Claudia am 15. Dezember 2013 — 3 Kommentare

Gebt Euch einen Ruck! :-) Crowdfunding-Erfahrungen und Spenden-Status

Insgesamt 35 freundliche Unterstützer/innen haben bisher 1.161 Euro für das Projekt „Formulare verstehbar machen“ gespendet – 1000 Dank dafür! Es fehlen allerdings noch 2799 Euro fürs erste halbe Jahr – also z.B. 28 Menschen, die 100 Euro für dieses mega-sinnvolle Vorhaben ausgeben. Oder 112 mit einer Spende von 25,- – das müsste doch zu schaffen sein?

Reichweite ist nicht entscheidend

Einfach ist es nicht! Crowdfunding ist kein Selbstläufer, wie manche vielleicht denken. Vor allem ist es eine Illusion, zu glauben, dass die persönliche „Reichweite“ über soziale Medien entscheidend zum Erfolg beiträgt und sich leicht Spender finden, wenn man twittert, auf Facebook und GooglePlus postet und dort viele „Follower“ und „Freunde“ hat. Ich war richtig ERSTAUNT, als sich nach mehrfachen Twitter-Meldungen über insgesamt 3 Twitter-Accounts mit einer (potenziellen) Reichweite von 2295 Followern tatsächlich EINE Spenderin einfand, die aufgrund eines Tweets von der Aktion erfahren hat.

Mittlerweile sag ich „immerhin!“. Und natürlich bleibt mir diese liebe Frau im Gedächtnis, die selbst sehr engagiert ist und mehrere Projekte betreut – alle Achtung, dass da noch Raum bleibt für eigene Spenden! Ebenso ziehe ich den Hut vor einer Spenderin, die 5 Euro gespendet hat und meinte, sich wegen des „kleinen Tropfens“ entschuldigen zu müssen. Ganz im Gegenteil finde ich es großartig, wenn jemand, der selbst nicht viel hat, tatsächlich noch 5 Euro für ein menschlicheres Willkommen und Unterstützung beim „Kampf gegen den Amtsschimmel“ aufbringt! Auch kleine Tropfen höhlen den Stein.

Insgesamt erreicht man in den „sozialen Medien“ allerdings eher ein weiter melden, twittern, plussen, liken – und weniger Menschen, die es tatsächlich bis zum Spenden-Button schaffen. Dennoch DANKE ich auch allen recht herzlich, die zur Bekanntmachung beitragen, egal wie und wo! Es ist ja erst eine knappe Woche ‚rum und das „öfter ins Bewusstsein heben“ des Anliegens motiviert ja doch vielleicht hier und da noch jemanden…

Wahre Freunde – online und offline

Wenn im TV über Katastrophen und schlimme Einzelschicksale berichtet wird, erreicht das die Herzen vieler Zuschauer und bringt oft erhebliche Spendensummmen ein. Im Netz wird dagegen praktisch jeder von „viel zu vielen Infos“ überschüttet. Empathie und Mitgefühl für einzelne Anliegen ist da kaum noch aufzubringen – umso weniger, wenn die Bitte um Unterstützung als kurze Textbotschaft rüber kommt, von jemandem, den man persönlich gar nicht kennt.

Womit auch schon angedeutet ist, wo die Chancen fürs Gelingen tatsächlich liegen: Bei all den Menschen, die mich über nun 18 aktive Netzjahre auf irgend eine positive Weise „bemerkt“ haben. Sei es, dass ich mit interessanten Diary-Themen zur Unterhaltung beitrug, spannende Kommentargespräche moderierte, Schreibkurse veranstaltete, hier und da bei Netz- und IT-Problemen half oder mich gegen spezielle Zumutungen unserer Zeit einsetzte. Auch meine bisher erste Spendenkampagne „Brunnen für Kambodscha“ lebte vom Mittun dieser „wahren Netzfreunde“, die eben nicht an anonyme Adressen spenden wollen, sondern dort, wo sie wissen: das klappt auch! Da erreicht wirklich jeder Cent das Ziel – noch dazu in einem Projekt, das ich persönlich begleiten werde.

Unverzichtbar: die „altertümliche“ E-Mail

Also nutze ich in diesen Tagen alle Zeit, die ich irgend aufbringen kann und schreibe klassische, altertümliche persönliche E-Mails! Das hat den schönen Nebeneffekt, auch mal wieder mit Menschen in Kontakt zu kommen, von denen ich lange nichts las oder hörte, die mir aber aus irgend einem Grund einmal nahe waren oder noch sind.

Von einigen aus diesem Kreis kam auch die Ankündigung, selber noch den Versuch zu machen, andere zu einer Spende zu motivieren. Toll! Mal nur angedacht: Wenn alle 35 Spender/innen noch EINE Person finden würden, die ebenfalls spendet, wäre die Summe schnell verdoppelt… Das wär‘ dann richtig erfolgreiches „Crowdfunding“!

Gelegentlich hab‘ ich natürlich auch Durchhänger und hadere damit, andere mit meiner „sanften Hartnäckigkeit“ (so Hardy) vielleicht ungebührlich zu nerven. Kommt dann wieder eine Spende oder eine anderweitige Unterstützung, sag ich mir wieder: Hey, es ist für eine wirklich gute und nützliche Sache, die eigentlich schon längst hätte verwirklicht werden sollen!

Und jetzt mache ich weiter – es fehlen noch 2799 Euro. Wie hab‘ ich mich gefreut, als die „3“ am Anfang der Zahl geschwunden ist!

Bis zum nächsten Bericht wünsch ich allen einen schönen Advent.

Diskussion

Kommentare abonnieren (RSS)
3 Kommentare zu „Gebt Euch einen Ruck! :-) Crowdfunding-Erfahrungen und Spenden-Status“.

  1. […] Gebt Euch einen Ruck! :-) Crowdfounding-Erfahrungen und Spenden-Status […]

  2. @Arnd: witzig! :-) Ich hoffe mal, das hält niemanden vom Spenden ab!

Was sagst Du dazu?

*) Pflichtfelder. E-Mail wird nicht veröffentlicht