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	<title>Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück &#187; Wirtschaft &#8211; Gesellschaft &#8211; Politik</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 14:20:10 +0000</lastBuildDate>
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		<title>RTL-Unterhaltung: Messi-Leben aufr&#228;umen &#8211; Start in ein neues Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 11:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Sollen wir dein Leben aufr&#228;umen?&#8221; fragt die &#8220;Messi-Therapeutin&#8221; den 32-j&#228;hrigen Fr&#252;hrentner Markus, der mit seinem Vater in einem Chaos lebt, das jeder Beschreibung spottet. Nat&#252;rlich stimmt Markus zu, sonst w&#228;r&#8217; ja aus der neuen Folge von &#8220;Start in ein neues Leben&#8221; nichts geworden. Die Herkulesarbeit kann also beginnen: zuerst r&#252;ckt das Entm&#252;llungsteam an und befreit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Sollen wir dein Leben aufr&#228;umen?&#8221;</em> fragt die &#8220;Messi-Therapeutin&#8221; den 32-j&#228;hrigen Fr&#252;hrentner Markus, der mit seinem Vater in einem Chaos lebt, das jeder Beschreibung spottet. Nat&#252;rlich stimmt Markus zu, sonst w&#228;r&#8217; ja aus der <a href="http://www.rtl2.de/018457_0000.html">neuen Folge von &#8220;Start in ein neues Leben&#8221;</a> nichts geworden.  </p>
<p>Die Herkulesarbeit kann also beginnen:  zuerst r&#252;ckt das Entm&#252;llungsteam an und befreit das Haus von 45 Kubikmetern Dreck und M&#252;ll, die sich dort in einem Ausma&#223; angesammelt und aufget&#252;rmt haben, dass man sich als Zuschauer so richtig sch&#246;n gruseln kann. S&#228;mtliche total versifften M&#246;bel kommen gleich mit weg. Markus hatte in der letzten Zeit nur noch auf der Wohnzimmercouch geschlafen, da er wegen der M&#252;llberge sein Bett gar nicht mehr erreichen konnte. Es folgt die Ungezieferbek&#228;mpfung, denn &#252;berall haben sich Insekten breit gemacht. Danach das Putzen, wobei die Reinigungsdienstleisterinnen ausgiebig zu Wort kommen: so einen Dreck haben sie noch nie gesehen.<span id="more-795"></span></p>
<p>W&#228;hrend der Arbeiten erleidet der extrem &#252;bergewichtige Markus einen Kreislaufkollaps und kommt f&#252;r zwei Tage in ein Krankenhaus, wo man ihn &#8220;gleich mal richtig durchcheckt&#8221;. Denn nat&#252;rlich ist er mit seinen 220 Kilo Lebendgewicht Diabetiker, sein Blutzucker ist entgleist &#8211; eigentlich ein Wunder, dass er &#252;berhaupt noch lebt! </p>
<h2>Start in ein neues Leben</h2>
<p>Jetzt aber wird &#8211; dank RTL! &#8211; alles anders: die Wohnung wird renoviert, mit schicken neuen M&#246;beln ausgestattet. Markus wird ordentlich medikamentiert und bekommt einen Ern&#228;hrungs- und Fitness-Coach. Denn sein Messi-Leben wird nicht etwa nur mal oberfl&#228;chlich durchgeputzt, damit man als Zuschauer eine Gaudi hat, oh nein! Auch ans Danach denkt der Sender: die Messi-Therapeutin Sabina Hankel-Hirtz wandert durchs Dorf und befragt die Anwohner &#252;ber Markus, um sich ein Bild von dessen Leben abseits der M&#252;llberge zu machen. Und oh Wunder: eigentlich m&#246;gen ihn viele, er gilt als hilfsbereit, brachte sich fr&#252;her in einem Verein ein, und hat sogar eine &#8220;beste Freundin&#8221;. Nur hat er sich eben zur&#252;ck gezogen, niemanden mehr ins Haus gelassen, und wer doch mal rein kam, fl&#252;chtete mit Grausen. Jetzt aber sind alle froh &#252;ber den von RTL erm&#246;glichten &#8220;Start in ein neues Leben&#8221; und versprechen, sich k&#252;nftig wieder um Markus zu k&#252;mmern. </p>
