Claudia am 22. Juni 2015 — 21 Kommentare

Was ist wichtiger: Wir oder ich? Zum Kampf der Kulturen

Der folgende Text entstand als Kommentar zum Blogpost „Sackgassen“ von Sherry (Herz im Kopf-Blog), die in zwei Welten lebt – als Exil-Iranerin inmitten von Deutschland. Bzw. nicht eigentlich zum Blogpost selbst, sondern zum Kommentargespräch, in dem die asiatischen und orientalichen „kollektivistischen Kulturen“, die das WIR über das ICH stellen, unserem westlichen Indiviudualismus mit all seiner Selbstbezogenheit und Ignoranz gegenüber gestellt wird.

Eine sehr spannende und berührende Diskussion!

Ich verstehe Sherry sehr gut. Das mag man nicht glauben, da ich ja zu den Glücklichen gehöre, die seit Jahrzehnten vom Frieden in Deutschland und dem umgebenden Europa nutznießen. Mit all der Freiheit, sich mit „Luxusproblemen“ beschäftigen zu könnern, die das mit sich bringt.

Und dennoch weiß ich um das andere Dasein, das ein nicht unerheblicher Teil der Menschheit erleiden muss. Krieg, Bürgerkrieg, schlechte Regierungen, die sich einen Dreck um ihre Bürger kümmern – ausgenommen die persönlichen Freunde, Famile, Clan oder Stamm (auch ein Aspekt „kollektivistischer Kulturen“). Korrupte Eliten verramschen die Vermögenswerte des eigenen Landes an die Konzerne, anderswo herrschen religiöse Fundamentalisten, die meinen, sie hätten das Recht, Anderen ihre Vorstellung vom richtigen Leben aufzudrücken.

Ich engagiere mich (ohne mich aufzureiben wie in jungen Jahren an anderen Themen) für Flüchtlinge und Migranten. Das ist mein Beitrag, mehr kann ich nicht leisten an den vielen Fronten der kriegerischen Welt. Mit diesem Engagement hab ich mit 60plus weniger Probleme als die jungen Menschen, in deren Initiativen ich mitwirke bzw. meinen Beitrag “anbinde”. Für sie ist es ein (ideologisches, psychologisches, politisches) Problem, das nicht alle “Refugees” auch angenehme Mitmenschen sind. Für mich nicht. Schließlich kommen sie aus Gegenden, wo ganz andere Werte und Maßstäbe, Umgangsformen und Denkweisen herrschen – und vor allem haben etliche von ihnen immer “durchkommen / überleben” als obersten Wert hoch halten müssen – durchaus zu Lasten eines menschlich wünschenswerten Umgangs mit dem Mitmenschen.

Eine Abschweifung, ich weiß – sie diente nur als Beleg, dass mein Bewusstsein im Sinne von „ich verstehe Sherry gut“ auch einer Praxis im Leben entspricht.

Aber zur Sache: Mir fehlt in dieser Betrachung die historische Dimension. Du, Sherry, stellst die kollektivistischen Kulturen der individualistischen „westlichen Kultur“ gegenüber – und das hat ja durchaus seine Berechtigung. Uns fehlt mehr Berücksichtigung des „wir“ – aber genauso fehlt ihnen/Euch die Berücksichtigung des „ich“!

Der Japaner, der keinen Urlaub nimmt, um seine Kollegen nicht zu belasten – ein gutes Beispiel. Dem bei uns kollektive Krankmeldungen bis an den Rand des Nicht-mehr-Funktionierens gegenüber stehen – vor allem im öffentlichen Dienst.

Das konfuzianische Denken in China (pseudokommunistisch geupdatet als Herrschaft der Partei), das Stammesdenken in Afrika, das Denken in Religionszugehörigkeiten bzw. in miteinander in Streit liegenden Untermengen davon (Shiiten, Sunniten) – all das unterdrückt das jeweilige Individuum in einer nicht nur für Westler leidvollen Art! Auch die Menschen in diesen Kulturen leiden an diesem Widerspruch, suchen ihre kleinen Fluchten, ihre privaten Inseln der Freiheit…. (und wenn das gar nicht geht, flüchten sie oder greifen selbst zur Waffe)

Historisch betrachtet hat Europa all diese kollektivistischen Kulturen durchlebt und mit viel Kampf und schier endlosen Kriegen hinter sich gelassen. Milde Formen sind übrig, aber die Bayern und Preussen bekriegen sich nicht mehr – und auch nicht Franzosen, Engländer, Italiener und Deutsche. Sogar die furchtbaren Religionskriege sind seit Jahrhunderten befriedet. Evangelische und Katholische sind einander nicht mehr Feind, sondern mühen sich freundlich um Ökumene.

