{"id":1053,"date":"2013-03-25T23:08:01","date_gmt":"2013-03-25T22:08:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/?p=1053"},"modified":"2013-05-21T13:53:47","modified_gmt":"2013-05-21T12:53:47","slug":"kleine-presse-und-blogschau-zur-zypern-rettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2013\/03\/25\/kleine-presse-und-blogschau-zur-zypern-rettung\/","title":{"rendered":"Kleine Presse- und Blogschau zur Zypern-&#8222;Rettung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Zu Dokumentationszwecken liste ich hier mal vielerlei Reaktionen auf die Zypern-&#8222;Rettung&#8220; auf. Im ersten eigenen <a href=\"https:\/\/www.claudia-klinger.de\/digidiary\/2013\/03\/19\/zypern-schon-wieder-kein-crash\/\">Artikel zum Thema &#8222;Zypern&#8220;<\/a> war ich zu schnell mit einer &#8211; entsprechend oberfl\u00e4chlichen &#8211; Meinungsbildung. Mittlerweile hab&#8216; ich viel gelesen und sehe die Dinge jetzt anders. Es geht nicht vornehmlich um &#8222;russische Oligarchen&#8220; und etwaige Schwarzgelder, alles ist viel komplzierter und es tut mir leid, spontan einem solchen Reflex aufgesessen zu sein.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nJetzt sammle ich also nur, ohne selbst sagen zu k\u00f6nnen, was man h\u00e4tte tun oder lassen sollen. <\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Wie schon zweimal zuvor in ihrer j\u00fcngeren Geschichte lassen sich die Deutschen immer tiefer in einen Konflikt mit ihren Nachbarn f\u00fchren. Ohne R\u00fccksicht auf die Kosten und mit einem Ziel, das einem Angst und Bange werden kann: die deutsche politische Vorherrschaft auf dem Kontinent.&#8220; &#8211; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/augstein-zur-deutschen-zypern-taktik-starrsinn-machthunger-egoismus-a-890707.html\">J. Augstein \/ SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li>&#8222;F\u00fcr die Europ\u00e4ische Zentralbank geht es in der Zypern-Krise auch um das eigene \u00dcberleben: Der Gro\u00dfteil der Staatsanleihen von Zypern sind bei der EZB als Sicherheiten hinterlegt. Sie machen ein Drittel des Eigenkapitals der EZB aus. Geht Zypern pleite, wankt die EZB.&#8220; <a href=\"http:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2013\/03\/24\/ezb-schieflage-draghi-braucht-das-geld-der-bank-kunden-in-zypern\/\">Deutsche Wirtschafts Nachrichten<\/a>; <\/li>\n<li>&#8222;F\u00fcr viele Unternehmen wird das eine Trag\u00f6die. Wie sollen sie ihre L\u00f6hne zahlen?&#8220; fragt Pophaidis, der auch als Berater von Firmen arbeitet. &#8222;Etwa 70 Prozent des Gesch\u00e4ftslebens ist hier von den zwei gr\u00f6\u00dften Banken abh\u00e4ngig.&#8220; Die gibt es von sofort an in der alten Form nicht mehr.&#8220; <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/finanzkrise-in-europa-zypern-im-sturzflug-1.1633322\">C.Schl\u00f6tzer \/ S\u00fcddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li>&#8222;Zum einen stehe der Fall Zypern Modell f\u00fcr den Umgang mit drohenden Bankpleiten in der Zukunft, erkl\u00e4rte Dijsselbloem. Zum anderen sei klar, dass auch andere Euro-L\u00e4nder mit \u00fcbergro\u00dfem Bankensektor diesen verkleinern m\u00fcssten. Eine Ank\u00fcndigung, die f\u00fcr heftige Reaktionen an den M\u00e4rkten sorgte. So heftig, dass selbst die Euro-Gruppe zur\u00fcckruderte.