Claudia am 12. Oktober 2015 — 9 Kommentare

Brief an HP: Warum noch Worte aneinander reihen?

Dass ich seit 17 Jahren blogge, bzw. seit 19 Jahren ins Netz schreibe, verdanke ich den „Briefen an meinen Yogalehrer“, die ich zwischen 1993 und 1997 schrieb. Er hat in den samstäglichen Yoga-Stunden (mit nur 4, max 5 Schülern!) nicht nur Übungen vermittelt, sondern immer auch Reden gehalten, während wir auf den Matten lagen und erstmal entspannten, den Alltag gehen ließen. Es waren wunderbare, spontane Reden über verschiedene Aspekte des Yoga und seine Sicht auf alles – auf Mensch und Welt und das Woher/Wohin/Wozu. Meine Briefe waren die Resonanz auf diese Reden, aber auch Berichte über mein Leben, mein aktuelles Befinden und Denken in den angesprochenen Kontexten.
Irgendwann merkte ich: Es braucht IHN nicht mehr als Adressaten – meine Briefe sind lange schon Texte, die gut für sich stehen können. Warum also nicht „für alle“ schreiben? Bzw. für alle und niemanden, für mich und Mitmensch. Die Texte liegen nun immer noch auf meiner Festplatte herum, als Beispiel veröffentliche ich mal einen, der bereits stark von meinem Internet-Erleben beeinflusst ist.

8/1997

Lieber Hans Peter,

warum noch Worte aneinander reihen? Es hat ja niemand ein Erkenntnisproblem! Und zur Poesie fehlt mir der Hang zur Kontemplation. Dieses Universum der Zeichen, das seit langem das Leben verzehrt und gleichzeitig das „Menschliche“ ausmacht, läßt keine Hoffnung auf irgend etwas. Es ist das Nichts aus der Unendlichen Geschichte und wir – auch Du und ich – arbeiten an seiner Ausbreitung mit – ohne das wissen wir nicht, was anfangen.

Wie wäre es doch schön, ein Gelehrter zu sein, der sich für das linke Hinterbein eines seltenen tropischen Käfers interessiert und dessen Erforschung sein Lebenswerk widmet. Aber leider gehört ein rettender Spleen zu den Geschenken der Götter, die nicht zu unserer Verfügung stehen.

Seit ca. zwei Jahren bin ich ein Mensch mit Herz – früher wußte ich nicht, daß es noch etwas gibt neben dem Intellekt. Heute stelle ich fest, daß das Herz ebenso endlich ist wie der Verstand.
In den Zeiten des Verstandes kam die Motivation aus dem Ehrgeiz, wichtig und brilliant sein zu wollen. In den Zeiten des Herzens kam das Engagement aus dem Gefühl, aus dem Mitgefühl. Immer wieder veranstalte ich etwas, um die Menschen einmal ihre Feindseligkeiten vergessen oder zumindest gemeinsam betrauern zu lassen. Arrangiere Technik und Spielregeln so, daß die Freude an der Kommunikation kurzzeitig dominiert. Aber ebenso, wie der Ehrgeiz immer nur kurze Momente befriedigt ist, und dann die Jagd erneut beginnt, genauso verschaffen meine liebevollen Aktivitäten nur kurze angenehme Momente – mir und anderen, immerhin. Sehr bald aber zeigt sich der Mensch regelmäßig wieder „in seiner Ganzheit“ – in seiner ganzen Schauderhaftigkeit.

Nein, ich bin nicht persönlich betroffen, niemand hat mir ein Leid getan – seit langem beherrsche ich die Kunst, mich nicht in Auseinandersetzungen zu verstricken oder verstricken zu lassen. Sobald die Schläge beginnen – egal ob gegen mich oder andere – ziehe ich mich zurück, nichts leichter als das. Weder schmollend noch innerlich wütend, auch nicht aus Feigheit vor irgendwelchen Feinden – einfach aus Einsicht in die Nutzlosigkeit. Wenn die Stimmung ins Feindselige kippt und die Leute beginnen, irgendwelche Klingen zu kreuzen, ist alles zu spät – in Bosnien genauso wie im Internet. Ich glaube nicht mehr an Siege und auch nicht an Kompromisse, nicht einmal an „das Richtige“ – und das ist besonders schlimm.