Bis das alles so war, sind Millionen gestorben, hatten nie in ihrem Leben sowas wie eine Chance, an „Selbstverwirklichung“ auch nur zu denken!

Sehr schade, dass andere von diesen Erfahrungen heute nicht wirklich etwas lernen können. Es war nun mal die Aufklärung, sowie die aus ihr folgende Blüte der Wissenschaft, Technik und schließlich die Industrialisierung, die die Grundlage für die Befreiung des Individuums schuf. Es musste dann nur noch ausgekämpft werden, dass auch die arbeitenden Menschen ein gutes Leben haben müssen, damit sie friedlich mitarbeiten – und so ward der Sozialstaat erfunden und etabliert.

Die konkreten (!) Abhängigkeiten vom Mitmenschen (das täglich gefühlte/erlittene „wir“) wurden auf anonyme Systeme verlagert. Dass dabei psychische Kollateralschäden entstehen, wundert mich nicht. Die Egozentriertheit vieler ist schon unglaublich – aber m.E. ist das alles ein historischer Schritt, den man in der Menschwerdung nicht auslassen kann.

Erst wenn das freie Individuum aus sich selbst heraus zum Ergebnis kommt, dass ein echter „Sinn im Leben“ ohne ein Engagement für UNS ALLE / die Welt nicht wirklich zu finden ist – erst dann ist das „Projekt Mensch“ bei sich selbst angekommen.

Mag sein, dass das nicht gelingt. Kann sein, dass wir alle im Konsumismus versacken, die Ressourcen bis an die Kante verschwenden, uns in Kriegen um die Reste bekämpfen – und eben untergehen.

Dennoch denke ich: dieser Schritt in die Individualisierung ist unvermeidlich – und eigentlich wünschen ihn sich alle…

***
Und hier Sherrys Antwort.

Diskussion

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21 Kommentare zu „Was ist wichtiger: Wir oder ich? Zum Kampf der Kulturen“.

  1. Oder wie Karl Popper es sagen würde: Wir wollen nicht zurück zur Horde.

  2. sie engagieren sich für flüchtlinge? hier ein eimer kaltes wasser:
    http://www.mmnews.de/index.php/politik/48282-terror-welle88

  3. Ach @rote_pille, ich dachte/hoffte schon, Sie hätten begriffen, dass ich in Ihrem kleingeistigen egozentrischen Sinn einfach zu den Unbelehrbaren gehöre, also warum noch kommentieren…

    Auch jetzt offenbart sich wieder diese Geisteshaltung, die ich #ausGründen kleingeistig und egozentrisch nenne: Da ist jemand, der nicht nachdenken, sondern nur Stimmung machen will! Islamistischer Terror ist wahrlich kein aktuelles Flüchtlings-Problem*, der Versuch, ihn dazu zu machen, nur weil man persönlich fremdenfeindlich ist, ist leicht durchschaubar.

    Im übrigen heißt „Engagement für Flüchtlinge“ nicht, dass man sie für bessere Menschen halten muss – zu sowas neigen nur jugendliche Idealist/inn/en. Es bedeutet einfach nur, Menschen unterstützen zu wollen, die vor Krieg, Bürgerkrieg, Unterdrückung und Perspektivlosigleit fliehen.

    Wäre ich „dort“, würde ich auch abhauen! Und gehörte damit vermutlich zu den sympathischeren Charakteren in jenen Welten. Was bleibt denn sonst? Sich den jeweiligen Gewaltherrschern/korrupten Eliten sklavisch zu unterwerfen (wobei das nicht immer schützt!) oder selbst die Waffe in die Hand zu nehmen.

    ODER FLUCHT.

