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	<title>Kommentare zu: Demokratie: Vom Parteienstaat zur B&#252;rger-Community</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 23:54:25 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Was war die Folge der Auswanderung vieler Ostjuden? &#124; Religion24</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/06/29/demokratie-vom-parteienstaat-zur-buerger-community/#comment-12158</link>
		<dc:creator>Was war die Folge der Auswanderung vieler Ostjuden? &#124; Religion24</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 17:39:57 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Aus Anlass der Bundespräsidentenwahl…</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/06/29/demokratie-vom-parteienstaat-zur-buerger-community/#comment-11175</link>
		<dc:creator>Aus Anlass der Bundespräsidentenwahl…</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 13:34:27 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Demokratie: Vom Parteienstaat zur B&#252;rger-Community &#8220;Dass es die Strukturen selber sind, die nicht mehr befriedigen, kann man an der Entwicklung [...]</description>
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		<title>Von: Relax-Senf</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/06/29/demokratie-vom-parteienstaat-zur-buerger-community/#comment-10920</link>
		<dc:creator>Relax-Senf</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 23:14:03 +0000</pubDate>
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		<description>Danke Claudia, deine Hinweise bringen mich selber weiter beim Denkspiel. Habe es vorher nicht erkannt, aber tats&#228;chlich w&#228;re es eine Personenwahl, die nur via Direktmandat ans Ziel f&#252;hrt. Eine hohe H&#252;rde. Trotzdem k&#246;nnte es in Grossst&#228;dten durchaus zu mehr als einem Mandat kommen, denn viele B&#252;rger sind schlicht frustriert &#252;ber das Parteien-Verhalten vor und nach der Wahl! 

Im Unterschied zur Piratenpartei, fehlt zwar ebenfalls ein gemeinsames Programm, aber jeder Kandidat vertritt eine pers&#246;nliche klare Position zu den grossen Themenbereichen, die w&#228;hrend der Legislaturperiode zur Abstimmung kommen. Dabei kann der „Freie Kandidat“ z. B. gegen Atomkraftwerke sein, f&#252;r eine Erh&#246;hung des Rentenalters und gegen Steuersenkungen. Das w&#228;re dann 1 x pro Rot/Gr&#252;n, 1 x pro Schwarz/Gelb und 1 x contra Gelb/Schwarz. Ein Abgeordneter einer etablierten Partei, kann – selbst wenn er/sie will – so nicht abstimmen.

Das mit mehr Volksentscheiden ist an sich eine gute Idee, aber ich glaube nicht dass dieses „Zangenwerkzeug“ eingef&#252;hrt wird. Selbst die SPD, die gegenw&#228;rtig daf&#252;r ist, wird noch genau pr&#252;fen – mit r&#252;ckblickender Analyse – wie scharf die Volksinitiative auch gegen die eigenen Interessen zum Zug gekommen w&#228;re. Ausserdem denke ich, dass auch EU-Recht die Sache weitaus mehr einengt,im vergleichsweise ziemlich unbeschr&#228;nkten Spielraum der direkten Demokratie in der Schweiz. 

Meine pauschale Kritik an Politikern ist unfair und entspricht nicht meinem &#252;blichen Stil. Recht hast du auch, dass auf Gemeinde- und Kommunal-Ebene sogar Fron- / ehrenamtliche Arbeit eine grosse Rolle spielt. Trotzdem, die MdB Arbeit wird sehr gut bezahlt, was ich auch i. O. finde. Es ist auch Okay, dass jemand der seine Stelle aufgibt um eine Wahl anzunehmen, durch eine gewisse Risikoabsicherung gut gedeckt/versichert ist, damit er bei Nichtwiederwahl nach 4 Jahren NICHT in wirtschaftliche Not ger&#228;t. Es ist aber v&#246;llig daneben, wenn die kurzfristig vertretbare &#252;berproportionale Einkommensabsicherung, sich durch den Zeitfaktor der Parlamentszugeh&#246;rigkeit sogar progressiv steigert und so zu Rentenanspr&#252;chen f&#252;hrt, die sich durchaus mit den so laut gescholtenen Bankmanagern auf h&#246;herer Kaderebene vergleichen lassen. 