<p>Dann der gro&#223;e Moment, minuti&#246;s zelebriert: Markus und sein Vater betreten das frisch renovierte und neu ausgestattete Haus. WOW! Alles strahlt in sauberer Klarheit und sieht angenehm heimelig aus. Sogar ein paar antike, aber ebenfalls verdreckte M&#246;bel aus der Scheune hat das &#8220;Messi-Team&#8221; restauriert. Dem alten Herrn treten Tr&#228;nen der Freude in die Augen und Markus l&#228;sst noch einige &#8220;Wows&#8221; folgen. Vor dem Haus versammeln sich derweil die D&#246;rfler, um die Wiederauferstehung des Markus aus dem M&#252;ll zu feiern.  Als er mitsamt Vater und Therapeutin aus der T&#252;r tritt, ist der Jubel gro&#223;: wieder eingebunden in die soziale Gemeinschaft des Dorfes, dessen Bewohner nun darauf achten werden, dass alles sauber bleibt, kann Markus einer lebenswerten Zukunft entgegen sehen. Sogar eine Putzhilfe f&#252;r sechs Wochen spendet ihm der Sender noch, damit er lernen kann, wie man M&#252;llberge vermeidet. Es ist einfach an alles gedacht! </p>
<h2>Rettung gegen volle Transparenz</h2>
<p>Beim Zappen durch die Kan&#228;le bin ich gestern an dieser Sendung h&#228;ngen geblieben. Anstatt in gewohnter kritischer Emp&#246;rung &#252;ber soviel inszenierten Voyeurismus gleich wegzuschalten, hab&#8217; ich mich drauf eingelassen. Mich ber&#252;hren und mitnehmen lassen in die Gef&#252;hle, die diese Reality-Doku ausl&#246;st. Wohliges Entsetzen &#252;ber die grusligen Lebensumst&#228;nde, Spannung w&#228;hrend der &#8220;Transformationsarbeiten&#8221;, Freude &#252;ber den Erfolg, die Befreiung, die Rettung: siehe, alles wird gut!</p>
<p>Das Gesch&#228;ft, dass da l&#228;uft, ist recht klar: &#8220;Rettung&#8221; mit hohem Aufwand gegen die Bereitschaft des Messis, sich umf&#228;nglich zu zeigen. Und zwar mit allen degoutanten Details, mit Bergen aus Essensresten, Kakerlaken-Nestern und herum liegenden Exkrementen. Mit der eigenen Krankheit und ihrer Geschichte, sowie mit den Defiziten und Problemen noch vorhandener Beziehungen, die die Sendung mittels &#8220;therapeutischer Gespr&#228;che&#8221; aktualisiert &#8211; etwa indem sich Markus bei seinem hilflosen Vater explizit entschuldigen muss, dass er ihn hat so im Dreck versacken lassen.  Brisante emotionale Momente werden mittels audiovisueller Tricks besonders hervor gehoben, wie man es aus Casting-Shows kennt. Und wo sich von alleine nichts Zeigenswertes tut, hilft die Messi-Therapeutin nach. Schlie&#223;lich sollen die Zuschauer richtig mitf&#252;hlen k&#246;nnen und nicht einfach nur informiert werden!</p>
<h2>Abgr&#252;ndige Ausbeutung oder Win-Win-Situation?</h2>
<p>Ganz ehrlich:  die wohlfeile Verurteilung dieser Sendung als blo&#223; b&#246;se Ausbeutung der Betroffenen zu Gunsten gelangweilter, nach neuen Aufregern gierender Zuschauer f&#228;llt mir nach dem Zusehen nicht mehr so leicht. Und zwar nicht deshalb, weil ich mich nun grade selber vom Messi-Drama mitnehmen lie&#223;, sondern mit Blick auf den Erfolg: auf den immensen Aufwand, den kein Sozialarbeiter-Einsatz unserer Beh&#246;rdenwelt jemals zustande br&#228;chte. Den auch in aller Regel kein Freundeskreis leisten kann, sofern es im Leben eines Messis solche noch gibt. Die Einbindung (und auch Verpflichtung!) der D&#246;rfler,  die Hilfen f&#252;r die Zukunft (Coach, Putzhilfe) &#8211; alles in allem erm&#246;glicht das doch tats&#228;chlich diesem Markus einen echten &#8220;Start in ein neues Leben&#8221;. Einen Ruf hatte er sowieso nicht mehr zu verlieren, wie er da so isoliert in seinen M&#252;llbergen mehr vegetierte als lebte &#8211; ist der Preis des &#8220;Outings&#8221; da wirklich zu hoch?</p>
<h2>Zwei Millionen Messis &#8211; wen k&#252;mmerts?</h2>
<p>Jede Woche &#8220;rettet&#8221; RTL2 also einen solchen Messi. Mich w&#252;rde interessieren, was eine Nachschau nach einem Jahr erg&#228;be. Konnten die Betroffenen die Chance nutzen und das &#8220;neue Leben&#8221; halten? </p>
