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	<title>Kommentare zu: Sterben aus Angst vor dem Arzt?</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 19:39:43 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Claudia Klinger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/01/30/sterben-aus-angst-vor-dem-arzt/#comment-10207</link>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 11:47:54 +0000</pubDate>
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		<description>Hast Recht, das war ein falscher Vergleich!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hast Recht, das war ein falscher Vergleich!</p>
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		<title>Von: Siegfried</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/01/30/sterben-aus-angst-vor-dem-arzt/#comment-10192</link>
		<dc:creator>Siegfried</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 17:16:15 +0000</pubDate>
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		<description>Tja, der Mensch als industrielles Abfallprodukt. Insofern eigentlich gerade nicht Steinzeit. Da nahm sich der Doktor bei Bedarf mehrere Tage oder gar Wochen Zeit f&#252;r den Patienten. Heute geht das Alles nur noch schnell-schnell: Rote Nase? Schnupfen. Pieks. Der N&#228;chste bitte. Hat mich auch sehr gefreut, Herr Doktor.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, der Mensch als industrielles Abfallprodukt. Insofern eigentlich gerade nicht Steinzeit. Da nahm sich der Doktor bei Bedarf mehrere Tage oder gar Wochen Zeit f&#252;r den Patienten. Heute geht das Alles nur noch schnell-schnell: Rote Nase? Schnupfen. Pieks. Der N&#228;chste bitte. Hat mich auch sehr gefreut, Herr Doktor.</p>
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		<title>Von: Claudia Klinger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/01/30/sterben-aus-angst-vor-dem-arzt/#comment-10191</link>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 16:59:22 +0000</pubDate>
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		<description>@Siegfried:  da m&#252;ssen die armen &#196;rzte schon all die Leute ertragen, die sich im Netz &#252;ber ihr Problem kundig gemacht haben - und nun sollen sie auch noch &#252;ber Herangehensweisen diskutieren??? Du lieber Himmel, wo k&#228;men wir denn dahin!

Es ist so vieles am gesamten Arrangement Arzt/Patient im Argen, dass man ohne Ende Brandreden halten und Schm&#228;hschriften verfassen k&#246;nnte! Allein schon, dass in 8 Minuten alles erfasst/gesagt/diagnostiziert/beschlossen sein soll ist doch derma&#223;en daneben! Warum haben die nicht lange schon Vorab-Formulare eingef&#252;hrt, auf denen man sich ausf&#252;hrlich &#252;ber seine Beschwerden auslassen kann? Warum hat nicht jeder Arzt neben einem Wartezimmer auch eine Online-Community, in der man das supergut machen k&#246;nnte? Mal drei Seiten Text scannen tut sich leichter und schneller als einem durch den gef&#252;hlten Zeitdruck irritierten Patienten die W&#252;rmer aus der Nase zu ziehen... 

Steinzeit, wohin man schaut!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Siegfried:  da m&#252;ssen die armen &#196;rzte schon all die Leute ertragen, die sich im Netz &#252;ber ihr Problem kundig gemacht haben &#8211; und nun sollen sie auch noch &#252;ber Herangehensweisen diskutieren??? Du lieber Himmel, wo k&#228;men wir denn dahin!</p>
<p>Es ist so vieles am gesamten Arrangement Arzt/Patient im Argen, dass man ohne Ende Brandreden halten und Schm&#228;hschriften verfassen k&#246;nnte! Allein schon, dass in 8 Minuten alles erfasst/gesagt/diagnostiziert/beschlossen sein soll ist doch derma&#223;en daneben! Warum haben die nicht lange schon Vorab-Formulare eingef&#252;hrt, auf denen man sich ausf&#252;hrlich &#252;ber seine Beschwerden auslassen kann? Warum hat nicht jeder Arzt neben einem Wartezimmer auch eine Online-Community, in der man das supergut machen k&#246;nnte? Mal drei Seiten Text scannen tut sich leichter und schneller als einem durch den gef&#252;hlten Zeitdruck irritierten Patienten die W&#252;rmer aus der Nase zu ziehen&#8230; </p>
<p>Steinzeit, wohin man schaut!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Siegfried</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/01/30/sterben-aus-angst-vor-dem-arzt/#comment-10190</link>
		<dc:creator>Siegfried</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 12:37:39 +0000</pubDate>
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		<description>Bin grade &#252;ber Basic Thinking auf Dein Blog aufmerksam geworden, und habe es, als ich diesen Text gelesen habe, gleich mal abonniert!