W&#228;hrend ich nicht erneut die ganze Politikerkaste verunglimpfen m&#246;chte, muss ich trotzdem festhalten, dass ich keinen anderen Berufsstand kenne, wo einfach eine grosse Klappe reicht um als MdB einen Verdienst zu erreichen, welche einige Abgeordnete in der freien Wirtschaft bei Weitem nicht erreichen k&#246;nnten. Es fehlt mir auch eine Messgr&#246;sse f&#252;r erzielte Leistung. Einfach Versprechunge zu machen, gen&#252;gt nicht. 

Es gibt auch Politgr&#246;ssen, die soweit ich deren Biographie schon mal mitbekommen habe, noch gar nie Arbeit im richtigen Leben geleistet haben. Solche Leute sind mir ein Graus und Dorn im Auge, denn die sind f&#252;r mich wirklich nur Dampfluftbl&#228;ser. Das System geh&#246;rt ge&#228;ndert, die Demokratie revitalisiert. 

Mit der teueren Ausbildung  der ausl&#228;ndischen  Studenten hast du recht. Die Strukturen in Deutschland sind verkrustet und der Preis f&#252;rs Aufbrechen wird immer h&#246;her, je l&#228;nger Politiker und – in diesem Fall – auch die Gewerkschaften jeden Schritt blockieren, welcher zu notwendigen Struktur Ver&#228;nderungen f&#252;hren w&#252;rde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Claudia, deine Hinweise bringen mich selber weiter beim Denkspiel. Habe es vorher nicht erkannt, aber tats&#228;chlich w&#228;re es eine Personenwahl, die nur via Direktmandat ans Ziel f&#252;hrt. Eine hohe H&#252;rde. Trotzdem k&#246;nnte es in Grossst&#228;dten durchaus zu mehr als einem Mandat kommen, denn viele B&#252;rger sind schlicht frustriert &#252;ber das Parteien-Verhalten vor und nach der Wahl! </p>
<p>Im Unterschied zur Piratenpartei, fehlt zwar ebenfalls ein gemeinsames Programm, aber jeder Kandidat vertritt eine pers&#246;nliche klare Position zu den grossen Themenbereichen, die w&#228;hrend der Legislaturperiode zur Abstimmung kommen. Dabei kann der „Freie Kandidat“ z. B. gegen Atomkraftwerke sein, f&#252;r eine Erh&#246;hung des Rentenalters und gegen Steuersenkungen. Das w&#228;re dann 1 x pro Rot/Gr&#252;n, 1 x pro Schwarz/Gelb und 1 x contra Gelb/Schwarz. Ein Abgeordneter einer etablierten Partei, kann – selbst wenn er/sie will – so nicht abstimmen.</p>
<p>Das mit mehr Volksentscheiden ist an sich eine gute Idee, aber ich glaube nicht dass dieses „Zangenwerkzeug“ eingef&#252;hrt wird. Selbst die SPD, die gegenw&#228;rtig daf&#252;r ist, wird noch genau pr&#252;fen – mit r&#252;ckblickender Analyse – wie scharf die Volksinitiative auch gegen die eigenen Interessen zum Zug gekommen w&#228;re. Ausserdem denke ich, dass auch EU-Recht die Sache weitaus mehr einengt,im vergleichsweise ziemlich unbeschr&#228;nkten Spielraum der direkten Demokratie in der Schweiz. </p>
<p>Meine pauschale Kritik an Politikern ist unfair und entspricht nicht meinem &#252;blichen Stil. Recht hast du auch, dass auf Gemeinde- und Kommunal-Ebene sogar Fron- / ehrenamtliche Arbeit eine grosse Rolle spielt. Trotzdem, die MdB Arbeit wird sehr gut bezahlt, was ich auch i. O. finde. Es ist auch Okay, dass jemand der seine Stelle aufgibt um eine Wahl anzunehmen, durch eine gewisse Risikoabsicherung gut gedeckt/versichert ist, damit er bei Nichtwiederwahl nach 4 Jahren NICHT in wirtschaftliche Not ger&#228;t. Es ist aber v&#246;llig daneben, wenn die kurzfristig vertretbare &#252;berproportionale Einkommensabsicherung, sich durch den Zeitfaktor der Parlamentszugeh&#246;rigkeit sogar progressiv steigert und so zu Rentenanspr&#252;chen f&#252;hrt, die sich durchaus mit den so laut gescholtenen Bankmanagern auf h&#246;herer Kaderebene vergleichen lassen. </p>
<p>W&#228;hrend ich nicht erneut die ganze Politikerkaste verunglimpfen m&#246;chte, muss ich trotzdem festhalten, dass ich keinen anderen Berufsstand kenne, wo einfach eine grosse Klappe reicht um als MdB einen Verdienst zu erreichen, welche einige Abgeordnete in der freien Wirtschaft bei Weitem nicht erreichen k&#246;nnten. Es fehlt mir auch eine Messgr&#246;sse f&#252;r erzielte Leistung. Einfach Versprechunge zu machen, gen&#252;gt nicht. </p>
<p>Es gibt auch Politgr&#246;ssen, die soweit ich deren Biographie schon mal mitbekommen habe, noch gar nie Arbeit im richtigen Leben geleistet haben. Solche Leute sind mir ein Graus und Dorn im Auge, denn die sind f&#252;r mich wirklich nur Dampfluftbl&#228;ser. Das System geh&#246;rt ge&#228;ndert, die Demokratie revitalisiert. </p>
<p>Mit der teueren Ausbildung  der ausl&#228;ndischen  Studenten hast du recht. Die Strukturen in Deutschland sind verkrustet und der Preis f&#252;rs Aufbrechen wird immer h&#246;her, je l&#228;nger Politiker und – in diesem Fall – auch die Gewerkschaften jeden Schritt blockieren, welcher zu notwendigen Struktur Ver&#228;nderungen f&#252;hren w&#252;rde.</p>
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	<item>
		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/06/29/demokratie-vom-parteienstaat-zur-buerger-community/#comment-10917</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 07:43:36 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r die Vertiefung, jetzt verstehe ich deine Intention besser! Du denkst diese &quot;Sammelpartei&quot; &#228;hnlich wie Direktmandate Parteiloser, die es ja auch in der jetzigen Struktur geben k&#246;nnte - faktisch aber nicht gibt, da diese in aller Regel nicht gegen die Direktkandidaten aus Parteien gewinnen. Ich vermute, das w&#228;re auch mit der &quot;freien Partei&quot; nicht viel anders, denn du schreibst ja:

&quot;Daher ist es m&#246;glich, sich von Anfang an im Wahlkampf als linker, rechter, liberaler, gr&#252;ner Politiker etc. zu pr&#228;sentieren und w&#228;hlen zu lassen.&quot;

Es g&#228;be also einen Wahlkampf von Einzelpersonen unterschiedlicher politischer Ausrichtung - aber wie sollen die gew&#228;hlt werden? Das macht ja nur &#252;ber Direktmandate Sinn, denn sonst h&#228;ttest du z.B. in einer Gro&#223;stadt mehrere unterschiedliche Kandidaten (links, rechts, gr&#252;n..), die durch das Kreuzchen bei der &quot;freien Partei&quot; allesamt (!) gew&#228;hlt werden m&#252;ssten.

Hast du die Entwicklung der Piratenpartei verfolgt? Die hatte ja urspr&#252;nglich den Plan, nur mit fester Meinung bez&#252;glich der Netzthemen anzutreten - und ansonsten dann immer nach Sachlage abzustimmen, gest&#252;tzt auch durch ein extrem demokratisches internes Diskussionsverfahren, an dem auch Nichtmitglieder teilhaben sollten.

Die sind &#246;ffentlich daf&#252;r zerrissen worden! Und nicht allein von den traditionellen Parteien und der Presse, sondern auch ein gro&#223;er Teil der Sympatisanten mahnte ein Programm an: man wolle nicht die Katze im Sack w&#228;hlen... 

Nun, es wird noch viele Denkanst&#246;&#223;e und Diskussionen geben m&#252;ssen, bevor sich da wirklich was &#228;ndert. Immerhin will die SPD aktuell wenigstens mehr Volksentscheide - ob das eine nachhaltige Meinung ist, wird sich noch zeigen.