<p>Und ich denke auch an all die anderen Messis, die &#8220;nicht genommen wurden&#8221;, weil sie vermutlich gar nicht mehr zu einer solchen Kooperation f&#228;hig w&#228;ren. Und jene, die erst gar nicht entdeckt werden, weil niemand mehr ein Interesse an ihnen hat. Zwei Millionen Menschen sollen laut RTL vom Messi-Syndrom betroffen sein. Ich vermute mal, dass nicht alle in so extremen Verh&#228;ltnissen leben wie Markus, doch frag&#8217; ich mich: was geht da eigentlich vor? Wie kommt es, dass so viele Menschen die einfachste Lebensgestaltung nicht mehr schaffen? Woran liegt es, dass Menschen so abstumpfen, dass sie im eigenen M&#252;ll versinken? </p>
<p>Ist es der Preis unserer individuellen Freiheit? Die es jedem &#252;berl&#228;sst, sich selbst zu zerst&#246;ren, Hauptsache, das Elend bleibt in den eigenen vier W&#228;nden? Gibt es das Ph&#228;nomen auch in anderen L&#228;ndern, anderen Kontinenten? Gibt es Hilfen abseits der TV-Spektakel &#8211; und wenn ja, welche?</p>
<p>So abgr&#252;ndig diese Serie auch ist: sie hat mich zum Nachdenken angeregt. Allerdings hilft das keinem einzigen Messi weiter &#8211; im Unterschied zur Sendung, die von vielen mit einigem Recht als unterirdischer Trash abgehakt wird. Ist doch irgendwie unbefriedigend, oder?</p>
<p>***<br />
<em><br />
Und hier kann man sich <a href="http://rtl2now.rtl2.de/das-messie-team/markus-ist-ueberfordert.php?film_id=56608&#038;player=1">das Ganze anschauen</a> &#8211; h&#228;tt ich zu Beginn der Sendung rein gezappt, h&#228;tt&#8217; ich nicht weiter geguckt&#8230;</em></p>
<p>Es gibt auch ein <a href="http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/54-heft-042011/720-das-messie-team-start-in-ein-neues-leben.html">Interview mit der Messi-Therapeutin Sabina Hankel-Hirtz</a>. </p>
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		<item>
		<title>Lasst Euch ber&#252;hren &#8211; Video-Tipp zum weitergeben</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 20:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[30 Minuten quer durchs Thema &#8220;Fleisch&#8221;, sehr sachlich, kein &#8220;veganer Zorn-Film&#8221;! Gut zum weitergeben. Es wird alles gezeigt, beginnend mit gradezu voyeuristisch geil in Szene gesetzter Edel-Steaks. Auf Horrorbilder von (gar nicht so) besonderen Grausamkeiten wird dagegen angenehmerweise weitgehend verzichtet. Braucht der Film auch nicht, es reicht, was man sieht. FAZIT am Ende: nein, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>30 Minuten quer durchs Thema &#8220;Fleisch&#8221;, sehr sachlich, kein &#8220;veganer Zorn-Film&#8221;! Gut zum weitergeben.</p>
<p>Es wird alles gezeigt, beginnend mit gradezu voyeuristisch geil in Szene gesetzter Edel-Steaks. Auf Horrorbilder von (gar nicht so) besonderen Grausamkeiten wird dagegen angenehmerweise weitgehend verzichtet. Braucht der Film auch nicht, es reicht, was man sieht.</p>
<p>FAZIT am Ende: <strong>nein, es m&#252;ssen nicht alle Veggies werden, aber den Ausstieg aus der Massentierhaltung sollten/k&#246;nnten wir angehen.</strong> Und Fleisch dann eben nur noch &#8211; teuer! &#8211; zu besonderen Anl&#228;ssen (wenns denn sein muss..).</p>
<p><iframe width="460" height="342" src="http://www.youtube.com/embed/iQEXqfsy8b8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>***</p>
<p><a href="http://www.unverbissen-vegetarisch.de/2012/01/unverbissen-vegan/">Wie es mir in Sachen Tierprodukte grade geht</a>, hab&#8217; ich auf Unverbissen-vegetarisch.de verbloggt.</p>