Zur Zeit bin ich selber so eine Art Arztverweigerer. Jedenfalls in einem Punkt. Ich habe auf einem Auge grauen Star, halte aber Nichts von der standard-OP. Stattdessen habe ich mir selber Etwas &#252;berlegt, was die nat&#252;rliche Linse erhalten k&#246;nnte, und was wahrscheinlich machbar ist. Bislang haben 4 Augen&#228;rzte bei den allerersten Worten bereits abgewunken. Ohne sich meine Idee &#252;berhaupt anzuh&#246;ren. In K&#252;rze werde ich es mal in der Augenklinik K&#246;lln versuchen. Mal sehen, ob man dort mehr Zeit hat und offener f&#252;r neue Ideen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bin grade &#252;ber Basic Thinking auf Dein Blog aufmerksam geworden, und habe es, als ich diesen Text gelesen habe, gleich mal abonniert!</p>
<p>Zur Zeit bin ich selber so eine Art Arztverweigerer. Jedenfalls in einem Punkt. Ich habe auf einem Auge grauen Star, halte aber Nichts von der standard-OP. Stattdessen habe ich mir selber Etwas &#252;berlegt, was die nat&#252;rliche Linse erhalten k&#246;nnte, und was wahrscheinlich machbar ist. Bislang haben 4 Augen&#228;rzte bei den allerersten Worten bereits abgewunken. Ohne sich meine Idee &#252;berhaupt anzuh&#246;ren. In K&#252;rze werde ich es mal in der Augenklinik K&#246;lln versuchen. Mal sehen, ob man dort mehr Zeit hat und offener f&#252;r neue Ideen ist.</p>
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	<item>
		<title>Von: Claudia / Digidiary</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/01/30/sterben-aus-angst-vor-dem-arzt/#comment-10189</link>
		<dc:creator>Claudia / Digidiary</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 23:51:54 +0000</pubDate>
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		<description>@Thinkabout: ab einem bestimmten Punkt spekulierst du munter drauf los, n&#228;mlich in die falsche Richtung. Wenn n&#228;mlich eine Behandlungsoption aus Sicht des Betroffenen zu leidvoll und stressig oder zu chancenlos ist, warum sollte ich das denn nicht ebenso sehen? Wenn ich denjenigen mag, will ich doch nicht, dass er unertr&#228;glich leidet, nur um mir den Gefallen seiner etwas verl&#228;ngerten Anwesenheit zu tun! 

Und nat&#252;rlich betrifft all das nur &quot;Nahestehende&quot;: Geliebte, Lebenspartner, geliebte Freunde, evtl. Verwandte - f&#252;r die einen ist der Kreis der &quot;zu Beteiligenden&quot; gr&#246;&#223;er, f&#252;r die anderen kleiner.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thinkabout: ab einem bestimmten Punkt spekulierst du munter drauf los, n&#228;mlich in die falsche Richtung. Wenn n&#228;mlich eine Behandlungsoption aus Sicht des Betroffenen zu leidvoll und stressig oder zu chancenlos ist, warum sollte ich das denn nicht ebenso sehen? Wenn ich denjenigen mag, will ich doch nicht, dass er unertr&#228;glich leidet, nur um mir den Gefallen seiner etwas verl&#228;ngerten Anwesenheit zu tun! </p>
<p>Und nat&#252;rlich betrifft all das nur &#8220;Nahestehende&#8221;: Geliebte, Lebenspartner, geliebte Freunde, evtl. Verwandte &#8211; f&#252;r die einen ist der Kreis der &#8220;zu Beteiligenden&#8221; gr&#246;&#223;er, f&#252;r die anderen kleiner.</p>
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		<title>Von: Thinkabout</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2010/01/30/sterben-aus-angst-vor-dem-arzt/#comment-10188</link>
		<dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 22:49:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=438#comment-10188</guid>
		<description>Zitat Claudia:
&quot;Und: wenn man sich eh schon unter den Sterbenden w&#228;hnt: was kann es da noch schaden, mal zum Arzt zu gehen? &#220;ber das Annehmen einer Behandlungsoption entscheidet man ja wiederum selbst – im besten Fall ebenfalls wieder im Sinne aller Beteiligten.&quot;

