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	<title>Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück &#187; Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 14:20:10 +0000</lastBuildDate>
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		<title>&#220;ber 2012, Pyramiden, Prophezeiungen &#8211; und Plastikt&#252;ten</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum hegen so viele spirituelle Menschen diese seltsame Affinit&#228;t zur Mystifizierung von Artefakten lang vergangener Kulturen? Mayakalender, Pyramiden, Palmblattbibliotheken &#8211; wie kommt man nur allen Ernstes auf die Idee, all das h&#228;tte irgend etwas mit dem „Kosmos“ oder gar unserem heutigen Leben zu tun? Ebenso werden materielle Ph&#228;nomene wie Sonnenflecken, Polspr&#252;nge, &#8220;in Reihe stehende Planeten&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum hegen so viele spirituelle Menschen diese seltsame Affinit&#228;t zur Mystifizierung von Artefakten lang vergangener Kulturen? Mayakalender, Pyramiden, Palmblattbibliotheken &#8211; wie kommt man nur allen Ernstes auf die Idee, all das h&#228;tte irgend etwas mit dem „Kosmos“ oder gar unserem heutigen Leben zu tun?</p>
<p>Ebenso werden materielle Ph&#228;nomene wie Sonnenflecken, Polspr&#252;nge, &#8220;in Reihe stehende Planeten&#8221; etc. immer wieder als „Beweise“ heran gezogen, dass irgendwelche gro&#223;formatigen, grundst&#252;rzenden &#196;nderungen geschehen werden. Warum?<span id="more-781"></span></p>
<h2>Wir selbst ver&#228;ndern die Welt</h2>
<p>&#196;nderungen, auch gro&#223;formatige, WERDEN geschehen und finden bereits statt. Aber aus handfesten irdischen Gr&#252;nden: Peek Oil, Schuldenkrise, Bev&#246;lkerungswachstum ohne mitwachsende Verteilungsgerechtigkeit, Klimawandel, Ressourcenknappheit – und es steht zu bef&#252;rchten, dass der „Bewusstseinssprung“, der damit einher geht, nicht unbedingt in eine positive Richtung f&#252;hrt, sondern in ein verst&#228;rktes Rennen &#038; K&#228;mpfen um die letzten Ressourcen.</p>
<p>Mir scheint, der Glaube an allerlei Prophezeiungen und an die Bedeutung von Mayakalendern u.&#228;. ist nichts als der hilflose Versuch, sich an eine postulierte „pr&#228;-stabile Harmonie“ zu klammern: die „Wende zum Guten“ (oder auch das j&#252;ngste Gericht mit Rettung der Auserw&#228;hlten) wird als nicht-menschengemacht vorgestellt – was von pers&#246;nlicher Verantwortung ein St&#252;ck weit entlastet.</p>
<h2>Schadet der Verstand?</h2>
<p>Gern wird auch &#8220;das Denken&#8221; als Wurzel allen &#220;bels gesehen. Der Verstand sei schuld daran, dass wir das Herz vergessen und nicht liebevoll, sondern egoistisch handeln. Dabei ist es doch ausschlie&#223;lich der Verstand, der uns erkennen l&#228;sst, was menschliche Handlungen wie etwa massive Ressourcenverschwendung und Verm&#252;llung des Planeten anrichten &#8211; &#252;ber den eigenen Tellerrand hinaus. (Auf meinen Reisen durch Kambodscha konnte ich besichtigen, wie &#8220;gedankenlos&#8221; man dort mit dem Zivilisationsm&#252;ll umgeht: gekehrt wird grade mal vor der eigenen T&#252;r, direkt daneben h&#228;uft sich der Plastikabfall.) </p>
<p><img src="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2012/01/hotel_in_kambodscha.jpg" alt="" title="M&#252;ll neben Hotel in Kambodscha" width="480" height="178" class="aligncenter size-full wp-image-782" /></p>
