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	<title>Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück &#187; Leben &amp; Arbeiten</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 14:20:10 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Gespr&#228;che &#252;ber Weltver&#228;nderung</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 09:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem gro&#223;kotzigen Blogposting &#8220;Ab heute wird hier Welt ver&#228;ndert!&#8221; in meinem dahin d&#252;mpelnden Rund-ums-Internet-Blog hat es angefangen. Ein anderer Blogger hatte mich inspiriert und ber&#252;hrt, nachdem ich mich wochenlang immer mehr in den Zerstreuungen der sozialen Netzwerke verloren hatte und es nur noch zu Klage-Postings reichte wie &#8220;Wenn nur noch mulchen hilft&#8221;. &#8220;Bin gespannt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.webwriting-magazin.de/wp-content/uploads/2011/10/soziales_netzwerk.jpg" alt="Lokales soziales Netz (LSN)" /></p>
<p>Mit dem gro&#223;kotzigen Blogposting <a href="http://www.webwriting-magazin.de/ab-heute-wird-hier-welt-veraendert/">&#8220;Ab heute wird hier Welt ver&#228;ndert!&#8221;</a> in meinem dahin d&#252;mpelnden <a href="http://www.webwriting-magazin.de/">Rund-ums-Internet-Blog</a> hat es angefangen.  Ein anderer Blogger hatte mich inspiriert und ber&#252;hrt, nachdem ich mich wochenlang immer mehr in den Zerstreuungen der sozialen Netzwerke verloren hatte und es nur noch zu Klage-Postings reichte wie <a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2011/09/02/zwischenstandsmeldung-wenn-nur-noch-mulchen-hilft/">&#8220;Wenn nur noch mulchen hilft&#8221;</a>.</p>
<p><em>&#8220;Bin gespannt, was da kommt&#8221;</em>, schrieb dann ein Leser in die Kommentare. Und landete auch damit einen Treffer mitten in meine gef&#252;hlte Desorientiertheit. Was sollte ich denn nun um Himmels Willen schreiben? Auf einmal f&#252;hlte ich mich in der Pflicht, auf eigene Art Revolution zu machen, statt &#8220;nur zu bloggen&#8221; &#8211; und es erschien erstmal drei Wochen gar nichts mehr.<br />
<span id="more-746"></span><br />
Langsam beruhigte ich mich dann wieder, schlie&#223;lich wei&#223; ich, dass im Web die meisten Artikel isoliert betrachtet werden. Kaum einer w&#252;rde sich beim n&#228;chsten Posting (vielleicht &#252;ber &#8220;Kreise teilen&#8221; bei Google+ oder dergleichen) an sie Ansage erinnern. Und wenn, w&#228;re sowieso klar, dass die Headline nicht mega-ernst gemeint war &#8211; oder etwa nicht?</p>
<p>Ich brachte es dann aber doch nicht fertig, einfach so zur Tagesordnung &#252;berzugehen. Ein bisschen &#8220;Welt &#228;ndern&#8221; sollte schon Thema sein &#8211; und es gibt ja durchaus M&#246;glichkeiten, &#252;ber die ich l&#228;nger schon nachdenke. So folgte also vorgestern der Text:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.webwriting-magazin.de/stell-dir-vor-es-gaebe-ein-lokales-soziales-netz/"><strong>Stell dir vor, es g&#228;be ein lokales, soziales Netz&#8230;</strong></a>.  Das &#8220;Landen&#8221; des Internets im physischen Nahraum &#8211; mal anders gedacht, nicht an Konsum-Interessen von Touristen entlang, sondern von den Bed&#252;rfnissen realer Anwohner ausgehend. </li>
</ul>
<p>Das Kommentargespr&#228;ch, das sich da entwickelt hat, ist sehr lesenswert! Vielleicht m&#246;gt Ihr mal hinschauen?</p>
<p>Auch auf ein paar andere <strong>Gespr&#228;che &#252;ber Weltver&#228;nderung</strong>, an denen ich gerade teilnehme, m&#246;chte ich hier hinweisen:</p>
<ul>
