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	<title>Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück &#187; allgemein</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 14:20:10 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>RTL-Unterhaltung: Messi-Leben aufr&#228;umen &#8211; Start in ein neues Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 11:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Sollen wir dein Leben aufr&#228;umen?&#8221; fragt die &#8220;Messi-Therapeutin&#8221; den 32-j&#228;hrigen Fr&#252;hrentner Markus, der mit seinem Vater in einem Chaos lebt, das jeder Beschreibung spottet. Nat&#252;rlich stimmt Markus zu, sonst w&#228;r&#8217; ja aus der neuen Folge von &#8220;Start in ein neues Leben&#8221; nichts geworden. Die Herkulesarbeit kann also beginnen: zuerst r&#252;ckt das Entm&#252;llungsteam an und befreit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Sollen wir dein Leben aufr&#228;umen?&#8221;</em> fragt die &#8220;Messi-Therapeutin&#8221; den 32-j&#228;hrigen Fr&#252;hrentner Markus, der mit seinem Vater in einem Chaos lebt, das jeder Beschreibung spottet. Nat&#252;rlich stimmt Markus zu, sonst w&#228;r&#8217; ja aus der <a href="http://www.rtl2.de/018457_0000.html">neuen Folge von &#8220;Start in ein neues Leben&#8221;</a> nichts geworden.  </p>
<p>Die Herkulesarbeit kann also beginnen:  zuerst r&#252;ckt das Entm&#252;llungsteam an und befreit das Haus von 45 Kubikmetern Dreck und M&#252;ll, die sich dort in einem Ausma&#223; angesammelt und aufget&#252;rmt haben, dass man sich als Zuschauer so richtig sch&#246;n gruseln kann. S&#228;mtliche total versifften M&#246;bel kommen gleich mit weg. Markus hatte in der letzten Zeit nur noch auf der Wohnzimmercouch geschlafen, da er wegen der M&#252;llberge sein Bett gar nicht mehr erreichen konnte. Es folgt die Ungezieferbek&#228;mpfung, denn &#252;berall haben sich Insekten breit gemacht. Danach das Putzen, wobei die Reinigungsdienstleisterinnen ausgiebig zu Wort kommen: so einen Dreck haben sie noch nie gesehen.<span id="more-795"></span></p>
<p>W&#228;hrend der Arbeiten erleidet der extrem &#252;bergewichtige Markus einen Kreislaufkollaps und kommt f&#252;r zwei Tage in ein Krankenhaus, wo man ihn &#8220;gleich mal richtig durchcheckt&#8221;. Denn nat&#252;rlich ist er mit seinen 220 Kilo Lebendgewicht Diabetiker, sein Blutzucker ist entgleist &#8211; eigentlich ein Wunder, dass er &#252;berhaupt noch lebt! </p>
<h2>Start in ein neues Leben</h2>
<p>Jetzt aber wird &#8211; dank RTL! &#8211; alles anders: die Wohnung wird renoviert, mit schicken neuen M&#246;beln ausgestattet. Markus wird ordentlich medikamentiert und bekommt einen Ern&#228;hrungs- und Fitness-Coach. Denn sein Messi-Leben wird nicht etwa nur mal oberfl&#228;chlich durchgeputzt, damit man als Zuschauer eine Gaudi hat, oh nein! Auch ans Danach denkt der Sender: die Messi-Therapeutin Sabina Hankel-Hirtz wandert durchs Dorf und befragt die Anwohner &#252;ber Markus, um sich ein Bild von dessen Leben abseits der M&#252;llberge zu machen. Und oh Wunder: eigentlich m&#246;gen ihn viele, er gilt als hilfsbereit, brachte sich fr&#252;her in einem Verein ein, und hat sogar eine &#8220;beste Freundin&#8221;. Nur hat er sich eben zur&#252;ck gezogen, niemanden mehr ins Haus gelassen, und wer doch mal rein kam, fl&#252;chtete mit Grausen. Jetzt aber sind alle froh &#252;ber den von RTL erm&#246;glichten &#8220;Start in ein neues Leben&#8221; und versprechen, sich k&#252;nftig wieder um Markus zu k&#252;mmern. </p>
<p>Dann der gro&#223;e Moment, minuti&#246;s zelebriert: Markus und sein Vater betreten das frisch renovierte und neu ausgestattete Haus. WOW! Alles strahlt in sauberer Klarheit und sieht angenehm heimelig aus. Sogar ein paar antike, aber ebenfalls verdreckte M&#246;bel aus der Scheune hat das &#8220;Messi-Team&#8221; restauriert. Dem alten Herrn treten Tr&#228;nen der Freude in die Augen und Markus l&#228;sst noch einige &#8220;Wows&#8221; folgen. Vor dem Haus versammeln sich derweil die D&#246;rfler, um die Wiederauferstehung des Markus aus dem M&#252;ll zu feiern.  Als er mitsamt Vater und Therapeutin aus der T&#252;r tritt, ist der Jubel gro&#223;: wieder eingebunden in die soziale Gemeinschaft des Dorfes, dessen Bewohner nun darauf achten werden, dass alles sauber bleibt, kann Markus einer lebenswerten Zukunft entgegen sehen. Sogar eine Putzhilfe f&#252;r sechs Wochen spendet ihm der Sender noch, damit er lernen kann, wie man M&#252;llberge vermeidet. Es ist einfach an alles gedacht! </p>
