragsblogs ausgenommen.  Zuvor war es auf dem Webdesign-Feld eher ruhig gewesen, wodurch ich bloggen konnte, was das Zeug hielt. Und dann gleich drei Kunden auf einmal, Freiberufler kennen das Ph\u00e4nomen dieser &#8222;Ballungen&#8220; zur Gen\u00fcge! <\/p>\n<p>Na, es hat Spass gemacht, mal wieder recht viel wegzuschaffen und <a href=\"http:\/\/blog.myimmoworld.de\/\">ganz andere Optiken<\/a> umzusetzen, als ich sie f\u00fcr eigene Zwecke entwickle. Das zeigt mir, dass ich es nicht verlerne, im Gegenteil. Mittlerweile geh\u00f6rt es auch fast immer dazu,  das jeweilige Webdesign in ein Blogskript einzupfriemeln (&#8222;<a href=\"http:\/\/www.webwriting-magazin.de\/blogdesign-ein-eigenes-wordpress-theme-erstellen\/\">Theme erstellen<\/a>&#8222;), ohne das kaum mehr eine &#8222;ordentliche Website&#8220; auskommt &#8211; auch wenn sie <a href=\"http:\/\/www.brigitte-wehrfritz.de\/\">gar nicht wie ein Blog aussieht. <\/a><!--more--><\/p>\n<h2>Dinge wegschaffen<\/h2>\n<p>Wenn die Arbeit gerade nicht so &#8222;zwingend&#8220; ist und keine Termine einen Rahmen setzen, empfinde ich die Art, wie ich vor mich hin wurstele, immer wieder als recht unstrukturiert und zuwenig organisiert. Es gibt Tage, da bin ich abends  geschafft, sehe aber nicht, was ich eigentlich VOLLBRACHT h\u00e4tte. &#8222;Rumwuseln&#8220; nenne ich das: immer das tun, was gerade am dringlichsten ist und dazwischen in zielloses lesen, mailen, kommentieren und rumsurfen versacken. Oft nicht mal per Beschluss, sondern am Angelhaken dessen, was gerade \u00fcber irgend einen Kanal rein kommt: Eine Mail verweist auf eine Website, die mich auf den Gedanken bringt, welche Frage ich Google in dem Zusammenhang lange schon stellen wollte&#8230; und schon bin ich abgedriftet. <\/p>\n<p>Von was abgedriftet? Vom Wichtigen, das meist nicht das Dringliche ist, sondern das, was die eigenen Ideen und Pl\u00e4ne voran bringt. Wenn ich mir nicht selber den Rahmen setze und mein Tun strukturiere, setzt die &#8222;Verwilderung&#8220; ein, genau wie in einem Garten, in dem man nichts mehr macht. In jungen Jahren erscheint das als &#8222;kreativer Freiraum&#8220; und man freut sich, wenn da endlich mal niemand mehr ist, der einem sagt, wo es lang geht. \u00dcbernimmt man den Arbeitgeber-Job dann aber nicht selber, verzettelt man sich in den 10.000 Dingen: mal ein Handschlag hier, mal ein Spatenstich dort, es ist immer vieles m\u00f6glich, die ToDo-Liste w\u00e4chst und w\u00e4chst, aber selten wird etwas fertig &#8211; alles andere als befriedigend!<\/p>\n<h2>Optimierungsversuche<\/h2>\n<p>Im Bek\u00e4mpfen dieses Ph\u00e4nomens hab&#8216; ich immerhin schon eine <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2006\/11\/18\/selbststaendig-arbeiten-rationalisierung-als-abenteuer\/\">l\u00e4ngere Geschichte<\/a> und auch einige Erfolge vorzuweisen. Noch im September 2005 hatte ich meine Leser hier um Artikel-Sponsoring <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/21_09_05.shtml\">bitten m\u00fcssen<\/a>, um ein <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/22_08_05.shtml\">Finanzloch<\/a> zu \u00fcberbr\u00fccken. Ich wusste nie, wo die \u00fcbern\u00e4chste Miete herkommt und R\u00fccklagen fand ich spie\u00dfig: meistens klappte es ja grade so mit dem <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2006\/09\/12\/vom-geldwert-und-selbstwert\/\">Geld.