    Und wer das nicht versteht, sich gar drüber echauffiert, dass Menschen aus miesen Umwelten abhauen wollen – der verrät für mich die Basics der Menschlichkeit.

    Bzw. wie ich schon letztens sagte: Wenn man sich nicht auf gemeinsame Werte beziehen kann, ist Kommunikation sinnlos.

    *) bzw.: viele fliehen ja gerade davor

  4. das war nur fürs protokoll damit sie nicht später sagen können es habe niemand wissen können. finden sie es normal, dass unsere regierung jetzt 100000de von denen hier in den sozialstaat einwandern lässt? vermuten sie dahinter wirklich keine böse absicht? wo wir doch alle wissen wie „gut“ sich insbesondere moslems hier integrieren? schon mal was von rotherham und oxfordshire gehört? es gibt auch sehr viele europäer, die hilfe nötiger haben als diese invasoren, die gleich noch die ganze sippe nachholen wenn sie bemerken wie leicht sich die leute hier ausnehmen lassen. das sind keine armen, die haben 1000de dollar für die schlepper bezahlt.

  5. so kommen übrigens die „armen kriegsflüchtlinge“. mir kommen die tränen:
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.asyl-fluechtlinge-werden-per-linienflug-geschleust.bb880cb0-a61b-444f-9500-dc861f93d8ef.html
    business class will ich hoffen, alles andere würde ja die „menschenwürde“ verletzen!
    und so gehen sie wieder – allerdings in den urlaub, den sich viele mitbürger leider nicht leisten können – sie haben wohl einfach das pech nicht zu den privilegierten gruppen zu gehören:
    http://www.svp.ch/aktuell/editorials/bitte-ein-flugticket-nach-eritreae2809c-einfach/

    ich bin froh wenn die drahtzieher hinter den regierungen es endlich „krachen“ lassen, diese ungerechtigkeit ist doch nicht mehr auszuhalten!

  6. Mir ist es immer schon ein Rätsel, wie es dazu kommen kann, dass Menschen, die sich halbwegs gebildet auszudrücken vermögen, schlicht die Realitäten ignorieren, um ihr fremdenfeindliche Haltung bewahren zu können!

    Es ist doch gar nicht zu übersehen, dass die allermeisten Flüchtlinge in Asylbewerberunterkünften untergebracht werden, deren Bedingungen alles andere als „komfortabel“ sind.

    Auch die Zigtausende, die übers Meer kommen und seit Anfang des Jahres wegen vieler Proteste endlich etwas häufiger gerettet werden, kann man doch eigentlich nicht übersehen!

    Das Dublin-Abkommen, nach dem die Asylbewerber dort bleiben sollen, wo sie Europa betreten haben (sichere Drittstaaten) ist nichts als eine Methode Deutschlands, sich als reichster Staat möglichst alle vom Hals zu halten und das Problem den armen Südstaaten zu überlassen.

    Dass Fluggesellschaften von der Bundesregierung gezwungen werden, Flüchtlinge nicht zu befördern, ist einfach eine Sauerei, die viele zu extrem gefährlichen anderen Wegen zwingt. Es sollte legale Wege geben, statt dessen werden die Leute kriminalisiert, die keine andere Wahl haben!

    „Böse ABsicht“? Damit outen Sie sich als Verschwörungstheoretiker. Es braucht keine Absicht von irgend jemand anderen als die der Flüchtlinge selbst, aus ihrem Land zu fliegen.

    Was die Reise-Info angeht, die Sie da verlinkt haben: Typische Stimmungsmache OHNE ausreichende Infos über die Hintergründe. Bevor ich mich über reisende Flüchtlinge aufrege, möchte ich erst einmal wissen, was diese dazu sagen: wohin sie warum reisen.

    Aus DE ist mir derlei bisher unbekannt.

    Dass Moslems sich grundsätzlich nicht integrieren ist eine demagogische Lüge. Ich habe 20 Jahre in Kreuzberg gelebt, wo der Immigranten-Anteil seit jeher groß ist. Dass all diese Menschen „nicht integriert“ seien, konnte ich nicht feststellen.
    Der politische Islamismus ist ein weltweites Phänomen, den Moslems in großer Mehrheit schrecklich finden, genau wie ich. Viele fliehen ja auch exakt aus Weltgegenden, wo dieser Terror Erfolge feiert – und denen sollen wir nicht helfen?

