Claudia am 09. Juni 2014 — 16 Kommentare

Warum dieses Blog noch immer nicht erneuert ist

Die äußerst ruhigen Pfingsttage vermitteln mir die Muße, über wirklich unwichtige Dinge zu schreiben. Zum Beispiel darüber, warum das eigentlich dringlich nötige Neudesign des Digital Diary noch immer nicht umgesetzt ist.

Tatsächlich habe ich es auf einem Baustellenblog testweise umgesetzt, zumindest bis zu einem Stadium, ab dem ich es „hier“ hätte fertig machen können. Seltsamerweise hatte ich darauf dann aber keine Lust, bzw. immer Anderes, Dringlicheres zu tun.

Da ich mir im eigenen Hauptblog keinen Druck machen muss, hab‘ ich das so hingenommen, anstatt mich „am Riemen zu reissen“. Und wie so oft, stellt sich nach einiger Zeit beiläufig heraus, dass dieses „keine Lust haben“ seine Gründe hat. Und eben nicht nur dem Zeitmangel geschuldet ist.

Die Sackgasse des Gewohnten

Bei der Diskussion um eine Erneuerung der Optik war ich ja – auch im Gespräch mit Stammleser/innen – wieder mal in der Sackgasse des Gewohnten gelandet: Eigentlich sieht es doch gar nicht so schlecht aus, zwar ein bisschen wirr was die vielen Links oberhalb, rechts und links vom Text angeht, aber das könnte man ja bei gleicher Optik ein bisschen besser ordnen, bzw. verschlanken. Dazu auf der Funktionsebene wieder einen ordentlichen Editor für die Kommentare – aber ansonsten reicht es doch, die ganze Sache „responsive“ zu machen, damit das Lesen auch per Tablet und Smartphone besser funktioniert. Macht es nicht gerade den Charme dieses über 15 Jahre alten Blogs aus, dass es sich optisch nicht verändert, auch wenn die Technik unter der Haube wechselt? Es folgt keiner designerischen Mode und wer immer hier mal eine Zeit lang mitliest, freut sich Jahre später, dass es „vertraut“ wirkt. Weil es immer noch so aussieht „wie früher“…

„Neu“ muss MEHR bedeuten als Technik und Code

Genau dieser Ansatz einer „Erneuerung als ob“ ist es wohl, der mich nicht gerade motiviert, am Blog groß herum zu basteln. Und in dem Fall bin ich ganz froh drum, hier auf mein „Bauchgefühl“ achten zu dürfen, denn mittlerweile merke ich, dass diese alte Optik und „Ordnung“ des Blogs nicht mehr wirklich dem entspricht, was ich gerne hätte. Das NEUE, wenn es denn kommt, soll Probleme lösen und Wünsche erfüllen, nicht einfach nur technisch updaten, was da ist.

Welche Probleme? Das Hauptproblem ist der „Gemischtwarenladen“, den dieses Blog inhaltlich darstellt. Die Suchmaschine, die uns allen sagt, was in Sachen Webseiten-Gestaltung gut und böse ist, präferiert schon seit Jahren konzentrierte Themenblogs. Auch ist die „Monetarisierung“, das beiläufige Geld verdienen mit Werbung, nur auf Themenblogs wirklich gut machbar. Beide Aspekte habe ich hier weitgehend ignoriert, da das Digital Diary mein persönlichstes Blog ist, das ich nicht der Hatz um Klicks unterwerfen will. Solange hier ab und an gute Gespräche stattfinden, muss es mich doch nicht interessieren, wie eine Suchmaschine dieses Blog bewertet – dachte ich und denke immer noch so.

ABER: es ist ja nicht nur die Suchmaschine! Auch Gelegenheitsgäste kommen nicht wieder, weil sie das Blog nicht als „Quelle zum Thema“ erkennen, das man sich bookmarken oder per Newsreader abonnieren sollte. Sondern eben als „allgemeines Blog“, bei dem kaum zu erwarten ist, dass zum grade interessierenden Themenfeld noch mehr kommt.