Ich wehre mich &#252;brigens dagegen, &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2010/27/Politik-Medien-Journalismus&quot;&gt;immer alle Politiker als blo&#223; Macht- und Geld-gierige Gestalten&lt;/a&gt; zu sehen: wer sich in diesem Land bereichern will, hat doch in der Wirtschaft sehr viel bessere M&#246;glichkeiten. Und ich habe selbst etliche Politiker gekannt, denen es tats&#228;chlich um Inhalte ging. Mandate in den Gemeinden, in Bezirks- und Landesparlamenten sind auch keinesfalls so &#252;ppig ausgestattet - mal grad gegoogelt, hier &lt;a href=&quot;http://www.frank-kaufmann-mdl.de/cms/default/rubrik/11/11665.was_verdient_ein_abgeordneter.html&quot;&gt;ein Beispiel eines gr&#252;nen Landtagsabgeordneten in Hessen.&lt;/a&gt; Und auch im Bundestag wird man nicht reich: hier mal &lt;a href=&quot;http://www.bettina-hagedorn.de/berlin/glaeserne_abgeordnete/&quot;&gt;die Offenlegung einer &quot;gl&#228;sernen Abgeordneten&quot; der SPD.&lt;/a&gt;

Transparenz sollte herrschen bez&#252;glich s&#228;mtlicher Zusatzeink&#252;nfte aus anderen Posten!

Was die Demographie angeht: ich finde es unglaublich r&#252;ckst&#228;ndig und dumm, dass sich DE so schwer tut, endlich zu einer aktiven Einwanderungspolitik zu kommen: also qualifizierte Einwanderer anzuwerben, denen man auch eine unbeschnittene Zukunft im Land bietet. Ausl&#228;ndische Studenten haben es nicht leicht, wie man h&#246;rt - und DANACH m&#252;ssen sie zur&#252;ck, nachdem man ihre Ausbildung bezahlt hat! Absurd!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die Vertiefung, jetzt verstehe ich deine Intention besser! Du denkst diese &#8220;Sammelpartei&#8221; &#228;hnlich wie Direktmandate Parteiloser, die es ja auch in der jetzigen Struktur geben k&#246;nnte &#8211; faktisch aber nicht gibt, da diese in aller Regel nicht gegen die Direktkandidaten aus Parteien gewinnen. Ich vermute, das w&#228;re auch mit der &#8220;freien Partei&#8221; nicht viel anders, denn du schreibst ja:</p>
<p>&#8220;Daher ist es m&#246;glich, sich von Anfang an im Wahlkampf als linker, rechter, liberaler, gr&#252;ner Politiker etc. zu pr&#228;sentieren und w&#228;hlen zu lassen.&#8221;</p>
<p>Es g&#228;be also einen Wahlkampf von Einzelpersonen unterschiedlicher politischer Ausrichtung &#8211; aber wie sollen die gew&#228;hlt werden? Das macht ja nur &#252;ber Direktmandate Sinn, denn sonst h&#228;ttest du z.B. in einer Gro&#223;stadt mehrere unterschiedliche Kandidaten (links, rechts, gr&#252;n..), die durch das Kreuzchen bei der &#8220;freien Partei&#8221; allesamt (!) gew&#228;hlt werden m&#252;ssten.</p>
<p>Hast du die Entwicklung der Piratenpartei verfolgt? Die hatte ja urspr&#252;nglich den Plan, nur mit fester Meinung bez&#252;glich der Netzthemen anzutreten &#8211; und ansonsten dann immer nach Sachlage abzustimmen, gest&#252;tzt auch durch ein extrem demokratisches internes Diskussionsverfahren, an dem auch Nichtmitglieder teilhaben sollten.</p>
<p>Die sind &#246;ffentlich daf&#252;r zerrissen worden! Und nicht allein von den traditionellen Parteien und der Presse, sondern auch ein gro&#223;er Teil der Sympatisanten mahnte ein Programm an: man wolle nicht die Katze im Sack w&#228;hlen&#8230; </p>
<p>Nun, es wird noch viele Denkanst&#246;&#223;e und Diskussionen geben m&#252;ssen, bevor sich da wirklich was &#228;ndert. Immerhin will die SPD aktuell wenigstens mehr Volksentscheide &#8211; ob das eine nachhaltige Meinung ist, wird sich noch zeigen.</p>
<p>Ich wehre mich &#252;brigens dagegen, <a href="http://www.zeit.de/2010/27/Politik-Medien-Journalismus">immer alle Politiker als blo&#223; Macht- und Geld-gierige Gestalten</a> zu sehen: wer sich in diesem Land bereichern will, hat doch in der Wirtschaft sehr viel bessere M&#246;glichkeiten. Und ich habe selbst etliche Politiker gekannt, denen es tats&#228;chlich um Inhalte ging. Mandate in den Gemeinden, in Bezirks- und Landesparlamenten sind auch keinesfalls so &#252;ppig ausgestattet &#8211; mal grad gegoogelt, hier <a href="http://www.frank-kaufmann-mdl.de/cms/default/rubrik/11/11665.was_verdient_ein_abgeordneter.html">ein Beispiel eines gr&#252;nen Landtagsabgeordneten in Hessen.</a> Und auch im Bundestag wird man nicht reich: hier mal <a href="http://www.bettina-hagedorn.de/berlin/glaeserne_abgeordnete/">die Offenlegung einer &#8220;gl&#228;sernen Abgeordneten&#8221; der SPD.</a></p>
<p>Transparenz sollte herrschen bez&#252;glich s&#228;mtlicher Zusatzeink&#252;nfte aus anderen Posten!</p>
<p>Was die Demographie angeht: ich finde es unglaublich r&#252;ckst&#228;ndig und dumm, dass sich DE so schwer tut, endlich zu einer aktiven Einwanderungspolitik zu kommen: also qualifizierte Einwanderer anzuwerben, denen man auch eine unbeschnittene Zukunft im Land bietet. Ausl&#228;ndische Studenten haben es nicht leicht, wie man h&#246;rt &#8211; und DANACH m&#252;ssen sie zur&#252;ck, nachdem man ihre Ausbildung bezahlt hat! Absurd!</p>
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		<title>Von: Relax-Senf</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/06/29/demokratie-vom-parteienstaat-zur-buerger-community/#comment-10916</link>
		<dc:creator>Relax-Senf</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 23:12:01 +0000</pubDate>
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		<description>@ Claudia: „nicht verfassungskonform.“ Ein interessanter Hinweis, den ich nicht kenne, aber durchaus f&#252;r m&#246;glich halte. Schliessen wir diesen Aspekt f&#252;r diese Diskussion mal aus, da es sich ja hier nur um eine gesellschaftspolitische Option handelt.

