7. Oktober 2009
Kurz nach dem Aufstehen rubble ich mit so einem kratzigen Massagehandschuh über den ganzen Körper: das macht mich wach, fühlt sich gut an, lässt mich spüren, dass ich lebe, dass ich hier und jetzt nicht bloß reiner Gedanke, sondern wirklich DA bin.
Sitze ich dann wenig später mit dem frischen Kaffee vor dem Monitor, rufe [...]
6. Oktober 2009
Grade finde ich aus einem Arbeitstunnel heraus, der mein Leben online und offline mehr als eine Woche sehr verengt hat. Es waren Verwaltungsarbeiten rund um Steuer 2008, deren Ergebnisse rechtzeitig vor Jahresende bei der Steuerberaterin ankommen mussten: gut, dass es ‘rum ist, ich fühl’ mich schwer erleichtert!
Wenn ich denn wollte und mir mehr Arbeitsverdichtung und [...]
2. September 2009
Selten vermag es ein langer Artikel, mich vom ersten bis zum letzten Wort auf den Text am Bildschirm zu konzentrieren: “10 Milligramm Arbeitswut”, Birgit Schmids Bericht über ihren einwöchigen Selbstversuch im schweizerischen MAGAZIN schafft es mühelos – fast als wirke das Ritalin auch ein wenig auf die Leserin.
Eine Woche lang schluckte die Autorin die mehr [...]
27. August 2009
“Irgendwann wird man darüber schreiben, wie das user-generated Web 2.0 sich gegen Ende des ersten Jahrzehnts im neuen Jahrtausend immer schneller zu drehen begann, bis schließlich selbst die eingefleischten Power-Nerds nicht mehr mithalten konnten und die News-Rezeption und -Reproduktion im Minutentakt entnervt aufgaben. Und der Name, bei dem das Unheil genannt werden wird, lautet „Realtime-Web“.”
So [...]
13. August 2009
Die dritte Reise nach Kambodscha, die ich eigentlich vorgehabt hatte, wird nicht stattfinden. Das ist schon seit einigen Wochen klar: nicht nochmal an denselben Ort, der einfach zu weit weg liegt, um mit gutem Gewissen “just for fun” ein drittes Mal Geld, Zeit und einen allzu langen Flug dafür aufzuwenden.
24. Juli 2008
Gestern bin ich 54 geworden – also steinalt, wenn ich mich erinnere, was ich noch so vor zwanzig Jahren über dieses Lebensalter dachte. Sowas wie “Geburtstag feiern” mach’ ich nicht, denn im jugendlichen Alter wurde ich regelmäßig zum unfreiwilligen Opfer einer großen Feté, die mein Vater zu diesem Anlass veranstaltete, ohne sich groß um meine [...]