<li>Stefan M&#252;nz: <a href="https://plus.google.com/u/0/109568960804534353862/posts/JyCWcoXiRdN"><strong>Gesellschaftlicher Systemwechsel: Visionen f&#252;r die Zeit danach?</strong></a></li>
<li>Schrotie: <a href="http://schrotie.de/index.php/2011/09/wachstum-mussnich-kannaber/"><strong>Wachstum mussnich kannaber</strong></a>. Es geht um eine Idee, Arbeit mittels anderer Tarife kleinteilig zu verteilen &#8211; aber auch ums gro&#223;e Ganze, sp&#228;testens im Kommentargespr&#228;ch. </li>
</ul>
<p>Durch die Welt weht derzeit der Wind der Ver&#228;nderung. Wenn wir nicht blo&#223;e Man&#246;vriermasse m&#228;chtiger Akteure sein wollen, die immer weniger von allem f&#252;r die vielen &#252;brig lassen, sollten wir uns von ihm bewegen lassen. </p>
<p>Dass das nicht eben einfach ist, wenn man (noch) nicht aus konkreter Betroffenheit zum &#8220;Wutb&#252;rger&#8221; geworden ist, ist mir wohl vertraut. Zum Gl&#252;ck gibt es einen zweiten motivatorischen Zugang: das Sinn-Empfinden im eigenen Tun, wenn es sich gr&#246;&#223;ere Ziele setzt als blo&#223; die Verteidigung der eigenen Best&#228;nde. </p>
<p>—————————————————————————————<br />
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Gartengedanken: gl&#252;ckliche Arbeit und der Sinn</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 12:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Rundgang durch den Garten firmiert in meiner pers&#246;nlichen Gartenkultur nicht als &#8220;Arbeit&#8221;. Hab&#8217; ich erstmal Kaffee getrunken und die Lage der Welt im Gespr&#228;ch mit dem Liebsten ausreichend kommentiert, ist es Zeit, herum zu laufen und zu bewundern, was so ein &#8220;naturnaher&#8221; Garten Anfang September zu bieten hat. Als poetisch Unbegabte versuche ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Rundgang durch den Garten firmiert in meiner pers&#246;nlichen Gartenkultur nicht als &#8220;Arbeit&#8221;. Hab&#8217; ich erstmal Kaffee getrunken und die Lage der Welt im Gespr&#228;ch mit dem Liebsten ausreichend kommentiert, ist es Zeit, herum zu laufen und zu bewundern, was so ein &#8220;naturnaher&#8221; Garten Anfang September zu bieten hat. </p>
<p>Als poetisch Unbegabte versuche ich mich jetzt nicht an einer Beschreibung, die dem Erleben nahe kommt, sondern komme zum Punkt, der mir als &#8220;Gartengedanke&#8221; festhaltenswert erscheint: <span id="more-739"></span></p>
<p>Mir ist aufgefallen, dass es fast nie gelingt, so einen absichtslos und blo&#223; neugierig-genie&#223;erisch begonnenen Gartenrundgang auch zu Ende zu bringen. Schon bald fange ich an, z.B. die verdorrten Stengel des verbl&#252;hten Sauerampfers zu pfl&#252;cken, ein Beet zu mulchen, den Streifen zum Nachbarn vom nachgewachsenen &#8220;Unkraut&#8221; zu befreien &#8211; und nichts von alledem hatte ich vorgehabt.  Regelm&#228;&#223;ig &#8220;vergesse ich mich&#8221; bzw. die urspr&#252;ngliche Spaziergangsabsicht und folge dem Ruf der Gegebenheiten, widme mich den Erfordernissen, wie sie sich mir gerade aufdr&#228;ngen. Komme dann fast unbemerkt vom &#8220;dr&#252;ber reden&#8221; ins Handeln, vom Bedenken der M&#246;glichkeiten ins konkrete Tun. Und irgendwann sagt mein Gartengef&#228;hrte, der auch seinerseits schnell Besch&#228;ftigung fand: <em>Wir wollten doch nur einen Rundgang machen&#8230;</em></p>
<p><strong>Das Hineingleiten in Arbeit</strong>, wie ich es im Garten erlebe, geschieht  intuitiv und macht richtig gl&#252;cklich. Tun, was anliegt &#8211; in selbst gew&#228;hlter Geschwindigkeit. Das passiert ganz ohne Stress, ohne erst so etwas wie ein Pflichtgef&#252;hl zu sp&#252;ren, was ja immer schon bedeutet, dass man &#8220;eigentlich&#8221; lieber etwas anderes t&#228;te. </p>
