Claudia am 10. Januar 2014 — 2 Kommentare

Wer bricht den „wir spenden nur zu Weihnachten-Bann“??

Ok, streng genommen hat ihn EINE PERSON bereits gebrochen: am 6.Januar ging die erste Spende 2014 ein – herzlichen Dank! Seitdem ist aber wieder Ruhe, leider…

Zwischen den Jahren und auch noch in der ersten Januarwoche sind alle Spendenaktivitäten für mein Projekt „Formulare verstehbar machen“ weitgehend zum Erliegen gekommen. Das war auch voraussehbar, ich hab‘ mir ja auch ein paar „stille Tage“ gegönnt – es gibt ein Leben neben dem Spenden-sammeln… :-)

Zum Stand der Dinge

Insgesamt haben bisher schon 75 liebe Menschen das Übersetzungsprojekt unterstützt.
3.257,77 € kamen über Betterplace zusammen, als „externe Spende“ konnte ich 1.402 Euro einnehmen, die ich auch bei Betterplace so eingetragen habe – zusammen also 4.659,77 Euro. Wow!!!

Gut sieben Projektmonate sind damit finanziert, fünf weitere bedürfen noch einiger Spenden, um das erste Jahr zu sichern. (Monat 11 und 12 habe ich noch nicht als „Bedarf“ eingetragen, damit die erforderliche Summe nicht so abschreckend wirkt – in der Projektbeschreibung wurde der Gesamtbedarf von 7.920,– jedoch von Anfang an genau angegeben).

Mir war vom Start weg bewusst, dass die Vorweihnachtszeit die „typische Spendenzeit“ ist und dass es danach gewiss mühsamer wird. Dennoch hoffe ich, dass auch noch die Restsumme zusammen kommen wird – vielleicht könnt Ihr ja dabei noch mithelfen, indem Ihr Freunde und Bekannte auf das Projekt aufmerksam macht?

Eine/r der 75 Spender/innen hat eine „Dauerspende“ eingerichtet und wird monatlich etwas beitragen, bis das Projekt ausfinanziert ist. Ich wusste gar nicht, dass das auch geht, bis ich diese Spende sah – großartig! (Dass heute am 9.1. auf der Projektseite nur von 74 Spendern die Rede ist, liegt an der „externen Spende“, die da offenbar nicht mitgezählt wird).

Lob und Dank den Spender/innen – diesmal nicht so einfach…

Anders als beim Brunnen-für-Kambodscha-Projekt wickle ich diese neue Aktion über Betterplace ab – eine große Erleichterung sowohl für Spendenwillige als auch für den Träger KuB e.V.. Ein kleiner Nachteil dabei ist, dass ich nicht weiß, wer von den Spenderinnen und Spendern gerne erwähnt würde und wer das „anonym spenden“ (= ohne Betterplace-Account) auch wirklich só meint. Und selbst wenn sich einige per Betterplace-Account „zum Projekt bekennen“ ist damit ja nicht gleich auch gesagt, dass sie eine andere Öffentlichkeit wünschen.

So nenne ich hier einfach mal „als Beispiel für viele“ zwei Spender, die im Web aktiv sind und von denen ich Grund zur Annahme habe, dass sie einverstanden sind: z.B. meinen Provider Robin Fundinger: Auf iS-Fun.de (Web-Hosting und Domains aus aller Welt) läuft das Digital Diary und die meisten meiner Seiten seit 1999 – herzlichen Dank, Robin! Auch Guido Grigat ist ein „Netz-Urgestein“, zu dessen lesenswerter Multi-Autoren-Seite Kolumnen.de (Wahnsinn frisst Alltag..) ich leider schon lange nichts mehr beigetragen habe – danke Guido!!

Natürlich mache ich auch gerne eine richtige „Spenderliste“ mit allen, die nichts dagegen haben – aber dafür müsstet Ihr mir mailen, ob Ihr das auch wünscht. In Zeiten einer heftigen Datenschutzdiskussion mache ich in dieser Hinsicht lieber zu wenig als zuviel.

Vom Kollateral-Nutzen des Formularprojekts

Wer nun gar nicht weiß, um was es hier überhaupt geht: „Formulare verstehbar machen“ soll als auf zunächst ein Jahr angelegtes Projekt wichtige Amtsformulare, mit denen Flüchtlinge und Migranten konfrontiert sind, in wichtige Sprachen übersetzen und Ausfüllhilfen erstellen.

Als ich nun heute auf GooglePlus mal wieder daran erinnerte, dass noch einige Spenden fehlen, sagte Bruno Jennrich dazu

„Ich fände ja eine Übersetzung von Amtsdeutsch in Deutsch auch nicht schlecht… also eigentlich sogar noch besser…“

Ihm konnte ich antworten:

„Das wird als „Abfallprodukt“ natürlich anfallen! Anders lässt es sich ja gar nicht machen. Denn die direkte Übersetzung von Amtsdeutsch ist vielfach mangels entsprechender Begriffe gar nicht möglich – und selbst bei deren Vorhandensein nicht unbedingt hilfreich.“

So verhält es sich bei diesem Projekt genauso wie beim Thema „barrierefrei“: Man macht etwas für eine Minderheit, doch nützt das Ergebnis allen! Die abgesenkten Gehsteige nützen ja nicht nur Rollstuhlfahrenden, sondern auch allen, die per Fahrrad unterwegs sind oder einen Kinderwagen schieben.

Der erste Schritt zum Übersetzen bzw. zum Erstellen einer Ausfüllhilfe wird oft genug die erste Übersetzung in verständliches Deutsch sein. Dafür haben sich sogar schon zwei neue Leute gemeldet, die auf sowas spezialisiert sind!

Verständliche Ausfüllhilfen in deutsch sind quasi „Kollateralnutzen“ dieses Projekts – vielleicht auch ein zusätzlicher Grund für eine Spende?

Diskussion

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2 Kommentare zu „Wer bricht den „wir spenden nur zu Weihnachten-Bann“??“.

  1. Ich spende eigentlich nur im Advent. Um was geht es hier?

  2. @Eleonore: die Projektbeschreibung ist im Artikel mehrfach verlinkt – hier nochmal:

    https://www.betterplace.org/de/projects/16145-formulare-verstehbar-machen-ein-ubersetzungsprojekt

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