<h2>Rettung gegen volle Transparenz</h2>
<p>Beim Zappen durch die Kan&#228;le bin ich gestern an dieser Sendung h&#228;ngen geblieben. Anstatt in gewohnter kritischer Emp&#246;rung &#252;ber soviel inszenierten Voyeurismus gleich wegzuschalten, hab&#8217; ich mich drauf eingelassen. Mich ber&#252;hren und mitnehmen lassen in die Gef&#252;hle, die diese Reality-Doku ausl&#246;st. Wohliges Entsetzen &#252;ber die grusligen Lebensumst&#228;nde, Spannung w&#228;hrend der &#8220;Transformationsarbeiten&#8221;, Freude &#252;ber den Erfolg, die Befreiung, die Rettung: siehe, alles wird gut!</p>
<p>Das Gesch&#228;ft, dass da l&#228;uft, ist recht klar: &#8220;Rettung&#8221; mit hohem Aufwand gegen die Bereitschaft des Messis, sich umf&#228;nglich zu zeigen. Und zwar mit allen degoutanten Details, mit Bergen aus Essensresten, Kakerlaken-Nestern und herum liegenden Exkrementen. Mit der eigenen Krankheit und ihrer Geschichte, sowie mit den Defiziten und Problemen noch vorhandener Beziehungen, die die Sendung mittels &#8220;therapeutischer Gespr&#228;che&#8221; aktualisiert &#8211; etwa indem sich Markus bei seinem hilflosen Vater explizit entschuldigen muss, dass er ihn hat so im Dreck versacken lassen.  Brisante emotionale Momente werden mittels audiovisueller Tricks besonders hervor gehoben, wie man es aus Casting-Shows kennt. Und wo sich von alleine nichts Zeigenswertes tut, hilft die Messi-Therapeutin nach. Schlie&#223;lich sollen die Zuschauer richtig mitf&#252;hlen k&#246;nnen und nicht einfach nur informiert werden!</p>
<h2>Abgr&#252;ndige Ausbeutung oder Win-Win-Situation?</h2>
<p>Ganz ehrlich:  die wohlfeile Verurteilung dieser Sendung als blo&#223; b&#246;se Ausbeutung der Betroffenen zu Gunsten gelangweilter, nach neuen Aufregern gierender Zuschauer f&#228;llt mir nach dem Zusehen nicht mehr so leicht. Und zwar nicht deshalb, weil ich mich nun grade selber vom Messi-Drama mitnehmen lie&#223;, sondern mit Blick auf den Erfolg: auf den immensen Aufwand, den kein Sozialarbeiter-Einsatz unserer Beh&#246;rdenwelt jemals zustande br&#228;chte. Den auch in aller Regel kein Freundeskreis leisten kann, sofern es im Leben eines Messis solche noch gibt. Die Einbindung (und auch Verpflichtung!) der D&#246;rfler,  die Hilfen f&#252;r die Zukunft (Coach, Putzhilfe) &#8211; alles in allem erm&#246;glicht das doch tats&#228;chlich diesem Markus einen echten &#8220;Start in ein neues Leben&#8221;. Einen Ruf hatte er sowieso nicht mehr zu verlieren, wie er da so isoliert in seinen M&#252;llbergen mehr vegetierte als lebte &#8211; ist der Preis des &#8220;Outings&#8221; da wirklich zu hoch?</p>
<h2>Zwei Millionen Messis &#8211; wen k&#252;mmerts?</h2>
<p>Jede Woche &#8220;rettet&#8221; RTL2 also einen solchen Messi. Mich w&#252;rde interessieren, was eine Nachschau nach einem Jahr erg&#228;be. Konnten die Betroffenen die Chance nutzen und das &#8220;neue Leben&#8221; halten? </p>
<p>Und ich denke auch an all die anderen Messis, die &#8220;nicht genommen wurden&#8221;, weil sie vermutlich gar nicht mehr zu einer solchen Kooperation f&#228;hig w&#228;ren. Und jene, die erst gar nicht entdeckt werden, weil niemand mehr ein Interesse an ihnen hat. Zwei Millionen Menschen sollen laut RTL vom Messi-Syndrom betroffen sein. Ich vermute mal, dass nicht alle in so extremen Verh&#228;ltnissen leben wie Markus, doch frag&#8217; ich mich: was geht da eigentlich vor? Wie kommt es, dass so viele Menschen die einfachste Lebensgestaltung nicht mehr schaffen? Woran liegt es, dass Menschen so abstumpfen, dass sie im eigenen M&#252;ll versinken? </p>
