{"id":1058,"date":"2013-04-03T19:58:25","date_gmt":"2013-04-03T18:58:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1058"},"modified":"2013-04-03T21:35:41","modified_gmt":"2013-04-03T20:35:41","slug":"kommentiert-man-muss-ja-nicht-immer-selber-bloggen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2013\/04\/03\/kommentiert-man-muss-ja-nicht-immer-selber-bloggen\/","title":{"rendered":"Kommentiert &#8211; man muss ja nicht immer selber bloggen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><em>&#8222;Zwischenzeitlich kann ich ja auch kommentieren\u2026 &#8222;<\/em> <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2013\/04\/02\/inspiration-und-begeisterung-eine-knappe-ressource\/#comment-19846\">schrieb Olaf<\/a> k\u00fcrzlich zum gelegentlich auftretenden <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2013\/04\/02\/inspiration-und-begeisterung-eine-knappe-ressource\/\">Inspirations-Mangel<\/a>. Da hat er recht, auch ich kommentiere in so deprimierend &#8222;blockierten&#8220; Zeiten noch immer anderswo. Und warum nicht die Artikel, die mich zur Teilhabe verleiten konnten, sowie meine Kommentare hier einfach mal zur Ansicht bringen? <\/p>\n<p>Als denn:<\/p>\n<p>1)<\/p>\n<p>Zu Alexander Marguier am 3.3.13 auf CICERO:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/weltbuehne\/herrschaft-der-nicht-gewaehlten-in-europa-stirbt-die-demokratie-und-alle-schauen-zu\/54073#comment-33359\"><strong>In Europa stirbt die Demokratie \u2013 und alle schauen zu<\/strong><\/a><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ein Spitzen-Artikel, w\u00e4re da nicht &#8230;der komplett \u00fcberfl\u00fcssige Seitenhieb auf die tage-, ja wochenlange kommunikative Beteiligung vieler Menschen am Mem &#8222;#aufschrei&#8220;!<br \/>\nDas gesellschaftliche Leben spielt sich zum Gl\u00fcck auf vielerlei Ebenen ab. Durch #Aufschrei begann eine spontane Neudiskussion sozialen Miteinanders mit Blick aufs Geschlecht. Diese war und ist n\u00f6tig und n\u00fctzlich, also die Aufmerksamkeit WERT, die sie bekam. Wir sollten FROH sein, dass es noch nicht so weit gekommen ist, dass Krisenpolitik und Bew\u00e4ltigung unseren gesamten Alltag unabweisbar bestimmen!<\/p>\n<p>Ansonsten ein sehr guter Artikel, der den Status Quo und die Perspektiven des &#8222;weiter so&#8220; klar auf den Punkt bringt. Das beschriebene (und wohl auch beklagte) &#8222;Sterben der Demokratie&#8220; findet ja &#8211; noch &#8211; nicht durch Gewalt statt, sondern es l\u00e4uft, wie es l\u00e4uft, weil viele Mitdenkende tats\u00e4chlich in &#8222;Alternativlosigkeit&#8220; landen. Auch dieser Text formuliert keine Idee, auf welche Weise eine direktere Demokratie wohl machbar w\u00e4re. Dass sie NOT-wendig ist, dar\u00fcber k\u00f6nnten sich viele einigen, aber im HowTo der Umsetzung liegt eben die Krux.<\/p>\n<p>Klar, wir kennen die &#8222;Netz-Utopie&#8220;, der auch Grillo anh\u00e4ngt, doch ist deren &#8222;Programmwerdung&#8220; kein ganz kleines Projekt (in DE arbeiten sich im kleinen Rahmen die Piraten daran ab und kommen nicht mal richtig in die G\u00e4nge&#8230;). Sehr bezeichnend und desillusionierend dann die Info am Ende dieses Artikels: dass dort, wo eine solche BEWEGUNG durchschlagenden Erfolg hat, in Wahrheit ein Charismatiker und &#8222;Chefideologe&#8220; das Sagen hat, der dem gro\u00dfen Rest sogar Maulk\u00f6rbe verh\u00e4ngt.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>2)<\/p>\n<p>Am 3.4. zu Claudia Kilians  <a href=\"http:\/\/www.claudiakilian.de\/knutschdebatte\"><strong>Knutschdebatte<\/strong><\/a> auf &#8222;Sammelmappe&#8220;: <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;In meiner wilden Jugendzeit war \u00f6ffentliches Knutschen und \u201cFummeln\u201d eine REVOLUTION\u00c4RE Geste. Damit konnte man alle Alten, Etablierten, \u201cHerrschenden\u201d so herrlich aufbringen \u2013 und ihnen so mal zeigen, was Fortschritt, freie Liebe und Freiheit etc. ist! :-) Nie h\u00e4tt ich es f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass mal aus einer jungen Anti-StatusQuo-Szene gerade das Gegenteil kommt!