Unbestritten ist wohl, dass die Zeit, wo zwei Volksparteien locker mehr als 80 Prozent der Wahlstimmen auf sich vereinigt – was NICHT 80 Prozent der Wahlberechtigten bedeutet – vorbei ist. Unumkehrbar. Jetzt gibt es ja die F&#252;nf Prozent Regel, um die Verfassungsh&#252;rde als neue Partei zu schaffen und dies ist gut so. Es gibt n&#228;mlich nicht zu wenig gute Ideen und Initiativen unter den Volksvertretern sondern die Machtverh&#228;ltnisse (Diktatur...) in den Parteien, die sich immer erst am Machterhalt und dem Sichern der &#252;ppig gef&#252;llten Geldt&#246;pfe f&#252;r Volksvertreter orientiert und nicht an partei&#252;bergreifenden L&#246;sungen f&#252;r die B&#252;rger. Ich habe Renate K&#252;nast, J&#252;rgen Trittin oder Andrea Nahles noch gar nie erlebt, dass die nur ein positives Wort f&#252;r eine Idee der Regierung &#252;brig hatten. Von der Linken rede ich gar nicht erst. Umgekehrt ist es genauso. CDU/CSU und FDP zerreissen jeden Impuls der Opposition. 

Bei meiner Idee geht es darum die Stimmkraft der B&#252;rger &#252;ber die ganze Legislaturperiode einzusetzen und nicht mit der einmaligen Abgabe am Wahltag den etablierten Parteien einen Blankoscheck auszustellen. Weil es f&#252;r die „Freien W&#228;hlerstimmen-Union“ – Partei entf&#228;llt da es keine „geschlossene“ Partei ist - kein &quot;zwingendes&quot; Parteiprogramm gibt und als Folge davon auch die parteiinternen politischen und disziplinarischen F&#252;hrungsstrukturen entfallen,  braucht es nur eine Struktur f&#252;r Administration und Verwaltung. Im Alltag wird es zwar zur Suche nach einem gemeinsamen Nenner kommen, aber kein Parlamentarier muss nach Vorgaben der Partei stimmen sondern tut dies nach eigenem Gutd&#252;nken bzw. in &#220;bereinstimmung mit seinen Wahlkampfversprechen. 

