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	<title>Kommentare zu: &#220;ber Texte als Ware und Gespr&#228;ch</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
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		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/03/15/ueber-texte-als-ware-und-gespraech/#comment-10443</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 00:02:37 +0000</pubDate>
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		<description>@Susanne: danke f&#252;r die ermunternden und erl&#228;uternden Worte! Es k&#246;nnte glatt sein, dass sogar f&#252;r mich die Lyrik mal zwischendurch zum &quot;Rettenden&quot; werden k&#246;nnte, wenn mich in den herein st&#252;rzenden 2.0-igen Textmassen zu verlieren drohe und kaum mehr wei&#223;, wo als n&#228;chstes klicken und warum &#252;berhaupt...

Ganz selten hab&#039; ich ja auch schon &quot;gedichtet&quot;: 

http://www.literaturcafe.de/bf.htm?/lyrik/park.htm

der SOUND gef&#228;llt mir heute noch...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Susanne: danke f&#252;r die ermunternden und erl&#228;uternden Worte! Es k&#246;nnte glatt sein, dass sogar f&#252;r mich die Lyrik mal zwischendurch zum &#8220;Rettenden&#8221; werden k&#246;nnte, wenn mich in den herein st&#252;rzenden 2.0-igen Textmassen zu verlieren drohe und kaum mehr wei&#223;, wo als n&#228;chstes klicken und warum &#252;berhaupt&#8230;</p>
<p>Ganz selten hab&#8217; ich ja auch schon &#8220;gedichtet&#8221;: </p>
<p><a href="http://www.literaturcafe.de/bf.htm?/lyrik/park.htm" rel="nofollow">http://www.literaturcafe.de/bf.htm?/lyrik/park.htm</a></p>
<p>der SOUND gef&#228;llt mir heute noch&#8230;</p>
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		<title>Von: Susanne</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/03/15/ueber-texte-als-ware-und-gespraech/#comment-10441</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 13:09:19 +0000</pubDate>
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		<description>@Claudia

F&#252;r mich sind &#039;Texte&#039; (ob nun lyrisch oder prosaisch oder experimentell oder gar nach Silben bezahlt) wie Billard, wenn dich der Spa&#223; daran, wie unterschiedlich die beiden Kugeln getroffen werden k&#246;nnen und wie grandios die angesto&#223;ene Kugel zwischen den Banden herum laufen kann, immmer mehr davon abgebracht hat, unbedingt nur die beiden Kugeln treffen zu wollen oder zu m&#252;ssen.

Irgendwelche Regeln wird das schon haben (Schwerkraft und Ladenschlu&#223;zeiten und so), aber du achtest nicht sehr darauf und l&#228;&#223;t die wei&#223;e Kugel immer wieder &#252;ber den Filz flitzen und freust dich daran, wenn sie einmal besonders tolle Kapriolen schl&#228;gt. Und manchmal tickt sie ja auch genau ihre beiden Kolleginnen an, wie sch&#246;n!

Sehr wichtig w&#252;rde ich das alles aber niemals nehmen. Was dabei heraus kommt, wenn Leute Literatur wie die Kernspaltung behandeln, schmeckt f&#252;r mich nach kaltem Kaffee und f&#252;hlt sich an wie warmer Schaum. Und, was das &#220;belste ist, liest sich einfach viel zu m&#252;hsam. Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Ein sachlicher Text (wie zu meiner Freude viele, die Du hier einstellst) kann ebenso viel Spa&#223; zu lesen machen wie ein Text wegen einer Magenverstimmung oder einer netten Geste, die den Tag retten half. Wichtig ist der Klang! Sogar wenn jemand &#039;etwas aussagen&#039; will (was Lyriker-innen in der geforderten Pr&#228;zision meistens ja nur im Nachhinein vorgeben oder was ihnen andere eifrig f&#252;r die Zwecke von Klappentexten usw. unterjubeln). Texte finden nicht nur &#039;inhaltlich&#039;, sondern auch (und vielleicht sogar in einem viel gr&#246;&#223;eren Ausma&#223;, als manche das denken oder gar zugeben wollen) durch Klang, Melodie, Takt und Rythmus einen Weg zu den H&#246;rer-innen.

