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	<title>Kommentare zu: Soziale Medien erfassen mich wellenf&#246;rmig</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
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		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/28/soziale-medien-erfassen-mich-wellenfoermig/#comment-10013</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 09:22:28 +0000</pubDate>
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		<description>@Ingo: wow, was f&#252;r ein sch&#246;nes Gedicht!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ingo: wow, was f&#252;r ein sch&#246;nes Gedicht!</p>
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		<title>Von: Hermann</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/28/soziale-medien-erfassen-mich-wellenfoermig/#comment-9915</link>
		<dc:creator>Hermann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 19:46:59 +0000</pubDate>
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		<description>und wenn es dann ganz stille wird
 (...)
ist es wie es ist</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>und wenn es dann ganz stille wird<br />
 (&#8230;)<br />
ist es wie es ist</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: ingo</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/28/soziale-medien-erfassen-mich-wellenfoermig/#comment-9899</link>
		<dc:creator>ingo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 04:10:53 +0000</pubDate>
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		<description>manchmal ist es
wenn der wind weht
wenn ein kind tanzt
wenn ein k&#246;nig f&#246;llt
manchmal ist es
wie wenn alte zeiten
im neuen kleid
manchmal &#252;ber
horizonte schreiten

manchmal ist es nicht
egal
umsonst
vergeblich
manchmal ist es
wert.

manchmal wenn der wind weht
geschichten tr&#228;gt und leise
in jedem offnen ohr
ein raunen ist
wie vor langer zeit
manchmal ist es gut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>manchmal ist es<br />
wenn der wind weht<br />
wenn ein kind tanzt<br />
wenn ein k&#246;nig f&#246;llt<br />
manchmal ist es<br />
wie wenn alte zeiten<br />
im neuen kleid<br />
manchmal &#252;ber<br />
horizonte schreiten</p>
<p>manchmal ist es nicht<br />
egal<br />
umsonst<br />
vergeblich<br />
manchmal ist es<br />
wert.</p>
<p>manchmal wenn der wind weht<br />
geschichten tr&#228;gt und leise<br />
in jedem offnen ohr<br />
ein raunen ist<br />
wie vor langer zeit<br />
manchmal ist es gut</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerhard</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/28/soziale-medien-erfassen-mich-wellenfoermig/#comment-9889</link>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 18:05:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=389#comment-9889</guid>
		<description>Liebe Claudia,
Dein Artikel hier &quot;verfolgte&quot; mich wohl ebenso wie Deine Passion (nennen wir es so) mit den vielf&#228;ltigen Diensten.
Zun&#228;chst war mir diese Verstrickung fast unheimlich, dann erinnerte ich mich Tage sp&#228;ter, da&#223; ich 10 Jahre lang systematisch bestimmte Dokus aus den 3ten Programmen, Arte, 3SAT ect sammelte. Nur diese Sendungen f&#252;hrte ich mir zu.
Irgendwann wurde mir das zuviel, auch weil sich pl&#246;tzlich an die 100 ungesehene Sendungen anh&#228;uften (was vorher nie der Fall gewesen war). Ich m&#246;chte diese Zeit damals nicht missen, es brachte mich mit 1000 anregenden Dingen in Kontakt.
Insofern also hat sich mein Blick auf Deinen Artikel wieder etwas gewandelt.
Gru&#223;
Gerhard</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Claudia,<br />
Dein Artikel hier &#8220;verfolgte&#8221; mich wohl ebenso wie Deine Passion (nennen wir es so) mit den vielf&#228;ltigen Diensten.<br />
Zun&#228;chst war mir diese Verstrickung fast unheimlich, dann erinnerte ich mich Tage sp&#228;ter, da&#223; ich 10 Jahre lang systematisch bestimmte Dokus aus den 3ten Programmen, Arte, 3SAT ect sammelte. Nur diese Sendungen f&#252;hrte ich mir zu.<br />
Irgendwann wurde mir das zuviel, auch weil sich pl&#246;tzlich an die 100 ungesehene Sendungen anh&#228;uften (was vorher nie der Fall gewesen war). Ich m&#246;chte diese Zeit damals nicht missen, es brachte mich mit 1000 anregenden Dingen in Kontakt.<br />
Insofern also hat sich mein Blick auf Deinen Artikel wieder etwas gewandelt.<br />
Gru&#223;<br />
Gerhard</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Chräcker</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/28/soziale-medien-erfassen-mich-wellenfoermig/#comment-9879</link>
		<dc:creator>Chräcker</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 11:11:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=389#comment-9879</guid>
		<description>hihi, Claudia, der Hut &quot;an mir&quot; wird wenigstens nie alt. Den kauft man sich eher neu als, zumindest unsereiner, ein neues Gesicht oder mehr Ged&#228;chtnisleistung im Alter...