<p>Warum ist Arbeit in unserer Welt so selten von dieser Art? Wenn es dem Menschen eigen ist &#8211; woran ich nicht nur aufgrund dieser Gartenerfahrung glaube &#8211; sich spontan der Weltgestaltung zu widmen, warum sind unsere Ausbildungsysteme und Arbeitszusammenh&#228;nge in aller Regel darauf aus, diese freudigen Arbeitsimpulse abzugew&#246;hnen? Mit dem Erfolg, dass es die meisten f&#252;r v&#246;llig normal halten, einen ungeliebten Job anzutreten: Hauptsache Arbeit&#8230;</p>
<p>Mark Zuckerberg, Milliard&#228;r und Chef von Facebook, <a href="http://www.der-postillon.com/2011/09/milliardar-mark-zuckerberg-gibt-zu-dass.html">hat gerade beklagt</a>, dass er viel zu viel Zeit im sozialen Netzwerk verbringe. In der Zeit h&#228;tte er mit &#8220;Sinnvollerem&#8221; glatt ein (weiteres?) Verm&#246;gen machen k&#246;nnen. </p>
<p>Ist der SINN wirklich im blo&#223;en Geld verdienen zu finden? Wie sinnvoll ist das insbesondere dann, wenn man schon Unmengen (oder auch einfach nur genug) davon hat? </p>
<p>Naja, das ist nun nicht exakt mein Problem&#8230;  :-)  Am gl&#252;cklichsten arbeite ich, wenn ich &#252;ber den Sinn gar nicht erst ins gr&#252;beln komme&#8230; so, wie im Garten eben.</p>
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		<title>Zwischenstandsmeldung: Wenn nur noch mulchen hilft&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 10:43:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Nein, Du &#8220;spinnst&#8221; nicht. Du bringst die Sache einfach auf den Punkt, wie ich finde.&#8221; Den tr&#246;stlichen Satz schrieb mir ein lieber Netzfreund, der sich zuvor entschuldigt hatte, weil er &#8220;zu absorbiert&#8221; gewesen sei, um mir seine Meinung zu einer Sachfrage zu schreiben. Meine Antwort klang halbwegs verzweifelt: Das kenne ich, ich bin derzeit fast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Nein, Du &#8220;spinnst&#8221; nicht. Du bringst die Sache einfach auf den Punkt, wie ich finde.&#8221;</em>  Den tr&#246;stlichen Satz schrieb mir ein lieber Netzfreund, der sich zuvor entschuldigt hatte, weil er &#8220;zu absorbiert&#8221; gewesen sei, um mir seine Meinung zu einer Sachfrage zu schreiben. Meine Antwort klang halbwegs  verzweifelt:<span id="more-737"></span></p>
<blockquote><p>Das kenne ich, ich bin derzeit fast st&#228;ndig im Zustand &#8220;zu absorbiert&#8221;, um all die Infos, Kontakte, sich auftuenden Fragen, Handlungsm&#246;glichkeiten Schreib- und Denk- und Diskutier-Optionen auch nur ann&#228;hernd zufriedenstellend zu bearbeiten. Das Social-Networks-Geschwurbel, in dem ich ja doch versuche, irgendwie pr&#228;sent zu bleiben, zerstreut und zersplittert zudem in einem Ma&#223;e, das mit herk&#246;mmlichem Verhalten nicht mehr zu wuppen ist. Zeitweise gerate ich fast in eine Art Stupor und mache gar nichts mehr, kein Blog, kaum mal eine Bemerkung irgendwo &#8211; und schiebe Arbeit vor mir her, damit ich blo&#223; nicht FERTIG werde und dann vom ganz gro&#223;en WAS JETZT? zur Verzweiflung getrieben werden.<br />
Aber nein, ich spinne nicht und kann mich auch zusammen reissen, keine Sorge!!&#8221;</p></blockquote>
<p>Nicht nur die Themen sind zu viele, sondern es wird auch immer schwieriger, sich zu entscheiden, WO man dazu etwas schreibt: im eigenen Blog? In den Kommentargespr&#228;chen anderer Artikel zum Thema? Auf Google+ oder Facebook? Reicht vielleicht eine kurze Bemerkung plus Link &#8211; und das dann wo?  Auf Twitter, G+, FB, Friendfeed, Delicious o.&#228;. ???</p>