Ich muss Dir sagen, dass ich zu jenen geh&#246;ren k&#246;nnte, die Dir vielleicht gar nicht sagen, ob und wo und wie oft sie beim Arzt gewesen sind... 
Ich bin nun mal provokativ, und unfairerweise k&#246;nnte man meinen, ich wollte dich angreifen. Es geht mir aber eigentlich nur um die Situation, in der ein treu sorgender, sich liebevoll verstehender Mensch w&#252;nscht, dass der andere &quot;alle Optionen pr&#252;ft&quot;: 
Dein &quot;es kann ja nicht schaden, mal zum Arzt zu gehen?&quot; kommt Dir wahrscheinlich unverf&#228;nglich und leichthin vor. Ist es aber nicht. Denn Du hast eine ganz klare Vorstellung, wie der Kranke mit dem Resultat des Arztbesuchs, mit seinem evtl. neuen Wissen dann umzugehen hat: Du schickst ihn nicht einfach zum Arzt, um mal die Meinung einzuholen. Du schickst ihn hin, mit der klaren Vorstellung, wie er denn mit einem allf&#228;lligen Befund weiter zu verfahren haben w&#252;rde. Das gibst Du im Zitat dann auch weiter kund: &quot;im besten Fall ebenfalls wieder im Sinne aller Beteiligten&quot; - der beste Fall ist also jener, welcher z.B. Verlunst&#228;ngste der Angeh&#246;rigen bes&#228;nftigt, indem man die M&#252;hle anschiebt, die einem zweifelslos geboten werden wird. 
Verzeihung, ich finde DAS anmassend - und nicht das Selbstbestimmungsrecht des Patienten. &#220;brigens sind die F&#228;lle sehr h&#228;ufig, in denen solche Menschen sehr wohl sehr viel abkl&#228;ren lassen - das Resultat aber f&#252;r sich behalten, weil ihnen nur das die Sicherheit verspricht, bei allen folgenden Entscheidungen wirklich bei sich zu bleiben - und damit das Leben zu w&#228;hlen. So gut sie es eben k&#246;nnen, f&#252;r sich und andere. Und nicht mehr. 
Ich kann noch etwas von mir erz&#228;hlen: 
Bek&#228;me ich die Diagnose einer t&#246;dlichen Erkrankung gestellt, so w&#252;rde ich diesen Befund genau einem Menschen mitteilen: Meiner Frau. Warum? 
Weil sie die Person ist, die mich liebt, und mir genau deshalb nie vorschreiben w&#252;rde, wie ich zu leben und zu sterben habe. Wir k&#246;nnten zusammen trauern und das Unvermeidliche gestalten: Den Abschied. Und dabei w&#252;rden wir sehr intensiv leben. Aber so was von!
Das, mit Verlaub, traue ich anderen Menschen in meinem Umfeld nicht zu, auf jeden Fall nicht so, dass ich ihnen das zumuten w&#252;rde, bevor ich den Weg nicht in Angriff genommen habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zitat Claudia:<br />
&#8220;Und: wenn man sich eh schon unter den Sterbenden w&#228;hnt: was kann es da noch schaden, mal zum Arzt zu gehen? &#220;ber das Annehmen einer Behandlungsoption entscheidet man ja wiederum selbst – im besten Fall ebenfalls wieder im Sinne aller Beteiligten.&#8221;</p>
<p>Ich muss Dir sagen, dass ich zu jenen geh&#246;ren k&#246;nnte, die Dir vielleicht gar nicht sagen, ob und wo und wie oft sie beim Arzt gewesen sind&#8230;<br />
Ich bin nun mal provokativ, und unfairerweise k&#246;nnte man meinen, ich wollte dich angreifen. Es geht mir aber eigentlich nur um die Situation, in der ein treu sorgender, sich liebevoll verstehender Mensch w&#252;nscht, dass der andere &#8220;alle Optionen pr&#252;ft&#8221;:<br />
Dein &#8220;es kann ja nicht schaden, mal zum Arzt zu gehen?&#8221; kommt Dir wahrscheinlich unverf&#228;nglich und leichthin vor. Ist es aber nicht. Denn Du hast eine ganz klare Vorstellung, wie der Kranke mit dem Resultat des Arztbesuchs, mit seinem evtl. neuen Wissen dann umzugehen hat: Du schickst ihn nicht einfach zum Arzt, um mal die Meinung einzuholen. Du schickst ihn hin, mit der klaren Vorstellung, wie er denn mit einem allf&#228;lligen Befund weiter zu verfahren haben w&#252;rde. Das gibst Du im Zitat dann auch weiter kund: &#8220;im besten Fall ebenfalls wieder im Sinne aller Beteiligten&#8221; &#8211; der beste Fall ist also jener, welcher z.B. Verlunst&#228;ngste der Angeh&#246;rigen bes&#228;nftigt, indem man die M&#252;hle anschiebt, die einem zweifelslos geboten werden wird.<br />
Verzeihung, ich finde DAS anmassend &#8211; und nicht das Selbstbestimmungsrecht des Patienten. &#220;brigens sind die F&#228;lle sehr h&#228;ufig, in denen solche Menschen sehr wohl sehr viel abkl&#228;ren lassen &#8211; das Resultat aber f&#252;r sich behalten, weil ihnen nur das die Sicherheit verspricht, bei allen folgenden Entscheidungen wirklich bei sich zu bleiben &#8211; und damit das Leben zu w&#228;hlen. So gut sie es eben k&#246;nnen, f&#252;r sich und andere. Und nicht mehr.<br />
Ich kann noch etwas von mir erz&#228;hlen:<br />
Bek&#228;me ich die Diagnose einer t&#246;dlichen Erkrankung gestellt, so w&#252;rde ich diesen Befund genau einem Menschen mitteilen: Meiner Frau. Warum?<br />
Weil sie die Person ist, die mich liebt, und mir genau deshalb nie vorschreiben w&#252;rde, wie ich zu leben und zu sterben habe. Wir k&#246;nnten zusammen trauern und das Unvermeidliche gestalten: Den Abschied. Und dabei w&#252;rden wir sehr intensiv leben. Aber so was von!<br />
Das, mit Verlaub, traue ich anderen Menschen in meinem Umfeld nicht zu, auf jeden Fall nicht so, dass ich ihnen das zumuten w&#252;rde, bevor ich den Weg nicht in Angriff genommen habe.</p>
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