Mohnblume, diese oft beschriebenen Multitasker begegne ich in dieser F&#228;rbung eher selten. Mir begegnen andere Multitasker h&#228;ufiger, die, damit es eben nicht im Stre&#223; ausartet, einfach alles verknappen und verflachen. Klar k&#246;nnen die l&#228;ssig telefonieren, chatten und gleichzeitig Zahlen in der Tabellenkalkulation verschieben w&#228;hrend auf dem zweiten Monitor der Fernseher l&#228;uft... man widmet allem eben nur noch verminderter Aufmerksamkeit in dem man entweder die Tiefe weg l&#228;&#223;t oder die Aufmerksamkeit stark fragmentiert.

Und klar sind alle hier lesende strengstens ausgenommen. Leider aber nicht alle die, mit denen ich zu tun habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hihi, Claudia, der Hut &#8220;an mir&#8221; wird wenigstens nie alt. Den kauft man sich eher neu als, zumindest unsereiner, ein neues Gesicht oder mehr Ged&#228;chtnisleistung im Alter&#8230;</p>
<p>Mohnblume, diese oft beschriebenen Multitasker begegne ich in dieser F&#228;rbung eher selten. Mir begegnen andere Multitasker h&#228;ufiger, die, damit es eben nicht im Stre&#223; ausartet, einfach alles verknappen und verflachen. Klar k&#246;nnen die l&#228;ssig telefonieren, chatten und gleichzeitig Zahlen in der Tabellenkalkulation verschieben w&#228;hrend auf dem zweiten Monitor der Fernseher l&#228;uft&#8230; man widmet allem eben nur noch verminderter Aufmerksamkeit in dem man entweder die Tiefe weg l&#228;&#223;t oder die Aufmerksamkeit stark fragmentiert.</p>
<p>Und klar sind alle hier lesende strengstens ausgenommen. Leider aber nicht alle die, mit denen ich zu tun habe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/28/soziale-medien-erfassen-mich-wellenfoermig/#comment-9878</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 10:12:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=389#comment-9878</guid>
		<description>Nach Vilém Flusser ist die Absicht aller Kommunikation, die letztliche Einsamkeit und den Tod vergessen zu machen und der auf den W&#228;rmetod zusteuernden Welt (Enthropie) eine k&#252;nstliche negentrophische Welt der Bedeutungen entgegen zu setzen.

Stefan Raab et al sind f&#252;r mich eher ein Element der TV-Welt, aber egal: es findet sich im Social Web f&#252;r jeden das Passende, weit eher, als im Raum der begrenzten, vor-geb&#252;ndelten Sender. Wer sich seicht unterhalten will, findet daf&#252;r genug Gleichgesinnte und jede Menge Klickibunti. Das ist es ja gerade: jeder stellt sich seine Kommunikationsstr&#246;me selbst zusammen, ist Herr/in der eigenen Verschaltungen, was ein gro&#223;er Fortschritt ist.

Was bewegt wird? Kommt drauf an, was die Individuen bewegen wollen und wie ein Impuls &quot;durchdringt&quot;, weil er von vielen geteilt wird. #unibrennt ist ein gutes Beispiel (siehe oben), die insgesamt 17 Brunnen in Tani, die mittels der Spendenaufrufe im Digital Diarys 2007 und 2008 in Kambodscha errichtet wurden, ein anderes. 

Und so beinhaltet das Netz die &quot;letzte Utopie&quot;: bietet es doch die M&#246;glichkeit, nach der &quot;Methode Flashmob&quot; auch Handlungen zu initiieren: Handlungen, die viele gleicherma&#223;en als JETZT RICHTIG ansehen. (Habermas sollte eigentlich begeistert sein, steht doch die technische Infrastruktur f&#252;r seine &quot;Diskursethik&quot; nun zur Verf&#252;gung).