<p>In Reaktion auf das Durcheinander der M&#246;glichkeiten mache ich dann manchmal gar nichts mehr. Gehe meiner (Brot-)Arbeit nach, ignoriere alle Schreibimpulse und mulche die Beete im Garten &#8211; froh, dass nach einigem W&#252;hlen in der Erde nicht mehr der Schimmer eines Gedankens an &#8220;Social Media&#8221; mein genervtes Hirn zerstreut! </p>
<p>Aber das h&#228;lt nat&#252;rlich nur kurz vor&#8230;.. :-)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Drei Brillen und das Gl&#252;ck</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 22:33:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[[Achtung, jetzt folgt eine langweilige und belanglose Statusmeldung aus erster Lebenshand] Schon mindestens zwei Jahre hatte ich es vor mir her geschoben: Brillen besorgen, und zwar f&#252;r jede Entfernung, nicht mehr nur f&#252;rs Computern und Lesen wie bisher. Ein Augenleiden, das meine Sehkraft im einen Auge schwanken l&#228;sst, war mir berechtigte Ausrede, das ganze Vorhaben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>[Achtung, jetzt folgt eine langweilige und belanglose Statusmeldung aus erster Lebenshand]</em></p>
<p>Schon mindestens zwei Jahre hatte ich es vor mir her geschoben:  Brillen besorgen, und zwar f&#252;r jede Entfernung, nicht mehr nur f&#252;rs Computern und Lesen wie bisher. </p>
<p><img src="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2011/08/brillen.jpg" alt="" title="3 Brillen" width="150" height="196" class="links size-full wp-image-731" />Ein Augenleiden, das meine Sehkraft im einen Auge schwanken l&#228;sst, war mir berechtigte Ausrede, das ganze Vorhaben zu vertagen. Doch nicht allein die Schwierigkeit mit den &#8220;richtigen Werten&#8221; schreckte mich. Die letzten Versuche, vor riesigen Brillenregalen etwas Passendes zu finden, waren trotz &#8216;zig Anproben vor dem Spiegel frustrierend ergebnislos gescheitert: ich wei&#223; einfach nicht, mit was f&#252;r einer Brille ich gut, weniger gut oder beschissen aussehe, und es nervt, mich pl&#246;tzlich daf&#252;r interessieren zu m&#252;ssen.  Dass ich aber auch nicht einfach mit &#8220;irgendwas&#8221; auf der Nase aus dem Laden gehen kann, wirft einen Blick auf die gleichwohl vorhandene Eitelkeit. Alles in allem ein Elend, dessen Wiederholung ich gern auf den St.Nimmerleinstag verschoben h&#228;tte, wenn, ja wenn ich nicht wirklich langsam mehr Brille im Leben br&#228;uchte. </p>
<h2>Und woher nehmen?</h2>
<p>Die Frage nach dem Optiker meiner Wahl hatte ich auch vor mir her geschoben. Beim bekannten Billigheimer war ich schon gewesen, zu Zeiten schwankender &#8220;Werte&#8221;. Stundenlanges Rumprobieren vor den Regalen, Brillengestelle ab null Euro, in jeder Preislage vielerlei Modelle&#8230; das &#252;bliche Elend halt. Und sinnlos, denn aus heutiger Sicht sind die damals gekauften Brillen meiner Wahl stinklangweilig &#8211; und gut sehen konnte ich mit ihnen auch nie. Ich hab&#8217; die alte Brille weiter benutzt.<span id="more-728"></span></p>
<p>Die aber kam von einem kleinen feinen teuren Einzelhandelsoptiker, der schr&#228;g gegen&#252;ber jenes Massenbetriebs tats&#228;chlich &#252;berleben kann.  Gestelle f&#252;r Null Euro gibt es da nicht und im Schaufenster fangen die Preise bei 140 Euro an. Als ich damals dort war, hatte ich mir auf dem Flohmarkt ein Gestell f&#252;r 10 Euro gekauft. Bez&#252;glich der Gl&#228;ser hat mir ein lieber Stammleser, der auch mal Optiker war, dankenswerterweise im Detail gemailt, welche &#8220;Ausstattung&#8221; der Gl&#228;ser f&#252;r meinen Bedarf ausreicht, damit ich nicht f&#252;r unn&#246;tigen Schnickschnack Unsummen zahle. </p>