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		<title>Kampf der Plastikt&#252;te &#8211; Tipps f&#252;r Alternativen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 09:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Allein im Mittelmeer treiben rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen, schrieb der SPIEGEL im Mai 2011. Jeder EU-B&#252;rger &#8220;verbraucht&#8221; im Schnitt 500 St&#252;ck pro Jahr, die der Welt bis zu 1000 Jahren erhalten bleiben. 100 Milliarden Plastikt&#252;ten j&#228;hrlich sind es in den USA, deren Herstellung wiederum 12 Million Barrel &#214;l verbraucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allein im Mittelmeer treiben rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,763465,00.html">schrieb der SPIEGEL</a> im Mai 2011. Jeder EU-B&#252;rger &#8220;verbraucht&#8221; im Schnitt 500 St&#252;ck pro Jahr, die der Welt bis zu 1000 Jahren erhalten bleiben.  100 Milliarden Plastikt&#252;ten j&#228;hrlich sind es in den USA, deren Herstellung wiederum 12 Million Barrel &#214;l  verbraucht &#8211; und das in Zeiten von <a href="http://www.peak-oil.com/">&#8220;Peak Oil&#8221;</a>. Meeresschildkr&#246;ten und andere Meereslebewesen verwechseln die T&#252;ten bzw. deren Restpartikel mit Nahrung und sterben daran. Werden die Plastikt&#252;ten verbrannt,  setzen sie giftige Substanzen wie Formaldehyd und Phenole frei. </p>
<p>Die Aufz&#228;hlung der Umweltsch&#228;den durch Plastikt&#252;ten lie&#223;e sich fortsetzen, doch hier soll es um Alternativen gehen, die im Alltag wirklich machbar sind. Zum Beispiel sagt sich leicht: Nimm doch einen Einkaufskorb! Aber wer will schon dauernd einen Korb mitschleppen? Viele Eink&#228;ufe geschehen spontan, auf dem Nachhauseweg von irgendwo &#8211; und zack, hat man wieder zwei T&#252;ten im Gep&#228;ck! <span id="more-785"></span></p>
<h2>Alternativen zum M&#252;llbeutel</h2>
<p>Neben der Nutzung als Transportmittel f&#252;r Eink&#228;ufe nutzte ich viele Jahr die anfallenden T&#252;ten als M&#252;llt&#252;ten. Zeitweise hab&#8217; ich es mit einem traditionellen M&#252;lleimer versucht, doch br&#228;uchte ich davon mehrere (f&#252;r Restm&#252;ll und &#8220;Leichtverpackungen&#8221;), die nicht in meine K&#252;che passen. Zudem versiffen die Eimer schnell und ich m&#252;sste dauernd M&#252;lleimer putzen &#8211; und dazu bin ich zu bequem, bzw. mag mich mit den stinkenden Beh&#228;ltnissen nicht befassen. </p>
<p>Was also? Wo die Gefahr ist, w&#228;chst das Rettende auch: durch die zunehmenden Eink&#228;ufe per Internet fallen immer mehr kleine, mittlere und gro&#223;e Kartons an, die bei uns regelm&#228;&#223;ig die Papiertonne &#252;berfordern. Zeitweise hab&#8217; ich die im Keller gesammelt, einige auch in der Wohnung gestapelt &#8211; f&#252;r den Fall, dass ich selber mal was versenden m&#246;chte. Das aber kommt nur selten vor, also bin ich jetzt darauf gekommen, kleine und mittlere Kartons f&#252;r den Restm&#252;ll zu verwenden. Zuunterst kommt eine Schicht Wochenbl&#228;tter (kostenlos, aus dem Briefkasten) rein, damit der Karton nicht gleich durchfeuchtet. Das klappt sehr gut, sofern man keine zu gro&#223;en Kartons nimmt. Sollten mir die Pappen ausgehen, kann ich mich locker im meist &#252;berquellenden Papp-M&#252;lleimer bedienen. Meine Mitmieter sind da diszipliniert, die Tonne ist nicht mit anderem M&#252;ll verdreckt, es gibt jederzeit saubere Kartons, denn nicht jeder zerreisst die Kartons auch gleich. </p>
<p>Papierbeutel sind eine weitere Alternative. Die gibts im Bioladen und manchen Superm&#228;rkten, zudem kann man sie sich in verschiedenen Gr&#246;&#223;en bestellen, auch in einer Variante f&#252;r Bio-M&#252;ll. F&#252;r Rest- und Bio-M&#252;ll nehme ich auch bei den S&#228;cken eher kleine Gr&#246;&#223;en, da ist die Gefahr geringer, dass etwas durchweicht. Da ich jeden Tag mal das Haus verlasse, muss ich M&#252;ll ja nicht ewig ansammeln. </p>
<h2>Alternativen zur Plastikt&#252;te beim Einkauf</h2>
<p>Statt einer &#8220;damenhaften&#8221; Handtasche trage ich einen Rucksack mit mir &#8216;rum. Und zwar immer, egal, wo ich hingehe. Damit stehe ich nicht alleine, der Rucksack ist l&#228;nger schon &#252;blich, es gibt ihn in vielen, durchaus auch attraktiven Formen und Farben. Steckt man noch einen Stoffbeutel in die Seitentasche, sind auch umfangreichere Spontan-Eink&#228;ufe kein Problem. </p>