    Schöner Tweet ging kürzlich durch die Runde:

    „Wie unzufrieden muss man mit der eigenen Lebensleistung sein, um Neid & Hass auf Menschen zu haben, die alles verloren haben?“

  7. tss. europa wird mit jungen männern geflutet, die finanzkrise steht vor der tür, und sie denken sich nichts böses dabei? überlegen sie mal: wie werden die reichen und einflussreichen dieses landes über die mehrheitlich muslimischen asyl-invasoren denken? eher so wie ich oder eher so wie sie? und wenn die eher so wie ich denken: warum lassen sie sie dann herein? die flut ist eindeutig politisch gewollt, es kommen befehle von ganz oben, das zuzulassen. zu einem wohltätigen zweck? die noch harmloseste erklärung wäre, dass man die löhne durch vermehrte konkurrenz auf dem arbeitsmarkt noch weiter senken will. aber ich habe ja schon gezeigt an welche erklärung ich glaube.
    die zigtausenden die gerettet werden schlitzen die boote selbst auf, wenn sie die retter sehen…
    gar nichts haben die verloren, die investieren ein paar tausend dollar, die sie sich hier zurückholen wollen.

    als kroate kann ich ihnen was über die leute aus der letzten flüchtlingswelle aus bosnien sagen. alles arme kriegsflüchtlinge? von wegen. die meisten haben die gelegenheit genutzt um über asyl einzuwandern. wegen mangelnder qualifikation hätte man sie niemals auf normalem weg reingelassen. kapieren sie nicht, dass jeder der in der lage dazu ist dieses land schamlos ausnutzt? hinter vorgehaltener hand lachen die die deutschen gutmenschen aus! es gibt auf dieser welt niemanden der ihre interessen verteidigen wird wenn sie es nicht selbst tun. gutgläubige menschen werden nur ausgenutzt. man ist nicht fremdenfeindlich wenn man sich weigert sein eigentum zu verschenken.

  8. Ich bestreite nicht, dass es Armutsflüchtlinge gibt, vor allem aus Osteuropa. Deren Asylanträge haben aber allermeist keinen Erfolg.
    Anders jene, die aus Kriegs- und Bürgerkriegsgegenden fliehen, was für viele Bootsflüchtlinge gilt, aber auch für viele, die über andere Wege kommen. Sehen Sie denn nicht, dass das Schreckensregime des IS massenhaft die Leute vertreibt? Wer da rein ökonomisch denkt, outet sich als mitleidloser Egoist = meine Meinung.

    Welches „Eigentum“ verteidigen Sie denn so massiv? Hat Ihnen irgend ein Flüchtling schon mal was genommen? Oder beziehen Sie Hartz4 und sind sauer, dass auch Geflüchtete unterstützt werden (wenn auch mit geringeren Sätzen), weil Sie lieber hätten die Sätze für Einheimische würden erhöht?
    Was ist denn Ihr Status als Kroate, dass Sie sich so sehr für deutsche Flüchtlingspolitik interessieren? Kommentieren Sie von Kroatien aus so als Hobby deutsche Politik? Oder leben Sie hier, sind also selbst Migrant, der Konkurrenz fürchtet?