<p>So bin ich damals zu einer preiswerten, gut aussehenden Brille gekommen, ohne dass mich das gef&#252;hlte Preisniveau des Ladens tangiert h&#228;tte. Der Service war klasse, niemand mokierte sich &#252;ber mein mitgebrachtes Gestell und meine genauen Vorgaben &#8211; super! Da wollte ich wieder hin&#8230; </p>
<p>Aber ich wollte auch nie und nimmer ein teures Brillengestell. Eher spende ich f&#252;r laufende Katastrophen oder bedenke die n&#228;chsten zehn Bettler mit f&#252;rstlichen Summen, als dass ich so ein Teil auf der Nase so wichtig n&#228;hme, um daf&#252;r hunderte Euro auszugeben.</p>
<h2>Weniger ist mehr</h2>
<p>Dass ich am PC immer schlechter lesen konnte, lie&#223; mich dann aber doch die Gunst der Stunde n&#252;tzen: Vor zwei Wochen hatte ich in der N&#228;he des teuren Optikers zu tun, eine Stunde Wartezeit war zu &#252;berbr&#252;cken. Ich &#252;berlegte nicht lange, sondern betrat den Laden, wo mich sogleich eine Mitarbeiterin nach meinen W&#252;nschen fragte. </p>
<p>&#8220;Haben Sie auch preiswerte Brillengestelle?&#8221; Es hatte mich doch etwas &#220;berwindung gekostet, das so schn&#246;rkellos zu fragen, doch zeigte sich mein Gegen&#252;ber in keiner Weise irritiert.<br />
&#8220;Aber selbstverst&#228;ndlich!&#8221; Ich wurde ganz nach hinten geleitet, wo die Mitarbeiterin aus einem Schrank ganz weit unten drei Gestelle zu Tage f&#246;rderte. Zeitlose Modelle zu 13, 15 und 19 Euro &#8211; ich fand die gar nicht so schlecht, merkte aber an, dass &#8220;preiswert&#8221; f&#252;r mich schon so bis 80 Euro gehe. Worauf sie drei weitere Brillengestelle hervor kramte &#8211; ein klein wenig modischere, wie mir schien (aber ich hab&#8217; nicht wirklich Ahnung!).</p>
<p><strong>Und JETZT kommts endlich: das GL&#220;CK aus der &#220;berschrift! </strong></p>
<p>Ich probierte binnen weniger Minuten vier der sechs Brillen an und konnte mich sofort f&#252;r drei Gestelle entscheiden. Ohne Z&#246;gern, ohne Zweifeln, ohne ewiges Hin- und Her&#8230; wow!!</p>
<p>Zusammen mit den Sehtests und der kurzen Verhandlung der &#8220;Ausstattung&#8221; dauerte das Ganze keine Stunde. Ich hatte drei Brillen mit Gestellen und Gl&#228;sern beauftragt und sogar Mengenrabatt gefordert und bekommen &#8211; Ende der Jahre langen Prokrastination in Sachen Brille.</p>
<p>Wie gl&#252;cklich k&#246;nnten wir doch sein, wenn es von der jeweils gesuchten Ware nicht hunderte Varianten, sondern nur ein paar wenige g&#228;be! Welcher Zeitgewinn, welche Befreiung von all den leidigen Recherchen&#8230;</p>
<p>Dass das keine Spinnerei ist, haben Forschungen best&#228;tigt, die &#8211; wenn ich mich recht erinnere &#8211; von Superm&#228;rkten in Auftrag gegeben wurden. Bis sieben verschiedene Marmeladen zur Wahl f&#252;hren zu MEHR K&#228;ufen als wenn dort MEHR Varianten stehen. Mehr M&#246;glichkeiten st&#252;rzen die Menschen in die Qual der Wahl und lassen manche gar nicht erst zugreifen. </p>
<p>Warum hab&#8217; ich das jetzt gebloggt?<br />
Vielleicht, um den Moment zu feiern, an dem WENIGER f&#252;hlbar MEHR war.<br />
