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	<title>Kommentare zu: Prominenz und Masse</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
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		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/12/prominenz-und-masse/#comment-9828</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 00:20:28 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;b&gt;Du fragst, wann wohl die Heiligsprechung folgt? &lt;/b&gt;Sie ist bereits geschehen:

Enke ist eingegangen in die Sph&#228;re der massenhaft und &#246;ffentlich betrauerten Toten. In jenes medienolympische Jenseits, in dass nur die geballte Aufmerksamkeit vieler jene wenigen beamen kann, deren Schicksal es vermag, die Seele der Massen zu ber&#252;hren.  Dorthin, wo sie dann als Engel (Enke) und Erzengel (Ladi Di, Michael Jackson) f&#252;r einige Zeit am ewigen Leben teilhaben. 

Der Papst ist dabei recht unbeteiligt, es sein denn, er geht den Weg in eigener Person, wie Woytila, der vorige Papst.

An den Bahnfahrer denken viele schon auch mal - ich hab das jedenfalls schon &#246;fter gelesen.  Dessen Schicksal eignet sich jedoch nicht zu einer gef&#252;hlvollen Identifikation: schlie&#223;lich hatte er nicht den Schimmer einer Chance, den Selbstmord zu verhindern. Dass Menschen in solche Situationen kommen k&#246;nnen, ist eine gr&#228;ssliche M&#246;glichkeit, die sich im Bahnfahrer verwirklicht hat - es deprimiert nur, dar&#252;ber nachzudenken: weder gibt es da Schuld, noch Alternative, noch eine sinnvolle Verbesserungsforderung - NICHTS!

Wogegen ENKE der ist, der &quot;doch ALLES hatte&quot; und dennoch an seinen jahrelangen Versagens&#228;ngsten (also die Angst, ALLES zu verlieren) zugrunde ging. Welch eine Identifikationsfigur f&#252;r eine Gesellschaft im beschleunigten Leistungsstress!

Zum Schluss noch ein Gedanke, der den Zorn vielleicht d&#228;mpfen kann:  In diesen Zeiten der extremen Individualisierung ben&#246;tigen die Menschen ab und an kollektiv erlebte Ereignisse mit gro&#223;em emotionalen &quot;Impact&quot;. Etwas, das Dimensionen annimmt, dass fast keiner, der halbwegs wach ist, davon unber&#252;hrt bzw. uninformiert bleibt. Ein Ergeignis, an dem man sich dann auch rituell beteiligt (Trauerm&#228;rsche, Kondolenzb&#252;cher, Blumenniederlegungen, Schweigeminuten etc.) und sich in dieser Beteiligung mit den anderen VEREINT f&#252;hlt: mal wieder einig und eins in derselben Erregung, denselben Gef&#252;hlen - wann HAT man das heute schon noch?

Es ist ein zeitgem&#228;&#223;es &quot;Eins-Sein&quot;, n&#228;mlich eines OHNE die solchen Beg&#228;ngnissen fr&#252;her zwangsl&#228;ufig anhaftende existenzielle Bindung als verpflichtende Verbundenheit (Clan, Dorf, Gro&#223;familie...)

In eine heutige kollektive Trauerwelle kann man nach Belieben rein und wieder raus surfen: baden in der Masse &quot;Mitmensch on Demand&quot;, dabei gro&#223;e N&#228;he und Verbundenheit sp&#252;ren - und danach auseinander gehen ohne irgend jemanden zu vermissen oder auch nur im Ged&#228;chtnis zu behalten. 

Das kann man nun so oder so bewerten - ich enthalte mich da mal, bzw. frage einfach: ist das nicht genau DIE Freiheit, die wir immer schon wollten? 