  9. jeder flüchtling wird doch aus steuergeldern alimentiert! das heißt, wir werden vom staat AUSGERAUBT, damit es denen gegeben werden kann. dass ist dasselbe als hätten die das land besetzt und würden jetzt tribut fordern! natürlich beziehe ich nicht h4, sonst wäre es mir egal, weil ich dann ja auch vom raub des staates profitieren würde! außerdem habe ich schon mal gesagt, dass ich jegliche staatshilfen ablehne.
    wie gesagt, wenn man kein „mitleidloser egoist“ ist, wird man nur ausgenommen. denn an den einen der wirklich hilfe braucht hängen sich 10 trittbettfahrer ran. der eine flüchtling der es geschafft hat wird mit seinem neuen smartphone die ganze sippe aus afrika rufen und dennen erzählen: „kommt alle her, hier gibt es alles umsonst!“ die armutsflüchtlinge kommen nicht nur aus osteuropa, sondern auch aus afrika, oder was sind die horden bootsflüchtlinge denn sonst?
    warum sollte man irgendwelchen wildfremden leuten helfen? diese leute sind die afrikanische überbevölkerung, die nur geschaffen wurde weil man die die ganze zeit ernährt hat. als folge der nahrungsmittel- medizinischen hilfen haben sich die bevölkerungszahlen in den letzten 60 jahren VERFÜNFFACHT! wenn wir anfangen die hereinzulassen werden wir komplett verdrängt! wir müssen zulassen dass die natur dort die bevölkerungszahlen reguliert!
    was haben die bitte je für mich getan? in dänemark z.b. leben die meisten flüchlinge auch nach 10 jahren immer noch von sozialhilfe. wer braucht so etwas?
    ich lebe natürlich in deutschland und sehe die flutung mit afrikanern, die von sozialhilfe leben als systematische zerstörung des landes. das ist selbstverständlich auch nicht in meinem interesse. wenn die den sozialismus hier noch weiter verstärken dann kann ich ja gleich zurückfliegen, denn wenn das so weitergeht ist das hier in 20 jahren afrika. in meinem land ist regierung wenigstens nicht so dumm bzw. so unterwandert, dass sie so etwas durchgehen lässt.

  10. Staatliche Hilfen (=in dieser Sache der größte Anteil), aber auch persönliche Hilfen sind anders motiviert als durch die egozentrische Überlegung: „Warum soll ich wildfremden Leuten helfen“? Es gibt tatsächlich so etwas wie „europäische Werte“, die zwar nicht von allen, aber doch von einer Mehrheit geteilt werden. Dass man Anderen hilft, die in Not sind, gibt auch das Grundgesetz vor und gehört zurn viel zitierten jüdisch-christlichen Tradition des Abendlands.

    Sie werden mich nicht zu Ihrer Meinung bekehren und ich kann Ihre nicht ändern – also belassen wirs dabei.

    Dieser Tage hab‘ ich im übrigen in einer Sendung über Flüchtlinge (leider vergessen, in welchem ÖR-Sender) gehört, dass die Leistungen pro Flüchtling grade mal 20 Euro pro Bundesbürger ausmachen. Ist für Sie vermutlich ein schrecklich hoher Betrag, der uns an den Rand der Staatspleite führt…

  11. das ist sicher falsch, denn 20*80 mio sind nur 1.6 mrd. die kosten sind auf jeden fall höher. den zwangsfinanzierten ÖR-sendern sollten sie keinen glauben schenken, das sind staatliche propagandadreckschleudern. das internet bietet viel bessere informationen.

  12. Hier eine äußerst sachliche Auseinandersetzung mit den Asylkosten – die Seite ist in linken Kreisen zwar als Hetzseite verschrien, aber die Polemik findet sich leider nur in den Kommentaren…

    [Anmerk. der Redaktion: Original-Link gelöscht. PI-News IST ein üble Hetzseite, die ich keineswegs durch eine Verlinkung unterstützen werde! Dennoch soll der Inhalt hier diskussionshalber gelesen werden können: http://www.donotlink.com/g7t1]

    *

  13. Ich hab schon zum letzten Beitrag nichts mehr gesagt, weil Ihre Gegenrede sinnlos ist, da ich ja gar keine Berechnungsgrundlage (pro Monat, pro Jahr, pro Woche?) angegeben hatte.

    Hier alles Erdenkliche in die Kosten einzurechnen ist m.E. unsinnig, denn es ist derzeit auch nicht machbar, seriös den Nutzen in festen Summen darzustellen, den eine gelingende Integration vieler dieser Migranten bringen wird.

    Evtl. gibt es sogar (immateriellen) Nutzen, den Liberale begrüßen werden: nämlich das Aussetzen von Regulatorien, die derzeit die Unterbringung in leer stehenden öffentlichen Gebäuden behindern (Ausstattungsvorschriften, Vergabeverordnung u.v.m.).
    Es wird auch neue Wohnungsbauprogramme geben = Wachstum für die Wirtschaft, die sowieso gerne ein Einwanderungsgesetz hätte, um „nützliche“ Asylbewerber direkt einstellen zu können.

