{"id":1680,"date":"2015-04-05T13:48:08","date_gmt":"2015-04-05T11:48:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1680"},"modified":"2015-08-16T13:23:40","modified_gmt":"2015-08-16T11:23:40","slug":"ostern-eier-hasen-fruehling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2015\/04\/05\/ostern-eier-hasen-fruehling\/","title":{"rendered":"Ostern, Eier, Hasen, Fr\u00fchling"},"content":{"rendered":"<p>Um die Jahrtausendwende hatte ich Berlin f\u00fcr zwei Jahre verlassen. Bzw. eigentlich &#8222;f\u00fcr immer&#8220;, ich wusste ja noch nicht, dass mir das Leben auf dem Land schon bald ziemlich langweilig werden w\u00fcrde. Im <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/gottesgabe\/schloss-gottesgabe.html\">&#8222;Schloss Gottesgabe&#8220;<\/a>, einem modernisierten Gutshaus in Mecklenburg, aus dem man sch\u00f6ne Mietwohnungen gemacht hatte, genoss ich es erstmal sehr, vom Computer weg und raus auf die gro\u00dfe Schlosswiese treten zu k\u00f6nnen, umgeben von gro\u00dfen alten B\u00e4umen. Ein Garten, H\u00fchner, das W\u00e4ldchen, noch eine Wiese, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/strecke08\/\">verfallende Schweinest\u00e4lle<\/a>, dahinter endlose Weiten, riesige \u00c4cker, der weite Horizont. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/huehner.jpg\" alt=\"H\u00fchner\" width=\"480\" height=\"394\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1681\" srcset=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/huehner.jpg 480w, https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/huehner-300x246.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p>Rund um Ostern lief ich mal durch so eine naturbelassene Wiese. Zum Gl\u00fcck schaute ich nach unten, um zu sehen, was schon bl\u00fchte &#8211; das bewahrte mich davor, ein Vogelnest mit mehreren Eiern zu zertreten. Bodenbr\u00fcter, vielleicht eine Feldlerche? Als ich weiter ging, sprang vor mir ein Hase auf und machte sich eilig davon. Ein richtiger Hase mit langen Ohren, kein Kaninchen, wie man sie auch in Berliner Gr\u00fcnanlagen und Friedh\u00f6fen gelegentlich trifft. <\/p>\n<p>AHA! Pl\u00f6tzlich war mir unmittelbar klar, woher das rituelle Befeiern von Eiern und Hasen zu Ostern kommt. Die Eier durfte man um diese Zeit grade noch sammeln, denn die V\u00f6gel w\u00fcrden dann neue legen. Und Hasen wurden beim Sammeln eben aufgest\u00f6rt. F\u00fcr Kinder mochte es so aussehen, als geh\u00f6rten die Eier zu den Hasen. Vielleicht wurden die Hasen aber auch willkommener Braten nach der Fastenzeit &#8211; historisch die Zeit, wenn die Wintervorr\u00e4te zu Ende gingen und man die Vorr\u00e4te strecken musste, um bis zur ersten Ernte auszukommen. (Geniale Idee eigentlich, diese Not zu freiwilligem, spirituell begr\u00fcndeten Fasten umzudeuten.)<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Euch frohe Ostern!<\/p>\n<p>Lust auf umgekehrte Eier?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Nachrichten\/Panorama\/d\/6144136\/japaner-revolutioniert-das-fruehstuecksei.html\">Au\u00dfen gelb, innen wei\u00df &#8211; Japaner revolutioniert das Fr\u00fchst\u00fccksei<\/a><\/p>\n<p>Einen lieben Ostergru\u00df auch an Menachem, der als Einziger aus meiner Blogroll <a href=\"https:\/\/gemeinsamleben.wordpress.com\/2015\/04\/05\/ein-strahlend-blauer-himmel\/\">was zu Ostern<\/a> geschrieben hat.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Jahrtausendwende hatte ich Berlin f\u00fcr zwei Jahre verlassen. Bzw. eigentlich &#8222;f\u00fcr immer&#8220;, ich wusste ja noch nicht, dass mir das Leben auf dem Land schon bald ziemlich langweilig werden w\u00fcrde. 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