<p>Ist es der Preis unserer individuellen Freiheit? Die es jedem &#252;berl&#228;sst, sich selbst zu zerst&#246;ren, Hauptsache, das Elend bleibt in den eigenen vier W&#228;nden? Gibt es das Ph&#228;nomen auch in anderen L&#228;ndern, anderen Kontinenten? Gibt es Hilfen abseits der TV-Spektakel &#8211; und wenn ja, welche?</p>
<p>So abgr&#252;ndig diese Serie auch ist: sie hat mich zum Nachdenken angeregt. Allerdings hilft das keinem einzigen Messi weiter &#8211; im Unterschied zur Sendung, die von vielen mit einigem Recht als unterirdischer Trash abgehakt wird. Ist doch irgendwie unbefriedigend, oder?</p>
<p>***<br />
<em><br />
Und hier kann man sich <a href="http://rtl2now.rtl2.de/das-messie-team/markus-ist-ueberfordert.php?film_id=56608&#038;player=1">das Ganze anschauen</a> &#8211; h&#228;tt ich zu Beginn der Sendung rein gezappt, h&#228;tt&#8217; ich nicht weiter geguckt&#8230;</em></p>
<p>Es gibt auch ein <a href="http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/54-heft-042011/720-das-messie-team-start-in-ein-neues-leben.html">Interview mit der Messi-Therapeutin Sabina Hankel-Hirtz</a>. </p>
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		<title>Das Netz zieht sich zusammen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 10:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich komme mir gerade vor wie in einem Bummelzug, der pl&#246;tzlich auf ICE-Geschwindigkeit beschleunigt. Google schaltet alle Dienste und Daten zusammen, FB begl&#252;ckt seine User zwangsweise mit der umstrittenen Timeline, Medien und Blogs nutzen verst&#228;rkt &#8220;sammelnde&#8221; Kommentar-Systeme &#8211; das Netz zieht sich zusammen. Dabei geh&#246;re ich immer schon zu jenen, die &#8220;bewusst&#8221; im Netz publizieren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich komme mir gerade vor wie in einem Bummelzug, der pl&#246;tzlich auf ICE-Geschwindigkeit beschleunigt. <a href="http://www.tagseoblog.de/neue-datenschutzbestimmungen-google-vereint-samtliche-produkte">Google schaltet alle Dienste und Daten zusammen</a>, FB begl&#252;ckt seine User zwangsweise mit <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/facebook-timeline-zwang-fuer-alle/6106734.html">der umstrittenen Timeline</a>, Medien und Blogs nutzen verst&#228;rkt &#8220;sammelnde&#8221; Kommentar-Systeme &#8211; das Netz zieht sich zusammen.</p>
<p>Dabei geh&#246;re ich immer schon zu jenen, die &#8220;bewusst&#8221; im Netz publizieren, egal wo. Ich folgte dem Rat der &#8220;Ahnen&#8221; ab 1996, die allen Newcomern in die Nettiquetten schrieben: &#8220;Egal, was Ihr dem Netz anvertraut, rechnet damit, dass es irgendwann irgendwo in einem anderen Zusammenhang auftauchen kann!&#8221;<span id="more-791"></span></p>
<p>Doch obwohl das so ist, GRUSELT mich die &#8220;totale Zusammenschaltung&#8221; von Google. Dass man jetzt &#8211; sehr eingeschr&#228;nkt &#8211; <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-01/google-plus-erlaubt-pseudonyme">Pseudonyme und Spitznamen &#8220;beantragen&#8221;</a> kann, macht nichts besser. Im Gegenteil, es wird dadurch sehr offensichtlich, dass Google darauf besteht, SELBST den Klarnamen/Normalnamen/Realnamen zu kennen.</p>
<p>Zum Gl&#252;ck lebe ich nicht von Adsense-Einnahmen (=die Google-Anzeigen) und hab&#8217; mich arbeitstechnisch nicht von den Google-Produkten abh&#228;ngig gemacht. Denn wenn das alles mal zusammen geschaltet ist, wird ein &#8220;Versto&#223; gegen die Richtlinien&#8221; (auf nur EINEM der Dienste) schnell zum Existenz-bedrohenden, evtl. vernichtenden Ereignis.</p>
<p>Froh bin ich auch &#252;ber meine seit Jahren etablierten Blogs auf selbst gemietetem Serverspace bei einem kleinen, mir seit 1999 <a href="http://www.is-fun.net">vertrauten Provider</a>. Das gibt mir ein gewisses Gef&#252;hl der Unabh&#228;ngigkeit:<br />
sollte ich hier mal verschwinden, wissen viele immerhin, wo sie mich finden &#8211; zur Not auch &#252;ber meine uralte &#8220;Homepage&#8221; <a href="http://www.claudia-klinger.de">www.claudia-Klinger.de</a><!--more-->, die (aus sentimentalen Gr&#252;nden) optisch noch den Charme der 90ger verspr&#252;ht&#8230;</p>