    Ich sehe es im übrigen als ziemlich sinnloses Unterfangen, diese Frage mit jemandem weiter zu diskutieren, der allen Ernstes PI (und vermutlich eine ganze Reihe ähnlicher Machwerke) als seriöse Quelle heran zieht.

    Klar ist der ÖRR oft verdammt „regierungsnah“, doch keineswegs durchgängig. Gegen die „Propagandaschleudern“ PI, Koppverlag, Schall & Rauch, RT etc. ist die Vielfalt der Meinungen und Sichtweisen, die in den diversen ÖR-Programmen rüber kommen, jedoch geradezu gigantisch!
    .

  14. Es ist wahr, dass diese Nachrichtenquellen sehr selektiv sind, aber es ist nötig sie auch ab und zu aufzurufen, weil es auf der anderen Seite ebenfalls jede Menge Filter gibt. Was die Qualität der Informationen angeht: vergessen Sie nicht, dass die ÖR sich über Zwangsgebühren finanzieren müssen, die mit Gewalt eingetrieben werden. Auf PI hingegen habe ich bisher noch keine Falschmeldung ausmachen können. Das können die sich auch gar nicht leisten, denn sie werden nicht vom Staat durchgefüttert.

    Die Aussetzung dieser Regularien ist kein Sieg der liberalen Idee, sondern zeigt nur wie sehr Asylanten bevorzugt werden und wie wenig die Politik daran interessiert ist, ihre eigenen Gesetze zu beachten, sobald es sich um von ihnen bevorzugte Gruppen handelt.

    Wohnungsbauprogramme mit Wirtschaftswachstum gleichzusetzen ist ein Fehler. Ich kann nicht oft genug betonen, dass es sich hier nur um eine UMVERTEILUNG der Mittel handelt. Wenn die Asylanten hier Staatswohnungen bekommen, dann müssen die Mittel der übrigen Bevölkerung entzogen werden, was bei ihnen einen Schaden in dieser Höhe hinterlässt. Darüber hinaus wird die allgemeine Arbeitsmoral durch diese eklatante Ungerechtigkeit herabgesetzt, was langfristig zu Produktivitätsverlusten führt, während bei den Asylanten eine destruktive Anspruchshaltung herangezüchtet wird.

  15. Nur mal eine kurze Zwischenbemerkung (mehr schaff ich heut Nacht nicht mehr…) zu einem Punkt:

    „Was die Qualität der Informationen angeht: vergessen Sie nicht, dass die ÖR sich über Zwangsgebühren finanzieren müssen, die mit Gewalt eingetrieben werden“

    Schon den Meinungsaustausch zu ÖR krieg ich jetzt nicht mehr hin, sondern kritisiere hier lediglich Ihren Gewaltbegriff: Den haben Sie offenbar von der „strukturellen Gewalt“ der Linken übernommen, sollten es dann aber auch so nennen!

    GEWALT im eigentlichen Sinne ist das nicht, denn niemandem wird „ein Haar gekrümmt“, wenn er den Beitrag verweigert.

    Vermutlich sind Sie GEGEN die Ausdehnung des Gewaltbegriffs, wie er gerade im von Feministinnen geforderten Gesetz-Veränderungsvorhabens in Sachen Vergewaltigung debattiert wird: auch „sonstige Druckmittel“ sollen „Gewalt“ sein…. dabei haben wir auch einen Straftatbestand der „Bedrohung“. Warum nicht diesen nutzen?

    GEWALT ist für mich ganz persönlich wahrlich nicht das, was mich dazu bewegt, die „Haushaltsabgabe“ friedlich zu bezahlen!

  16. Auch die Mafia wird Ihnen kein Haar krümmen solange Sie Schutzgeld bezahlen, und dennoch ist die Formulierung „mit Gewalt eingetrieben“ zulässig.

  17. @ rote_pille: ich habe Deine Kommentare anfangs gelesen, die nächsten überflogen, den Rest überlesen, weil es immer die gleichen dümmlichen Versuche sind, haltlose Parolen, die „eigene-Meinung-unterstützende-Zahlen/Statistiken, und mehr dieser Coleur zu verbreiten (schlimmer, daran zu glauben, dass das stimmt).