&#8220; <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/eklat-um-eurogruppen-chef-banken-sollen-sich-selbst-retten\/7984368.html\">HANDELSBLATT<\/a>;<\/li>\n<li>\n&#8222;&#8230;auch die Europ\u00e4ische Union tr\u00e4gt Schaden. In Erinnerung bleibt ein r\u00fcde auftretender deutscher Finanzminister, der mehr die Stimmung in Deutschland als das Wohl der Gemeinschaft im Blick hatte. Und allen Investoren und Sparern in- und au\u00dferhalb der W\u00e4hrungsunion haben die Chaos-Politiker eines klar gemacht: Wer sein Geld im Euro-Raum anlegt, geht zus\u00e4tzlich zu wirtschaftlichen enorme politische Risiken ein. Dieser Vertrauensverlust wird nachwirken, in den Krisenl\u00e4ndern und weit \u00fcber Europa hinaus.&#8220;  <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/finanzkrise\/kommentar-zu-zypern-die-zyprischen-chaos-tage,10808234,22209998.html\">Markus Sievers \/ Berliner Zeitung;<\/a>  <\/li>\n<li>&#8222;Der aus Panik vor einem verfr\u00fchten Euro-Crash gezimmerte Deal zwischen Br\u00fcssel und Zypern markiert das Ende des klassischen Bank-Wesens, wie man es bisher kannte. Die Troika hat den vollen Zugriff auf jedes einzelne Bank-Konto \u2013 und macht im Krisenfall davon knallhart Gebrauch.&#8220; <a href=\"http:\/\/www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de\/2013\/03\/51148\/#\">Deutsche  MittelstandsNachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li>\n&#8222;Der Fall Zypern zeigt, dass letztlich immer ein Grund gefunden wird, um das austerit\u00e4tspolitische Konzept der Troika durchzusetzen, sobald Finanzhilfen des ESM und des IWF notwendig werden. Zypern konnte eindeutig nicht, wie zuvor den anderen europ\u00e4ischen Schuldenstaaten, vorgeworfen werden, es habe \u201e\u00fcber seine Verh\u00e4ltnisse gelebt\u201c. Stattdessen wurde Zyperns \u201eGesch\u00e4ftsmodell\u201c f\u00fcr gescheitert erkl\u00e4rt \u2013 wohlgemerkt, weil lediglich zwei \u2013 allerdings gro\u00dfe \u2013 Banken in die Pleite geschlittert sind  und zwar in erster Linie wegen des von den Euro-Rettern im vergangenen Jahr durchgesetzten Schuldenschnitts f\u00fcr Griechenland. Dieses Gesch\u00e4ftsmodell wird allerdings innerhalb der Euro-Zone beispielsweise auch von Luxemburg verfolgt.&#8220; <a href=\"http:\/\/stefanleichnersblog.blogspot.de\/2013\/03\/zu-tode-gerettet-zypern-bekommt-das.html\">Eichner&#8217;s Blog;<\/a><\/li>\n<li>&#8222;Gar nicht zu denken wagt man an die dauerhaften politischen Sch\u00e4den, die mit dem von Deutschland angef\u00fchrten Rigorismus beim Diktat der Gl\u00e4ubigerl\u00e4nder angerichtet worden sind und werden. Ganz zu schweigen von dem menschlichen Leid, das mit den aufgezwungenen Ma\u00dfnahmen verbunden ist. Das Schlimmste daran ist, dass sich alle Versprechen, nach einiger Zeit werde das Tal der Tr\u00e4nen durchschritten sein und alles wieder besser werden, nicht erf\u00fcllen werden, solange die bisherige \u201cRettungslogik\u201d beibehalten wird, weil sie tiefer und tiefer in die Krise hineinf\u00fchrt. Je klarer das den Betroffenen wird, desto gr\u00f6\u00dfer wird ihr Zorn auf diejenigen werden, die diese Versprechen gegeben haben, und desto eher werden sie sich vom europ\u00e4ischen Einigungsgedanken abwenden.