Vielleicht auch einfach nur so. :-)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mir birst der Kopf&#8230;.</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 10:51:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;vor lauter Input! Na klar, ich bin selber schuld, wenn ich mich von Posting zu Posting, Artikel zu Artikel, Statusmeldung zu Statusmeldung klicke, dazwischen mal diverse Mail-Accounts checke und dann noch einen Blick riskiere, was in meinen sieben Blogs so kommentiert wurde. Bei Facebook war ich zwar schon seit zwei Wochen kaum mehr, schaue auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;vor lauter Input! Na klar, ich bin selber schuld, wenn ich mich von Posting zu Posting, Artikel zu Artikel, Statusmeldung zu Statusmeldung klicke, dazwischen mal diverse Mail-Accounts checke und dann noch einen Blick riskiere, was in meinen sieben Blogs so kommentiert wurde.  Bei Facebook war ich zwar schon seit zwei Wochen kaum mehr, schaue auch nur noch selten nach, was so getwittert wird, doch verschlingt statt dessen <a href="http://www.claudia-klinger.de/+">Google+</a> soviel Zeit, wie ich zuvor auf FB und Twitter zusammen noch nie verbracht habe.  </p>
<p><img src="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2011/07/teilen3.jpg" alt="" title="Social Media Overflow..." width="470" height="144" class="aligncenter size-full wp-image-720" /></p>
<p>Den RSS-Reader und die Google-News mag ich deshalb aber auch nicht ignorieren, ebenso wenig wie <a href="http://rivva.de/">Rivva</a>, die &#8220;Meme-Schleuder&#8221; der Blogosph&#228;re. Von all diesen Quellen aus lese ich nat&#252;rlich so manchen Beitrag im einen oder anderen Blog, verfolge Kommentargespr&#228;che und klicke zu weiteren, hier verlinkten Seiten. Einmal am Tag guck ich auch noch gerne TAGESSCHAU, zur Not aus der Mediathek. Damit ich auch wei&#223;, was das &#214;R-TV f&#252;r &#8220;wichtig f&#252;r die Massen&#8221; h&#228;lt &#8211; inhaltlich kenne ich das Gemeldete ja alles schon. <span id="more-718"></span></p>
<p><strong>Nein, dieser Zustand ist nicht ok!  Keinesfalls darf das so bleiben!!! </strong></p>
<p>Es ist auch nicht mein Normalzustand, eher bewege ich mich in einer Art Pendel- oder Wellenbewegung  &#8216;rein in den Informations- und Kommunikations-Tsunami, um schon bald im nicht-mehr-Leistbaren zu stranden. Erst ist alles paletti, ich f&#252;hle mich wohl &#8220;im Fluss&#8221;, dann beginnt mich die allzu gro&#223;e Auswahl zu frustrieren: bei anhaltendem Interesse f&#252;rs Einzelne macht mich die Vielfalt zunehmend fertig. Schlie&#223;lich hab&#8217; ich gef&#252;hlt nur noch Watte im Kopf und komme zu nichts mehr. Trotz des Wissens um andere Notwendigkeiten packe ich das Wegschauen einfach nicht. Zwar z&#228;hlt mir mein Freund dann oft netterweise auf, was ich ja doch noch erledigt bekommen habe &#8211; aber hey, das sind Tropfen auf einen Strand aus hei&#223;en Steinen! </p>
<p>Fast verzweifelt male ich riesige ToDo-Listen H&#196;NDISCH auf mein Flip-Chart und rette mich dann doch immer &#246;fter und l&#228;nger in den Garten. Dort bin ich komplett offline, lege mich auf den Liegestuhl und starre in den Himmel. Beobachte das beruhigend langsame nicht per Mausklick zu beschleunigende Ziehen der Wolken, konzentriere mich auf den physischen K&#246;rper und lasse die Gedanken str&#246;men, die zun&#228;chst wie verr&#252;ckt vorbei wirbeln. Fetzen von Erinnerungen, Vorhaben, Aufgaben, Ideen, Eindr&#252;cke, Botschaften, Profilgesichter, Namen, Ereignisse, Meldungen, Meinungen, Weltzust&#228;nde, und und und&#8230;.</p>
<p><img src="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2011/07/himmel.jpg" alt="" title="Himmel &#252;ber dem Garten" width="470" height="354" class="aligncenter size-full wp-image-719" /></p>