Und ist nicht die Unkaputtbarkeit dieses Verlangens nach dem Miteinander OHNE jede Basis f&#252;r ein &quot;Gegeneinander&quot; eigentlich etwas GUTES?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b>Du fragst, wann wohl die Heiligsprechung folgt? </b>Sie ist bereits geschehen:</p>
<p>Enke ist eingegangen in die Sph&#228;re der massenhaft und &#246;ffentlich betrauerten Toten. In jenes medienolympische Jenseits, in dass nur die geballte Aufmerksamkeit vieler jene wenigen beamen kann, deren Schicksal es vermag, die Seele der Massen zu ber&#252;hren.  Dorthin, wo sie dann als Engel (Enke) und Erzengel (Ladi Di, Michael Jackson) f&#252;r einige Zeit am ewigen Leben teilhaben. </p>
<p>Der Papst ist dabei recht unbeteiligt, es sein denn, er geht den Weg in eigener Person, wie Woytila, der vorige Papst.</p>
<p>An den Bahnfahrer denken viele schon auch mal &#8211; ich hab das jedenfalls schon &#246;fter gelesen.  Dessen Schicksal eignet sich jedoch nicht zu einer gef&#252;hlvollen Identifikation: schlie&#223;lich hatte er nicht den Schimmer einer Chance, den Selbstmord zu verhindern. Dass Menschen in solche Situationen kommen k&#246;nnen, ist eine gr&#228;ssliche M&#246;glichkeit, die sich im Bahnfahrer verwirklicht hat &#8211; es deprimiert nur, dar&#252;ber nachzudenken: weder gibt es da Schuld, noch Alternative, noch eine sinnvolle Verbesserungsforderung &#8211; NICHTS!</p>
<p>Wogegen ENKE der ist, der &#8220;doch ALLES hatte&#8221; und dennoch an seinen jahrelangen Versagens&#228;ngsten (also die Angst, ALLES zu verlieren) zugrunde ging. Welch eine Identifikationsfigur f&#252;r eine Gesellschaft im beschleunigten Leistungsstress!</p>
<p>Zum Schluss noch ein Gedanke, der den Zorn vielleicht d&#228;mpfen kann:  In diesen Zeiten der extremen Individualisierung ben&#246;tigen die Menschen ab und an kollektiv erlebte Ereignisse mit gro&#223;em emotionalen &#8220;Impact&#8221;. Etwas, das Dimensionen annimmt, dass fast keiner, der halbwegs wach ist, davon unber&#252;hrt bzw. uninformiert bleibt. Ein Ergeignis, an dem man sich dann auch rituell beteiligt (Trauerm&#228;rsche, Kondolenzb&#252;cher, Blumenniederlegungen, Schweigeminuten etc.) und sich in dieser Beteiligung mit den anderen VEREINT f&#252;hlt: mal wieder einig und eins in derselben Erregung, denselben Gef&#252;hlen &#8211; wann HAT man das heute schon noch?</p>
<p>Es ist ein zeitgem&#228;&#223;es &#8220;Eins-Sein&#8221;, n&#228;mlich eines OHNE die solchen Beg&#228;ngnissen fr&#252;her zwangsl&#228;ufig anhaftende existenzielle Bindung als verpflichtende Verbundenheit (Clan, Dorf, Gro&#223;familie&#8230;)</p>
<p>In eine heutige kollektive Trauerwelle kann man nach Belieben rein und wieder raus surfen: baden in der Masse &#8220;Mitmensch on Demand&#8221;, dabei gro&#223;e N&#228;he und Verbundenheit sp&#252;ren &#8211; und danach auseinander gehen ohne irgend jemanden zu vermissen oder auch nur im Ged&#228;chtnis zu behalten. </p>
<p>Das kann man nun so oder so bewerten &#8211; ich enthalte mich da mal, bzw. frage einfach: ist das nicht genau DIE Freiheit, die wir immer schon wollten? </p>
<p>Und ist nicht die Unkaputtbarkeit dieses Verlangens nach dem Miteinander OHNE jede Basis f&#252;r ein &#8220;Gegeneinander&#8221; eigentlich etwas GUTES?</p>
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		<title>Von: mohnblume</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/12/prominenz-und-masse/#comment-9826</link>
		<dc:creator>mohnblume</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 09:35:22 +0000</pubDate>
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		<description>Versteckter Zorn macht sich in mir breit. Es ist wohl effizienter, als beruehmter Saenger oder Sportler zu sterben, denn als hochrangige/r Politiker/in oder Friedensnobelpreistraeger. Man sollte sich einfach mal klar sein, was hier zelebriert wird, was derzeit das Stadion in Hannover fuellt, ist das &quot;Versagen&quot;, bzw. die Krankheit in einem Menschen. 

Kein Mensch fragt sich je, was der Bahnfuehrer denkt, wie es ihm geht. Und wie er das Ueberfahren eines Menschen in den Tod verarbeitet. 