Nimm das angesprochene Beispiel: die Zeichenwelt. Offenbar haben Menschen mit der Entwicklung einer kritischen Masse an Großhirn, mit dem Blick in Vergangenheit und damit auch Zukunft, eine Innenwelt herangezogen, die zum Ausdruck drängt. Ein von der Innenwelt geborenes Symbol hat den Appeal des Numinosen – dabei ist es doch nur ein verwandelter Ausdruck eines Eindrucks eben derselben „Außen“-Welt. Hinzu kommt der kritische Blick: was einmal besser war, soll so bleiben oder noch besser werden. Also wird die Symbolwelt ausgebaut zur Gegenwelt, zum Jenseits, zu allerlei Paradies und Utopia.

Wer wollte das kritisieren? Ein Mensch kann das mit Recht nicht – denn das würde bedeuten, zu akzeptieren, was ist, was Tag für Tag an Schrecken geschieht – es nicht mehr zu kritisieren. Ohne den Entwurf eines Besseren in der Innenwelt kann es jedoch keine Veränderung der Außenwelt geben – woher sollte die Energie kommen? Sagte man nicht ganz richtig: wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum kämpfen? Allerdings ist das eine Weisheit junger Menschen, die dann nicht mehr weiterhilft, wenn Mut nicht mehr das Problem ist – eher der Glaube.

Aber zurück zur Zeichenwelt – immer wieder schweife ich ab (Du siehst, daß es kaum mehr zum Festhalten eines roten Fadens reicht!). Die Symbolwelt, das zweite Universum ist dabei, das erste zu verschlingen, zu ersetzen. Und ich halte Widerstand für zwecklos. Es scheint ein Fatum zu sein, etwas, das uns das Sein schickt. Mit der Entwicklung des Internet setzt man dazu an, das vollständige Holo-Deck zu errichten.

Du erinnerst Dich vielleicht: das Holo-Deck stammt aus StarTreck, einer beliebten Science-Fiction-Serie und ist eine perfekte Simulation einer Welt, generiert vom Computer. Man kann die jeweils gewählte Welt bzw. Geschichte betreten , mitleben und mithandeln – allerdings auch jederzeit verlassen bzw. sie nach Belieben verändern. Die Defizite der Gutenberg-Galaxis sind behoben: der Mensch steht mit allen Sinnen und Erlebnispotentialen in der von Menschen und Maschinen generierten Neu-Welt, die selbstverständlich als bessere Welt gedacht wird. (Wie Vilém Flusser gesagt hat, sind die Zeichen dann ohne Bedeutung, bedeuten nichts mehr als sich selbst.).

Wenn man es genau betrachtet, wird die Neu-Welt sich nicht grundsätzlich unterscheiden, außer in einem, dem allerwichtigsten Punkt: sie ist abschaltbar. Genau wie wir uns durch Ablenkung von einer unangenehmen Erscheinung unserer Psyche absetzen können, genauso wird diese „Welt“ abschaltbar sein – ist es heute schon in ihren rudimentären Anfängen, wie sie im vernetzten PC oder altmodischer per Buch, per Film, per Video zu erleben ist.

Zwar sagte der Buddha und alle Weisen, die Krux der Menschen läge darin, daß sie nicht davon lassen, das Leiden zu meiden und nach Freude zu streben. Aber setze nur einmal einen Menschen der Freude aus, lange macht das niemand mit! Es sind ja auch nicht etwa die Filme besonders erfolgreich, die friedliches Miteinander und liebevollen Umgang zeigen….

Niemand hat also was gegen Leiden, Schmerz, Elend, Verzweiflung – es muß nur abschaltbar sein. Wir wollen die Macht darüber haben, die wir in dieser Welt, der alten Welt, der Außenwelt, offenbar nicht haben. Das Absurde daran: hätten wir die Macht, würden wir uns darin üben, sie immer weniger zu nutzen, um zu erfahren, wie weit wir gehen können. Genau, wie bestimmte Leute sich immer stärkere Horrorfilme ansehen und nicht etwa abschalten, wenn es grauenhaft wird.