<p><a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/meditation.html">Meditation</a> ist sehr hilfreich, ja. Zur Sammlung, Besinnung, zur inneren Verarbeitung der allzu vielen „Inputs“ unserer Zeit. Aber sie ersetzt nicht Verhaltens&#228;nderungen und den politischen Kampf um all die vielen sehr konkreten Einfl&#252;sse, die wir als Staat, als Gemeinde, als individuelle Konsumenten und Produzenten aus&#252;ben. </p>
<p>2012 ist das Jahr, in dem ich pers&#246;nlich das Plastikt&#252;ten-Regime bek&#228;mpfe. Lange hatte ich geglaubt, die seien mittlerweile doch biologisch abbaubar. Falsch! Die Meere sind voller Plastikpartikel und <a href="http://www.geo.de/GEO/natur/68724.html">&#8220;abbaubar&#8221; ist ein sehr relativer Begriff</a>, wie ich erfahren habe. Also nur noch Stoffbeutel, Rucksack und als M&#252;llbeh&#228;lter Papiert&#252;ten und Pappkartons &#8211; besser man &#228;ndert sich sp&#228;t als nie. </p>
<p>***</p>
<p>Dieser Beitrag wurde inspiriert von ZenTaos Blogposting <a href="http://zentao.wordpress.com/2012/01/04/das-jahr-2012-hat-begonnen/">&#8220;Das Jahr 2012 hat begonnen….&#8221;</a>.</p>
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		<title>Inspirationen f&#252;r die stillen Tage</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 22:17:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wird Zeit, die schnellebigen Themen der Oberfl&#228;che hinter sich zu lassen. Egal, wie man zum &#8220;Fest der Feste&#8221; steht, es ist auf jeden Fall eine Zeit, in der sich &#8220;alle Welt&#8221; von der Alltagsgesch&#228;ftigkeit zur&#252;ckzieht. &#220;ber den 23. hinaus erwartet niemand mehr, dass man noch weiter &#8220;funktioniert&#8221;, und wer nicht in famili&#228;re Fest-Traditionen eingespannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird Zeit, die schnellebigen Themen der Oberfl&#228;che hinter sich zu lassen. Egal, wie man zum &#8220;Fest der Feste&#8221; steht, es ist auf jeden Fall eine Zeit, in der sich &#8220;alle Welt&#8221; von der Alltagsgesch&#228;ftigkeit zur&#252;ckzieht. &#220;ber den 23. hinaus erwartet niemand mehr, dass man noch weiter &#8220;funktioniert&#8221;, und wer nicht in famili&#228;re Fest-Traditionen eingespannt ist, dem tut sich eine fast abenteuerliche L&#252;cke auf: Leere, Mu&#223;e, keine Verpflichtungen &#8211; ein wundervoller Freiraum bis zum 2. Januar!<span id="more-772"></span></p>
<h2>Der hilfreiche Trojaner</h2>
<p>Als wollte das Schicksal mich zus&#228;tzlich darin unterst&#252;tzen, die t&#228;glichen Routinen nicht einfach weiter zu f&#252;hren, wurde ich gestern Opfer einer Trojaner-Attacke. Zwar ist es mir gelungen, die sch&#228;dlichen Prozesse, soweit sie f&#252;r mich erkennbar waren, zu stoppen, doch bin ich definitiv nicht mehr Herrin meines Computers, solange ich nicht Windows neu installiere und alles von den Festplatten putze, woran sich der Trojaner klammern kann. </p>
<p>Das steht also an &#8211; und so tauchte ich heute ein in die Tiefen meiner &#252;ber Jahre angesammelten Daten, um sie so zu reduzieren, zu sichern und zusammen zu schieben, dass sie auf einer meiner beiden Festplatten als blo&#223;e &#8220;Datenplatte&#8221; den Transfer ins frische Windows schadlos mitmachen k&#246;nnen. </p>
<h2>Besitz ist Ballast &#8211; auch digital!</h2>
