{"id":1643,"date":"2015-01-28T21:07:42","date_gmt":"2015-01-28T20:07:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1643"},"modified":"2015-01-31T12:00:27","modified_gmt":"2015-01-31T11:00:27","slug":"70-jahre-danach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2015\/01\/28\/70-jahre-danach\/","title":{"rendered":"70 Jahre danach"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr die ganz gro\u00dfen Themen fehlen mir derzeit eher die Worte. Anderen zum Gl\u00fcck nicht: Zum Grauen von Ausschwitz hat <a href=\"http:\/\/www.charmingquark.de\/?p=4415\">Liisa auf Charming Quark<\/a> einen ber\u00fchrenden Beitrag mit vielen Fragen geschrieben, die uns alle auch heute noch &#8211; gerade heute wieder! &#8211; angehen. <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;- Nie wieder Auschwitz! Wir m\u00fcssen aus der Vergangenheit lernen!<br \/>\nJa, das h\u00f6ren wir seither immer und immer wieder und ganz besonders zu solchen Gedenktagen wie heute. Und wir nicken und sagen \u00bbJa, nie wieder Auschwitz! So etwas darf nie wieder geschehen!\u00ab Aber wie sicher sind wir eigentlich, dass so etwas nie wieder geschieht? Nicht hier bei uns, nicht in Europa, nicht in anderen L\u00e4ndern? Was genau tun wir daf\u00fcr, die Wahrscheinlichkeit zu verringern? Was bedeutet dieses \u00bbNie wieder Auschwitz!\u00ab dieses \u00bbSo etwas darf nie wieder passieren!\u00ab f\u00fcr uns Nachgeborene, f\u00fcr uns Heutige? Konkret? &#8222;<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Frage bricht sie dann herunter auf unseren Alltag hier und heute.<!--more--><\/p>\n<p>Hinweisen m\u00f6chte ich auch auf die Doku <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/suche\/home\/mediaplayer.jsp?mkey=53577911&#038;type=v&#038;xtmc=toleranz&#038;xtcr=62\">&#8222;Zu Besuch bei Juden&#8220;<\/a>. Ab Minute 26.10 spricht <a href=\"https:\/\/gemeinsamleben.wordpress.com\/2014\/12\/07\/142-5-45\/\">Menachems Vater<\/a> als Zeitzeuge, der Ausschwitz \u00fcberlebt hat. Seltsamerweise sind es nicht die T\u00e4ter, die SS-Schergen, die Betreiber und Verwalter des Holocausts, \u00fcber die er Worte verliert. Es sind im Gegenteil die Opfer: <em><strong>&#8222;Wenn man gequ\u00e4lt wird, vergisst man, dass man Mensch ist, man wird ein Tier&#8220;<\/strong><\/em>, sagt er &#8211; und dass er diese nurmehr &#8222;Figuren von Menschen&#8220; erlebt habe. Ich vermute, er meint damit die mitarbeitenden Lager-Insassen &#8211; evtl. sind das ja genau die Menschen, die Liisa meint, wenn sie schreibt: <\/p>\n<blockquote><p>Alles was irgendwie brauchbar war wurde, wie wir wissen, weiterverwendet oder verarbeitet bis hin zu Haut und Goldz\u00e4hnen der Toten. Die Menschen, die diese Dinge durchgesehen und sortiert und weitergegeben haben, was bitte haben die gedacht????? Kann man seinen Verstand so komplett abschalten??? Offenbar ja. <\/p><\/blockquote>\n<p>Womit sich die Frage nach dem Verstand er\u00fcbrigt h\u00e4tte. Wenn wir ums eigene Leben f\u00fcrchten, sind wir zu allem f\u00e4hig. Zu ALLEM! Die wenigen Ausnahmepersonen werden denn auch zu Heiligen oder mindestens Helden erkl\u00e4rt, denn sie haben ihre Werte \u00fcber das eigene Leben gestellt. Die allermeisten werden jedoch lieber zum Tier. Und wer w\u00e4ren wir, in unseren ergonomischen Sesseln vor den Monitoren, \u00fcber sie zu richten?<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die ganz gro\u00dfen Themen fehlen mir derzeit eher die Worte. Anderen zum Gl\u00fcck nicht: Zum Grauen von Ausschwitz hat Liisa auf Charming Quark einen ber\u00fchrenden Beitrag mit vielen Fragen geschrieben, die uns alle auch heute noch &#8211; gerade heute wieder! &#8211; angehen. &#8222;- Nie wieder Auschwitz! Wir m\u00fcssen aus der Vergangenheit lernen! 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