Daher ist es m&#246;glich, sich von Anfang an im Wahlkampf als linker, rechter, liberaler, gr&#252;ner Politiker etc. zu pr&#228;sentieren und w&#228;hlen zu lassen. F&#252;r den W&#228;hler ist somit von Anfang an das zu erwartende Abstimmungsverhalten klar, welches in der Regel die Partei beg&#252;nstigen wird, deren grosse Politlinie bef&#252;rwortet wird. Doch die Zustimmung gibt es nicht einfach, weil es in Hinterzimmern so beschlossen worden ist sondern „nur“ f&#252;r &#252;berzeugende Argumente. Diese Beispiel zeigt klar auf, dass diese Partei praktisch nie mit einer Stimme sprechen wird, aber man sich im Interesse der Sache zu Zweckb&#252;ndnissen finden kann, die sich nicht an der Parteienlandschaft und striktem pro und contra Verhalten gem&#228;ss Regierungs- und Oppositions-Status orientiert. 

Die Freienvertreter &#252;ben ihren Hauptberuf weiterhin aktiv aus, weil es z.B. eine Mandatszeitbeschr&#228;nkung von h&#246;chstens zwei Legislaturperioden geben muss und weil die physische Pr&#228;senz im Parlament viel weniger ausgepr&#228;gt sein muss, wie bei den B&#252;rgervertretern der anderen Parteien. Die etablierten Parteien „m&#252;ssen“ mit ihrer Arbeit und ihren Vorschl&#228;gen um die „erreichbaren“ Stimmen der Freien werben. 

Die Volksvertretungsgewalt der Freien soll bewirken, dass die Etablierten nach der Wahl nicht schalten und walten k&#246;nnen wie sie wollen sondern die Vertretungsst&#228;rke - durch Motivierung der Nichtw&#228;hler zur Stimmabgabe - der Freien nicht ignoriert werden kann. 

Die Wechselw&#228;hler strafen heute mir ihrem Tun die bevorzugte Partei ab, was bei der betroffenen Partei realisiert wird, aber letztlich zu einem nicht besseren Blankoscheck bei der Partei f&#252;hrt, die von den Protest-/Wechsel-W&#228;hlern profitieren. 

Mit allen Stimmen der Protest-/Wechsel-W&#228;hler in einem Sammelbecken, entsteht dagegen ein messbares und faktisches Signal, das der „abgestraften“ und den stagnierenden Parteien die gelbe Karte zeigt, dass dieser Teil des Volkes definitiv nicht mit der Arbeit der Polit-Profis einverstanden ist. 

Die Demographie entfaltet durch mehr Alte und weniger Arbeitnehmer/Steuerzahler – verbunden mit einer statistisch erkennbaren Zunahme der Lebensjahre nach der Pensionierung – eine Auswirkung auf die Sozialsysteme – Renten, Krankenkassenpr&#228;mien etc. – die nicht von einer Regierung gel&#246;st werden k&#246;nnen. Gleichg&#252;ltig welche Parteien abgew&#228;hlt und welche in die Regierungsbildung gew&#228;hlt werden. 

