{"id":1824,"date":"2015-11-08T11:51:18","date_gmt":"2015-11-08T10:51:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1824"},"modified":"2015-11-18T13:00:42","modified_gmt":"2015-11-18T12:00:42","slug":"unsere-afghanistan-schutzzone-eine-vision","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2015\/11\/08\/unsere-afghanistan-schutzzone-eine-vision\/","title":{"rendered":"Unsere Afghanistan-Schutzzone &#8211; eine Vision"},"content":{"rendered":"<p>In der neuesten <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Artikel\/2015\/11\/2015-11-06-kanzleramt-fluechtlingspolitik.html\">Erkl\u00e4rung der Bundesregierung<\/a> zum k\u00fcnftigen Umgang mit Fl\u00fcchtlingen hei\u00dft es: <!--more--><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Deutschland wird sich weiter milit\u00e4risch und finanziell in Afghanistan engagieren. Dadurch soll auch die Schaffung innerstaatlicher Fluchtalternativen beschleunigt werden, um die Fl\u00fcchtlinge effektiver nach Afghanistan zur\u00fcckf\u00fchren zu k\u00f6nnen. &#8220;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Deutsche Soldaten w\u00fcrden das Land sicherer machen, viel Entwicklungshilfe sei geleistet worden, da <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-10\/thomas-de-maiziere-fluechtlinge-afghanistan-abschiebung\">k\u00f6nne man doch erwarten, dass die Afghanen in ihrem Land bleiben<\/a>, sagte dieser Tage auch Innenminister De Maizi\u00e8re. Und wurde f\u00fcr diesen &#8222;zynischen Spruch&#8220; schwer gescholten.  <\/p>\n<p><strong>Aber hey, warum die Idee nicht mal weiter denken?<\/strong> Niemand verl\u00e4sst gerne seine Heimat, wenn zuhause ein sicheres Leben m\u00f6glich ist. Wobei dieses &#8222;sichere Leben&#8220; sich allerdings nicht darin ersch\u00f6pfen darf, \u00fcber Jahre in Zeltlagern ohne Perspektive und Beschulung der Kinder mehr vegetieren als leben zu m\u00fcssen. Machen wir also Ernst mit der &#8222;innerstaatlichen Fluchtalternative&#8220; &#8211; aber bitte dann richtig!<\/p>\n<h2>Cannabia &#8211; Stadt der Zuflucht<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/cannabis.jpg\" alt=\"cannabis\" width=\"500\" height=\"353\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1825\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/cannabis.jpg 500w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/cannabis-300x212.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><br \/>\nAnstatt sich also in Kabul und Kundus in ihren Kasernen einzubunkern, sichern deutsche und internationale Truppen zun\u00e4chst in Absprache mit der afghanischen Regierung und der alteingesessenen Bev\u00f6lkerung ein Gebiet, das sich als &#8222;innerstaatliche Schutzzone&#8220; eignet. Vielleicht im Norden Afghanistans oder im Grenzgebiet zu Pakistan &#8211; Gegenden, in denen seit Jahrtausenden der legend\u00e4re &#8222;schwarze Afghan&#8220;  wunderbar gedeiht, eine Cannabis-Sorte, die weltweit beliebt war, aber heute &#8211; evtl. wg. Krieg und Terror bzw. dem lukrativeren Opium-Anbau &#8211; zumindest hierzulande keine gro\u00dfe Rolle mehr spielt. Man gr\u00fcndet also neue D\u00f6rfer, vielleicht sogar eine &#8222;Stadt der Zuflucht&#8220;, baut H\u00e4user und Schulen, perspektivisch auch eine Universit\u00e4t. Und alle, die sich in den unbefriedeten Gebieten von Afghanistan mit Fluchtgedanken tragen, werden herzlich eingeladen, sich dort anzusiedeln &#8211; ganz ebenso wie die bereits Gefl\u00fcchteten, die an ihren Zielorten noch nicht integriert sind und vielleicht gerne in so ein Refugium zur\u00fcck kehren w\u00fcrden. Minderheiten, Ungl\u00e4ubige, diskriminierte Frauen, Homosexuelle &#8211; ihnen allen wird Schutz und ein besseres Leben garantiert &#8211; das w\u00e4r doch mal was!<\/p>\n<p>Wie schon der angedachte Name &#8222;Cannabia&#8220; signalisiert, soll dieses Projekt nicht f\u00fcr immer am Tropf der Entwicklungshilfe h\u00e4ngen bleiben, sondern auch wirtschaftlich prosperieren. Pro Hektar Land k\u00f6nnen in Afghanistan 145 Kilogramm Cannabis-Harz (Haschisch) produziert werden, wogegen es Marokko auf nur 40 Kilogramm bringt. Weltweit schreitet die l\u00e4ngst f\u00e4llige Legalisierung der uralten <a href=\"http:\/\/hanfverband.de\/faq\/bei-welchen-krankheiten-hilft-cannabis\">Heilpflanze<\/a> voran und auch <strong>die Bundesregierung <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/gesundheit\/gesundheit-regierung-organisiert-anbau-und-handel-von-cannabis-fuer-patienten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-151101-99-00577\">plant dieser Tage, den Cannabis-Anbau<\/a><\/strong> von einer &#8222;staatlichen Cannabis-Agentur&#8220; organisieren zu lassen. Da bietet es sich doch an, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, denn der schwarze Afghan enth\u00e4lt viel THC, ist also f\u00fcr den intendierten &#8222;medizinischen Gebrauch&#8220; optimal geeignet! Anbau und Handel w\u00fcrden nat\u00fcrlich lokal und komplett LEGAL organisiert. Die Gewinne aus dem internationalen Handel mit den Produkten blieben vor Ort und w\u00fcrden nicht mehr von militanten Gruppen abkassiert, die damit ihre Waffen und ihr Leben als reisende Terror-Kommandos finanzieren. Und je mehr L\u00e4nder ihre Haltung zu Cannabis \u00e4ndern, desto mehr w\u00fcrde die &#8222;innerafghanische Schutzzone&#8220; profitieren und prosperieren. <\/p>\n<p>Drogen finanzieren Terror und Krieg &#8211; legalisiert man sie, ist&#8217;s damit vorbei! Die Schutzzone &#8222;Cannabia&#8220; w\u00e4r doch mal einen Versuch wert &#8211; warum eigentlich nicht?<\/p>\n<p>***<br \/>\nInfo?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/world-of-resin.page.tl\/Afghanistan.htm\">Kurze Geschichte des Cannabis-Anbaus in Afghanistan<\/a>,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pakhtunkhwa911.wordpress.com\/2015\/11\/04\/zurueck-in-den-krieg\/\">Zur\u00fcck in den Krieg<\/a>  &#8211; Emran Feroz&#8217;s Blog.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der neuesten Erkl\u00e4rung der Bundesregierung zum k\u00fcnftigen Umgang mit Fl\u00fcchtlingen hei\u00dft es:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1824"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1824"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1824\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1824"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1824"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1824"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}