    Schon mal daran gedacht, das selbst „Maulhelden“ Flüchtlinge nicht aufhalten werden?

    Schon mal dran gedacht, welche „Reichtümer“ Flüchtlinge erhalten, nachdem viele traumatisiert hier Schutz suchen?

    Schon mal in Wohnungen geschaut, in welchem Luxus Flüchtlinge protzen?

    Schon mal überlegt, was Du 24 Stunden ohne etwas tun zu dürfen, anfangen würdest?

    Schon mal daran gedacht, das wir geboren wurden, um zu teilen, und zu geben?

    Nicht? Dann solltest Du dies schnellstens nachholen, bevor Du über „große Politik“ meinst reden zu können.

    Und bitte keine Argumente wie, das sind alles „Scheinasylanten“ usw., schau Dir lieber die vielen Einzelfälle an, sofern Du dazu in der Lage sein solltest.

    Bei einigen frage ich mich: „heißt schreiben können, auch denken können?“

    BTW: Und bitte auch keine wilden Verschwörungstheorien, die finde ich Listenweise bei z.B. Wikipedia.

  18. @Peter: danke, dass du dich an diesem brisanten Thema beteiligst! Und ja, so emotional hätte ich das auch schreiben können und bin froh, dass es jemand macht! Es ist ein Plaidoyer für Menschlichkeit, ein Appell, sich in die Lage der Betroffenen zu versetzen, zumindest versuchsweise.
    Wenn das – gerade in den Zeiten von „Perlen aus Freital“ mehr Menschen machen, haben die Anderen, die „gefühlt Herzlosen“, zumindest nicht den Eindruck, sie seien die Mehrheit.

    So ganz ist der Disput mit rote_pille damit aber nicht abzuhaken! Er ist offenkundig jemand, der eine „Theorie von allem“ hat und versucht, damit alle erdenklichen Missstände wegzuerklären: wenn nur der freie Markt herrschen könnte, wäre alles paletti!
    Es ist durchaus interessant, in die Tiefen dieser Ideologie einzusteigen und sie im Konkreten zu beleuchten. So schreibt rote_pille etwa:

    „Wohnungsbauprogramme mit Wirtschaftswachstum gleichzusetzen ist ein Fehler. Ich kann nicht oft genug betonen, dass es sich hier nur um eine UMVERTEILUNG der Mittel handelt. Wenn die Asylanten hier Staatswohnungen bekommen, dann müssen die Mittel der übrigen Bevölkerung entzogen werden, was bei ihnen einen Schaden in dieser Höhe hinterlässt. „

    Das ignoriert, dass Wohnungsbau als Belebung der Bauwirtschaft selbstverständlich IMMER in die Berechnung des Bruttosozialprodukts einbezogen wird – eine Domäne der Wirtschaftswissenschaftler, die doch eher selten im Verdacht stehen, allzu links/kollektivistisch/sozialstaatlich zu denken. Sind die etwa einfach nur dumm?

    Und wer sagt, dass die Bewohner der zusätzlich erbauten Wohnungen (die vielen Bauunternehmen und Handwerkern Verdienste bringen) für immer und ewig „auf Staatskosten“ leben werden? Das ist ganz gewiss nicht ihr ureigener Wille, die große Mehrheit ist willens und in der Lage, zu arbeiten fürs Hiersein-Dürfen – na klar!

    Es ist die Politik, die sie daran hindert, nach Belieben am Arbeitsmarkt teilzunehmen – warum nur kommt ausgerechnet ein „Marktradikaler“ auf die Idee, sie würden „uns“ ewig auf der Tasche liegen?
    Ich denke, das liegt an persönlichen, nicht reflektierten Animositäten gegen „Fremde“ – sonst würde er solche Widersprüche sehen!

    Heute hab‘ ich einen tollen Artikel gelesen, der die Hintergründe erhellt, warum so viele afrikanische junge Männer bei uns Zuflucht suchen:

    Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung – ein ungemein erhellender, informativer Artikel, der kein bissche ideologisch daher kommt, sondern von Fakten erzählt. Nämlich davon, wie die EU die afrikanischen Länder in einer Art dominiert, die jegliche Märkte dort kaputt macht. Die Länder werden per WTO und bilateraler Abkommen zum „freien Markt“ gezwungen, was dazu führt, dass deren Produktion nicht weiter entwickelt werden kann, weil unsere Exporte (bei unglaublich hoher Automatisierung und entsprechender Produktivität) alles andere verdrängen.