Nicht einmal mein Liebster, mit dem ich seit bald zehn Jahren zusammen bin und der hier JEDEN Artikel gelesen hat, wusste, dass es in diesem Blog KATEGORIEN gibt! Und ich verstehe das sogar, denn selbst wenn ich die als Neuleserin sehen würde, würde mich dieser Linkblog (rechts oben, „Themen“) kaum zum Klick animieren.

Alle genannten Gründe und meine durchaus wechselnden Interessen haben dazu geführt, dass ich im Lauf der Zeit mehrere Themenblogs gründete. Tatsächlich betreibe ich aber nur unverbissen-vegetarisch.de und das-wilde-gartenblog.de halbwegs engagiert, der Rest dümpelt so dahin. Es gibt ja doch noch ein Leben neben dem Bloggen…

Noch ein neues Blog, wenn mir ein Thema wichtig wird, ist also keine Wahl mehr. Was aber dann? Genau diese Frage sollte mit dem Update bearbeitet und besser gelöst werden. Mein (erstes) neues Thema wird „mein Europa“ (oder ähnlich) heißen und dann auch optisch vermitteln, dass es nicht randständig ist. Und auch andere Kategorien sollen prominenter, besser betitelt und gepflegt werden – fast als wären es eigenständige Blogs.

Geänderte Sehgewohnheiten und Informationsbedürfnisse

Ohne Erneuerungsdruck neigt man dazu, das Gewohnte als das immer noch Richtige anzusehen, auch wenn sich die Sehgewohnheiten und Info-Bedürfnisse gewandelt haben.

Muss es mich interessieren, dass Blogs heute sehr Bild-orientiert sind? Meine Stammleser/innern werden das verneinen, denn sie mögen viel Text und vermissen das „Artikelbild“ nicht. Wohl aber mindert die Abwesenheit jeglichen Bildelements die Anziehungskraft eines Blogs heute ganz allgemein: etliche Aggregatoren nutzen das Artikelbild, Surfer/innen sind es gewohnt, nicht nur auf eine „Textwüste“ zu blicken. Selbst „Thinkabout“, der ja immer schon durch Text-Inhalte überzeugt, bringt seit längerem ein Bild pro Artikel, zur Not ein gekauftes. Und ja, es wirkt freundlicher und anziehender so…

Dann die Info „rund ums Blog“. Bei mir findet sich da gar nichts mehr! Früher gab es mal ein Editorial, sogar eine „FAQ“ mit Antworten auf Fragen wie „Warum ich schreibe“, „für wen ich schreibe“ – aber fast nichts „über mich“. Immer schon hatte ich mit expliziter Selbstdarstellung ein Problem, wollte dass sich die Menschen für die Inhalte interessieren, nicht für meine Person. Irgendwann kam mir auch diese FAQ zu „eitel“ vor und beim Umstieg auf WordPress ist jegliche Info „über…“ weggefallen.

Mittlerweile ärgert es mich allerdings, wenn ich auf einem neuen Blog so gar nichts über den Menschen finde, der da schreibt. Dass es Stammleser/innen gibt, die mich in gewisser Weise besser kennen als ich mich selbst, weil sie tatsächlich JEDEN Artikel seit 1999 gelesen haben (ja, es gibt sie, weiß ich aus E-Mail-Kontakt!), befreit nicht von der Notwendigkeit, auch neuen Mitlesenden ein paar Auskünfte zu geben. Allein die Tatsache, dass das Digital Diary mittlerweile das älteste durchweg aktive (!) deutschsprachige Blog ist, ist nun wirklich keine ausreichende Info zur Person.