Die Probleme von Gesellschaft und Politik verlangen nach einer neuen L&#246;sungsethik, die mit dem bestehenden System – die Mandatstr&#228;ger leben wie die Maden im Speck – nicht vorangetrieben wird. Deshalb braucht es neue Wege, egal wie unausgegoren dieser Vorschlag auf den ersten Blick aussehen mag. Es geht mir darum einen Denkprozess anzustossen und nicht darum mit wenigen Zeilen ein L&#246;sungskonzept zu pr&#228;sentieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Claudia: „nicht verfassungskonform.“ Ein interessanter Hinweis, den ich nicht kenne, aber durchaus f&#252;r m&#246;glich halte. Schliessen wir diesen Aspekt f&#252;r diese Diskussion mal aus, da es sich ja hier nur um eine gesellschaftspolitische Option handelt.</p>
<p>Unbestritten ist wohl, dass die Zeit, wo zwei Volksparteien locker mehr als 80 Prozent der Wahlstimmen auf sich vereinigt – was NICHT 80 Prozent der Wahlberechtigten bedeutet – vorbei ist. Unumkehrbar. Jetzt gibt es ja die F&#252;nf Prozent Regel, um die Verfassungsh&#252;rde als neue Partei zu schaffen und dies ist gut so. Es gibt n&#228;mlich nicht zu wenig gute Ideen und Initiativen unter den Volksvertretern sondern die Machtverh&#228;ltnisse (Diktatur&#8230;) in den Parteien, die sich immer erst am Machterhalt und dem Sichern der &#252;ppig gef&#252;llten Geldt&#246;pfe f&#252;r Volksvertreter orientiert und nicht an partei&#252;bergreifenden L&#246;sungen f&#252;r die B&#252;rger. Ich habe Renate K&#252;nast, J&#252;rgen Trittin oder Andrea Nahles noch gar nie erlebt, dass die nur ein positives Wort f&#252;r eine Idee der Regierung &#252;brig hatten. Von der Linken rede ich gar nicht erst. Umgekehrt ist es genauso. CDU/CSU und FDP zerreissen jeden Impuls der Opposition. </p>
<p>Bei meiner Idee geht es darum die Stimmkraft der B&#252;rger &#252;ber die ganze Legislaturperiode einzusetzen und nicht mit der einmaligen Abgabe am Wahltag den etablierten Parteien einen Blankoscheck auszustellen. Weil es f&#252;r die „Freien W&#228;hlerstimmen-Union“ – Partei entf&#228;llt da es keine „geschlossene“ Partei ist &#8211; kein &#8220;zwingendes&#8221; Parteiprogramm gibt und als Folge davon auch die parteiinternen politischen und disziplinarischen F&#252;hrungsstrukturen entfallen,  braucht es nur eine Struktur f&#252;r Administration und Verwaltung. Im Alltag wird es zwar zur Suche nach einem gemeinsamen Nenner kommen, aber kein Parlamentarier muss nach Vorgaben der Partei stimmen sondern tut dies nach eigenem Gutd&#252;nken bzw. in &#220;bereinstimmung mit seinen Wahlkampfversprechen. </p>
<p>Daher ist es m&#246;glich, sich von Anfang an im Wahlkampf als linker, rechter, liberaler, gr&#252;ner Politiker etc. zu pr&#228;sentieren und w&#228;hlen zu lassen. F&#252;r den W&#228;hler ist somit von Anfang an das zu erwartende Abstimmungsverhalten klar, welches in der Regel die Partei beg&#252;nstigen wird, deren grosse Politlinie bef&#252;rwortet wird. Doch die Zustimmung gibt es nicht einfach, weil es in Hinterzimmern so beschlossen worden ist sondern „nur“ f&#252;r &#252;berzeugende Argumente. Diese Beispiel zeigt klar auf, dass diese Partei praktisch nie mit einer Stimme sprechen wird, aber man sich im Interesse der Sache zu Zweckb&#252;ndnissen finden kann, die sich nicht an der Parteienlandschaft und striktem pro und contra Verhalten gem&#228;ss Regierungs- und Oppositions-Status orientiert. </p>
<p>Die Freienvertreter &#252;ben ihren Hauptberuf weiterhin aktiv aus, weil es z.B. eine Mandatszeitbeschr&#228;nkung von h&#246;chstens zwei Legislaturperioden geben muss und weil die physische Pr&#228;senz im Parlament viel weniger ausgepr&#228;gt sein muss, wie bei den B&#252;rgervertretern der anderen Parteien. Die etablierten Parteien „m&#252;ssen“ mit ihrer Arbeit und ihren Vorschl&#228;gen um die „erreichbaren“ Stimmen der Freien werben. </p>