PS: Wann ist denn die Heiligsprechung?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Versteckter Zorn macht sich in mir breit. Es ist wohl effizienter, als beruehmter Saenger oder Sportler zu sterben, denn als hochrangige/r Politiker/in oder Friedensnobelpreistraeger. Man sollte sich einfach mal klar sein, was hier zelebriert wird, was derzeit das Stadion in Hannover fuellt, ist das &#8220;Versagen&#8221;, bzw. die Krankheit in einem Menschen. </p>
<p>Kein Mensch fragt sich je, was der Bahnfuehrer denkt, wie es ihm geht. Und wie er das Ueberfahren eines Menschen in den Tod verarbeitet. </p>
<p>PS: Wann ist denn die Heiligsprechung?</p>
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	<item>
		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/12/prominenz-und-masse/#comment-9820</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 11:10:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=380#comment-9820</guid>
		<description>@Achim: deine Weltbeschreibung ist mir recht nah, doch weigere ich mich ab und an schon noch, voll zum Misantrophen zu werden. Einerseits zugunsten der eigenen Stimmung, andrerseits aber auch wegen der tats&#228;chlich doch vielen M&#246;glichkeiten, die ein Individuum heute hat. Insbesondere das Web bietet ungemein viel, um sich unabh&#228;nging zu informieren, es gibt unz&#228;hlige Beispiele, wie sich Menschen mit irgend einem kleinen Online-Gesch&#228;ft selbst&#228;ndig gemacht haben und nun weitgehend nach eigenen Vorstellungen leben. Die Macht der Gatekeeper und &quot;alten M&#228;chte&quot; ist drastisch im Schwinden und nicht nur das eigene Erwerbsleben kann man anders gestalten, es gibt auch vielf&#228;ltige Formen des Engagements, die mittels des Netzes viel leichter zug&#228;nglich sind (im Lokalen bahnt sich das grade erst an, wird aber gewiss auch noch kommen!). 
Wie haben immer noch ein soziales Netz, das bei aller berechtigten Kritik es definitiv erm&#246;glicht, auch mal auf das &quot;Rattenrennen&quot; zu pfeiffen und sich neu zu orientieren - verdammt nochmal, warum sind viele Menschen hierzulande so unbeweglich, &#228;ngstlich, risikoscheu und leicht deprimiert?? 

Na, das f&#252;hrt jetzt weg vom Thema, dazu gibts gewiss bald einen anderen Artikel! :-))

@Peter: f&#252;r kluge analytische Gedanken bekommt hier niemand einen Platzverweis! :-)

@mohnblume: ich glaube, beim Aufstieg macht sich kaum wer Gedanken, wie es am Ziel sein wird! Denk mal an all die verr&#252;ckten Jugendlichen, die als Berufsbild &quot;ein Star werden&quot; im Kopf haben. Mal abgesehen davon, dass &quot;ein Star&quot; heute offenbar kaum mehr was k&#246;nnen muss und wie eine Ware inszeniert und produziert wird, k&#246;nnen sie sich (verst&#228;ndlicherweise) noch gar nicht ausmalen, wie das Leben sein w&#252;rde, wenn sie wirklich &quot;ganz oben&quot; w&#228;ren. 