<h2>Leider nur in Biol&#228;den: Lebensmittel-T&#252;ten aus Papier</h2>
<p>Fast &#252;berall  in den Gem&#252;se-Abteilungen der Superm&#228;rkte und kleinen L&#228;den finden sich die d&#252;nnen Plastikt&#252;tchen f&#252;r die Verpackung loser Fr&#252;chte oder Br&#246;tchen. Leider sind sie noch ziemlich alternativlos, nur Biol&#228;den stellen hierf&#252;r Papiert&#252;ten zur Verf&#252;gung. Auch f&#252;r frisch aufgebackene Br&#246;tchen sind die T&#252;ten im Einsatz, es gibt aber einige Superm&#228;rkte, die Papiert&#252;ten mit &#8220;Plastikfenster&#8221; aush&#228;ngen &#8211; immerhin ein kleineres &#220;bel. Hier wird sich vermutlich erst etwas &#228;ndern, wenn der Gesetzgeber auch hierzulande die Verwendung von Plastikt&#252;ten beschr&#228;nkt oder teuer macht. Und das ist seit letztem Jahr <a href="http://www.greenpeace.de/themen/oel/nachrichten/artikel/eu_erwaegt_plastiktueten_verbot/">auf Betreiben der EU</a> ja im Gange. </p>
<p>Da wir alle unterschiedlich viel M&#252;ll produzieren und auch die Einkaufsgewohnheiten nicht gleich sind, wird auch das &#8220;Plastikt&#252;ten vermeiden&#8221; bei jedem etwas anders aussehen. Mit diesem Beitrag will ich dazu anregen, mal wieder dr&#252;ber nachzudenken, ob nicht doch mehr geht als bisher. :-)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer hat jetzt noch Lust, Bundespr&#228;sident zu werden?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 10:16:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Anf&#228;nglich war ich milde gestimmt: ein Darlehen vom Unternehmerfreund in der Vergangenheit erschien mir als keine sooo gravierende Verfehlung, dass der Bundespr&#228;sident gleich zur&#252;ck treten m&#252;sste. Was aber mittlerweile alles geschah, &#228;nderte meine Meinung und ich frage mich: wie viele Stunden will sich Wulff eigentlich noch ans Amt klammern? Wie bescheuert muss man sein, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anf&#228;nglich war ich <a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2011/12/15/nurmehr-heilige-in-die-politik-woher-nehmen/">milde gestimmt</a>: ein Darlehen vom Unternehmerfreund in der Vergangenheit erschien mir als keine sooo gravierende Verfehlung, dass der Bundespr&#228;sident gleich zur&#252;ck treten m&#252;sste. Was aber mittlerweile alles geschah, &#228;nderte meine Meinung und ich frage mich: wie viele Stunden will sich Wulff eigentlich noch ans Amt klammern? </p>
<p>Wie bescheuert muss man sein, um der BILD-Zeitung Drohungen auf den Anrufbeantworter zu sprechen? Dabei einen &#8220;Bruch&#8221; in Aussicht zu stellen, der die Frage aufwirft, welche <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,806751,00.html">besonderen Beziehungen</a> da wohl bestanden haben?<span id="more-779"></span></p>
<p>Dass Wulff noch nicht zur&#252;ck getreten ist, muss an einer Scheuklappen-artigen &#8220;Blase der Wahrnehmung&#8221; liegen, die ihm erlaubt, zu verdr&#228;ngen, was nicht mehr zu vermeiden ist: als Pr&#228;sident ist er jetzt untragbar, weil er nie wieder als halbwegs integre Gestalt gesehen werden wird, sondern als komplett unglaubw&#252;rdige Lachnummer.  </p>
<p>Erst jetzt verstehe ich richtig, was es mit der Floskel &#8220;das Amt nehme Schaden&#8221; auf sich hat. Je unglaubw&#252;rdiger und trotteliger sich Wulff auff&#252;hrt und TROTZDEM im Amt bleibt, desto weniger werden m&#246;gliche Kandidaten Lust haben, seine Nachfolge anzutreten. Desto weniger kann er das Amt &#252;berhaupt ausf&#252;llen, denn jeder &#246;ffentliche Auftritt kann zum Desaster werden, wenn nicht alle Presse-Leute h&#252;bsch brav sind und keine unangenehmen Fragen stellen. Was sie gewiss bei Wulff nicht mehr sein werden, doch wird auch der Nachfolger (oder die Nachfolgerin) sehr viel intensiveren Forschungen und Fragen ausgesetzt sein. Wer wird sich das zumuten wollen? </p>