<p>Die Volksvertretungsgewalt der Freien soll bewirken, dass die Etablierten nach der Wahl nicht schalten und walten k&#246;nnen wie sie wollen sondern die Vertretungsst&#228;rke &#8211; durch Motivierung der Nichtw&#228;hler zur Stimmabgabe &#8211; der Freien nicht ignoriert werden kann. </p>
<p>Die Wechselw&#228;hler strafen heute mir ihrem Tun die bevorzugte Partei ab, was bei der betroffenen Partei realisiert wird, aber letztlich zu einem nicht besseren Blankoscheck bei der Partei f&#252;hrt, die von den Protest-/Wechsel-W&#228;hlern profitieren. </p>
<p>Mit allen Stimmen der Protest-/Wechsel-W&#228;hler in einem Sammelbecken, entsteht dagegen ein messbares und faktisches Signal, das der „abgestraften“ und den stagnierenden Parteien die gelbe Karte zeigt, dass dieser Teil des Volkes definitiv nicht mit der Arbeit der Polit-Profis einverstanden ist. </p>
<p>Die Demographie entfaltet durch mehr Alte und weniger Arbeitnehmer/Steuerzahler – verbunden mit einer statistisch erkennbaren Zunahme der Lebensjahre nach der Pensionierung – eine Auswirkung auf die Sozialsysteme – Renten, Krankenkassenpr&#228;mien etc. – die nicht von einer Regierung gel&#246;st werden k&#246;nnen. Gleichg&#252;ltig welche Parteien abgew&#228;hlt und welche in die Regierungsbildung gew&#228;hlt werden. </p>
<p>Die Probleme von Gesellschaft und Politik verlangen nach einer neuen L&#246;sungsethik, die mit dem bestehenden System – die Mandatstr&#228;ger leben wie die Maden im Speck – nicht vorangetrieben wird. Deshalb braucht es neue Wege, egal wie unausgegoren dieser Vorschlag auf den ersten Blick aussehen mag. Es geht mir darum einen Denkprozess anzustossen und nicht darum mit wenigen Zeilen ein L&#246;sungskonzept zu pr&#228;sentieren.</p>
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		<title>Von: Claudia Klinger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/06/29/demokratie-vom-parteienstaat-zur-buerger-community/#comment-10913</link>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 09:34:33 +0000</pubDate>
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		<description>@Relax-Senf:  eine Partei, die nicht an die Regierung will, w&#228;re (soviel ich mal gelesen habe) nicht verfassungskonform. Und vermutlich auch nicht reizvoll f&#252;r viele W&#228;hler, denn man will ja schon wissen, wen man w&#228;hlt und f&#252;r was. F&#252;r ein blo&#223;es &quot;freies Abstimmen&quot; nicht n&#228;her definierter Abgeordneter w&#252;rde ich meine Stimme jedenfalls nicht einer neuen Partei geben. 
Ich glaube ganz allgemein nicht an Ver&#228;nderung &#252;ber neue Parteien, denn (wie du ja auch siehst)sind es die Parteistrukturen selbst, die zur Enthaltung und Verdrossenheit f&#252;hren. Die Parteien m&#252;ssten intern demokratischer werden - und sie m&#252;ssen durch B&#252;rgervoten erg&#228;nzt werden. Zum einen durch mehr Volksentscheide, zum zweiten durch Strukturen, wie ich sie im Artikel beschrieb, denen man ja im Lauf der Erfahrung mehr Mitbestimmung einr&#228;umen kann (etwa analog Petition, nur besser).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Relax-Senf:  eine Partei, die nicht an die Regierung will, w&#228;re (soviel ich mal gelesen habe) nicht verfassungskonform. Und vermutlich auch nicht reizvoll f&#252;r viele W&#228;hler, denn man will ja schon wissen, wen man w&#228;hlt und f&#252;r was. F&#252;r ein blo&#223;es &#8220;freies Abstimmen&#8221; nicht n&#228;her definierter Abgeordneter w&#252;rde ich meine Stimme jedenfalls nicht einer neuen Partei geben.<br />
Ich glaube ganz allgemein nicht an Ver&#228;nderung &#252;ber neue Parteien, denn (wie du ja auch siehst)sind es die Parteistrukturen selbst, die zur Enthaltung und Verdrossenheit f&#252;hren. Die Parteien m&#252;ssten intern demokratischer werden &#8211; und sie m&#252;ssen durch B&#252;rgervoten erg&#228;nzt werden. Zum einen durch mehr Volksentscheide, zum zweiten durch Strukturen, wie ich sie im Artikel beschrieb, denen man ja im Lauf der Erfahrung mehr Mitbestimmung einr&#228;umen kann (etwa analog Petition, nur besser).</p>
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