<\/a> Warum sollte ich mir Sorgen machen?<\/p>\n<p>Und doch war ein <strong>subtiler Stress<\/strong> mit diesem Leben verbunden, denn schlie\u00dflich konnte ich die Finanzfront nicht wirklich mal vergessen oder spielerisch betrachten. Und NEIN sagen zu irgend jemandem, der mir einen Auftrag in Aussicht stellte, war auch nicht drin, nat\u00fcrlich nicht! Also beschloss ich, mein Einkommen zu verstetigen und bin seither am Experimentieren mit verschiedenen Formen der Selbstorganisation. Arbeit muss Abenteuer sein, um mich zu faszinieren: das Ausprobieren neuer Herangehensweisen passt da recht gut!<\/p>\n<h2>Planung muss sein<\/h2>\n<p>Nun gibt&#8217;s ja jede Menge sehr komplexe Formen und Systeme der Selbstorganisation. Ich konnte es &#8211; schon aus Faulheit &#8211; vermeiden, mich da so zu verstricken, dass ich mehr mit der Organisation als mit der Arbeit selbst besch\u00e4ftigt bin. Nach drei Jahren <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2006\/09\/25\/vom-panikpunkt-zum-wesentlichen\/\">Optimierungsbem\u00fcgungen<\/a> kann ich sagen: So alle drei Monate brauche ich einen halben, besser ganzen Tag, um mir \u00fcber alles wieder neu klar zu werden. Da gehe ich alle Aktionsfelder durch, schaue mir den Stand der Dinge an und \u00fcberlege, was ich auf diesem Feld eigentlich anstrebe und erreichen will. Das schreibe ich alles auf, liste auch die n\u00e4chsten Schritte pro Projekt auf, und habe dann einen kleinen, wohl strukturierten Papierstapel mit der &#8222;Gesamtplanung&#8220;. Wesentlich ist nicht das Papier, sondern dass es nun in meinem Kopf wieder klar ist und sich so eine Zeit lang h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Damit das richtig gut geht, brauche ich einen Ansprechpartner, dem ich die Dinge &#8222;vortragen&#8220; kann und der mir Feedback gibt. Zum Gl\u00fcck hab&#8216; ich einen lieben Freund, der das gerne macht (danke, danke, danke!). <\/p>\n<h2>Vom Gesamtplan zum Wochen- und Tagesplan<\/h2>\n<p>Der Gesamtplan enth\u00e4lt nun pro Projekt eine ToDo-Liste. Aus der mache ich allerdings keine &#8222;Gesamtliste&#8220;, sondern vergegenw\u00e4rtige mir einmal pro Woche, was ich in der n\u00e4chsten Woche schaffen will: zwei drei gr\u00f6\u00dfere Schritte in Bezug auf meine Vorhaben, mehr nicht. Nun kommt das zweite Planungsinstrument ins Spiel: der Wochenplan. Anders als noch vor einem halben Jahr starte ich die Woche mit dem LEEREN Wochenplan, unter dem die &#8222;gr\u00f6\u00dferen Schritte&#8220; stehen, sowie das, was sonst noch direkt anliegt (= Inhalte der klassischen ToDo-Liste). Am Abend oder auch fr\u00fch morgens trage ich die ein bis drei Dinge ein, die im Sinne meiner Vorhaben an diesem Tag zu leisten sind &#8211; der Abstand zum Handeln ist damit so kurz, dass das gute Chancen hat, umgesetzt zu werden. Aufgef\u00fcllt wird der Tag mit dem, was wiederum &#8222;dringlich&#8220; ist, regelm\u00e4\u00dfige Auftragsarbeiten zum Beispiel, bzw. das, was pl\u00f6tzlich an mich heran tritt oder mir gerade einf\u00e4llt. Ein zu enges Korsett ohne Freir\u00e4ume bringt es f\u00fcr mich nicht. <\/p>\n<p>Ist eine Sache erledigt, streiche ich sie durch &#8211; sowohl am entsprechenden Tag des Wochenplans als auch in den Auflistungen darunter. So habe ich die Woche im Blick und wei\u00df immer, wo ich stehe. Nat\u00fcrlich neigt die Auflistung unterhalb des Plans dazu, schnell so umfangreich