Sch&#246;n ist, wenn ein Text in mir Resonanz (wie Du und Menachem schon sagten) erschafft - beim Lesen. Wie er das macht, ist mir (au&#223;er vielleicht, wenn&#039;s plumpe Bestechung und social hype oder das sprachliche Sandstrahlgebl&#228;se w&#228;ren) schnurzpiepegal. Ich bin da Optimistin: wenn mir ein Text gef&#228;llt, wird mein Verstand schon ausreichend &#252;berall vorzeigbare Gr&#252;nden finden, warum er mir gef&#228;llt, falls mich jemand danach fragt!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Claudia</p>
<p>F&#252;r mich sind &#8216;Texte&#8217; (ob nun lyrisch oder prosaisch oder experimentell oder gar nach Silben bezahlt) wie Billard, wenn dich der Spa&#223; daran, wie unterschiedlich die beiden Kugeln getroffen werden k&#246;nnen und wie grandios die angesto&#223;ene Kugel zwischen den Banden herum laufen kann, immmer mehr davon abgebracht hat, unbedingt nur die beiden Kugeln treffen zu wollen oder zu m&#252;ssen.</p>
<p>Irgendwelche Regeln wird das schon haben (Schwerkraft und Ladenschlu&#223;zeiten und so), aber du achtest nicht sehr darauf und l&#228;&#223;t die wei&#223;e Kugel immer wieder &#252;ber den Filz flitzen und freust dich daran, wenn sie einmal besonders tolle Kapriolen schl&#228;gt. Und manchmal tickt sie ja auch genau ihre beiden Kolleginnen an, wie sch&#246;n!</p>
<p>Sehr wichtig w&#252;rde ich das alles aber niemals nehmen. Was dabei heraus kommt, wenn Leute Literatur wie die Kernspaltung behandeln, schmeckt f&#252;r mich nach kaltem Kaffee und f&#252;hlt sich an wie warmer Schaum. Und, was das &#220;belste ist, liest sich einfach viel zu m&#252;hsam. Man merkt die Absicht und ist verstimmt.</p>
<p>Ein sachlicher Text (wie zu meiner Freude viele, die Du hier einstellst) kann ebenso viel Spa&#223; zu lesen machen wie ein Text wegen einer Magenverstimmung oder einer netten Geste, die den Tag retten half. Wichtig ist der Klang! Sogar wenn jemand &#8216;etwas aussagen&#8217; will (was Lyriker-innen in der geforderten Pr&#228;zision meistens ja nur im Nachhinein vorgeben oder was ihnen andere eifrig f&#252;r die Zwecke von Klappentexten usw. unterjubeln). Texte finden nicht nur &#8216;inhaltlich&#8217;, sondern auch (und vielleicht sogar in einem viel gr&#246;&#223;eren Ausma&#223;, als manche das denken oder gar zugeben wollen) durch Klang, Melodie, Takt und Rythmus einen Weg zu den H&#246;rer-innen.</p>
<p>Sch&#246;n ist, wenn ein Text in mir Resonanz (wie Du und Menachem schon sagten) erschafft &#8211; beim Lesen. Wie er das macht, ist mir (au&#223;er vielleicht, wenn&#8217;s plumpe Bestechung und social hype oder das sprachliche Sandstrahlgebl&#228;se w&#228;ren) schnurzpiepegal. Ich bin da Optimistin: wenn mir ein Text gef&#228;llt, wird mein Verstand schon ausreichend &#252;berall vorzeigbare Gr&#252;nden finden, warum er mir gef&#228;llt, falls mich jemand danach fragt!</p>
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		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/03/15/ueber-texte-als-ware-und-gespraech/#comment-10440</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 11:19:57 +0000</pubDate>
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		<description>@Su: &quot;nicht m&#246;gen&quot; stimmt auch nicht wirklich - ich f&#252;hl mich dabei irgendwie unf&#228;hig, zu verstehen, was der Dichter/die Dichterin meint. Weil es eben bei Lyrik oft nicht so rational und klar ist, wie und warum welche Worte wie gesetzt werden...

@Kreativ-Schreiber: wird interessant, wenn das auch mehr und mehr f&#252;r Journalisten real wird..