Nun wäre ja so ein Holodeck an sich nichts Schlimmes, warum sollen wir Menschen nicht unsere komischen Vorlieben pflegen. Aber durch die Errichtung der perfekten Besserwelt wird zeitgleich diese Welt verbraucht. Auf vielerlei Weise, nicht nur ökologisch – sie ist einfach immer weniger belebbar, immer weniger befriedigend. Ich merke es heute schon: weder im sogenannten „Real Life“ finde ich das „eigentliche Leben“, was immer das sein mag, und im Neuland hinter dem Monitor leide ich an den Beschränkungen, der Satellitisierung der Körper, der Distanz zum Anderen, die ich doch gleichzeitig als nötigen Schutz und erwünschte Bequemlichkeit schätze – absurdes Theater! Und die Hoffnung, durch die vollständige Macht in einer Simulation werde irgend etwas erreicht, hege ich auch nicht – endlose Langeweile und Barbarei wird dabei herauskommen.

Denn was wir suchen, ist ja genau das Unverfügbare, das Dritte, das Nicht-Ich, die höhere Macht oder wie immer man es nennt. Und doch tun wir alles dafür, um ihm zu entkommen.
Ich sehe das und kann doch nicht anders. Und frage mich immer wieder, woher Du die Kraft nimmst, immer weiter zu reden und zu schreiben?

Beste Grüße
Claudia

Diskussion

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9 Kommentare zu „Brief an HP: Warum noch Worte aneinander reihen?“.

  1. hallo claudia,

    du hast mich mit deinem brief an h.p. angeregt, etwas in der mottenkiste meiner nachlassenden erinnerungen zu kramen;
    dort war anfangs diese unglaubliche faszination der untereinander vernetzten leute rund um den globus; jederzeit, ständig, gleichzeitig und überall.

    ich hatte mich zu der zeit in den Gedanken verliebt, eine stimme ohne namen in dieser Vielfalt der stimmen zu sein und immer wieder mal ins getriebe der welt reinzufassen und zu etwas „wichtigem“ etwas eigenes beizutragen;

    an einem grossen Gespräch teilzuhaben, das alle stück für stück, gedanke um gedanke stetig in eine Richtung verändert, die es allen irgendwie leichter macht, mit diesem um die sonne rasenden klumpen flüssigem erz mit dünner, harter schale aus dreck und biomasse seltsamer wesen mit noch seltsameren verhaltensweisen zurecht zu kommen.

    mich haben viele gedankenfragmente erreicht, zen oder wie es ist ein fahrrad zu warten. alles hat mich fasziniert und doch: einen erkennbaren „roten faden“ habe ich in der ganzen zeit doch nie erwischt.

    mag sein dass ich auf diesem auge blind bin (betriebsblind durch den ueberfluss der zeichen) kann aber auch sein, dass es schlicht und einfach keinen roten faden gibt; alles nur illusion und im grunde alles beim alten, nur dass die äste der Baeume auf denen wir uns aufhalten etwas besser gepolstert und im Winter nicht mehr ganz so kalt sind.

    Anonyme Teilhabe hat Vor- UND Nachteile, für mich überwiegen immer noch die Vorzuege einer vorurteilsfreien kommunikation, was zählt sind die inhalte der gedankenstrukturen, nicht das alter, wesen, aussehen oder art des jeweiligen gegenübers.

    (gekuerzt:) als nachteilig empfinde ich den auftretenden hang zur Paranoia,
    der bei (vorgestellten/eingebildeten) bei urplötzlich unerwartet auftretenden übereinstimmungen dieser gesichtslosen kommunikation mit meinen unterschiedlichen realitätserlebnisse, also wenn nachts zuvor kommunizierte verhaltensweisen, umstände oderbegebenheiten direkt in meine erlebte realität einfliessen.

    es ist etwas schwierig dies im Detail nachvollziehbar und /oder wiederholbar
    zu beschreiben, zu viele unterschiedliche dinge sind geschehen, die jeweils diesen paranoiden nachgeschmack einer gerauchten pfeiffe hinterliessen.

    über die jahre hinweg hat sich diese anfangs erwähnte faszination in eine art
    grundrauschen verändert, immer vorhanden, aber eben im Hintergrund und nicht mehr antrieb etwas neues auf die beine zu stellen oder anlass einen neuen stein in den grossen teich zu werfen.

    ich habe gelernt, den mund zu halten. auch ein ergebnis.:)
    stille ist meiner meinung nach für mich öfter mehr als angemessen.
    einfach nur zuhören, sehen, verstehen und irgendwie das ganze hinzunehmen.
    mein alltagsleben ist eh durch völlig andere Dinge bestimmt, von daher
    gibts für mich keinen grund aus der inneren ruhe zu geraten.

    immerhin, hiermit mal wieder
    ein kurzer gruss aus sz i.m.