<p><em>Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,<br />
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden</em></p>
<p>Warum kommt mir nur gerade dieser Spruch in den Sinn? Dabei bin ich nicht mal Tolkien-Fan&#8230;</p>
<p>***</p>
<p>Mehr dazu:</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,811221,00.html"><br />
Google will alles &#252;ber dich wissen</a> &#8211; SPIEGEL online, sehr informativ!;</p>
<p><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2012/01/25/googles-neue-datenschutzerklarung-ist-bose-richtig-richtig-richtig-bose/">Googles neue Datenschutzerkl&#228;rung ist b&#246;se. Richtig, richtig, richtig b&#246;se</a> &#8211; Basic Thinking;</p>
<p><a href="http://t3n.de/news/neue-nutzungsbedingungen-google-361663/">Neue Nutzungsbedingungen: Google sammelt deine Daten bald zentral &#8211; t3n  </a>;<br />
<a href="http://www.googlewatchblog.de/2012/01/google-nutzungsbedingungen-2012/">Google aktualisiert Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen</a> &#8211; GoogleWatchBlog; </p>
<p><a href="http://www.artundweise.de/Blog/alle-google-produkte-vereint/">Alle Google-Produkte vereint</a> &#8211; artundweise.de;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lasst Euch ber&#252;hren &#8211; Video-Tipp zum weitergeben</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2012/01/20/lasst-euch-beruehren-video-tipp-zum-weitergeben/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 20:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[30 Minuten quer durchs Thema &#8220;Fleisch&#8221;, sehr sachlich, kein &#8220;veganer Zorn-Film&#8221;! Gut zum weitergeben. Es wird alles gezeigt, beginnend mit gradezu voyeuristisch geil in Szene gesetzter Edel-Steaks. Auf Horrorbilder von (gar nicht so) besonderen Grausamkeiten wird dagegen angenehmerweise weitgehend verzichtet. Braucht der Film auch nicht, es reicht, was man sieht. FAZIT am Ende: nein, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>30 Minuten quer durchs Thema &#8220;Fleisch&#8221;, sehr sachlich, kein &#8220;veganer Zorn-Film&#8221;! Gut zum weitergeben.</p>
<p>Es wird alles gezeigt, beginnend mit gradezu voyeuristisch geil in Szene gesetzter Edel-Steaks. Auf Horrorbilder von (gar nicht so) besonderen Grausamkeiten wird dagegen angenehmerweise weitgehend verzichtet. Braucht der Film auch nicht, es reicht, was man sieht.</p>
<p>FAZIT am Ende: <strong>nein, es m&#252;ssen nicht alle Veggies werden, aber den Ausstieg aus der Massentierhaltung sollten/k&#246;nnten wir angehen.</strong> Und Fleisch dann eben nur noch &#8211; teuer! &#8211; zu besonderen Anl&#228;ssen (wenns denn sein muss..).</p>
<p><iframe width="460" height="342" src="http://www.youtube.com/embed/iQEXqfsy8b8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>***</p>
<p><a href="http://www.unverbissen-vegetarisch.de/2012/01/unverbissen-vegan/">Wie es mir in Sachen Tierprodukte grade geht</a>, hab&#8217; ich auf Unverbissen-vegetarisch.de verbloggt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Internet lokal: Wenn der Nachbar dich googelt</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 12:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Sie sind ja im Internet ziemlich aktiv?&#8221; l&#228;chelt mein Mitmieter aus dem ersten Stock mich fragend an, als er sein Paket abholt. In &#8220;meinem&#8221; Mietshaus bin ich Anlaufstelle f&#252;r alle Paketdienste dieser Welt, denn ich arbeite zuhause und bin fast immer erreichbar. Es ist das erste Mal, dass mich jemand aus dem Haus auf meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Sie sind ja im Internet ziemlich aktiv?&#8221;</em> l&#228;chelt mein Mitmieter aus dem ersten Stock mich fragend an, als er sein Paket abholt. In &#8220;meinem&#8221; Mietshaus bin ich Anlaufstelle f&#252;r alle Paketdienste dieser Welt, denn ich arbeite zuhause und bin fast immer erreichbar. </p>