<\/p>\n<p>(Im \u00fcbrigen sollten auch alle FINANZIELL Privilegierten ihre teuren Apple-Produkte in Strickh\u00fcllen stecken. Damit sich auch niemand unwohl f\u00fchlt ;-))&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>3)<\/p>\n<p>Zu Joachim Goldberg am 28.3. auf blognition.de <a href=\"http:\/\/www.blognition.de\/blog\/markte\/es-gibt-keine-gerechtigkeit\/\"><strong>Es gibt keine Gerechtigkeit<\/strong><\/a><\/p>\n<blockquote><p>\n&#8222;Endlich mal jemand, der diesen \u201cKritik-Wettlauf\u201d kritisiert, der oft wirkt, als w\u00fcnschten sich die Kommentatoren den Bankrun und jegliches Chaos herbei, das sie so plastisch an die Wand malen \u2013 w\u00e4hrend die normalen Menschen in DE zum Gl\u00fcck recht gelassen bleiben.<\/p>\n<p>Unter einer kleinen Presse-Schau mit Reaktionen auf die Zypern-\u201dRettung\u201d, die ich in meinem Blog zusammen gestellt hatte, argumentiert nun eine Leserin mal in die andere Richtung: Haben sich nicht viele gew\u00fcnscht, dass das PRIMAT DER POLITIK in dem ganzen Finanz-Casino mal wieder deutlicher w\u00fcrde? Und ist es nicht genau das, was hier mittels des Haircut an den Zypern-Konten der gesamten Finanzwelt ins Bewusstsein gehoben wurde? (der ganze Text <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2013\/03\/25\/kleine-presse-und-blogschau-zur-zypern-rettung\/#comment-19737\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Auch Staaten k\u00f6nnen nur Geld ausgeben und mit Geld b\u00fcrgen, f\u00fcr das letztlich ihre Steuerzahler gerade stehen. Und es war ja mittlerweile \u00fcberdeutlich, dass weitere \u201cRettungen\u201d allein mit Steuermitteln von der Mehrheit der B\u00fcrger nicht mehr gutgehei\u00dfen wurden.<\/p>\n<p>Dennoch ist es sicherlich f\u00fcr manche eine ungerechte H\u00e4rte, wenn eine gesetzeskonform angelegte Geldsumme, die man f\u00fcr \u201csicher\u201d hielt, auf einmal zur Bankenrettung heran gezogen wird. Risiko-Abw\u00e4gungen waren ja bisher Sache von Investoren in Aktien und Anleihen, nicht von jenen, die einfach Geld auf einem Konto ablegten. Andrerseits kann man wiederum sagen: Wer in einem Niedrigzins-Umfeld bei Banken Zinsen >4% kassierte, musste eigentlich wissen, dass dieser Zinsgewinn nur mittels riskaner Spekulationen zustande kommen konnte \u2013 wozu auch die seit Jahren leider \u00fcblich gewordene Spekulation auf Rettung durch den Steuerzahler geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Letztere ist jetzt wohl etwas einged\u00e4mmt.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Drei Themen, drei Kommentare &#8211;  immerhin besser als nichts! Zudem ist es gelebte Linkliebe und meine gesch\u00e4tzten gerne-hier-Mitlesenden haben die Wahl, sich &#8222;dort oder hier&#8220; zu \u00e4u\u00dfern. Oder gar nicht, klar.  <\/p>\n<p>Und ich werde daran sehen, ob ich dieses &#8222;Format&#8220; fortf\u00fchre.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Und weil ich grad dabei bin und weiter kommentiere:<\/p>\n<p>4)<\/p>\n<p>Zu <a href=\"https:\/\/plus.google.com\/u\/0\/103043546674942781191\/posts\/JxwiM1e7DQn\">J\u00f6rg Kantel auf Google+ &#8222;Soldaten sind M\u00f6rder&#8230;.&#8220;<\/a><\/p>\n<blockquote><p>\n&#8222;Ich finde den Spruch falsch. Mord ist klar definiert, darunter fallen soldatische T\u00f6tungen nicht. Was nicht bedeutet, dass man diverse milit\u00e4rische Eins\u00e4tze und ihre &#8222;Kollateralsch\u00e4den&#8220; toll finden muss, ganz im Gegenteil. Aber am &#8222;Soldat&#8220; l\u00e4sst sich das alles nicht festmachen, denn er ist nur der &#8222;entsendete K\u00e4mpfer&#8220; einer Gesellschaft, die in ihrer jeweils mehr oder weniger demokratischen Struktur ihre Befehlsgewalt aus\u00fcbt.\ufeff<\/p><\/blockquote>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Zwischenzeitlich kann ich ja auch kommentieren\u2026 &#8222; schrieb Olaf k\u00fcrzlich zum gelegentlich auftretenden Inspirations-Mangel. Da hat er recht, auch ich kommentiere in so deprimierend &#8222;blockierten&#8220; Zeiten noch immer anderswo. Und warum nicht die Artikel, die mich zur Teilhabe verleiten konnten, sowie meine Kommentare hier einfach mal zur Ansicht bringen? 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