    Hilfreich wären Protektionismus, hohe Zölle auf Importe – das Gegenteil des sog. „freien Markts“, zumindest auf globaler Ebene.

    @rote_pille: und nun sind Sie dran! VERANTWORTUNG scheint Ihnen ja fremd zu sein, aber ich frag trotzdem mal…

  19. Sorry dass ich Ihnen die versprochene Theorie zur Finanzkrise nicht geliefert habe, leider hatte ich in den letzten Tagen wenig Zeit übrig. Unten im Link finden Sie Sinnvolles dazu. Was den letzten Beitrag von Ihnen angeht, ich denke nicht, dass es noch Sinn macht den zu widerlegen, weil Sie das genausogut selbst tun könnten wenn Sie Ihre Energie nicht darauf verschwenden würden bei mir irgendwelche „Animositäten“ gegen irgendjemanden zu suchen.
    Was die Flüchtlinge angeht: schon die verlogenen Staatssender mit ihren gefälschten Umfragen (60% der Deutschen für mehr Flüchtlinge – das berichten nicht mal die Linksalternativen um sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben) und andere MSM beginnen über die massiv zu berichten. Immer mehr Leute sehen, dass die Völkerwanderung, die durch die Hoffnung das gewohnte Elend verlassen und in das Sozialparadies eintreten zu können verursacht wird, zu einer Katastrophe führen wird. Ironie des Schicksals: ich habe Ihnen ja versucht die Zustimmung zur Existenzsicherung auszureden, indem ich gesagt hatte, dass Sie getreu dem Prinzip ALLE Armen auf der Welt ernähren müssten, und jetzt kommen die alle tatsächlich zu uns. Und wissen Sie was: das ist auch so gewollt, denn wenn bald simultan dazu überall auf der Welt die Wirtschaft und die Staaten zusammenbrechen und die Guthaben mit den exorbitanten Schulden verrechnet werden, müssen die ein paar Sündenböcke parat haben. Der Wiederaufbau der Wirtschaft wird es auch erforderlich machen, dass die staatliche Existenzsicherung aufgegeben wird, damit die Arbeitslosen den Hintern hochbekommen und jeden Job annehmen.
    Ich denke, ich brauche mich nicht weiter zu bemühen. Die Ereignisse werden bald so oder so für sich sprechen. Da man nicht weiß, welche Machtbefugnisse und -mittel die nächste Regierung zur Verfügung haben und vor allem wie gerne sie sie einsetzen wird, empfiehlt es sich auf der Gewinnerseite zu halten :)
    Hier noch ein paar schöne Links:
    http://www.freitum.de/2013/04/was-lehrt-die-osterreichische-schule.html
    http://bastiat.de/bastiat/schriften/was_man_sieht_und.html

  20. Wir brauchen WACHSTUM! Der Schornstein muss wieder rauchen! Wir brauchen MEHR! Mehr Autos, mehr Kühlschränke, mehr Mobiltelefone und mehr Flachbildfernseher! Mehr Luxuseigentumswohnungen und mehr Flugreisen und mehr Erfrischungsgetränke!
    Und um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir alle den GÜRTEL ENGER SCHNALLEN! Die fetten Jahre sind vorbei!

    [/sarcasm]

  21. Im Moment hab ich grad einen ungemein passenden Link, und zwar zum Besten, was ich in letzter Zeit zur „Gesamtlage“ gelesen habe:

    Mehr ist nicht

    Unsere Wirtschaft muss ständig wachsen. Seit einer Ewigkeit halten rechte wie linke Politiker daran fest. Es ist an der Zeit, damit aufzuhören! von Roman Pletter

    Der anderswo kolportierte Titel „Unsere Wirtschaft muss ständig wachsen? Quatsch! “ führt in die Irre, ist nur ein Versuch, mehr Klicks zu bekommen als mit „Mehr ist nicht“ (was ja keiner hören will!)

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