Kommentargespräche – Kommentarkultur

Es gibt Themen (Europa gehört dazu, ebenso wie „Geschlechterkampf“), die ziehen potenziell Leute an, die einfach nur trollen bzw. sich sehr destruktiv zu allem äußern, was für mich gut und wichtig ist. Bisher war das kein massives Problem, eben WEIL ich mit diesem Blog weitgehend unter dem Radar bleibe – was aber, wenn ich kontroversere Themen beblogge und durch allerlei Modernisierungen dafür gesorgt habe, dass das Blog sichtbarer wird?

Ich habe nicht die geringste Lust, hier „Diskussionen“ wie bei Heise oder sonstigen Hardcore-Kommentariaten zu führen. Sollte sich das also mal anbahnen, braucht es andere Lösungen als nur die, Kommentare auf „moderiert“ umzustellen – und dann die Arbeit und den Vorwurf der „Zensur“ am Hals zu haben. Auch dafür habe ich Ideen, die zwar nicht direkt mit den vorhandenen Blog-Strukturen umsetzbar, aber sicher „irgendwie“ realisierbar sind (getreu dem Software-Grundsatz: geht nicht gibts nicht!).

Genug für jetzt. Es gibt Wichtigeres als Blogdesign und der Text ist sowieso schon ausgeufert…

Diskussion

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16 Kommentare zu „Warum dieses Blog noch immer nicht erneuert ist“.

  1. Gerade weil Du etwas gegen die explizite Selbstdarstellung hast, lese ich Deinen Blog. Kurz gesagt habe ich nicht Deinen Blog abonniert, sondern Dich, bzw. Deine Gedanken. Es mag wie ein Widerspruch klingen, aber genau so ist es.

    Das Design ist mir ehrlich gesagt herzlich egal und ich brauche auch keine Bilder um die Inhalte interessant zu finden. Dein Blog ist einer der wirklich wenigen Blogs, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie mich in meiner Entwicklung weiter bringen, weil ich neue Aspekte, Sicht- und Betrachtungsweisen kennen lerne – weil ich durch Deine Artikel und die Diskussionen darunter schon mehrfach ein bisschen klüger geworden bin und das eine oder andere Mal auch reifer.

    Es ist diese geradezu geniale Mischung aus lernen können ohne belehrt zu werden, die das Lesen bei Dir so attraktiv macht. Ich möchte Dich, bzw. den Geist vom Digital Diary, gerne nachahmen, aber es gelingt mir nur leidlich, eigentlich gar nicht. Aber ich arbeite dran.

    Also egal wie Dein Blog aussieht, ob mit Web 56.4-Schnick-Schnack oder minimalistisch wie Fefe, ich bleibe einer Deiner Leser. Weil für mich der Inhalt zählt und nicht der Schein.

  2. Hi Olaf – hey, ich bin wirklich gerührt… – so ein tolles Lob! 1000 Dank!
    Gut, dass ich selber nicht wirklich weiß, was konkret der „Geist des Digital Diarys“ ist, sonst würde ich womöglich versuchen, den auch noch zu „optimieren“.. :-))

    Inhaltlich soll sich nichts Wesentliches ändern, keine Sorge! Es soll nur für neue Mitlesende leichter werden, hier auch mal „hängen zu bleiben“ bzw. wieder zu kommen.

  3. Der letzte Absatz ist witzig: Du wünscht Dir mehr Kommentare, dadurch, daß Du mehr sichtbar wirst, aber gleichzeitig sollen da keine Trolle reinkommen. So ungefähr: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“.
    Mir scheint, je umfangreicher die Leserschaft bzw. grösser der Radar, umso mehr verlierst Du das, was Deinen schönen Blog so kennzeichnet?!

  4. Eben das stelle ich in Frage!

    Weil ich selber blogge und von daher weiß, was für „Methoden“ in dieses weltweit meistverwendete (OpenSource-)Blogscript als Möglichkeit EINGEBAUT sind, bzw. welche sozialen Handlungsweisen es dadurch unterstützt und welche nicht.