@Menachem: danke f&#252;r die positive Resonanz! Du bist mir ein lieber Stammleser und ich erwarte keineswegs, dass jeder immer meiner Meinung ist!!!! :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Su: &#8220;nicht m&#246;gen&#8221; stimmt auch nicht wirklich &#8211; ich f&#252;hl mich dabei irgendwie unf&#228;hig, zu verstehen, was der Dichter/die Dichterin meint. Weil es eben bei Lyrik oft nicht so rational und klar ist, wie und warum welche Worte wie gesetzt werden&#8230;</p>
<p>@Kreativ-Schreiber: wird interessant, wenn das auch mehr und mehr f&#252;r Journalisten real wird..</p>
<p>@Menachem: danke f&#252;r die positive Resonanz! Du bist mir ein lieber Stammleser und ich erwarte keineswegs, dass jeder immer meiner Meinung ist!!!! :-)</p>
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		<title>Von: Menacherm</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/03/15/ueber-texte-als-ware-und-gespraech/#comment-10439</link>
		<dc:creator>Menacherm</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 20:32:39 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo &quot;Claudia&quot;, ohne viel Diskussion, ich k&#246;nnte es auch garnicht erkl&#228;ren, ich find deinen Beitrag super-spitze, weil, wenn es wirklich etwas wie Schwingungen gibt, k&#246;nnen Texte, Worte, vielleicht sogar nur ein falsch gesetztes Komma, einen anderen wie im Gespr&#228;ch erreichen und die gleichen Saiten zum schwingen bringen. Das wir nicht immer alle auf der gleichen Frequenz senden - hm,ja,.. das ist halt so.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo &#8220;Claudia&#8221;, ohne viel Diskussion, ich k&#246;nnte es auch garnicht erkl&#228;ren, ich find deinen Beitrag super-spitze, weil, wenn es wirklich etwas wie Schwingungen gibt, k&#246;nnen Texte, Worte, vielleicht sogar nur ein falsch gesetztes Komma, einen anderen wie im Gespr&#228;ch erreichen und die gleichen Saiten zum schwingen bringen. Das wir nicht immer alle auf der gleichen Frequenz senden &#8211; hm,ja,.. das ist halt so.</p>
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		<title>Von: Kreativ-Schreiber</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/03/15/ueber-texte-als-ware-und-gespraech/#comment-10436</link>
		<dc:creator>Kreativ-Schreiber</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 12:29:39 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn man sich andere Branchen anschaut (z.B. Politik, Musik- und Film-Szene), dann ist dort die enge Bindung den kreativen Kopf dahinter schon l&#228;ngst vollzogen. Da das Internet aber noch jung ist, ist dieser wichtige Schritt noch nicht ganz abgeschlossen, auch wenn der Anfang schon gemacht wurde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man sich andere Branchen anschaut (z.B. Politik, Musik- und Film-Szene), dann ist dort die enge Bindung den kreativen Kopf dahinter schon l&#228;ngst vollzogen. Da das Internet aber noch jung ist, ist dieser wichtige Schritt noch nicht ganz abgeschlossen, auch wenn der Anfang schon gemacht wurde.</p>
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		<title>Von: Susanne</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/03/15/ueber-texte-als-ware-und-gespraech/#comment-10435</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 11:09:51 +0000</pubDate>
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		<description>@Claudia

&lt;b&gt;NDW&lt;/b&gt; - Ha! ;-)  

Der Seitenhieb mit der NDW galt auch weniger dieser Form von L&#228;rm als jemandem, der seit Wochen mit blauen Augen, die so sentimental machen, lockt. Leider aber zugleich mit Yassir Arafats sinnlichen Lippen (die ich in deiner sch&#246;nen Zusammenstellung leider vermisse) abschreckt. So wird er es wohl nie zum Goldenen Reiter bringen. (Ups, war das jetzt social networking?)

Und schade, da&#223; Du keine Lyrik magst. Bei mir steht auch eher Unfug als Lyrik, ich tarne ihn nur geschickt durch gelegentlich eingestreute Reime oder Zeilenumbr&#252;che!

LG 
Susanne</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Claudia</p>
<p><b>NDW</b> &#8211; Ha! ;-)  </p>
<p>Der Seitenhieb mit der NDW galt auch weniger dieser Form von L&#228;rm als jemandem, der seit Wochen mit blauen Augen, die so sentimental machen, lockt. Leider aber zugleich mit Yassir Arafats sinnlichen Lippen (die ich in deiner sch&#246;nen Zusammenstellung leider vermisse) abschreckt. So wird er es wohl nie zum Goldenen Reiter bringen. (Ups, war das jetzt social networking?)</p>
<p>Und schade, da&#223; Du keine Lyrik magst. Bei mir steht auch eher Unfug als Lyrik, ich tarne ihn nur geschickt durch gelegentlich eingestreute Reime oder Zeilenumbr&#252;che!</p>
<p>LG<br />
Susanne</p>
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