<p>Es ist das erste Mal, dass mich jemand aus dem Haus auf meine Web-Aktivit&#228;ten anspricht. Auf der Suche nach &#8220;Urban Gardening&#8221; fand der Nachbar mein <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de">Gartenblog</a> und st&#246;berte wohl weiter.  <em>&#8220;Sogar Urgestein!&#8221;</em>, meinte er noch &#8211; und ich forderte ihn auf, mir doch mal eine Mail zu schicken. Falls mal was in Sachen Haus zu besprechen ist&#8230;</p>
<p>W&#228;hrend der kommerzielle StartUp-Sektor sich in den letzten zwei Jahren massiv bem&#252;ht, der Welt mit allerlei n&#252;tzlichen (?) Anwendungen das lokale Web zu erschlie&#223;en, schreitet die real nutzbare Vernetzung von immer mehr Individuen ganz von selber voran. Je mehr Menschen auf irgend eine Art mit ihrem realen Namen im Netz vertreten sind, desto wahrscheinlicher wird auch der Kurzschluss zwischen virtuellem und physischem Raum &#8211; etwas, auf das wir psychisch noch nicht wirklich vorbereitet sind.<span id="more-787"></span></p>
<p>Als ich mit einem Freund dar&#252;ber sprach, der ebenfalls gerne Pakete f&#252;r Andere annimmt, berichtete er, dass er die Adressaten schon mal googelt und per Mail auffordert, das P&#228;ckchen abzuholen, wenn sie zu lange auf sich warten lassen. Auch ich hab&#8217; das schon versucht und fand so beil&#228;ufig heraus, was die Gewerbetreibenden im Erdgeschoss so machen. Und sicher werd&#8217; ich bald mal schauen, wer &#8220;Jan&#8221; aus dem ersten Stock ist &#8211; netzm&#228;&#223;ig betrachtet. </p>
<h2>Virtueller Raum und &#8220;reales Leben&#8221; werden eins</h2>
<p>Was f&#252;r ein Konfliktpotenzial da lauert, sei hier mal mittels einiger Punkte skizziert, die mir jemand (anonym!) als Begr&#252;ndung f&#252;rs &#8220;anonyme Bloggen&#8221; <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/03/10/warum-anonym-bloggen/#comment-2808">ins Gartenblog schrieb</a>: </p>
<ul>
<li>Es gibt immer wieder Menschen, die auch mit den harmlosesten Meinungen zu einem Thema nicht einverstanden sind. Ich m&#246;chte z.B. nicht im Supermarkt oder Hausflur von meinen Nachbarn auf meine Meinung zum Thema XY angesprochen werden!</li>
<li>Man bloggt vielleicht auch mal &#252;ber sensible,umstrittene Themen (nicht: intime…).<br />
Dann darf man sich bspw. beim n&#228;chsten Firmengrillabend rechtfertigen, warum man als Vegetarier gegen Fleischessen ist bzw. wie um Gottes Willen einem dabei schlecht werden kann. Das kann das Verh&#228;ltnis zum Chef schon belasten.</li>
<li>Man schreibt vielleicht etwas, dass sich in einem Jahr als politisch inkorrekte Meinung oder als &#252;berholt (Fachwissen) herausstellt und muss sich dann noch lange danach daf&#252;r rechtfertigen,auch, wenn man inzwischen selbst eine andere Meinung hat.</li>
<li>Vielleicht hat man ein Hobby, &#252;ber das man im RL mit wenigen Menschen reden kann und bloggt deshalb dar&#252;ber. Das Hobby passt aber nicht so richtig zum Beruf und dem eigenen “Image” (Beispiel: Besitzer eines Bikeshops und als “harter Kerl” bekannt, kocht gern Marmelade und Chutneys ein und m&#246;chte Rezepte austauschen – das finden die Menschen in seiner Umgebung und potentielle Kunden aber eher l&#228;cherlich!).</li>
</ul>
<h2>Bye bye Anonymit&#228;t, hallo Transparenz!</h2>
<p>In Berlin passiert es immer wieder, dass ein Verstorbener erst Wochen sp&#228;ter in seiner Wohnung gefunden wird. Dann sind alle emp&#246;rt &#252;ber eine solche Vereinsamung, &#252;ber die fehlenden Kontakte innerhalb des Hauses, &#252;ber die st&#228;dtische Anonymit&#228;t insgesamt. Aber: gerade diese Anonymit&#228;t ist es, die viele vom Land weg und in die Stadt treibt. Hier herrscht eben (bisher) keine st&#228;ndige soziale Kontrolle, sondern &#8220;leben und leben lassen&#8221;. Ignoranz ist auch gn&#228;dig und entlastet von den Forderungen &#8220;normalen Miteinanders&#8221;, die gegen&#252;ber so vielen gar nicht zu erf&#252;llen w&#228;ren, beim besten Willen nicht! Man begegnet t&#228;glich vielen Menschen, die man nicht kennt und die einen in der Regel auch nicht k&#252;mmern. Im Haus reicht ein Nicken, wenn man sich begegnet &#8211; mehr wird nur selten gewollt.</p>
