{"id":1091,"date":"2013-05-29T10:19:31","date_gmt":"2013-05-29T09:19:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1091"},"modified":"2013-05-29T10:58:16","modified_gmt":"2013-05-29T09:58:16","slug":"frau-zeig-dich-wie-ein-mann-aber-bleib-ehrlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2013\/05\/29\/frau-zeig-dich-wie-ein-mann-aber-bleib-ehrlich\/","title":{"rendered":"Frau, zeig dich wie ein Mann, aber bleib ehrlich!"},"content":{"rendered":"<p>Warum bekommen Frauen in Business-Netzwerken dreimal weniger Job-Angebote als M\u00e4nner? Dieser Frage widmet sich heute das Magazin <strong>deutsche-startups.de<\/strong> und hat auch gleich ein paar gute Ratschl\u00e4ge parat, n\u00e4mlich <a href=\"http:\/\/www.deutsche-startups.de\/2013\/05\/28\/tipps-wie-sich-frauen-in-sozialen-netzwerken-noch-besser-prasentieren\/\">Tipps, wie sich Frauen in sozialen Netzwerken noch besser pr\u00e4sentieren<\/a>.<\/p>\n<p>Was machen Frauen demnach falsch? Des \u00f6fteren zieren keine Fotos ihre Profile, was nat\u00fcrlich f\u00fcr den ersten Eindruck ganz schlecht ist &#8211; soweit gehe ich noch mit!  Dann aber wird ger\u00fcgt, dass Frauen mehr ihre sozialen Kompetenzen wie  Kommunikationsst\u00e4rke, Organisationstalent etc. auflisten &#8211; und nicht ihre technischen F\u00e4higkeiten im Umgang mit &#8222;bestimmten Softwareprogrammen&#8220;. Das interessiere die Personaler nicht, denn die wollten harte Fakten. Pech f\u00fcr die Personaler und die Unternehmen, denke ich mir dazu, denn Programme kann man erlernen, Organisationstalent eher weniger.<\/p>\n<h2>Sammle Kontakte, vor allem VIELE!<\/h2>\n<p>Kritikw\u00fcrdig findet <del datetime=\"2013-05-29T09:36:26+00:00\">Christina Cassala, die Autorin der &#8222;Tipps&#8220;<\/del> <strong>Peer Bieber<\/strong>, &#8222;Experte f\u00fcr innovative Recruiting-M\u00f6glichkeiten&#8220;, auch das Vernetzungsverhalten der Frauen: Sie w\u00e4hlen ihre Kontakte &#8222;mit Bedacht&#8220; aus, was insgesamt weniger Kontakte auf weiblichen Profilen ergibt. Dadurch wirkten diese &#8222;ungepflegt&#8220; und eine Kontaktaufnahme nicht &#8222;lohnenswert&#8220;. <\/p>\n<p>Ganz schlimm auch: der Lebenslauf zeigt oft L\u00fccken bei den Arbeitgebern, es fehlen konkrete Datums-Angaben. Tja, woran das wohl liegen mag? Arbeitslosigkeit, Familienphase &#8211; welche Frau hat schon einen durchg\u00e4ngig stromlinienf\u00f6rmigen und ununterbrochenen Berufsweg? Egal, im Profil muss ein &#8222;konsistenter Lebenslauf&#8220; stehen, tunlichst auch mit Nennung der jeweiligen Arbeitgeber. <\/p>\n<h2>Interessen: Vergiss Yoga! Werde SERI\u00d6S!!<\/h2>\n<p>Ganz krass wird es bei den Interessen, die man au\u00dferhalb der Arbeit noch so hat, bzw. haben darf. Hier lasse ich den Originaltext sprechen: <\/p>\n<blockquote><p>Die Darstellung der Interessen driftet meist in klischeehaft weibliche Freizeit-Interessen ab, wie Tanzen und Yoga. Damit zeichnen Frauen ein wenig professionelles Bild von sich selbst. <\/p><\/blockquote>\n<p>Aha! Auch Freizeitaktivit\u00e4ten m\u00fcssen also &#8222;professionell&#8220; sein. Der zugeh\u00f6rige Tipp empfiehlt dann dem entsprechend: <\/p>\n<blockquote><p>Sie bewegen sich in einem Business-Netzwerk. Daher gilt auch bei der Wahl der Interessen ein gewisser Grad an Professionalit\u00e4t. An Rad fahren und Lesen ist nichts auszusetzen. Aber eine Kombination aus Yoga und Reiten wird schnell bel\u00e4chelt. Politik und Reisen machen an dieser Stelle einen seri\u00f6seren Eindruck. <\/p><\/blockquote>\n<p>Mal davon abgesehen, dass Lesen plus Politik gewiss eine schlechtere, weil weniger ausgleichende Work-Life-Balance ergibt als Yoga, Tanzen oder Reiten, wird hier ganz offen geraten, nicht die wahren Interessen anzugeben, sondern diese &#8222;passend zur Umgebung&#8220; aus dem Fundus potenziell &#8222;seri\u00f6ser&#8220; M\u00f6glichkeiten zu w\u00e4hlen. <\/p>\n<p>Klar, wer einen Arbeitsplatz sucht, muss bereit sein, sich zu verbiegen, zu verbergen, zu verstellen! Das finden heute auch Frauen zunehmend normal, bzw. wenn sie erfolgreich sein wollen, m\u00fcssen sie entsprechend handeln &#8211; so der Tenor des Artikels.<\/p>\n<p>Der Gipfel des Absurden erreicht dann allerdings Tipp 4:<\/p>\n<blockquote><p>\n&#8222;<strong>Bleiben Sie bei allem, was Sie angeben ehrlich<\/strong>. Wenn Sie auf Ihrem Profil falsche Tatsachen vort\u00e4uschen, kommt dies sp\u00e4testens beim Vorstellungsgespr\u00e4ch raus und bereitet Ihnen eine sehr unangenehme Situation. &#8222;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ja was denn nun?<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Update: Eine weitere, weit umfangreichere Resonanz: <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/e13.de\/2013\/05\/28\/tipps-wie-sich-berater-nicht-zum-affen-machen\/\">Tipps, wie sich Berater nicht zum Affen machen<\/a> von Kiki Thaerigen<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum bekommen Frauen in Business-Netzwerken dreimal weniger Job-Angebote als M\u00e4nner? Dieser Frage widmet sich heute das Magazin deutsche-startups.de und hat auch gleich ein paar gute Ratschl\u00e4ge parat, n\u00e4mlich Tipps, wie sich Frauen in sozialen Netzwerken noch besser pr\u00e4sentieren. Was machen Frauen demnach falsch? 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