{"id":119,"date":"2008-01-21T17:56:28","date_gmt":"2008-01-21T15:56:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2008\/01\/21\/endlich-wieder-yoga\/"},"modified":"2008-08-24T11:55:20","modified_gmt":"2008-08-24T09:55:20","slug":"endlich-wieder-yoga","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2008\/01\/21\/endlich-wieder-yoga\/","title":{"rendered":"Endlich wieder Yoga"},"content":{"rendered":"<p>Schon die mehr oder weniger exotischen <a href=\"http:\/\/www.webwriting-magazin.de\/12-yoga-videos\/\">Yoga-Videos<\/a> im Webwriting-Magazin hab&#8216; ich dort versammelt, um die eigene Motivation wie ein zartes Pfl\u00e4nzchen zu p\u00e4ppeln: Mal wieder ZUSEHEN macht Lust, endlich selbst wieder einzusteigen &#8211; und heut&#8216; morgen fing mein Tag tats\u00e4chlich mit &#8222;kleinen \u00dcbungen&#8220; an. In der Mittagspause dann eine weitere Runde mit klassischen Asanas: es f\u00fchlte sich an, als h\u00e4tte ich nie aufgeh\u00f6rt, wenn ich auch nicht in jede \u00dcbung so weit hinein komme wie zu meiner aktiven Zeit.<\/p>\n<h2>Selbstdisziplin<\/h2>\n<p>Obwohl mir Yoga sp\u00fcrbar und sofort sehr gut tut, f\u00e4llt es mir uns\u00e4glich schwer, alleine eine regelm\u00e4\u00dfige Praxis einzuhalten, bzw. erstmal wieder reinzufinden. Morgen will ich fr\u00fcher aufstehen, damit ich nicht das Gef\u00fchl habe, mir &#8222;Arbeitszeit zu rauben&#8220; &#8211; kompletter Quatsch, denn ich arbeite weit besser und konzentrierter, wenn eine Yoga-Stunde hinter mir liegt. Jetzt zum Beispiel ist es Nachmittag und \u00fcblicherweise lege ich mich dann ein wenig hin, heute dagegen bin ich nicht mal m\u00fcde!<\/p>\n<p>Warum hab&#8216; ich nur solche Probleme mit der Selbstdisziplin?  \u00c4u\u00dferen Anforderungen nachzukommen, ist so viel einfacher: wenn der Kunde ruft, muss er bedient werden, keine Frage! Aber warum kann ich mir so schlecht selber dienen?<!--more--><\/p>\n<p>In der Tradition des Abendlands sind wir komplett nach au\u00dfen orientiert: Wenn irgend etwas st\u00f6rt oder nicht so ist, wie gew\u00fcnscht, wollen wir es \u00e4ndern &#8211; und wir haben die Welt bis heute schon recht umfassend ge\u00e4ndert!  Die technische Zivilisation bietet soviel Bequemlichkeit, dass wir an Degenerationserscheinungen kranken, weil man sich kaum noch bewegen muss, um sein Leben zu meistern: Tastatur und Maus zu beherrschen, reicht ja im Grunde aus. Und doch sind nur wenige gl\u00fccklich in diesen &#8222;wattierten&#8220; Verh\u00e4ltnissen, immer wieder st\u00f6rt etwas, neue W\u00fcnsche entstehen, neue Produkte und Dienste werden entwickelt, es h\u00f6rt niemals auf.<\/p>\n<p>Das Gegenteil der Weltver\u00e4nderung ist die Selbstver\u00e4nderung &#8211; auch wenn von einem anderen Blickwinkel aus &#8222;alles eins&#8220; ist.  Wenn mich etwas st\u00f6rt oder vermeintlich etwas fehlt, k\u00f6nnte ich auch einfach davon absehen bzw. abwarten, bis der Impuls vor\u00fcber geht, anstatt etwas zu unternehmen, um das fl\u00fcchtige Verlangen zu befriedigen. Zum Beispiel kann Appetit zur falschen Zeit einfach ignoriert werden: spart Energie, Geld und andere Ressourcen, keine \u00fcberfl\u00fcssigen Kalorien belasten den K\u00f6rper &#8211; warum ist das nur so unbeliebt? Da werden 10.000 Methoden, Tipps &#038; Tricks kolportiert, um sich nicht st\u00e4ndig zu \u00fcberfressen &#8211; es einfach sein zu lassen, ist offenbar so au\u00dferhalb der Kompetenzen wie der Mondflug f\u00fcr eine agrarische Gesellschaft.<\/p>\n<h2>Buchtipp: Die Kunst des Loslassens<\/h2>\n<p>Eine weitere S\u00e4ule meiner Motivations-Offensive zum ges\u00fcnderen Leben ist die Wiederbesch\u00e4ftigung mit dem Buddhismus.  Gerade las ich das Buch <a title=\"Werbelink zu Amazon\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/dp\/3931274330\/ref=nosim?tag=daswildegarte-21\">&#8222;Die Kunst des Loslassens&#8220; von Ayya Khema<\/a>, in dem sie die <strong>acht meditativen Vertiefungen<\/strong> ausf\u00fchrlich beschreibt. In Zusammenhang mit diesen Stadien der Meditation stehen Ver\u00e4nderungen in der Lebenspraxis, denn der Geist muss in einer bestimmten Verfassung sein, um beim &#8222;nach innen gehen&#8220; ganz bestimmte Dinge erleben zu k\u00f6nnen. Insgesamt ergibt sich so ein komplettes Bild des von Buddha gelehrten &#8222;Wegs aus dem Leiden&#8220;, der diametral dem unseren entgegen gesetzt ist, die wir immer &#8222;die Verh\u00e4ltnisse&#8220; umkrempeln wollen, wenn etwas nervt oder auch nur langweilt.<\/p>\n<p>Dass alles Sp\u00fcren eines Mangels, jegliche Langeweile, s\u00e4mtliche Zu- und Abneigungen von innen kommen, dass sie niemals ganz befriedigt werden, sondern stets neu entstehen, veranlasst uns \u00fcblicherweise nicht, diesem &#8222;Innenleben&#8220; mal intensiver auf die Spur kommen zu wollen. Als Sklaven verschiedenster Getriebenheiten,  immer weniger bez\u00e4hmt durch &#8222;Sitte und Moral&#8220;, rafft und konsumiert man vor sich hin und beschwert sich, dass das alles auch noch Arbeit macht, Stress verursacht und Geld kostet. Was f\u00fcr eine seltsame Einseitigkeit &#8211; mindestens ebenso seltsam wie das verinnerte, Welt-verachtende und ganz der Meditation gewidmete Leben der M\u00f6nche aller Zeiten.<\/p>\n<p>Meinen eigenen Weg der Mitte muss ich erst noch finden &#8211; dass ich Nonne oder Extrem-Yogi werde, wenn ich auch mal solche Themen anspreche, muss aber niemand bef\u00fcrchten. :-)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon die mehr oder weniger exotischen Yoga-Videos im Webwriting-Magazin hab&#8216; ich dort versammelt, um die eigene Motivation wie ein zartes Pfl\u00e4nzchen zu p\u00e4ppeln: Mal wieder ZUSEHEN macht Lust, endlich selbst wieder einzusteigen &#8211; und heut&#8216; morgen fing mein Tag tats\u00e4chlich mit &#8222;kleinen \u00dcbungen&#8220; an. 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