<p>Was f&#252;r ein Wust von Vergangenheit mir da begegnet! Und alles fragt: <em>willst du das denn &#8220;in alle Ewigkeit&#8221; speichern?</em> In manche Zweige meiner Verzeichnisse hab ich seit Jahren nicht geschaut. Ich schleppe da Daten aus 15 Internet-Jahren mit, um deren Nicht-Verlust ich mich immer mal wieder k&#252;mmern muss &#8211; obwohl ich sie nie nie nie wieder brauchte!  Gegen engagierte Hobbyfotografen, Video- und Bildersammler bin ich zwar mengenm&#228;&#223;ig ein Weisenkind:  inkl. des Mailprogramms schleppe ich &#8220;nur&#8221; 170 Gigabyte Daten mit durchs digitale Leben. Alte Texte, Mail-Dialoge, Materialien s&#228;mtlicher je erschaffener Webseiten, jede Menge Garten- und andere Fotos, Rechnungen, Kontoausz&#252;ge, Beh&#246;rden- und Verwaltungskram, Urlaubsbilder, Design-Experimente und vieles mehr &#8211; wie gut es doch tut, einiges davon auch mal zu l&#246;schen!  Aber auch dem&#252;tigend, so vieles (noch?) NICHT l&#246;schen zu wollen. </p>
<p>Zwischendurch schau ich ins Web und besuche Blogs, die mir mit ihren aktuellen Beitr&#228;gen die Umstimmung in die stillen Tage erleichtern. </p>
<ul>
<li>
<strong>Thinkabout </strong>ist z.B. immer eine gute Adresse f&#252;r tiefer sch&#252;rfende Reflektionen. Im Beitrag <a href="http://thinkabout.ch/article/auch-jetzt-mal-einen-aerger-zulassen">&#8220;Jetzt auch mal &#196;rger zulassen&#8221;</a> thematisiert er die Harmonie-Sehnsucht, die an Weihnachten besonders gro&#223; ist und reflektiert den Umgang mit &#196;RGER allgemein. Ich hatte dazu kommentiert, doch leider scheint der Kommentar ins Nirvana gegangen zu sein &#8211; Pech, aber vielleicht auch Anreiz f&#252;r einen Diary-Artikel.  </li>
<li>Nicht abhanden gekommen sind meine Kommentare auf der <strong>Hyperbaustelle</strong> zum <a href="http://www.hyperbaustelle.de/u-blog/2011/12/20/zelebrales-theater/">&#8220;Zerebralen Theater&#8221;</a>.  Es geht um Neurophilosophie, um unsere Welterkenntnis als Ego-Tunnel, um die Sicht der Wissenschaft und ihre Beschr&#228;nktheiten &#8211; immer mal wieder fasziniert mich diese uralte Suche nach der letzten, wirklich wahren Erkenntnis, doch mittlerweile scheint es mehr darum zu gehen, die daraus entstandenen Einseitigkeiten und Blindheiten ins Bewusstseit zu heben &#8211; und entsprechend zu handeln.</li>
<li>
Als letztes empfehle ich Euch <strong>Su Frankes</strong> besinnlichen Artikel <a href="http://yoga-blog.ch/2011/12/20/jahresende-kaffee-und-die-illusion-vom-fertigwerden/">&#8220;Jahresende, ein Kaffee und die Illusion vom Fertigwerden!&#8221;</a>  Ich finde, damit spricht sie einen wichtigen Punkt an: es geht nicht darum, &#8220;fertig zu werden&#8221;, sondern jede Aktivit&#228;t so zu verrichten, als w&#228;re sie das einzige, was uns das Leben noch zu bieten hat. Oder wie mein Yogalehrer sagte: &#8220;Ruh dich IN der &#220;bung aus!&#8221;. </li>
</ul>
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		<title>Keine Materie nirgends: Kommunikation kann Kommunion werden</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:34:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, es ist NICHT esoterisch &#8211; sagt Prof. Hans-Peter D&#252;rr in diesem, gut neun Minuten kurzen Vortrag. Und erkl&#228;rt dann uns selbst, die Welt, das Universum und den ganzen Rest. &#8220;Einbinden auf Anfrage deaktiviert&#8221;, hei&#223;t es leider unter dem Video. Der Klick aufs Bild bringt Euch aber hin: Auf die Idee, nach Reden von Hans-Peter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, es ist NICHT esoterisch &#8211; sagt Prof. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_D%C3%BCrr">Hans-Peter D&#252;rr</a> in diesem, gut neun Minuten kurzen Vortrag. Und erkl&#228;rt dann uns selbst, die Welt, das Universum und den ganzen Rest. </p>