Danke Euch allen - ich finds immer klasse, dass hier solche guten Gespr&#228;che entstehen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Achim: deine Weltbeschreibung ist mir recht nah, doch weigere ich mich ab und an schon noch, voll zum Misantrophen zu werden. Einerseits zugunsten der eigenen Stimmung, andrerseits aber auch wegen der tats&#228;chlich doch vielen M&#246;glichkeiten, die ein Individuum heute hat. Insbesondere das Web bietet ungemein viel, um sich unabh&#228;nging zu informieren, es gibt unz&#228;hlige Beispiele, wie sich Menschen mit irgend einem kleinen Online-Gesch&#228;ft selbst&#228;ndig gemacht haben und nun weitgehend nach eigenen Vorstellungen leben. Die Macht der Gatekeeper und &#8220;alten M&#228;chte&#8221; ist drastisch im Schwinden und nicht nur das eigene Erwerbsleben kann man anders gestalten, es gibt auch vielf&#228;ltige Formen des Engagements, die mittels des Netzes viel leichter zug&#228;nglich sind (im Lokalen bahnt sich das grade erst an, wird aber gewiss auch noch kommen!).<br />
Wie haben immer noch ein soziales Netz, das bei aller berechtigten Kritik es definitiv erm&#246;glicht, auch mal auf das &#8220;Rattenrennen&#8221; zu pfeiffen und sich neu zu orientieren &#8211; verdammt nochmal, warum sind viele Menschen hierzulande so unbeweglich, &#228;ngstlich, risikoscheu und leicht deprimiert?? </p>
<p>Na, das f&#252;hrt jetzt weg vom Thema, dazu gibts gewiss bald einen anderen Artikel! :-))</p>
<p>@Peter: f&#252;r kluge analytische Gedanken bekommt hier niemand einen Platzverweis! :-)</p>
<p>@mohnblume: ich glaube, beim Aufstieg macht sich kaum wer Gedanken, wie es am Ziel sein wird! Denk mal an all die verr&#252;ckten Jugendlichen, die als Berufsbild &#8220;ein Star werden&#8221; im Kopf haben. Mal abgesehen davon, dass &#8220;ein Star&#8221; heute offenbar kaum mehr was k&#246;nnen muss und wie eine Ware inszeniert und produziert wird, k&#246;nnen sie sich (verst&#228;ndlicherweise) noch gar nicht ausmalen, wie das Leben sein w&#252;rde, wenn sie wirklich &#8220;ganz oben&#8221; w&#228;ren. </p>
<p>Danke Euch allen &#8211; ich finds immer klasse, dass hier solche guten Gespr&#228;che entstehen!</p>
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		<title>Von: Uwe</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/12/prominenz-und-masse/#comment-9818</link>
		<dc:creator>Uwe</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 09:26:56 +0000</pubDate>
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		<description>Ein paar Leute kenne ich, die sich umgebracht haben. Die hatten alle &quot;starke Ehepartner&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar Leute kenne ich, die sich umgebracht haben. Die hatten alle &#8220;starke Ehepartner&#8221;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: mohnblume</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/12/prominenz-und-masse/#comment-9814</link>
		<dc:creator>mohnblume</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 11:20:51 +0000</pubDate>
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		<description>... was ich noch ergaenzen moechte: Wie waere das Presseecho, wie wuerden wir alle reagieren, wenn Enke&#039;s Selbstmord nicht gelungen waere, wenn er noch lebte?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; was ich noch ergaenzen moechte: Wie waere das Presseecho, wie wuerden wir alle reagieren, wenn Enke&#8217;s Selbstmord nicht gelungen waere, wenn er noch lebte?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Achim</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/12/prominenz-und-masse/#comment-9813</link>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 11:04:16 +0000</pubDate>
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		<description>Ist die Ethik piet&#228;tvoller Zur&#252;ckhaltung veraltet?

Sie ist kein Kulturbestandteil unserer Gesellschaft mehr oder platt gesagt: Mit so einer Einstellung l&#228;&#223;t sich kein Geld verdienen.