<p>Aus meiner Sicht k&#228;me jetzt nur jemand in Betracht, der in der Vergangenheit keine aktiven politischen &#196;mter bekleidet hat. Ein &#8220;Mensch aus dem Volk&#8221;, der noch normal reden  und zu allem stehen kann, was er in seinem Leben geleistet und verbrochen hat. Auch zu den Fehlern, denn wer macht die nicht?</p>
<p>Ich bin wirklich gespannt, wie lange das Wulff-Drama noch dauert. Allein schon der morgendliche <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/presseschau-zu-bundespraesident-wulff-das-ist-unterste-schublade-1.1249242">Blick in die Presse</a> m&#252;sste eigentlich den Wunsch ausl&#246;sen, sich in irgend eine H&#246;hle zur&#252;ck zu ziehen und so schnell nicht wieder in der &#214;ffentlichkeit zu zeigen. Die &#8220;Versorgung&#8221; gegangener Pr&#228;sidenten ist ja so &#252;ppig, dass er es nicht mal n&#246;tig h&#228;tte, nach einem neuen Arbeitsplatz Ausschau zu halten. </p>
<p>***<br />
Andere Blogs dazu:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3786">Das Schlusskapitel</a> &#8211; Sprengsatz, das Politikblog aus Berlin;
</li>
<li><a href="http://blog.blokey.de/archives/02-01-2012-der-mit-dem-wulff-tanzt.html">Der mit dem Wulff tanzt</a> &#8211; Hokeys Blog;</li>
<li><a href="http://www.ruhrbarone.de/wulff-und-der-rubikon/">Wulff und der Rubikon</a> &#8211; Rurbarone;</li>
<li><a href="http://sozialtheoristen.de/2012/01/03/wozu-sich-gedanken-machen/">Wozu sich Gedanken machen… </a>Sozialtheoristen; </li>
<li><a href="http://zettelsraum.blogspot.com/2012/01/marginalie-wann-tritt-christian-wulff.html">Marginalie: Wann tritt Christian Wulff zur&#252;ck?</a> &#8211; Zettels Raum;</li>
<li><a href="http://www.malte-welding.com/2012/01/03/wulff-und-guttenberg/">Wulff und Guttenberg: Sex, L&#252;gen und Mailboxtapes</a> &#8211; Malte Welding</li>
<li><a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=11745">Christian Wulff – Das Versteckspiel ist zu Ende</a> &#8211; Nachdenkseiten</li>
</ul>
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		<title>Nurmehr Heilige in die Politik? Woher nehmen?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 16:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Da hat unser heutiger Bundespr&#228;sident also einen Kredit nicht angegeben, den er von einer Unternehmergattin dereinst bekommen hat. Obwohl er offiziell nach Gesch&#228;ftsbeziehungen zum Unternehmer gefragt worden war. Den neuen Berliner Justiz- und Vebraucherschutzsenator Michael Braun hielt es nur 11 Tage im Amt, dann musste er zur&#252;ck treten, weil er sich &#8211; so die Behauptung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat unser heutiger Bundespr&#228;sident also einen Kredit nicht angegeben, den er von einer Unternehmergattin dereinst bekommen hat. Obwohl er offiziell nach Gesch&#228;ftsbeziehungen zum Unternehmer gefragt worden war. </p>
<p>Den neuen Berliner Justiz- und Vebraucherschutzsenator Michael Braun hielt es nur 11 Tage im Amt, dann musste er zur&#252;ck treten, weil er sich &#8211; so die Behauptung &#8211; als Notar bei der Beurkundung von Immobiliengesch&#228;ften unkorrekt verhalten habe. </p>
<p>Kaum ist der neue FDP-Generalsekr&#228;t&#228;r nominiert, titelt das Hamburger Abendblatt <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2128468/Fahrerflucht-Ermittlungen-gegen-Patrick-Doering.html">&#8220;Fahrerflucht? Ermittlungen gegen Patrick D&#246;ring&#8221;</a>. Ja, er habe einen R&#252;ckspiegel angekratzt, versehentlich und ohne es zu bemerken, sagt der so Beschuldigte. <span id="more-770"></span></p>