<p><em>&#8220;Einbinden auf Anfrage deaktiviert&#8221;</em>, hei&#223;t es leider unter dem Video. Der Klick aufs Bild bringt Euch aber hin:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rT6ekqvt42k"><img src="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2011/11/hans-peter-duerr1.jpg" alt="Hans-Peter D&#252;rr: Es gibt keine Materie" title="Hans-Peter D&#252;rr: Es gibt keine Materie" width="484" height="361" class="alignnone size-full wp-image-767" /></a></p>
<p>Auf die Idee, nach Reden von Hans-Peter D&#252;rr zu suchen, kam ich durch das Blogposting von Edda <a href=" http://weisser-elefant.blogspot.com/2011/10/quantensprung-im-oberstubchen.html">&#8220;Quantensprung im Oberst&#252;bchen&#8221;.</a> </p>
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		</item>
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		<title>&#220;ber Erwartungen &#8211; und ein psycho-spirituelles Missverst&#228;ndnis</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2011/11/23/ueber-erwartungen-und-ein-psycho-spirituelles-missverstaendnis/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 10:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der kurze Beitrag &#252;ber &#8220;Hingabe&#8221; aus dem Blog einer Schneiderin inspirierte mich zu einem Kommentar, der mir so ausf&#252;hrlich geriet, dass ich ihn auch hier einstelle: „Hingabe“ bedeutet nicht, dass man keine Erwartungen, keine Tr&#228;ume und Spekulationen auf die Zukunft mehr haben soll. Auch sie geh&#246;ren zu „dem, was ist“. Sie zu leugnen oder krampfhaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der kurze Beitrag &#252;ber <a href="http://schneiderin.wordpress.com/2011/11/22/hingabe">&#8220;Hingabe&#8221;</a> aus dem Blog einer Schneiderin inspirierte mich zu einem Kommentar, der mir so ausf&#252;hrlich geriet, dass ich ihn auch hier einstelle: </em></p>
<p>„Hingabe“ bedeutet nicht, dass man keine Erwartungen, keine Tr&#228;ume und Spekulationen auf die Zukunft mehr haben soll. Auch sie geh&#246;ren zu „dem, was ist“.</p>
<p>Sie zu leugnen oder krampfhaft zu vermeiden, w&#228;re eine L&#252;ge bzw. im „Vermeidungsfall“ der beste Weg. jegliche Energie zu blockieren, wenn sie sich in Handeln umsetzen will. Im Extremfall k&#246;nnen/wagen wir dann gar nichts mehr anzugehen, denn jegliches t&#228;tige Streben ist ja mit Erwartungen und W&#252;nschen verbunden. Erwartungslos kann man sich gut sinnlichen Wahrnehmungen und k&#246;rperlichen Arbeiten hingeben – aber auch nur in einem Umfeld, in dem man z.B. keinen Angriff erwartet.<span id="more-764"></span></p>
<p>Aus meiner Erfahrung &#8211; und ich hatte auch Zeiten dieses Missverst&#228;ndnisses in Bezug auf Erwartungen &#8211; geht es nicht darum, Erwartungen abzulegen oder zu vermeiden, sondern darum, SICH IHRER BEWUSST ZU SEIN – ohne weitere Wertung (eine Bewertung der Erwartungen als „schlecht“ w&#228;re ja auch wieder Bewertung…).</p>
<p>Tut man das, wird man erleben, dass sich in der Folge „von selber“ die Spreu vom Weizen trennt. Eine &#252;berzogene Erwartung an den Partner wird im Lichte des Bewusstseins leicht l&#228;cherlich wirken, was zur Folge hat, dass jegliche Handlungsenergie schwindet, hier weiter „Druck zu machen“ oder in einer Vorwurfshaltung zu verharren,</p>