    „…und welche nicht“ kann man eigentlich erst denken, wenn man sich mal mit Programmieren auseinander gesetzt hat. Dadurch erst kennt man die Software-Wahrheit: „Geht nicht gibts nicht!“
    Was es gibt, hat also immer jemand aus dem Reich der Möglichkeiten GEWÄHLT und umgesetzt.

    Das heißt nun NICHT, dass da immer irgendwelche „Bösen“ zu Gange sind, die uns mit vorgeformten Programmen beherrschen wollen (im Reich der Blogosphäre / OpenSource-Bewegung eher nicht).

    Sondern es wird halt das gebaut, was nachgefragt wird. Was die Programmierenden sich selbst als nachfragenswert vorstellen – und dann das, was die nächsten Bekannten angesagt finden, alsbald auch die User, die Rezensenten… und die Auftraggeber, na klar. (Innovativ sind die Programmierenden aber meist aus eigener Faszination = meine 2 Cent)

    Was nicht gefordert wird, wird nicht programmiert. Weder bezahlt noch unbezahlt.

    Ich denke daran, Kommentargespräche zu bestimmten Artikeln nicht entweder „für alle und offen“ oder „für alle, aber moderiert“ einzustellen, sondern „nur für geladene Gäste“ – zu denen natürlich zuvorderst die Stammleser bzw. Kommentiererinnen gehören – aber nicht nur!)

    Sowas ermöglicht WordPress – wie es bisher ist – nicht. Aber das ist kein Grund, es zu lassen!

  5. Ich kann @olaf nur zustimmen, ja, ich würde es sogar schärfer formulieren: yet another topical orientated weblog (yatow) würde meinem Lesegefühl des digital diary absolut nicht entsprechen, ja mich womöglich ziemlich stören. Ich bin zwar beileibe keine Anhängerin von virtuellen Personalisierungen wie in den social networks, aber Orte wie diesen, an denen ich lese (und manchmal schreibe), sehe ich nicht streng funktional, sondern primär ästhetisch und durchaus auf die Person, die dahinter steht, bezogen. Und hier gefällt mir gerade, daß Du einen ‚Gemischtwarenladen‘ betreibst, daß in den Kommentaren sehr Verschiedenes neben-, mit-, für- und gegeneinander existiert (von reinen Nervensägen bis zum väterlichen ‚Aber-Aber-meine-Herren‘) und daß durch Deine eigenen Beiträge (statt durch eine im Hintergrund werkelnde Zensur) stets eine unauffällige, aber durchaus sehr effektive Moderation ‚den Laden in Schuß‘ hält.

    Programmierten Zurückweisungen von Kommentaren (Troll-Alarm usw.) stehe ich kritisch gegenüber, weil sie letztlich nur auf zwei Säulen ruhen können:
    – einer inhaltlichen Bewertung des Kommentars, was, wenn es ohne weitere, für andere Leser ersichtliche Begründung abläuft, mir den Blog und seinen Autor suspekt machte, da mir die Welt eh schon mit kleinen Despoten gepflastert zu sein scheint;
    – einem Nachforschen nach allem, was aus den Internet-Protokollen über den mutmaßlichen Troll und seine Netzpräsenz herauszufinden ist (aka IP-Adressen, browser, time-zone, Provider usw.), und diese Möglichkeit ist in meinen Augen genau eines der Grundübel des ganzen Apparates.

    Im Gegensatz zu @olaf ist mir das Erscheinungsbild eines blogs jedoch alles andere als gleichgültig, und so wie es bis heute aussieht, gefällt mir das des digital diary. Ich habe die Tage einmal Deine twitter site besucht, auf die Du neulich hingewiesen hast, und festgestellt, daß mir als Erstes die Aufforderung zur Registrierung entgegen sprang. Scheußlich! Ich will nicht jedes mal aufs Neue ein Abonnement der Apothekerundschau ablehnen müssen, wenn ich eine Apotheke betrete. Und der ästhetische Eindruck, den twitter an den Tag legt bzw. aufs display, ist in meinen Augen schlicht verheerend. Geschmackssache, versteht sich. Ich liebe nun mal unpraktische Dinge, die einen hohen Wiederkennungswert (für mich) besitzen, und noch mehr liebe ich es, über allzu Modisches die Nase zu rümpfen (selbst wenn ich es anderntags dann doch mitmache).