<p>Wer nun glaubt, es tr&#228;fe nur die Frontm&#228;nner und Frauen etablierter Parteien, irrt. Zwar schreibt die Presse Martina Weisband grade wg. h&#252;bsch, jung und weiblich hoch (die das durchaus <a href="http://www.marinaslied.de/?p=675">kritisch sieht</a>). Daf&#252;r trifft es Daniela Scherler, Fraktionsgesch&#228;ftsf&#252;hrerin der Piraten-Fraktion in Berlin, die nicht nur Politikwissenschaftlerin, sondern auch Heilpraktikerin ist &#8211; eine FUNDGRUBE f&#252;r <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/12/die-berliner-piraten-und-die-esoterik.php">Anw&#252;rfe</a> wegen <a href="http://www.scheloske.net/index.php/2011/12/kein-spass-die-seltsame-esoterik-welt-der-fraktionsgeschaeftsfuehrerin-der-berliner-piraten/">&#8220;Esoterik, Positiv-Denken-Geschwurbel und Nonsense&#8221;</a> aller Art.</p>
<p>Ich sympathisiere mit keiner der genannten Personen und nur mit einer der beteiligten Parteien. Bez&#252;glich der inkriminierten Sachverhalte mag ich jetzt auch nicht inhaltlich urteilen, denn es geht mir um etwas anderes: Das &#8220;Nieder-Schreiben&#8221; von Personen des &#246;ffentlichen Lebens scheint zum Volkssport geworden zu sein. Jeder, der auff&#228;llt, wird intensivst gescannt, ob sich nicht irgend etwas findet, mit dem man jetzt einen h&#252;bschen Shitstorm entfachen kann &#8211; in hochmoralischem Impetus, versteht sich. </p>
<p>Die Prominenz der jeweils Verurteilten bzw. Angegriffenen verspricht soviel mehr Aufmerksamkeit als jede ernsthafte Diskussion politischer Inhalte, dass es eines Aufgebots wahrer Heiliger bed&#252;rfte, um diese Skandalisierungs-Maschine leer laufen zu lassen. <em>(Ach was, auch das w&#252;rde nichts n&#252;tzen &#8211; eine Unterstellung reicht ja f&#252;rs t&#228;gliche &#8220;Klick-Wunder&#8221;).</em></p>
<p>Aber woher nehmen? Wieviele Menschen gibt es wohl, die niemals niemals niemals einen kleinen oder gro&#223;en Fehltritt begangen haben? Und wieviele davon haben gleichzeitig auch Lust, Politik zu machen, gar ein Amt zu bekleiden? </p>
<p>Das ficht nat&#252;rlich niemanden an. Ein Skandal ist ein Skandal und als solcher richtig was wert. Wir d&#252;rfen uns also zur&#252;ck lehnen und auf die S&#252;nden gespannt sein, die als n&#228;chstes enth&#252;llt werden &#8211; und dann nach Lust und Laune entscheiden, ob wir uns &#8220;viral&#8221; beteiligen.  </p>
<p>Wenn zwischenzeitlich nichts los ist, kann man ja mal wieder &#252;ber Politikverdrossenheit schreiben. </p>
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		</item>
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		<title>Zur EURO-Krise: Sparen oder Geld drucken?</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 10:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich war mir eher danach, im Dezember besinnlichere Themen anzuschlagen. Mehr nach innen schauen, &#252;ber das Leben, das Gl&#252;ck und die Basics des Mensch-Seins schreiben, das Gemeinsame hinter allen Kontroversen suchen&#8230; Aber nix da! Was derzeit politisch und in Sachen Euro-Krisenmanagement geschieht, l&#228;sst mich an der Oberfl&#228;che haften: Rettungsschirme, Eurobonds, Elite-Bonds, EZB, Spardiktate, drohende Staatspleiten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich war mir eher danach, im Dezember besinnlichere Themen anzuschlagen. Mehr nach innen schauen, &#252;ber das Leben, das Gl&#252;ck und die Basics des Mensch-Seins schreiben, das Gemeinsame hinter allen Kontroversen suchen&#8230;</p>
<p>Aber nix da! Was derzeit politisch und in Sachen Euro-Krisenmanagement geschieht, l&#228;sst mich an der Oberfl&#228;che haften: Rettungsschirme, Eurobonds, Elite-Bonds, EZB, Spardiktate, drohende Staatspleiten, m&#246;glicher Eurozerfall &#8211; was ich da lese, l&#228;sst mir so oft die Hutschnur hochgehen, dass  &#8220;Besinnlichkeit&#8221; einfach keine Chance hat.</p>
<p>Was da tagt&#228;glich von den Verhandlungstischen der Krisen-Politiker berichtet wird, macht nicht viel Hoffnung, dass es ihnen gelingen k&#246;nnte, die Dinge in den Griff zu bekommen. Mal abgesehen von den Inhalten der jeweiligen Ideen und Initiativen, scheint alles stets nach demselben Muster abzulaufen: <span id="more-768"></span></p>