<p>Die miesepetrige Vorstellung, dass wir ja doch im Gro&#223;en nichts &#228;ndern und deshalb das demonstrieren, protestieren, engagieren gleich ganz lassen k&#246;nnen, wird bei genauerer Betrachtung ihre Motivationshintergr&#252;nde offenbaren: Faulheit, Tr&#228;gheit, Gleichg&#252;ltigkeit, Angst um Besitzst&#228;nde oder den Ruf, Konfliktscheu etc. usw. Und diese Wahrnehmungen motivieren dann vielleicht, hier und da mal etwas Neues zu wagen, anders zu machen.</p>
<p>Andere Erwartungen und W&#252;nsche werden bewusster Betrachtung stand halten und eher noch gest&#228;rkt: Ein Problem, das ich mit dem Partner habe, darf und soll ich ansprechen und zu l&#246;sen versuchen. Was w&#228;re sonst Beziehung, wenn das schon „zu viel“ sein sollte?</p>
<p>Ein neues Projekt starten, motiviert von der Hoffnung, es erfolgreich und sch&#246;n f&#252;r alle zu machen, was w&#228;re daran falsch? Die Hoffnung nicht zuzulassen, w&#252;rde die Energie rauben, die erforderliche Arbeit – &#252;ber die Freude an der Idee und der neuen Erfahrung hinaus – leisten zu k&#246;nnen. Sch&#228;dlich w&#228;re diese Erwartung nur, w&#228;re ich mir nicht stets bewusst, dass es „nur“ eine Erwartung ist. Dieses Bewusstsein sch&#252;tzt davor, die aktuelle Realit&#228;t aus den Augen zu verlieren, die immer auch andere Entwicklungsm&#246;glichkeiten bereit h&#228;lt, die den hoffnungsvollen Erwartungen NICHT entsprechen.</p>
<p>Sehen was ist – ja! Dazu geh&#246;re aber auch „ich selbst“ mit allen Erwartungen, Bedenken und W&#252;nschen. Meine Stimmungen und Motive sind genauso Ph&#228;nomene der Welt wie Sonnenunterg&#228;nge und Gewitter – es gibt keinen Grund, sie grunds&#228;tzlich anders zu betrachten, bzw. den Bereich „Erwartungen“ aus dem Leben heraus schneiden zu wollen.</p>
<p>Hingabe bedeutet f&#252;r mich in diesem Kontext: Darauf vertrauen, dass sich der Weg im Licht der Bewusstwerdung zeigt – und dann danach handeln.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Postprivacy: &#220;ber Krankheiten schreiben?</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2011/11/17/postprivacy-ueber-krankheiten-schreiben/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 09:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern fand ich das Blog Mich trifft der Schlag von Ulinne, einer lieben langj&#228;hrigen Web-Bekannten, deren umfangreiches Schaffen ich phasenweise intensiv mitverfolgte. In den letzten Jahren allerdings mehr rund ums Thema &#8220;Garten&#8221; &#8211; (verdammt, wie nachl&#228;ssig von mir, da ich so das Wichtigere nicht mitbekam!). Morgens aufwachen und feststellen, dass das linke Bein, der linke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern fand ich das Blog <a href="http://www.schlaganfall.ulinne.de/"><strong>Mich trifft der Schlag</strong></a> von Ulinne, einer lieben langj&#228;hrigen Web-Bekannten, deren umfangreiches Schaffen ich phasenweise intensiv mitverfolgte. In den letzten Jahren allerdings mehr rund ums Thema <a href="http://www.ulinne.de/ulinne_db/">&#8220;Garten&#8221;</a> &#8211; <em>(verdammt, wie nachl&#228;ssig von mir, da ich so das Wichtigere nicht mitbekam!). </em></p>
<p>Morgens aufwachen und feststellen, dass das linke Bein, der linke Arm und die linke &#8220;Tipphand&#8221; teilweise gel&#228;hmt sind &#8211; dieses ziemlich schreckliche Erlebnis, das ab einem gewissen Alter jeden treffen kann, hat Ulinne als Einstieg in ein eigenes Blog zum Thema Schlaganfall gew&#228;hlt. Unter &#8220;Aktuelles&#8221; liest man dann alle Details: CT, MRT, Medikamente, Arzt- und Krankenhaus-Erlebnisse bis hin zu den Kosten (ich frag mich, warum sie soviel selbst bezahlen muss) und hin zum letzten Zahnarztbesuch. </p>
