{"id":143,"date":"2008-03-14T04:52:59","date_gmt":"2008-03-14T02:52:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2008\/03\/14\/kurztrip-nach-saigon\/"},"modified":"2009-12-28T14:50:23","modified_gmt":"2009-12-28T12:50:23","slug":"kurztrip-nach-saigon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2008\/03\/14\/kurztrip-nach-saigon\/","title":{"rendered":"Kurztrip nach Saigon"},"content":{"rendered":"<p>Die Bewegungen verlangsamen sich ganz automatisch, wenn die Tagestemperaturen 34 Grad erreichen &#8211; immerhin schon 5 Grad mehr als bei meiner Ankunft in Phnom Penh. Und doch hilft das nicht viel, auch ohne mich zu r\u00fchren l\u00e4uft mir der Schwei\u00df in Rinnsalen \u00fcber die Haut. In manchen Lokalen wird jetzt Wassernebel verspr\u00fcht, denn auch die Khmer schwitzen jetzt, was mich fast ein wenig erstaunt hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image144\" alt=\"Saingon\" class=\"mitte\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/saigon.jpg\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcnf Tage Vietnam liegen hinter mir: ein Kurztrip nach <strong>Saigon<\/strong> bzw. &#8222;HCMC&#8220; (Ho-Chi-Minh-City), von dort aus ein Ausflug nach Vung Tau, eine Halbinsel am chinesischen Meer, die den Einwohnern der engen und hei\u00dfen 8-Millionen-Stadt als Naherholungsziel dient. Die k\u00fchlere  Seeluft tat wirklich gut!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image146\" alt=\"Hotel in Wung Tau\" style=\"margin-left: 0px\" class=\"links\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/hotel_wungtau.jpg\" \/>Da st\u00f6rte so manche Hotelburg von ausnehmender H\u00e4sslichkeit nicht im geringsten. Gen\u00e4chtigt hab&#8216; ich lieber in einem der kleinen &#8222;Zimmerstapel&#8220;, wie ich die extrem schmalen, doch manchmal bis zu sieben Stockwerken hohen H\u00e4user nenne, die vielleicht grade mal drei Meter breit sind. Vom H\u00f6rensagen wei\u00df ich, dass sich diese Tradition einer Steuergesetzgebung verdankt, die die H\u00f6he der Steuer nach der Breite des Hauses bemisst. Sowohl in Kambodscha als auch in Vietnam sah ich diese &#8222;Stapelh\u00e4user&#8220; auch h\u00e4ufig einzeln in der Landschaft stehen, was dann wirklich seltsam aussieht! Im oberen Bild sieht man eine typische Stra\u00dfenansicht im zentralen Viertel Saigons: ein Riegel klebt am anderen, ab und an \u00f6ffnet sich eine winzige, oft nicht mal zwei Meter breite Gasse f\u00fcr den Zugang der tiefer im Block stehenden H\u00e4userreihen &#8211; alles in allem eine recht klaustrophobische Erfahrung!<\/p>\n<p>Wie sch\u00f6n, dann mal am Meer zu sein, in die Ferne zu schauen und die Fischerboote und das vietnamesische Strandleben zu beobachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image145\" class=\"mitte\" alt=\"Hotel in Wung Tau\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/wungtau2.jpg\" \/><\/p>\n<p>Genau wie die Khmer in Kambodscha baden auch die Vietnamesen nicht etwa in Bade-Anz\u00fcgen oder gar Bikinis! Z\u00fcchtig verh\u00fcllt st\u00fcrzt man sich ins lutschwarme Nass, die  M\u00e4nner mit knielangen Freizeithosen \u00fcber der Unterhose (!), die Frauen im T-Shirt oder Kurzkleid. Auch ich hab&#8216; das Hemd also lieber angelassen, das in der hohen Luftfeuchtigkeit dann trotz Wind und Sonne stundenlang zum Trocknen brauchte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image147\" alt=\"Badendes Paar\" class=\"rechts\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/badendes_paar.jpg\" \/>\u00dcberhaupt wirkte das asiatische Strandleben auf mich regelrecht &#8222;desexualisiert&#8220;: kein Flirten, flanieren, K\u00f6rper vorzeigen, wie man es aus Europa kennt. Ein besoffener Vietnamese platzierte sich neben mich und lie\u00df sich unter Gejohle der ebensowenig n\u00fcchternen Kumpane mit der Fremden ablichten, doch nicht etwa als Form der Anmache:  hier bin ich halt ein schwer exotischer Freak, habe wei\u00dfe Haut und bin mit meinen 165 immer noch deutlich gr\u00f6\u00dfer als die meisten M\u00e4nner.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image148\" class=\"mitte\" alt=\"Gesichtsmaske\" src=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/maske.jpg\" \/><\/p>\n<p>Trotz der Hitze laufen viele schwer verh\u00fcllt und sogar mit <strong>Gesichtsmaske<\/strong> herum: man m\u00f6chte nicht noch brauner werden, Hellh\u00e4utigkeit gilt als erstrebenswert. Nicht nur am Strand, auch \u00fcberall in den St\u00e4dten und auf dem Land sieht man M\u00e4nner und Frauen mit diesen Masken, die es in vielen Farben und Designs zu kaufen gibt. (Mal angenommen, diese Mode w\u00fcrde nach Deutschland schwappen, w\u00fcrde sie gewiss gleich verboten, denn die allgegenw\u00e4rtige Video-\u00dcberwachung \u00f6ffentlicher R\u00e4ume liefe ja ins Leere, wenn alle so vermummt herum laufen w\u00fcrden!).<br \/>\nSchaut man in ein Verkaufsregal mit Kosmetika, finden sich viele &#8222;Whitening-Cremes&#8220; bzw. Tagescremes und Sonnenschutzmittel mit Whitening-Faktor.  Mir fallen da gleich die entsprechenden Regale mit Br\u00e4unungscremes bei uns ein &#8211; der Mensch will ganz offensichtlich immer das, was er nicht hat.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte noch so viel zu erz\u00e4hlen, doch nun wird es schon wieder hei\u00dfer und es warten noch ein paar &#8222;Brotarbeiten&#8220;, die erledigt sein wollen. Vermutlich werde ich erst in Berlin wieder zu den tiefer sch\u00fcrfenden und weiter ausholenden Artikeln kommen, wenn das k\u00fchle Schmuddelwetter nicht nach drau\u00dfen lockt und meine Tage in gewohnter Gleichf\u00f6rmigkeit verlaufen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bewegungen verlangsamen sich ganz automatisch, wenn die Tagestemperaturen 34 Grad erreichen &#8211; immerhin schon 5 Grad mehr als bei meiner Ankunft in Phnom Penh. Und doch hilft das nicht viel, auch ohne mich zu r\u00fchren l\u00e4uft mir der Schwei\u00df in Rinnsalen \u00fcber die Haut. 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