  6. @Susanne: ich hab das erst neulich bemerkt, dass Twitter jetzt immer diese Registrierungsaufforderung einblendet, wenn man auf ein Profil kommt. Nervig! Aber sie sind jetzt halt an der Börse und ihre Aktie sieht nicht gut aus… Geld verdienen sie auch nicht, sondern machen Mega-Verluste – wer weiß, wie lange das noch so geht!

    Das mit den Kommentaren wird sich ergeben, wenn es für mich mal wirklich nervig wird, was bis jetzt ja nicht der Fall ist. Allerdings werde ich das Experiment „Kommentargespräch als Text-Talkshow“ durchaus mal wagen – aber erst mittelfristig, im Moment bin ich ja noch zu gar nichts gekommen außer zum bloggen! :-)

  7. @Olaf, schön und gut geschrieben, dem ich mich inhaltlisch voll anschließe.

  8. danke, Menachem!

  9. [..] Du wünscht Dir mehr Kommentare, dadurch,
    [..} daß Du mehr sichtbar wirst, aber gleichzeitig
    [..] sollen da keine Trolle reinkommen.

    ich mache mal was überraschendes:

    ich stimme gerhard 100% zu ;-)

  10. Das Statement „wasch mich aber mach mich nicht nass“ kann man gegen jegliches Bemühen um Verbesserung eines Missstands (hier: Troll-Kommentare, destruktives/aggressives Posten) anführen.

    Es hört sich stimmig an, bedeutet aber nichts anderes als das Akzeptieren des Status Quo, verbunden mit dem Witzeln über Leute, die das nicht einsehen und nach anderen Möglichkeiten suchen.

    Vor der Erfindung des Regenschirms hätte man auch angesichts der Idee „Regenschirm“ sagen können: Ach, du willst im Regen spazieren gehen und nicht nass werden?

    Code rules – so auch bei WordPress und anderen Blogscripten. Es gibt nur die Möglichkeit, ALLE kommentieren zu lassen, nur die Angemeldeten oder keinen. Und dies immer bezogen auf ALLE Artikel, die man zwar einzeln fürs Kommentieren schließen oder öffnen kann, dies dann aber zu den allgemein voreingestellten Bedingungen. Es ist nicht möglich, das Kommentieren für eine Gruppe Eingeladener auf einem bestimmten Artikel zu ermöglichen – ohne Seiteneffekte auf die sonstigen Blogpostings.

    Im Offline-Leben bin ich zwar per Gesetz als Staatsbürgerin auch mit „allen“ verbunden, kann mir ansonsten aber aussuchen, mit welchen Menschen und Gruppen ich zu tun haben möchte. Die gemütliche Runde im Garten, die Party oder das Arbeitstreffen einer sozialpolitischen Initiative, eine Yoga-Gruppe, was auch immer: selbst wenn die Orte und Veranstaltungen potenziell allen bekannt sein können, ist es doch nicht üblich, dass auf einmal „alle“ da reinbrettern bzw. ein militanter destruktiver Klüngel und die Atmosphäre für die Anwesenden versaut!

    Ich hoffe, ich hab verständlicher gemacht, um was es mir geht – und dass ich nicht damit zufrieden bin, für alle Zeiten genau das zu tun, was mir WordPress erlaubt – und nichts anderes.

    Das Thema ist ansonsten ein bisschen verfehlt, weil es vermutlich nie dazu kommt, dass hier „feindselige Massen strömen“. Gleichwohl könnte das „Gesprächsformat“, das mir vorschwebt, auch ziemlich interessant werden.