<p>Es ist nicht das erste Blog &#252;ber Krankheitserfahrungen, das mich beeindruckt. Und das &#8211; f&#252;r mich als Viel-Bloggerin &#8211; auch immer die Frage aufwirft: Will ich das auch? <span id="more-759"></span></p>
<p>Gute Gr&#252;nde g&#228;be es durchaus. Ich bin ja eher medizin-kritisch eingestellt und meide &#196;rzte, so lange es geht. Wenn es dann doch mal sein muss, mache ich fast regelm&#228;&#223;ig die Erfahrung, dass bez&#252;glich chronischer &#8220;Zipperlein&#8221; (wie etwa meine &#8220;Nervenwurzelreizung&#8221; im R&#252;cken, die mir l&#228;ngeres Laufen verunm&#246;glicht) die &#196;rzte nichts machen k&#246;nnen, was wirklich hilft. W&#228;re es da nicht das Mittel der Wahl, mich wenigstens im Web umfangreich mit Mitbetroffenen auszutauschen? </p>
<p>Punktuell hab&#8217; ich hier im Digital Diary durchaus mal &#252;ber so etwas geschrieben &#8211; z.B. &#252;ber den <a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2008/04/04/allergischer-schnupfen/">&#8220;allergischen Schnupfen&#8221;</a>, der mich vor Jahren so plagte.  Eher eine Marginalie also. Es g&#228;be eindr&#252;cklichere und f&#252;r mich wichtigere Themen, vor deren Ausbreitung in meiner Bloglandschaft ich mich aber scheue. Warum? </p>
<p>Mal locker aufgelistet, was mir dazu in den Kopf kommt:</p>
<ul>
<li>Immer schon fand ich es an &#228;lteren und alten Menschen nervig, wenn sie immer mehr und immer ausschlie&#223;licher von ihren Krankheiten erz&#228;hlen. So will ich nicht werden, also halte ich besser die schreiberische Klappe! </li>
<li>Ich verweigere auch selber die Konzentration auf meine &#8220;Zipperlein&#8221;, denn mein Leben soll nicht um Krankheiten kreisen: Was ich ernte, habe ich durch meinen Lebensstil (z.B. viel zu viel vor Monitoren sitzen) ges&#228;ht &#8211; und da ich mit meinem Leben zufrieden bin, hadere ich nicht, sondern nehme die Folgen m&#246;glichst gleichm&#252;tig hin. Und konzentriere mich lieber auf das, was mir Freude macht &#8211; wie immer schon&#8230;</li>
<li>Ich will nicht abgestempelt werden: aha, das ist die mit dem Schlaganfall (=nur Beispiel!)&#8230; oder so. Schnell ist man in irgendwelchen Schubladen und wird fortan auch so behandelt. Zumindest ist das meine Angst.</li>
</ul>
<p>Andrerseits: wenn es mich richtig heftig treffen w&#252;rde, also z.B. Schlaganfall oder <a href="http://www.mycomfor.de/Blogs/von-Relax-Senf-zu-Reizthemen/Quo-vadis-meine-kostbare-Netzhaut-Ich-will-nicht-auf-dich-verzichten_2513?profile=12&#038;SID=f62ff9b3ee915fdfb6a4db298be9d0893280f34a">Netzhautabl&#246;sung</a> &#8211; das k&#246;nnte ich im Digital Diary vermutlich nicht verschweigen. Denn hier schreibe ich, was mich bewegt. Und m&#252;sste es ganz lassen, wenn ich das bei solchen Gro&#223;-Erlebnissen nicht mehr t&#228;te. </p>
<p>Wie seht Ihr das? Lest Ihr solche Geschichten gerne oder lieber nicht? Und: w&#252;rdet ihr selbst &#252;ber eure Krankheiten schreiben? Tut es vielleicht sogar schon und habt etwas zu berichten?</p>