  2. [..] die Kunst, mich nicht in Auseinandersetzungen zu verstricken
    [..] oder verstricken zu lassen.

    das ist schon „die halbe miete“.

    ich hatte hier eine situation, in der um mich herum die fetzen flogen, eine menge mist an die oberfläche kam und ich mich selbst zum ziel einer sehr ungezügelten aggression gemacht sah … und war buddha. oder besser: wie wasser, zurückweichen und wieder zurückströmen, jeden satz kontrollieren, also lieber weniger als mehr, nicht verletzen, sich nicht verwickeln lassen, das spiel selbst spielen, statt sich auf die regeln anderer einzulassen. glücklicherweise saß jemand am tisch, der genau verstand, was ich tat, ich musste mich also nicht alleine gelassen fühlen. und ja, aus so etwas geht man dann unverletzt und ohne groll raus. da kann sich der andere wie ein affenmensch aufführen (was er tat), wenn einem der unterschied zwischen affe und mensch bewusst ist, vermeidet man ja, sich selbst wie einer zu benehmen.

    über den rest muss ich schlafen und nachdenken. ich denke ja eher, daß man nach „zufriedenheit“ streben sollte und nicht nach glück, ist einfach nachhaltiger, und bin froh, daß die mittlere meiner töchter das zb. auch gut verstanden und vor allem verinnerlicht hat.

  3. Hi Ingo, schön, dass du auch mal wieder herfindest! :-)

    “ was zählt sind die inhalte der gedankenstrukturen, nicht das alter, wesen, aussehen oder art des jeweiligen gegenübers.“

    Auf dem Blog kunst-des-alterns.de hab ich extra ein Plugin BEZAHLT, um damit in die Kommentarmaske ein Feld für den Geburtsjahrgang einbinden zu können. Denn es ist – z.B. bei Gesprächen übers Altern – eben nicht egal, ob da eine 30-Jährige aus ihrer Vorstellung und ihren Ängsten heraus spricht oder eine 70plus aus ihren Erfahrungen. Liegt auf der Hand, oder?

    Ebenso ist es bei bestimmten Themen durchaus relevant, ob eine Frau oder ein Mann spricht, ein Gläubiger oder ein Atheist, eine Weiße oder eine „POC“.

    Will man wirklich in die Tiefe gehen und sich verstehen, muss man sich im Grunde umfangreich bekannt machen – und das geht natürlich von Angesicht zu Angesicht am besten, kann aber nur mit ganz wenigen Menschen klappen.

    Was mich interessiert: Was für einen „roten Faden“ hast du denn erwartet? Welcher wäre denn vorstellbar? Ich weiß gar nicht, was damit gemeint sein könnte im Gespräch der vielen mit den vielen!

    Das paranoische Element kenne ich auch von anderen – es gibt da ganz schlimme Auswüchse! Sei froh, dass du es halbwegs im Zaum halten kannst… wir sind total unwichtig, vergiss das nicht!

  4. Was mich interessiert: Was für einen „roten Faden“
    hast du denn erwartet? Welcher wäre denn vorstellbar?
    Ich weiß gar nicht, was damit gemeint sein könnte im
    Gespräch der vielen mit den vielen!

    hallo grosse:)

    es gibt durchaus zeiten, da wuensche ich mir meine naivitaet
    der anfangstage zurueck.Wissenschaftler waren noch Wissen-Schaffende
    Universitäten noch der Hort der steigenden Weisheiten,
    Respektpersonen Säulenheilige:)

    aus diesem Mischmasch heraus „das grosse Gespräch“ betrachtet,
    dachte ich mir, es muss einfach „vorwärts“ gehen, wenn alles nachlesbar,
    jede Fehlentwicklung sofort öffentlich kritisiert, zum Besseren
    geändert wird. Vorfahrt für Vernunft (nicht die von Wahlplakaten, sondern
    die Vernunft die, basierend aus Erfahrung, Disskussion, Konsens
    gangbare Wege beschreibt.

    selbstredend war diese Überlegung ein völlig utopischer, nachgerade
    lächerlicher Gedankengang, gemessen an meinem Anspruch und der
    realen Entwicklung der Dinge.

    ich wollte sehr lange Zeit einfach nicht für bare Münze nehmen,
    dass scheinbar intelligente Wesen mit ausreichend Zeit und Möglichkeiten
    nicht für eine gemeinhin allen dienliche Entwicklung Interesse zeigen.

    dem ist aber so. leider.

    mein „roter Faden“ sah in etwa so aus wie das zu jener Zeit entstandene
    Wikipedia, allerdings mit mehr Verbindlichkeit der Rezipienten, nicht nur
    als Nachschlagewerk für kurzfristig Unbekanntes.