  11. @Claudia, es kann sein, daß Du durch entspr. Programmierung ein Mehr an Leuten „unterhalten kannst“ (nicht im Sinne einer Unterhaltung). Doch ist es zu wünschen, daß man sich vielleicht mit zig anderen Leuten einen Kommentarraum teilen muß? Bei Antje z.B. geht man mit seinem Kommentar „likely“ unter, weil da immer ordentlich viel Leute kommentieren. Da muß man schon provokativ sein/werden, um sich herauszuheben oder? Das der Querverweis auf „geiler Content“.
    Ich tue mich jedenfalls jetzt schon schwer, alles mitzulesen, wenn lediglich 3-4 Leute sich im Kommentieren abwechseln. Auch da geht mein notorischer „Zweizeiler“ (hihi) schon mal unter, zurecht wohl.

  12. Nach dem Erfolg von facebook, twitter und anderen zu urteilen wird sich eines Tages auch unter Kommentaren das most-liked-most-visible-Prinzip Geltung verschafft haben, vielleicht indem mit der Zahl der ‚likes‘ eines Kommentars seine Schriftgröße ansteigt. Ich habe gehört, bei twitter geht das schon los.

    Ich zweifele leider, daß man sich gegen diese Tendenz zum ‚größten Misthaufen aller Zeiten‘ wird wehren können, die ich zwar abgrundtief scheußlich und bar jeder Vernunft halte, die aber immerhin das Problem der (meist einsamen) Trolle vielleicht durch soziale Ächtung lösen wird. Was dann jedoch ebenso kraftvoll alle Abweichler und Mahner in der Wüste träfe – vielleicht der tiefere Sinn des like-buttons, die sanfte Diktatur des Lobes statt der harten der Kritik.

    @Claudia: mich hast Du sehr gespannt auf Dein angepeiltes ‚Gesprächsformat‘ gemacht, und leicht verwundert über wordpress werden lassen, denn wann das kein api besitzt, um zum Beispiel die Behandlung von Kommentaren nach eigenem Gusto zu gestalten, würde ich es als kreative Plattform links liegen lassen.

  13. Auch andere CMS haben so eine „Talk-Runden-Funktion“ nicht, soviel ich weiß. Aber zu WP kann man alles dazu basteln – und zur Not es auch mal mit einem Workaround versuchen.

    Ich stelle mir ein brisantes Thema vor, jedoch eine geladene Runde Kommentierer/innen, die für eine begrenzte Zeit, z.B, eine Woche, kommentieren bzw. debattieren können. Geladen würden alle, die hier in letzter Zeit öfter mal was gesagt haben – und dazu noch zwei bis drei weitere Menschen, die mit dem Thema etwas zu tun haben. Quasi eine Talkshow im Leseformat..

    Ist ja vielleicht eine blöde Idee und man würde es bald wieder lassen. Aber doch schade, dass es vom System her erstmal gar nicht angeboten wird.

  14. Im Moment bin ich ziemlich traurig wg. #schirrmacher.

    http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2014/06/12/schirrmacher-wird-fehlen/

  15. @Claudia: Deien Traurigkeit kann ich verstehen, solche Stimmen wachsen nicht auf den Bäumen.

    Zum Kommentieren: Kannst Du nicht (bzw. erlaubt wordpress es nicht) für einen einzelnen Text eine manuelle Moderation zu aktivieren, während alle anderen wie bisher nur via Pin kommentierte werden können? Falls ja, müßtest du allerdinsg Dir die Mühe machen, in regelmäßigen Abständen zu moderieren, sonst vergraulst Du die ‚Befugten‘.

    Was für ein Wort! Und es paßt ausgerechnet auf den Blog einer, who I presume fought in the old revolution on the side of the ghost and the King… (siehe das Kommentargespräch zu Deinem Post ‚Netzutopie‘)

  16. @Susanne: ich will ja nicht moderieren! Und momentan wirkt das Vorhaben sowieso absurd, denn wir sind ja derzeit bereits ein „closed club“ aus 5 Daher-Plaudernden… mit ganz gelegentlich einem „Gast“.

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