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		<title>Gartengedanken: gl&#252;ckliche Arbeit und der Sinn</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 12:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Rundgang durch den Garten firmiert in meiner pers&#246;nlichen Gartenkultur nicht als &#8220;Arbeit&#8221;. Hab&#8217; ich erstmal Kaffee getrunken und die Lage der Welt im Gespr&#228;ch mit dem Liebsten ausreichend kommentiert, ist es Zeit, herum zu laufen und zu bewundern, was so ein &#8220;naturnaher&#8221; Garten Anfang September zu bieten hat. Als poetisch Unbegabte versuche ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Rundgang durch den Garten firmiert in meiner pers&#246;nlichen Gartenkultur nicht als &#8220;Arbeit&#8221;. Hab&#8217; ich erstmal Kaffee getrunken und die Lage der Welt im Gespr&#228;ch mit dem Liebsten ausreichend kommentiert, ist es Zeit, herum zu laufen und zu bewundern, was so ein &#8220;naturnaher&#8221; Garten Anfang September zu bieten hat. </p>
<p>Als poetisch Unbegabte versuche ich mich jetzt nicht an einer Beschreibung, die dem Erleben nahe kommt, sondern komme zum Punkt, der mir als &#8220;Gartengedanke&#8221; festhaltenswert erscheint: <span id="more-739"></span></p>
<p>Mir ist aufgefallen, dass es fast nie gelingt, so einen absichtslos und blo&#223; neugierig-genie&#223;erisch begonnenen Gartenrundgang auch zu Ende zu bringen. Schon bald fange ich an, z.B. die verdorrten Stengel des verbl&#252;hten Sauerampfers zu pfl&#252;cken, ein Beet zu mulchen, den Streifen zum Nachbarn vom nachgewachsenen &#8220;Unkraut&#8221; zu befreien &#8211; und nichts von alledem hatte ich vorgehabt.  Regelm&#228;&#223;ig &#8220;vergesse ich mich&#8221; bzw. die urspr&#252;ngliche Spaziergangsabsicht und folge dem Ruf der Gegebenheiten, widme mich den Erfordernissen, wie sie sich mir gerade aufdr&#228;ngen. Komme dann fast unbemerkt vom &#8220;dr&#252;ber reden&#8221; ins Handeln, vom Bedenken der M&#246;glichkeiten ins konkrete Tun. Und irgendwann sagt mein Gartengef&#228;hrte, der auch seinerseits schnell Besch&#228;ftigung fand: <em>Wir wollten doch nur einen Rundgang machen&#8230;</em></p>
<p><strong>Das Hineingleiten in Arbeit</strong>, wie ich es im Garten erlebe, geschieht  intuitiv und macht richtig gl&#252;cklich. Tun, was anliegt &#8211; in selbst gew&#228;hlter Geschwindigkeit. Das passiert ganz ohne Stress, ohne erst so etwas wie ein Pflichtgef&#252;hl zu sp&#252;ren, was ja immer schon bedeutet, dass man &#8220;eigentlich&#8221; lieber etwas anderes t&#228;te. </p>
<p>Warum ist Arbeit in unserer Welt so selten von dieser Art? Wenn es dem Menschen eigen ist &#8211; woran ich nicht nur aufgrund dieser Gartenerfahrung glaube &#8211; sich spontan der Weltgestaltung zu widmen, warum sind unsere Ausbildungsysteme und Arbeitszusammenh&#228;nge in aller Regel darauf aus, diese freudigen Arbeitsimpulse abzugew&#246;hnen? Mit dem Erfolg, dass es die meisten f&#252;r v&#246;llig normal halten, einen ungeliebten Job anzutreten: Hauptsache Arbeit&#8230;</p>
<p>Mark Zuckerberg, Milliard&#228;r und Chef von Facebook, <a href="http://www.der-postillon.com/2011/09/milliardar-mark-zuckerberg-gibt-zu-dass.html">hat gerade beklagt</a>, dass er viel zu viel Zeit im sozialen Netzwerk verbringe. In der Zeit h&#228;tte er mit &#8220;Sinnvollerem&#8221; glatt ein (weiteres?) Verm&#246;gen machen k&#246;nnen. </p>
<p>Ist der SINN wirklich im blo&#223;en Geld verdienen zu finden? Wie sinnvoll ist das insbesondere dann, wenn man schon Unmengen (oder auch einfach nur genug) davon hat? </p>
<p>Naja, das ist nun nicht exakt mein Problem&#8230;  :-)  Am gl&#252;cklichsten arbeite ich, wenn ich &#252;ber den Sinn gar nicht erst ins gr&#252;beln komme&#8230; so, wie im Garten eben.</p>
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