<p>All das wird sich vermutlich &#228;ndern. Auch wer &#8220;anonym bloggt&#8221;, ist oft genug &#252;ber andere Kan&#228;le findbar oder beteiligt sich an sozialen Netzen, die mehr denn je den Klarnamen als Identit&#228;t nahe legen oder gar fordern. Und viele WOLLEN sich auch gar nicht verbergen, sondern ganz im Gegenteil mir ihrer ganzen Person Authentizit&#228;t leben: <em>so bin ich, so denke ich, das mache ich &#8211; wer sich daran st&#246;rt, darf einen Kommentar hinterlassen!</em></p>
<p>Was aber, wenn der Kommentar pl&#246;tzlich im eigenen Treppenhaus kommt?</p>
<h2>Eine neue Netikette f&#252;r Reality 2.0?</h2>
<p>In nicht allzu ferner Zukunft wird immer sp&#252;rbarer werden, wie die stadttypische Anonymit&#228;t wegbr&#246;ckelt. Jeder googelt jeden, der &#8211; warum auch immer &#8211; gerade Aufmerksamkeit auf sich zieht. Man wird oft nicht mehr wissen, was man sich beim Kennenlernen erz&#228;hlen soll, weil das Gegen&#252;ber ja schon einiges wei&#223; &#8211; aber was? Menschen, die fr&#252;her gerne ganztags aus dem Fenster schauten, um zu beobachten, was die Nachbarn und Passanten machen, werden das netzgest&#252;tzte Stalken f&#252;r sich entdecken. Und im Hausflur begegnet man vielleicht dem Nachbarn, der neuerdings <a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2011/11/17/postprivacy-ueber-krankheiten-schreiben/">&#252;ber seinen Krebs bloggt</a> &#8211; soll / darf / kann man ihn drauf ansprechen? W&#228;r das ein &#220;bergriff oder genau richtig?</p>
<p>Wir werden neue Regeln brauchen f&#252;r den sich abzeichnenden Zusammenfall der bisher zumindest gef&#252;hlt h&#252;bsch abgegrenzten Sph&#228;ren &#8220;Internet&#8221; und &#8220;reales Leben&#8221;. Wir sind das Netz &#8211; aber wie wird es sein, wenn dessen Transparenz unseren Alltag umgreift?</p>
<p>***<br />
Zu den sch&#246;nen und n&#252;tzlichen Seiten dieser Entwicklung siehe auch:<br />
<a href="http://www.webwriting-magazin.de/stell-dir-vor-es-gaebe-ein-lokales-soziales-netz/"><br />
Stell dir vor, es g&#228;be ein soziales lokales Netz&#8230;</a></p>
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		<title>Kampf der Plastikt&#252;te &#8211; Tipps f&#252;r Alternativen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 09:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft - Gesellschaft - Politik]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Allein im Mittelmeer treiben rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen, schrieb der SPIEGEL im Mai 2011. Jeder EU-B&#252;rger &#8220;verbraucht&#8221; im Schnitt 500 St&#252;ck pro Jahr, die der Welt bis zu 1000 Jahren erhalten bleiben. 100 Milliarden Plastikt&#252;ten j&#228;hrlich sind es in den USA, deren Herstellung wiederum 12 Million Barrel &#214;l verbraucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allein im Mittelmeer treiben rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,763465,00.html">schrieb der SPIEGEL</a> im Mai 2011. Jeder EU-B&#252;rger &#8220;verbraucht&#8221; im Schnitt 500 St&#252;ck pro Jahr, die der Welt bis zu 1000 Jahren erhalten bleiben.  100 Milliarden Plastikt&#252;ten j&#228;hrlich sind es in den USA, deren Herstellung wiederum 12 Million Barrel &#214;l  verbraucht &#8211; und das in Zeiten von <a href="http://www.peak-oil.com/">&#8220;Peak Oil&#8221;</a>. Meeresschildkr&#246;ten und andere Meereslebewesen verwechseln die T&#252;ten bzw. deren Restpartikel mit Nahrung und sterben daran. Werden die Plastikt&#252;ten verbrannt,  setzen sie giftige Substanzen wie Formaldehyd und Phenole frei. </p>
<p>Die Aufz&#228;hlung der Umweltsch&#228;den durch Plastikt&#252;ten lie&#223;e sich fortsetzen, doch hier soll es um Alternativen gehen, die im Alltag wirklich machbar sind. Zum Beispiel sagt sich leicht: Nimm doch einen Einkaufskorb! Aber wer will schon dauernd einen Korb mitschleppen? Viele Eink&#228;ufe geschehen spontan, auf dem Nachhauseweg von irgendwo &#8211; und zack, hat man wieder zwei T&#252;ten im Gep&#228;ck! <span id="more-785"></span></p>
<h2>Alternativen zum M&#252;llbeutel</h2>
