{"id":1507,"date":"2014-07-21T10:35:13","date_gmt":"2014-07-21T08:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1507"},"modified":"2014-07-21T11:04:59","modified_gmt":"2014-07-21T09:04:59","slug":"abnehmen-fitness-und-so-oh-je","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2014\/07\/21\/abnehmen-fitness-und-so-oh-je\/","title":{"rendered":"Abnehmen? Fitness und so? Oh je&#8230;. :-)"},"content":{"rendered":"<p>Mit 20 rank und schlank, mit 40 ein kleiner Bauchansatz, mit 60 sichtbares \u00dcbergewicht &#8211; so ergeht es der gro\u00dfen Mehrheit der Bundesb\u00fcrger\/innen und in dieser Hinsicht bin ich voll der Durchschnitt! <\/p>\n<p>Bisher hat es mich nicht gest\u00f6rt, wirklich wahr! Der ganze Schlankheitswahn ist an mir vorbei gegangen, nie hab&#8216; ich eine &#8222;Di\u00e4t&#8220; gemacht, ich besitze keine Waage und wenn eine Kleidergr\u00f6\u00dfe nicht mehr passt, kaufe ich unaufgeregt die n\u00e4chstgr\u00f6\u00dfere. So trug ich mit 18 Gr\u00f6\u00dfe 38 (was den armen Jugendlichen von heute schon als &#8222;zu dick&#8220; gilt &#8211; irre!), erreichte noch vor der Menopause die 42 und letzten Monat musste ich Jeans in Gr\u00f6\u00dfe 44 zur\u00fcck schicken und in 46 umtauschen. Das alles bei kurzen 165 cm, die mittlerweile auf 164 geschrumpft sind. Soweit der Status Quo. <em>(F\u00fcr besorgte Schwestern: Wer glaubt, mein Gewicht h\u00e4tte jemals irgend eine Auswirkung auf mein &#8222;Ankommen&#8220; bei der M\u00e4nnlichkeit gehabt, irrt!) <\/em><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>In Sachen Fitness hab ich mich phasenweise mehr engagiert. In zwei Fitness-Centern war ich zeitweilig aktiv und dann Karteileiche. Mangelnde Beratung, <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2010\/02\/16\/weniger-ist-mehr-erfahrungen-mit-fitness-centern\/\">als ich mal wirklich &#8222;effektiv&#8220; trainieren wollte<\/a> und ein Muskelfaserriss, als ich den Ratschl\u00e4gen aus einem vom Trainer empfohlenen Buch (deutlich mehr Gewichte auflegen!) folgte, hat mir das f\u00fcr immer vermiest. Als Alterntive f\u00fcr zuhause steht hier ein Schwingstab herum, an der Sprossenwand h\u00e4nge ich Klamotten auf, und auch die schicke Langhantel mit farbigen Gewichten zum Wechseln erlebte nur ca. drei halbe Trainingsstunden. Schlie\u00dflich lockt fortw\u00e4hrend der Monitor, an dem ich soviel Anderes und Freudigeres zu tun habe als hier schwei\u00dftreibend herum zu turnen. <\/p>\n<p>Im Sommer sieht es immerhin nicht ganz so mau aus: Drei bis f\u00fcnfmal pro Woche fahre ich mit dem Rad in den Garten, jeweils eine halbe Stunde hin und zur\u00fcck. Eine Stunde Yoga am Sonntag zeigt mir, wie es mit der Beweglichkeit steht &#8211; und ab und zu ist im Garten sogar etwas zu tun, das ein bisschen anstrengt, allerdings viel zu selten. Trotzdem: im Sommer bin ich deutlich fitter, im Winter regrediere ich zum Couch- und B\u00fcrostuhl-Potato.<\/p>\n<h2>Der Preis des Sitzlebens<\/h2>\n<p>Dass ich diese leidigen Themen nun aufs Tapet bringe, liegt nat\u00fcrlich daran, dass da auch Leiden ist &#8211; und zwar zunehmend. Seit 1999 hat sich langsam und schleichend eine <a href=\"http:\/\/www.loc-ams.ch\/rtb\/aktuell\/diewirbelsaeule\/einigekrankheitenderwirbelsaeule\/index.php#537541975f1219a84\">Spinalkanalstenose<\/a> entwickelt. L\u00e4nger Laufen, gar Joggen ist nicht mehr drin. Je nach Tagesform muss ich schon nach f\u00fcnf, manchmal 15 Minuten eine Sitzpause einlegen. Nicht aus Ersch\u00f6pfung, sondern weil die geklemmten Nerven gleichzeitig Taubheit und starke Schmerzen (wie Feuer und Eis!) in den Oberschenkeln verursachen. Zur\u00fcck im &#8222;Sitzknick&#8220; beruhigt sich das binnen einer Minute, aber Spazierengehen macht so wirklich keinen Spass!