Claudia am 04. August 2012 —

Der ganze Wahnsinn in EINEM Film

Der dumme Vegetarier - ein Film über die FleischwirtschaftGrade hab’ich mir den Film „Der dumme Vegetarier“ angeschaut. Vieles davon wusste ich natürlich schon, doch in der Zusammenschau ist es nochmal verdammt beeindruckend. Anders als in TV-Filmen spürt man auch die Emotionen des Redners – was in dem Fall gar nicht stört!

Ja, es ist eine Info-Dichte, die zunehmend überwältigend wirkt. Trotzdem sollte jeder diesen Film mal „durchgestanden“ haben. Angesichts dessen, was er zeigt, schäme ich mich glatt für einen Lebensstil, der ungemein viel Zeit mit entspannten Diskussionen über abstrahierte Ethik-Themen (Gemeinsinn, Religion, Wohlstand (!) etc.) füllt, während „da draußen“ der Horror abgeht! Gefördert von der EU, immer wieder neu beschlossen vom Bundestag…

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Diskussion

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3 Kommentare zu „Der ganze Wahnsinn in EINEM Film“.

  1. Tut mir leid, liebe Claudia, das geht nicht. Das will ich mir nicht zumuten, weil ich weiß, wie verstörend ist, was man sieht und hört.
    Ja, da draußen geht der Horror ab, es ist zum weiße Haare kriegen über Nacht….
    Vielleicht kannst Du Deine Themen ein wenig ab-abstrahieren…
    Gruß von Sonja

  2. @Sonja: du IRRST!!! Das ist KEIN Film über Tierleid, Schlachtungen, Transporte und so – sondern einer über die Fleischwirtschaft (in Zusammenhang mit der Nahrungsmittelproduktion insgesamt).

    Es gibt das nichts zu abstrahiern, der Film steckt voller Daten und Fakten bis zurück in die 80ger. Den müsste ich glatt transskribieren…

    Nur im Intro gibts einen schnellen Zusammenschnitt von Bildern aus der Massentierhaltung – den hab ich jetzt mittels der Verlinkung übersprungen (wusste bisher gar nicht, dass das geht!).

  3. ist das thema „wohlstand“ wirklich eine abstrahierende,
    entspannte plauderrunde am kamin?

    ich glaube nicht so recht, die zahlen in dem Fleischfilm sind sehr wohl in sehr engem zusammenhang von unserer art „wohlstand“ zu sehen wenn auch einige übergeordnete dinge wie „unsere“ wirtschaft (insgesamt gesehen) dabei nicht so richtig „wegkommt“ Maschinenbau, technologie (fleischverarbeitende industrie und weiss der geyer, was noch alles da mit dran hängt.

    32000 liter wasser für ein kilo rindfleisch
    gegenüber 500 liter wasser für 1 kilo vegetarisch
    ist schon ein denkwürdiges argument, um nur eines der vielen aufzugreifen.

    oder 1 hektar land (regenwald) in 1 stunde nur damit „wir“ uns mit fleisch versorgen können und das rund um die uhr tag für tag.. ich denke da zeigt sich was es mit dem „fluch“ des wohlstands für jeden von „uns“ auf sich hat, ganz egal ob „wir“ fleisch essen oder veganer sind.