<p>Neben der Nutzung als Transportmittel f&#252;r Eink&#228;ufe nutzte ich viele Jahr die anfallenden T&#252;ten als M&#252;llt&#252;ten. Zeitweise hab&#8217; ich es mit einem traditionellen M&#252;lleimer versucht, doch br&#228;uchte ich davon mehrere (f&#252;r Restm&#252;ll und &#8220;Leichtverpackungen&#8221;), die nicht in meine K&#252;che passen. Zudem versiffen die Eimer schnell und ich m&#252;sste dauernd M&#252;lleimer putzen &#8211; und dazu bin ich zu bequem, bzw. mag mich mit den stinkenden Beh&#228;ltnissen nicht befassen. </p>
<p>Was also? Wo die Gefahr ist, w&#228;chst das Rettende auch: durch die zunehmenden Eink&#228;ufe per Internet fallen immer mehr kleine, mittlere und gro&#223;e Kartons an, die bei uns regelm&#228;&#223;ig die Papiertonne &#252;berfordern. Zeitweise hab&#8217; ich die im Keller gesammelt, einige auch in der Wohnung gestapelt &#8211; f&#252;r den Fall, dass ich selber mal was versenden m&#246;chte. Das aber kommt nur selten vor, also bin ich jetzt darauf gekommen, kleine und mittlere Kartons f&#252;r den Restm&#252;ll zu verwenden. Zuunterst kommt eine Schicht Wochenbl&#228;tter (kostenlos, aus dem Briefkasten) rein, damit der Karton nicht gleich durchfeuchtet. Das klappt sehr gut, sofern man keine zu gro&#223;en Kartons nimmt. Sollten mir die Pappen ausgehen, kann ich mich locker im meist &#252;berquellenden Papp-M&#252;lleimer bedienen. Meine Mitmieter sind da diszipliniert, die Tonne ist nicht mit anderem M&#252;ll verdreckt, es gibt jederzeit saubere Kartons, denn nicht jeder zerreisst die Kartons auch gleich. </p>
<p>Papierbeutel sind eine weitere Alternative. Die gibts im Bioladen und manchen Superm&#228;rkten, zudem kann man sie sich in verschiedenen Gr&#246;&#223;en bestellen, auch in einer Variante f&#252;r Bio-M&#252;ll. F&#252;r Rest- und Bio-M&#252;ll nehme ich auch bei den S&#228;cken eher kleine Gr&#246;&#223;en, da ist die Gefahr geringer, dass etwas durchweicht. Da ich jeden Tag mal das Haus verlasse, muss ich M&#252;ll ja nicht ewig ansammeln. </p>
<h2>Alternativen zur Plastikt&#252;te beim Einkauf</h2>
<p>Statt einer &#8220;damenhaften&#8221; Handtasche trage ich einen Rucksack mit mir &#8216;rum. Und zwar immer, egal, wo ich hingehe. Damit stehe ich nicht alleine, der Rucksack ist l&#228;nger schon &#252;blich, es gibt ihn in vielen, durchaus auch attraktiven Formen und Farben. Steckt man noch einen Stoffbeutel in die Seitentasche, sind auch umfangreichere Spontan-Eink&#228;ufe kein Problem. </p>
<h2>Leider nur in Biol&#228;den: Lebensmittel-T&#252;ten aus Papier</h2>
<p>Fast &#252;berall  in den Gem&#252;se-Abteilungen der Superm&#228;rkte und kleinen L&#228;den finden sich die d&#252;nnen Plastikt&#252;tchen f&#252;r die Verpackung loser Fr&#252;chte oder Br&#246;tchen. Leider sind sie noch ziemlich alternativlos, nur Biol&#228;den stellen hierf&#252;r Papiert&#252;ten zur Verf&#252;gung. Auch f&#252;r frisch aufgebackene Br&#246;tchen sind die T&#252;ten im Einsatz, es gibt aber einige Superm&#228;rkte, die Papiert&#252;ten mit &#8220;Plastikfenster&#8221; aush&#228;ngen &#8211; immerhin ein kleineres &#220;bel. Hier wird sich vermutlich erst etwas &#228;ndern, wenn der Gesetzgeber auch hierzulande die Verwendung von Plastikt&#252;ten beschr&#228;nkt oder teuer macht. Und das ist seit letztem Jahr <a href="http://www.greenpeace.de/themen/oel/nachrichten/artikel/eu_erwaegt_plastiktueten_verbot/">auf Betreiben der EU</a> ja im Gange. </p>
<p>Da wir alle unterschiedlich viel M&#252;ll produzieren und auch die Einkaufsgewohnheiten nicht gleich sind, wird auch das &#8220;Plastikt&#252;ten vermeiden&#8221; bei jedem etwas anders aussehen. Mit diesem Beitrag will ich dazu anregen, mal wieder dr&#252;ber nachzudenken, ob nicht doch mehr geht als bisher. :-)</p>