Den Glauben, dass die repr&#228;sentative Demokratie das einzige und einzig richtige Mittel ist, rechtzeitig &quot;das Richtige zu tun&quot; stirbt in vielen Menschen zunehmend ab. Abgesehen von der Verfallenheit vieler Repr&#228;sentanten an einzelne Lobbys und ihrer Versunkenheit in &quot;abgehobene&quot; Politikwelten, sind ihre Prozesse auch uns&#228;glich langsam.

Aber stell dir vor, es dringt durch, dass die Bahn verdammt nochmal nicht an die B&#246;rse soll - und alle, die es irgendwie erm&#246;glichen k&#246;nnen, fahren einfach mal nicht mehr mit: kollektiv &quot;bewegt&quot; durch einen &#252;bers Netz vermittelten Aufruf. 

Bewusster und politischer Konsum: ist er nicht durchs Mitmachweb viel leichter zu bef&#246;rdern?

Das sind nur kleine Beispiele. Im Grunde geht es um die 2.0-Variante der alten Spr&#252;che:

&quot;Alle R&#228;der stehen still, wenn der Arbeiter es will&quot;

bzw. mehr 80ger:

&quot;Wenn wir es nur wollen und machen, kommt der Stein ins Rollen und Krachen!&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Vilém Flusser ist die Absicht aller Kommunikation, die letztliche Einsamkeit und den Tod vergessen zu machen und der auf den W&#228;rmetod zusteuernden Welt (Enthropie) eine k&#252;nstliche negentrophische Welt der Bedeutungen entgegen zu setzen.</p>
<p>Stefan Raab et al sind f&#252;r mich eher ein Element der TV-Welt, aber egal: es findet sich im Social Web f&#252;r jeden das Passende, weit eher, als im Raum der begrenzten, vor-geb&#252;ndelten Sender. Wer sich seicht unterhalten will, findet daf&#252;r genug Gleichgesinnte und jede Menge Klickibunti. Das ist es ja gerade: jeder stellt sich seine Kommunikationsstr&#246;me selbst zusammen, ist Herr/in der eigenen Verschaltungen, was ein gro&#223;er Fortschritt ist.</p>
<p>Was bewegt wird? Kommt drauf an, was die Individuen bewegen wollen und wie ein Impuls &#8220;durchdringt&#8221;, weil er von vielen geteilt wird. #unibrennt ist ein gutes Beispiel (siehe oben), die insgesamt 17 Brunnen in Tani, die mittels der Spendenaufrufe im Digital Diarys 2007 und 2008 in Kambodscha errichtet wurden, ein anderes. </p>
<p>Und so beinhaltet das Netz die &#8220;letzte Utopie&#8221;: bietet es doch die M&#246;glichkeit, nach der &#8220;Methode Flashmob&#8221; auch Handlungen zu initiieren: Handlungen, die viele gleicherma&#223;en als JETZT RICHTIG ansehen. (Habermas sollte eigentlich begeistert sein, steht doch die technische Infrastruktur f&#252;r seine &#8220;Diskursethik&#8221; nun zur Verf&#252;gung).</p>
<p>Den Glauben, dass die repr&#228;sentative Demokratie das einzige und einzig richtige Mittel ist, rechtzeitig &#8220;das Richtige zu tun&#8221; stirbt in vielen Menschen zunehmend ab. Abgesehen von der Verfallenheit vieler Repr&#228;sentanten an einzelne Lobbys und ihrer Versunkenheit in &#8220;abgehobene&#8221; Politikwelten, sind ihre Prozesse auch uns&#228;glich langsam.</p>
<p>Aber stell dir vor, es dringt durch, dass die Bahn verdammt nochmal nicht an die B&#246;rse soll &#8211; und alle, die es irgendwie erm&#246;glichen k&#246;nnen, fahren einfach mal nicht mehr mit: kollektiv &#8220;bewegt&#8221; durch einen &#252;bers Netz vermittelten Aufruf. </p>
<p>Bewusster und politischer Konsum: ist er nicht durchs Mitmachweb viel leichter zu bef&#246;rdern?</p>
<p>Das sind nur kleine Beispiele. Im Grunde geht es um die 2.0-Variante der alten Spr&#252;che:</p>
<p>&#8220;Alle R&#228;der stehen still, wenn der Arbeiter es will&#8221;</p>
<p>bzw. mehr 80ger:</p>
<p>&#8220;Wenn wir es nur wollen und machen, kommt der Stein ins Rollen und Krachen!&#8221;</p>
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