Ich halte viel von der Idee der sog. „sozialen Dreigliederung“ .
Also ganz knapp gefa&#223;t:  GLEICHHEIT (Rechtsleben), FREIHEIT (Kultur/Bildung), BR&#220;DERLICHKEIT (Wirtschaftsleben). Idealerweise sind das selbst&#228;ndige Bereiche, die nicht von einem anderen Bereich dominiert werden, sondern die sich gegenseitig befruchten.  Zurzeit wird nat&#252;rlich die Br&#252;derlichkeit am wenigsten gelebt, sondern dem Wirtschaftsleben m&#252;ssen sich die anderen Bereiche v&#246;llig unterordnen (aktuelles Beispiel: die EU will der Forderung der m&#228;chtigsten [noch]  Wirtschaftsmacht  willig nachkommen und  s&#228;mtliche Kontodaten aller EU-B&#252;rger  der USA zur freien Verwendung zur Verf&#252;gung stellen) 
Kurze Frage: Warum erscheint das nicht drei Tage hintereinander als Schlagzeile der BILD? 
Auch die Bildungslandschaft orientiert sich im Wesentlichen daran, welchen Typ Arbeiter/Akademiker  (angepasst, materiell denkend) das Wirtschaftssystem am besten brauchen kann, um weiterhin profitable, aber menschenverachtende Pharmaforschung / Waffenforschung usw. zu betreiben.    Schulbeginn m&#246;glichst ab f&#252;nf (England), Turboabitur mit totalem Freizeitverzicht usw., blo&#223; keine freie Zeit zum Spielen  oder Nachdenken oder Musikschule/Sport aufkommen lassen  -ab der Geburt ins Hamsterrad.
Falls doch mal Zeit &#252;brig ist, betreibt die TV/Medienindustrie erfolgreich  ihr paralysierendes Verbl&#246;dungsgesch&#228;ft.
Wenn also alle Lebensbereiche des Menschen vom Wirtschaftsleben beherrscht werden, f&#252;hrt das nat&#252;rlich mit der Zeit zu Erscheinungen des menschlichen Daseins, die zunehmend allerorten zu beobachten sind:  &#228;ngstliche, abgestumpfte, zu keinem eigenen Urteil f&#228;hige, ihre Kinder nicht mehr erziehen k&#246;nnende, willige Brot-und-Spiele-Statisten (Enke Hype), lebensunt&#252;chtig  - aber- ( und das ist ja schlie&#223;lich gewollt)  dadurch immer leichter lenkbare Menschen.
Aber es gibt Ausnahmen :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ist die Ethik piet&#228;tvoller Zur&#252;ckhaltung veraltet?</p>
<p>Sie ist kein Kulturbestandteil unserer Gesellschaft mehr oder platt gesagt: Mit so einer Einstellung l&#228;&#223;t sich kein Geld verdienen.</p>
<p>Ich halte viel von der Idee der sog. „sozialen Dreigliederung“ .<br />
Also ganz knapp gefa&#223;t:  GLEICHHEIT (Rechtsleben), FREIHEIT (Kultur/Bildung), BR&#220;DERLICHKEIT (Wirtschaftsleben). Idealerweise sind das selbst&#228;ndige Bereiche, die nicht von einem anderen Bereich dominiert werden, sondern die sich gegenseitig befruchten.  Zurzeit wird nat&#252;rlich die Br&#252;derlichkeit am wenigsten gelebt, sondern dem Wirtschaftsleben m&#252;ssen sich die anderen Bereiche v&#246;llig unterordnen (aktuelles Beispiel: die EU will der Forderung der m&#228;chtigsten [noch]  Wirtschaftsmacht  willig nachkommen und  s&#228;mtliche Kontodaten aller EU-B&#252;rger  der USA zur freien Verwendung zur Verf&#252;gung stellen)<br />
Kurze Frage: Warum erscheint das nicht drei Tage hintereinander als Schlagzeile der BILD?<br />
Auch die Bildungslandschaft orientiert sich im Wesentlichen daran, welchen Typ Arbeiter/Akademiker  (angepasst, materiell denkend) das Wirtschaftssystem am besten brauchen kann, um weiterhin profitable, aber menschenverachtende Pharmaforschung / Waffenforschung usw. zu betreiben.    Schulbeginn m&#246;glichst ab f&#252;nf (England), Turboabitur mit totalem Freizeitverzicht usw., blo&#223; keine freie Zeit zum Spielen  oder Nachdenken oder Musikschule/Sport aufkommen lassen  -ab der Geburt ins Hamsterrad.<br />
Falls doch mal Zeit &#252;brig ist, betreibt die TV/Medienindustrie erfolgreich  ihr paralysierendes Verbl&#246;dungsgesch&#228;ft.<br />
Wenn also alle Lebensbereiche des Menschen vom Wirtschaftsleben beherrscht werden, f&#252;hrt das nat&#252;rlich mit der Zeit zu Erscheinungen des menschlichen Daseins, die zunehmend allerorten zu beobachten sind:  &#228;ngstliche, abgestumpfte, zu keinem eigenen Urteil f&#228;hige, ihre Kinder nicht mehr erziehen k&#246;nnende, willige Brot-und-Spiele-Statisten (Enke Hype), lebensunt&#252;chtig  &#8211; aber- ( und das ist ja schlie&#223;lich gewollt)  dadurch immer leichter lenkbare Menschen.<br />
Aber es gibt Ausnahmen :)</p>
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