2. September 2010
Es sind die einfachen Dinge, die richtig schwer fallen. Das vermeintlich allereinfachste, nämlich “gar nichts tun” muss ich mir regelrecht erobern, erkämpfen, zumindest ganz bewusst erlauben. Geeignete Gelegenheiten wahrnehmen und dann aufpassen, dass ich nicht allzu schnell wieder ‘raus falle…
Das Problem mit der Muße
Die viel gelobte, aber wenig praktizierte Muße als “Pause des Geistes” fällt [...]
26. August 2010
Ich kenne niemanden, der diesen Wunsch nicht teilt: nicht mehr selbst für sich sorgen können, auf Hilfe Anderer angewiesen sein, sich womöglich nicht mal mehr selber waschen und eigenständig aufs Klo gehen können: das erscheint als der größtmögliche Horror, an den die meisten lieber gar nicht erst denken wollen.
Dann lieber rechtzeitig abtreten. Auch das [...]
14. August 2010
Zwischen 15 und 25 fand um mich herum der große Umbruch statt. 1968 war ich 14 und mein Vater sorgte sich, weil ich “Gammler” (und bald darauf Hippies) spannend fand. Die saßen im Stadtpark, wo Rasen betreten eigentlich verboten war, spielten Gitarre, sahen wild aus und ließen den Joint kreisen. Wir Gymnasium-Girlies gesellten uns manchmal [...]
9. August 2010
Es ist ein Elend, dass es heute kaum mehr möglich ist, zu irgendwelchen Gebrauchsgegenständen eine persönliche Beziehung zu entwickeln, wie Thinkabout sie in “Meine angegossene Wohlfühlgarantie” bezüglich seiner Hausschuhe beschreibt:
“Vor dem Bett stehen meine Hauslatschen. Offene Sandalen, deren Riemen über den Rist längst undefinierbare Flecken tragen. Die Gummisohlen sind durchgetreten; sie stehen vorn und [...]
6. August 2010
Noch immer erscheinen auf Twitter 10 bis 20 Meldungen pro Minute, die das Thema “Blumenkübel” fantasievoll variieren. Angefangen hat es mit einer kleinen Meldung über ein wahrlich nicht weltbewegendes Ereignis in Neuenkirchen: Unbekannte hatten einen Blumenkübel vor dem örtlichen Altenheim zerstört, die Münstersche Zeitung hatte kurz berichtet.
Ein Blogger löste dann die Welle auf Twitter [...]
29. Juli 2010
Wie man liest, sind die sogenannten Lokalisierungsdienste (Gowalla, Foursquare) alles andere als ein Erfolg. Junge, meist männliche Technik-Freaks sind die spärlichen Nutzer, die es toll finden, beim Besuch von allerlei “Locations” (Restaurants, Clubs, Bahnhöfe, Bushaltestellen…) ihren Standort per Handy den Diensten und ihren “Freunden” kund zu tun. Laut den Webevangelisten haben in Deutschland grade mal [...]