    (nur als kleines Beispiel)
    angenommen, die Minenarbeiter in den Diamantenminen Südafrikas wissen
    wie sich die Wertschöpfung ihrer Arbeitsleistung beim Endkunden ausgewirkt hat oder anders ausgedrückt: angenommen, alle unterprivilegierten Resourcenschaffende wissen wie sich ihre Hungerlohnarbeit im Endeffekt auf die ganzen Beutelschneider
    bis hin zum Endverbraucher tatsächlich auswirkt– und noch weiter angenommen diese leute entwickeln sich zu einer Gemeinschaft, die schlicht und ergreiffend kein Bock mehr auf Bodensatzexistenz hat, eine Gesellschaft der Herstellenden, die tatsächlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Erzeugnisse besitzt: diese Grundlagen von Wohlstand (für wenige) sollten durch das grosse Gespräch zum Nutzen für tatsächlich alle die Dinge verändern.
    in diesem Zusammenhang wäre mein roter Faden ein Ende, das sich aufzudröseln lohnte:)

    so wie im Bereich der Grundlagen wirtschaftlichen Wesens gehörte für mich
    zum „roten Faden“, wie sich einzelne untereinander verhalten; durch die globale Kommunikation, frei, gleich, direkt, unmittelbar etc, sind im Endeffekt Staatsgrenzen vollkommen obsolet. Die Grundbedürfnisse der Einzelnen sind mehr oder weniger gleich (durch die gaaanz naive Lupe betrachtet) was also liegt näher als zunächst die Grundlagen für alle zu schaffen und dann mal sehen was noch drin ist:).

    denkbar wäre für mich auch eine sofortige einheitliche Währung rund um den Globus. Schluss mit Hochfrequenzhandel, Billiardenvermögen, die im Sekundentakt den Erdball umkreisen.

    aber das alles ist eben nur meiner naivität und anfänglichen begeisterung für ein globales unterhaltungsmedium in dem jeder sender und empfänger gleicher art ist geschuldet, eine Seifenblase, bunt schillernd und so schnell geplatzt wie der Klang von Schmetteringsflügeln verklingt.

    ah, hallo Hardy:)
    ja danke, mir gehts auch gut:)

    gruss einstweilen
    aus sz i.m.

  5. @ingo

    [..] dem ist aber so. leider.

    was gerne übersehen wird: am anfang waren das intelligente leute, die in der lage waren, überhaupt „rein“ zu kommen. heute ist jeder smartphonebesitzer teil der „netzgemeinde“. geredet wird aber immer noch so, als seien wir „unter uns“.

    „der feind“ hat das längst erkannt und richtet „unsere waffe“ nun gegen uns.

  6. Ist schon blöde mit der Demokratisierung elitärer Kulturtechniken, nicht wahr? Erst das Lesen und Schreiben und jetzt auch noch das Internet mit seinen ganzen Seitenzweigen… Das kann ja jeder Depp nutzen.

  7. Also das „Können“, das 1996 nötig war, um ins Netz zu kommen und sogar was zu schreiben, war nicht grade sooooooo anspruchsvoll! 2 Stunden HTML gucken hat genügt und man konnte eine Seite bauen… es war primitiv, verglichen mit heute.
    Und sowieso: bisschen IT-Wissen beschützt niemanden davor, ein A… zu sein!

  8. claudia, ahem, compuserve …

    ich musste mich in frankfurt via modem einloggen, später dann den sog. cFos treiber zwischen dos und windows95 klemmen, damit mein kompi das ISDN modem für ein analoges hielt.

    irgendwann war c$s dann so nett uns in dieses neue heisse ding namens internet zu lassen. dann kam mosaik, der erste browser, der HTML verstand …

    [..] Und sowieso: bisschen IT-Wissen beschützt niemanden davor, ein A… zu sein!

    dmals waren das nur nerds, ich habe eigentlich nur nette getroffen, profis eben.

  9. Hallo Claudia,
    bitte mehr Briefe an HP hier veröffentlichen!
    Danke

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