<\/p>\n<p>Zeitweise Probleme mit den F\u00fc\u00dfen f\u00fchrten dazu, dass ich Einlagen und &#8222;Zurichtungen&#8220; der Schuhe verschrieben bekam &#8211; \u00fcbrigens trotz lebenslangem Vermeiden von Schuhen mit hohen Abs\u00e4tzen und trotz h\u00e4uslichem barfu\u00df gehen. An dieser &#8222;Front&#8220; ist derzeit zum Gl\u00fcck Ruhe, nicht aber beim Treppen steigen: Dass ich auf dem Weg in den dritten Stock im zweiten Pause machen muss, finde ich schon ein bisschen bedenklich! Umziehen in eine tiefer gelegene Bleibe ist jetzt nicht mehr m\u00f6glich, denn  eine vergleichbare Wohnung in meiner Gegend w\u00fcrde mich als Neumieterin locker das Doppelte kosten. <\/p>\n<h2>Und sonst?<\/h2>\n<p>Ern\u00e4hrungstechnisch f\u00fchle ich mich als Fast-Veganerin eigentlich ganz gut, esse aber f\u00fcr meinen Kalorienverbrauch und mein Alter vermutlich zuviel und zu fett (das geht auch mit Pflanzen\u00f6l!). Das Rauchen hab&#8216; ich in diesem Leben sieben mal aufgeh\u00f6rt und wieder angefangen &#8211; mal nach einem Jahr, mal schon nach ein paar Monaten. Nicht grade eine Erfolgsstory, doch hab&#8216; ich mich alles in allem damit abgefunden. Der K\u00f6rper verschafft sich durch das Rauchen offenbar ein kaum verzichtbares Gef\u00fchl der Lebendigkeit, wenn ich viele blo\u00df geistig aktive Stunden am PC verbringe. Immer dann, wenn der Fiskus wieder zuschl\u00e4gt und den Tabak wieder mal auf ein neues unversch\u00e4mtes Niveau hebt, sp\u00fcre ich aber doch ein Bedauern: H\u00e4tte ich es doch lassen k\u00f6nnen! (Leider hab&#8216; ich diverse Kilo mehr genau diesen Aufh\u00f6rversuchen zu verdanken, bleibende Kilos!). <\/p>\n<h2> Weiter so &#8211; oder was?<\/h2>\n<p>Wie w\u00e4re es, wenn ich zehn Kilo leichter w\u00e4re? (Ich sch\u00e4tze mal, dass ich derzeit so auf die 83\/85 zugehe.) Das entspr\u00e4che dem Gewicht der gro\u00dfen Gie\u00dfkanne, die ich im Garten nur ungern benutze. Bestimmt w\u00fcrde das Treppen steigen dann wieder leichter! Ein Training, das mich fitter macht und Muskeln aufbaut, w\u00fcrde auch meinem R\u00fccken gut tun, der zwar nicht wirklich schmerzt, aber die mangelnde Stabilit\u00e4t eben durch Wachstum der Wirbelk\u00f6rper ausgleicht, was die besagte Nervenklemmung verst\u00e4rkt. Eine Op sollte ich m\u00f6glichst vermeiden, sagte mir eine extrem \u00fcbergewichtige Orthop\u00e4din, die in dieser Sache meine letzte Ansprechpartnerin war. Es k\u00f6nnte sein, dass es mir danach schlechter erginge als vorher. <\/p>\n<p>So trete ich also dem Gedanken n\u00e4her, wieder einmal mein Leben zu \u00e4ndern. Klar, an irgendwas muss man sterben und wenn es morgen w\u00e4re, h\u00e4tte ich jedenfalls genug erlebt, um keine Vers\u00e4umnisse zu bedauern. Vermutlich wird das aber nicht gleich morgen sein, ich vollende diese Woche &#8222;erst&#8220; mein sechstes Jahrzehnt. :-) Da ich nun nicht zu den Besserverdienern geh\u00f6re und so etwas wie eine ausk\u00f6mmliche Rente mit &#8222;Ruhestand&#8220; nicht zu erwarten habe, muss ich mich wohl aufraffen und k\u00fcnftig &#8222;an der Gesundheit arbeiten&#8220; (grusel&#8230;) &#8211; und sei es nur f\u00fcr die Erhaltung des Status Quo. Meine bisherige Gelassenheit im Blick auf die zunehmenden Zipperlein, die man ruhig auch Ignoranz nennen darf, ist nicht der richtige Ratgeber f\u00fcr die kommenden Jahre! <\/p>\n<p>Anstatt mir das laut vorzusagen schreibe ich es hier ins Digital Diary. Wie ich es konkret angehe, wei\u00df ich noch nicht. Nur mal zehn Minuten den Schwingstab anfassen wie heute morgen wird jedenfalls nicht reichen!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 20 rank und schlank, mit 40 ein kleiner Bauchansatz, mit 60 sichtbares \u00dcbergewicht &#8211; so ergeht es der gro\u00dfen Mehrheit der Bundesb\u00fcrger\/innen und in dieser Hinsicht bin ich voll der Durchschnitt! Bisher hat es mich nicht gest\u00f6rt, wirklich wahr! 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