zu werden, dass die Woche nicht  reicht. Das kommt dann in die n\u00e4chste Woche, doch sehe ich, wieviel Prozent vom urspr\u00fcnglich angedachten ich tats\u00e4chlich schaffe &#8211; und was an &#8222;sonstigem&#8220; dazu gekommen ist, denn das steht ja in den Tagespl\u00e4nen. <\/p>\n<p>Die t\u00e4gliche &#8222;Fortschreibung&#8220; dieses Wochenplans gibt mir ein gutes Gef\u00fchl, sinnvoll zu arbeiten. Interessante Selbsterfahrungen schenkt er mir auch. Wirklich komisch, was f\u00fcr Anlaufschwierigkeiten es vor manchen Arbeiten gibt: da komme ich mir manchmal vor wie ein kranker Esel, den man am Strick zieht, der aber trotzdem st\u00f6rrisch stehen bleibt. Dabei handelt es sich keinesfalls um besonders unangenehme Arbeiten: bin ich mal drin, l\u00e4uft es problemlos und ohne Missgef\u00fchle ab. <\/p>\n<h2>Morgenstund&#8230; <\/h2>\n<p>Neben den Pl\u00e4nen hat es sich gezeigt, dass meine produktivste Zeit morgens und vormittags liegt. Also fange ich fr\u00fch an und versuche, das Wichtige des Tages in dieser Zeit zu erledigen. Und zwar ohne vorher gro\u00df in E-Mail oder andere Ablenkungen einzusteigen! Der Geist ist da noch gesammelt und frisch, so dass alles viel leichter und schneller geht als nachmittags oder gar abends. Das &#8222;freie Rumwuseln&#8220; mache ich als &#8222;Belohnung&#8220;, nachdem ich etwas von der Liste weggearbeitet habe. Schlie\u00dflich bin ich nicht Freiberuflerin geworden, um im Akkord von fr\u00fch bis sp\u00e4t ranzuklotzen. <\/p>\n<p>Heute war dieser Diary-Eintrag das erste &#8222;Wichtige&#8220; &#8211; andere Blogs werden folgen, die Themen kenne ich bereits. Zweites &#8222;Werk des Tages&#8220; ist die umfangreiche Sichtung einer Website mit Konzept und Kostenvoranschlag &#8211; der Rest ist Wuseln und darf es auch sein. <\/p>\n<h2>Zen to done<\/h2>\n<p>Wer mal am St\u00fcck ein wirklich sinnvolles und nicht kompliziert &#8222;verstiegenes&#8220; Konzept zur Selbstorganisation lesen will, dem empfehle ich <a href=\"http:\/\/imgriff.com\/serien\/zen-to-done\/\">&#8222;Zen to done&#8220;<\/a>, das ich auf imgriff.com fand. Ausdrucken und am St\u00fcck durchlesen! Es hat mich nochmal  mehr motiviert, mir das heraus zu pfl\u00fccken, was f\u00fcr mich passt &#8211; und es hat mir gezeigt, dass ich schon ganz von selber einiges umsetze, was da als Rezept zum effektiveren Handeln empfohlen wird. <\/p>\n<p>Dass das alles kein blo\u00dfes Rumspielen ist, zeigt mir das Verschwinden des Stresses an meiner  Finanzfront. Der Geld-verdien-Aspekt in den T\u00e4tigkeiten wird dadurch spielerisch und sogar ein wenig sportlich &#8211; was wiederum meine Neigung, Arbeit als Abenteuer anzusehen, bestens bedient! :-)<\/p>\n<p>* * *<br \/>\nVon allen Selbstmanagement-B\u00dcCHERN, die ich bisher las, fand ich dieses hier wirklich toll, da es einen wirklich ganzheitlichen Blick vermittelt:<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/rcm-de.amazon.de\/e\/cm?t=daswildegarte-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3897495732&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr\" style=\"width:120px;height:240px;\" scrolling=\"no\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun bin ich aus dem aktuellen Arbeitstunnel wieder raus, dem all meine Blogs eine un\u00fcblich lange Pause zu verdanken haben, Auftragsblogs ausgenommen. 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