<p>&#8230;.bis langsam immer weniger nachkommt und das Gewahrsein des physichen K&#246;rpers das einzige ist, was bleibt.  Ein Str&#246;men im rechten Fu&#223; &#8211; UND SONST GAR NCHTS. Wieder einmal bin ich gerettet!</p>
<p>Zur&#252;ck am Monitor erledige ich dann schnell mal dies und jenes, was dringlich anliegt. Und dann, nach nicht allzu langer Zeit, g&#246;nn&#8217; ich mir eine &#8220;Pause&#8221;. Nur mal gucken, was grade so los ist&#8230; und der Mahlstrom hat mich wieder.</p>
<blockquote><p>“Lesen hei&#223;t, mit einem fremden Kopf statt dem eigenen denken. Nun ist aber dem eigenen Denken, aus welchem allemal ein zusammenh&#228;ngendes Ganzes, ein wenn auch nicht streng abgeschlossenes System sich zu entwickeln trachtet, nichts nachteiliger als ein verm&#246;ge best&#228;ndigen Lernens zu starker Zustrom von Gedanken.”<br />
Arthur Schopenhauer (1788-1860)</p></blockquote>
<p>via <a href="http://leanderwattig.de/index.php/2011/07/18/3-zitate-die-fur-blogger-relevante-punkte-beruhren/">Leanderwattig.de</a></p>
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		<title>Es reicht mir nicht, frei zu sein</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 07:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;ich will auch wissen, wie es dazu kommt! So endet mein aktuelles Fazit zum Thema &#8220;33 rauchfreie Tage&#8221;. Dass ich grade wenig &#252;ber die &#8220;Themen der Zeit&#8221; schreibe, hat durchaus mit meinem Rauchstopp zu tun, der einfach ALLE alten Routinen aufmischt. Ich m&#252;sste mich derzeit verdreifachen, um alles zu schaffen, was ich tun will, tun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ich will auch wissen, wie es dazu kommt!</p>
<p>So endet mein <a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2011/06/03/tag-33-selbstverantwortung-und-lenkung-der-aufmerksamkeit/">aktuelles Fazit zum Thema &#8220;33 rauchfreie Tage&#8221;</a>. </p>
<p>Dass ich grade wenig &#252;ber die &#8220;Themen der Zeit&#8221; schreibe, hat durchaus mit meinem Rauchstopp zu tun, der einfach ALLE alten Routinen aufmischt. Ich m&#252;sste mich derzeit verdreifachen, um alles zu schaffen, was ich tun will, tun sollte, tun k&#246;nnte &#8211; tats&#228;chlich schaffe ich es grade noch so, das zu tun, was ich tun muss. <span id="more-687"></span></p>
<p>&#220;ber die <a href="http://www.webwriting-magazin.de/was-so-los-ist-mit-diesem-blog-und-mit-mir/">Zukunft meiner sieben Blogs</a> denke ich derzeit auch nach, wenn ich nicht grade im Garten bin, wo in den letzten drei Wochen definitiv eine Menge zu tun war (aktuell: <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2011/06/02/terra-preta-experimente-am-e-werk/">Terra-Preta-Experimente</a>). Es ist auch nicht grade ein EINFACH zu bewirtschaftender Garten, jedenfalls dann, wenn man einen &#246;kologischen Anspruch hat und nicht zum Hau-Ruck-G&#228;rtner werden will (das sind jene, die einfach alles rausschaffen, was st&#246;rt, und kaufen und liefern lassen, was fehlt). </p>
<p>Zu meiner Freude hab&#8217; ich &#252;brigens einen neuen Mitblogger gewonnen: n&#228;mlich <a href="http://www.modersohn-magazin.de/thomas/">Thomas</a>, der in meinem <a href="http://www.modersohn-magazin.de/">Berlinblog</a> zum Thema <em>Energie und Energiewende</em> schreiben wird! Da sein erster, recht wichtiger Beitrag in der Pipeline auf Freigabe wartet (und noch vieles andere &#8216;ne veritable Warteschlage bildet!!), lasse ich es jetzt mit diesen paar Hinweisen auf mein derzeitiges Tun und Lassen gut sein.  Und mache mich an die Arbeit, die furchtbar laut nach mir ruft.</p>
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