<ul>
<li>Man sitzt zusammen, weil die Realit&#228;t (steigende Zinsen bei der &#8220;Refinanzierung&#8221; von Staatsschulden) unabweisbar dr&#252;ckt.</li>
<li>Man ringt um einen Plan, hat aber so verschiedene Interessen, dass das schier unm&#246;glich scheint. </li>
<li>Schlie&#223;lich findet sich ein Formelkompromiss, dessen konkrete Umsetzung im Unklaren bleibt, den man aber &#8220;den M&#228;rkten&#8221; schon mal  als starke Entscheidung verk&#252;ndet. </li>
<li>Im Folgenden interpretieren die Beteiligten jeder f&#252;r sich die Entscheidung anders, verlangen jeweils andere Konkretisierungen. Parlamente und Aussch&#252;sse stellen Bedingungen, einzelne Politiker stellen das Verabredete in Frage, die Presse schreibt, warum das alles so nicht klappen kann. </li>
<li>Binnen Tagen zeigt sich, dass &#8220;die M&#228;rkte&#8221; keinesfalls beruhigt sind und  die Situation sich schnell weiter verschlechtert. </li>
<li>Und wieder setzt man sich zusammen, weil die Realit&#228;t dazu dr&#228;ngt&#8230;</li>
</ul>
<p>Dabei werden unter dem Druck der sich zuspitzenden Finanzierungskrise immer mehr Vorgehensweisen m&#246;glich, die noch k&#252;rzlich heftig abgelehnt wurden. Als Griechenland im ersten &#8220;Krisenschub&#8221; in Betracht zog, den IWF um Hilfe zu bitten, meinten alle noch, das gehe keinesfalls, Europa m&#252;sse das selber regeln. Heute sind wir nun soweit, dass <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-der-hebel-zur-euro-rettung-klemmt/60135920.html">ganz Euroland um Hilfe bittet</a>: der IWF soll dem Rettungsschirm EFSF auf die Beine helfen, der trotz angedachter &#8220;Hebelung&#8221; bei weitem nicht ausreicht, um gro&#223;e L&#228;nder vor der Pleite zu &#8220;retten&#8221;. </p>
<p>Der IWF ist allerdings nicht der neutrale Dritte, der zu mehr Einigkeit und geschlossenem Vorgehen zwingen k&#246;nnte: die Gelder des IWF stellen die Staaten &#252;ber ihre nationalen Notenbanken bereit, in Europa &#252;ber die EZB. Es handelt sich also auch nur wieder um eine Art &#8220;Geld drucken&#8221;, nur dass es als IWF-Geld an die Staaten ausgereicht wird. </p>
<p><strong>Mal ein Gedankenspiel:</strong> wie m&#252;sste ein ernst gemeinter Volksentscheid quer durch die Euro-L&#228;nder aussehen? Welche Frage m&#252;sste man stellen, um der krisenhaften Entwicklung gerecht zu werden? Ohne dass jeder zum Finanzmarkt- und Wirtschaftsexperten werden m&#252;sste, um sinnvoll antworten zu k&#246;nnen!</p>
<p>Die Frage m&#252;sste abstrakt genug formuliert werden, um nicht von den Entwicklungen des Tages lange vor Abschluss des Entscheids &#252;berholt zu werden, aber auch konkret genug, um wirklich handlungsleitend zu sein. </p>
<p>L&#228;sst man m&#246;gliche Ausstiegs- und Aufl&#246;sungsw&#252;nsche au&#223;en vor (damit sollen sich jene befassen, die das wollen, ich will diese Form des Desasters nicht), scheint es genau zwei Alternativen zu geben: </p>
<ul>
<li>Sparen und &#8220;durchregieren&#8221; (Institutionen f&#252;r gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitk schaffen, die Haushalte &#252;berwachen, Verwaltungsstrukturen, Gesetze und Steuern angleichen etc.) &#8211; oder</li>
<li>Geld drucken und Inflation akzeptieren. </li>
</ul>
<p>Das erstere ist eher der Merkel-Plan (schw&#228;bische Hausfrau), der zweite eher auf Sarkozy-Linie. Eine Merkozy-L&#246;sung kann es eigentlich nicht geben. Oder sehe ich das falsch?</p>
<p>Ach ja, nur weil ich gerade dabei bin: W&#252;rdet Ihr Ersparnisse auf ein Konto legen, wenn es keine 100%ige Einlagensicherung g&#228;be, sondern nur eine 20%ige? Oder doch lieber nach einer Bank oder anderen Anlageform mit besseren Bedingungungen suchen? </p>
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