&#8220; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16652\">H.Flassbeck \/ Nachdenkseiten;<\/a><\/li>\n<li>&#8222;&#8230; mit Konzepten, die jene treffen, die den Weg ihres Staates in die Krise nicht beeinflussen konnten, kann die EU-Politik als stabilisierender Heilsbringer nicht punkten.<br \/>\nBedenklich auch, wie wenig die EU-Politik imstande ist, mit rein politischen Fragen richtig umzugehen. Da wird tatenlos zugesehen, wie sich das EU-Mitglied Ungarn immer weiter von den Prinzipien einer demokratischen Grundordnung entfernt. Da wird die im Kern gemeinschaftliche Aufgabe des Umgangs mit den j\u00e4hrlich Tausenden illegalen Einwanderern und Asylbewerbern, vor allem auch jenen, die von Schleppern aus Nordafrika nach Spanien und Italien gebracht werden (Stichwort: Lampedusa), ganz einfach den betroffenen EU-Mitgliedsstaaten \u00fcberlassen.&#8220; <a href=\"http:\/\/www.capakaum.com\/2013\/03\/zypern-ungarn-lampedusa-und-brussel\/\">Capa-kaum<\/a><\/li>\n<li>&#8222;Niemand ist &#8222;schuld&#8220; an der Schuldenkrise &#8230;, die einfach Ausdruck der systemischen \u00dcberproduktionskrise des Sp\u00e4tkapitalismus ist, der nur noch vermittels schuldengenerierter zus\u00e4tzlicher Nachfrage sein Zombieleben weiterf\u00fchren kann. Berlin vermochte es aber, aufgrund seiner nun errungenen wirtschaftlichen und politischen Dominanz, die Folgen dieser Schuldenkrise, von der Deutschlands Exportindustrie profitierte, ausnahmslos den S\u00fcdeurop\u00e4ern aufzub\u00fcrden. <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38819\/1.html\">Tomasz Konicz \/ Telepolis;<\/a>&#8222;<\/li>\n<li>&#8222;Georgios Vassiliou: Ich bin entt\u00e4uscht dar\u00fcber, wie die EU Zypern behandelt. Ich dachte, wir seien Teil einer gro\u00dfen Familie, aber die Familie geht rau mit uns um. Sie glauben wohl, sie k\u00f6nnen es mit uns machen, weil wir ein kleines Land sind. Uns wird vorgeschrieben, dass unsere Schulden nicht h\u00f6her als 100 Prozent der Wirtschaftsleistung sein d\u00fcrfen. Anderen EU-L\u00e4ndern wird viel mehr erlaubt, bis zu 180 Prozent.&#8220; <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-03\/zypern-georgios-vassiliou-interview\">Interview \/ DIE ZEIT<\/a><\/li>\n<li>&#8222;Aus der W\u00e4hrungsunion ist ein Schreckensregime geworden. Und zwar nicht nur f\u00fcr die Zocker auf Zypern. Wer auch immer als n\u00e4chstes \u201cgerettet\u201d werden muss, sollte sich auf das Schlimmste gefasst machen. Wenn Europa ein \u201cGesch\u00e4ftsmodell\u201d w\u00e4re, so w\u00fcrden die Kunden nun in Scharen davonlaufen. Aber der bizarre Vergleich aus der Wirtschaft hinkt \u2013 sowohl f\u00fcr Br\u00fcssel wie auch f\u00fcr Nikosia. Denn Zypern ist nicht etwa wegen seines Bankensektors in die Krise geraten \u2013 sondern wegen der verfehlten Griechenland-\u201dRettung\u201d. Sch\u00e4ubles Schuldenschnitt hat Zyperns Banken ruiniert.&#8220; <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/ende-eines-geschaftsmodells\/\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Dokumentationszwecken liste ich hier mal vielerlei Reaktionen auf die Zypern-&#8222;Rettung&#8220; auf. Im ersten eigenen Artikel zum Thema &#8222;Zypern&#8220; war ich zu schnell mit einer &#8211; entsprechend oberfl\u00e4chlichen &#8211; Meinungsbildung. Mittlerweile hab&#8216; ich viel gelesen und sehe die Dinge jetzt anders. 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