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		<title>&#220;ber 2012, Pyramiden, Prophezeiungen &#8211; und Plastikt&#252;ten</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbsterkenntnis, Lebenskunst, Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum hegen so viele spirituelle Menschen diese seltsame Affinit&#228;t zur Mystifizierung von Artefakten lang vergangener Kulturen? Mayakalender, Pyramiden, Palmblattbibliotheken &#8211; wie kommt man nur allen Ernstes auf die Idee, all das h&#228;tte irgend etwas mit dem „Kosmos“ oder gar unserem heutigen Leben zu tun? Ebenso werden materielle Ph&#228;nomene wie Sonnenflecken, Polspr&#252;nge, &#8220;in Reihe stehende Planeten&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum hegen so viele spirituelle Menschen diese seltsame Affinit&#228;t zur Mystifizierung von Artefakten lang vergangener Kulturen? Mayakalender, Pyramiden, Palmblattbibliotheken &#8211; wie kommt man nur allen Ernstes auf die Idee, all das h&#228;tte irgend etwas mit dem „Kosmos“ oder gar unserem heutigen Leben zu tun?</p>
<p>Ebenso werden materielle Ph&#228;nomene wie Sonnenflecken, Polspr&#252;nge, &#8220;in Reihe stehende Planeten&#8221; etc. immer wieder als „Beweise“ heran gezogen, dass irgendwelche gro&#223;formatigen, grundst&#252;rzenden &#196;nderungen geschehen werden. Warum?<span id="more-781"></span></p>
<h2>Wir selbst ver&#228;ndern die Welt</h2>
<p>&#196;nderungen, auch gro&#223;formatige, WERDEN geschehen und finden bereits statt. Aber aus handfesten irdischen Gr&#252;nden: Peek Oil, Schuldenkrise, Bev&#246;lkerungswachstum ohne mitwachsende Verteilungsgerechtigkeit, Klimawandel, Ressourcenknappheit – und es steht zu bef&#252;rchten, dass der „Bewusstseinssprung“, der damit einher geht, nicht unbedingt in eine positive Richtung f&#252;hrt, sondern in ein verst&#228;rktes Rennen &#038; K&#228;mpfen um die letzten Ressourcen.</p>
<p>Mir scheint, der Glaube an allerlei Prophezeiungen und an die Bedeutung von Mayakalendern u.&#228;. ist nichts als der hilflose Versuch, sich an eine postulierte „pr&#228;-stabile Harmonie“ zu klammern: die „Wende zum Guten“ (oder auch das j&#252;ngste Gericht mit Rettung der Auserw&#228;hlten) wird als nicht-menschengemacht vorgestellt – was von pers&#246;nlicher Verantwortung ein St&#252;ck weit entlastet.</p>
<h2>Schadet der Verstand?</h2>
<p>Gern wird auch &#8220;das Denken&#8221; als Wurzel allen &#220;bels gesehen. Der Verstand sei schuld daran, dass wir das Herz vergessen und nicht liebevoll, sondern egoistisch handeln. Dabei ist es doch ausschlie&#223;lich der Verstand, der uns erkennen l&#228;sst, was menschliche Handlungen wie etwa massive Ressourcenverschwendung und Verm&#252;llung des Planeten anrichten &#8211; &#252;ber den eigenen Tellerrand hinaus. (Auf meinen Reisen durch Kambodscha konnte ich besichtigen, wie &#8220;gedankenlos&#8221; man dort mit dem Zivilisationsm&#252;ll umgeht: gekehrt wird grade mal vor der eigenen T&#252;r, direkt daneben h&#228;uft sich der Plastikabfall.) </p>
<p><img src="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2012/01/hotel_in_kambodscha.jpg" alt="" title="M&#252;ll neben Hotel in Kambodscha" width="480" height="178" class="aligncenter size-full wp-image-782" /></p>
<p><a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/meditation.html">Meditation</a> ist sehr hilfreich, ja. Zur Sammlung, Besinnung, zur inneren Verarbeitung der allzu vielen „Inputs“ unserer Zeit. Aber sie ersetzt nicht Verhaltens&#228;nderungen und den politischen Kampf um all die vielen sehr konkreten Einfl&#252;sse, die wir als Staat, als Gemeinde, als individuelle Konsumenten und Produzenten aus&#252;ben. </p>
<p>2012 ist das Jahr, in dem ich pers&#246;nlich das Plastikt&#252;ten-Regime bek&#228;mpfe. Lange hatte ich geglaubt, die seien mittlerweile doch biologisch abbaubar. Falsch! Die Meere sind voller Plastikpartikel und <a href="http://www.geo.de/GEO/natur/68724.html">&#8220;abbaubar&#8221; ist ein sehr relativer Begriff</a>, wie ich erfahren habe. Also nur noch Stoffbeutel, Rucksack und als M&#252;llbeh&#228;lter Papiert&#252;ten und Pappkartons &#8211; besser man &#228;ndert sich sp&#228;t als nie. </p>
<p>***</p>
<p>Dieser Beitrag wurde inspiriert von ZenTaos Blogposting <a href="http://zentao.wordpress.com/2012/01/04/das-jahr-2012-hat-begonnen/">&#8220;Das Jahr 2012 hat begonnen….&#8221;</a>.</p>
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