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	<title>Kommentare zu: Einsam im Web 2.0 ?</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 17:24:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Thinkabout</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/02/einsam-im-web-2-0/#comment-9872</link>
		<dc:creator>Thinkabout</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 21:04:36 +0000</pubDate>
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		<description>Zitat: 
Anstatt Themen und Aufgaben zu finden, f&#252;r die der Einsatz lohnt, wird das blo&#223;e eigene Da-Sein und bemerkt-werden zum Ziel des Tuns. Doch je mehr das von Erfolg gekr&#246;nt ist, desto gr&#246;&#223;er wird die Abh&#228;ngigkeit von der Resonanz anderer: heute nur 150 Besucher? Was ist los? Bin ich etwa nicht mehr interessant genug?

Genau! Die Falle ist f&#252;r alle stets ge&#246;ffnet. Dazu passt auch herrlich die fehlende Transparenz, wieviele &quot;Besucher&quot; man denn tats&#228;chlich hat? Je nach Statistik-Webseite k&#246;nnen die Angaben um mehrere hundert bis 1000 Prozent schwanken. Darum ist es so entscheidend, was Du schreibst: Die Themenheimat finden, und den Wert der einzelnen Reaktion, der einzelnen gewonnenen Bekanntschaft &#252;ber seine Web-Pr&#228;senz sich bewusst machen und sich daran erinnern, dass DAS den Aufwand lohnt. Nur da.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zitat:<br />
Anstatt Themen und Aufgaben zu finden, f&#252;r die der Einsatz lohnt, wird das blo&#223;e eigene Da-Sein und bemerkt-werden zum Ziel des Tuns. Doch je mehr das von Erfolg gekr&#246;nt ist, desto gr&#246;&#223;er wird die Abh&#228;ngigkeit von der Resonanz anderer: heute nur 150 Besucher? Was ist los? Bin ich etwa nicht mehr interessant genug?</p>
<p>Genau! Die Falle ist f&#252;r alle stets ge&#246;ffnet. Dazu passt auch herrlich die fehlende Transparenz, wieviele &#8220;Besucher&#8221; man denn tats&#228;chlich hat? Je nach Statistik-Webseite k&#246;nnen die Angaben um mehrere hundert bis 1000 Prozent schwanken. Darum ist es so entscheidend, was Du schreibst: Die Themenheimat finden, und den Wert der einzelnen Reaktion, der einzelnen gewonnenen Bekanntschaft &#252;ber seine Web-Pr&#228;senz sich bewusst machen und sich daran erinnern, dass DAS den Aufwand lohnt. Nur da.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gunther</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/02/einsam-im-web-2-0/#comment-9789</link>
		<dc:creator>Gunther</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 11:29:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=377#comment-9789</guid>
		<description>Hallo Claudia,

das ist ein wirklich tiefgr&#252;ndiger Artikel! Durch Zufall bin ich auf Deine Seite gelangt und habe sie in meinen Reader aufgenommen.

Du schreibst: &quot;Ist es nicht ein seltsames Ph&#228;nomen, dass immer mehr Kontakte auf immer mehr Plattformen zustande kommen, begleitet von vielerlei Formen, Resonanz und Aktivit&#228;ten zu unterst&#252;tzen und transparent zu machen (”X hat ein neues Bild eingestellt”) – und dennoch f&#252;hlen sich Menschen in diesen Kontexten einsam? Offenbar sogar einsamer bzw. “anders einsam” als in der alten Internet-losen Welt?&quot;

Ich denke der Stellenwert der virtuellen &quot;Kontakte&quot;, &quot;Freundschaften&quot; etc. ist einfach ein anderer - oft missverstandener und von vielen &#252;berbewerteter. Was ist wichtiger, ein echter guter Freund oder 1.000 Follower auf Twitter? Nat&#252;rlich freut man sich &#252;ber jeden Follower, &#252;ber jeden Blog-Abonnenten. Aber es ist ein schmaler, gef&#228;hrlicher Grat. 

Wenn realen Kontakte vernachl&#228;ssigt werden weil den virtuellen eine zu hohe Bedeutung beigemessen wird, sind wir schnell in einem Sucht-Verh&#228;ltnis angelangt.

Und wie das bei suchtgef&#228;hrdenden Dingen so ist - sie machen Spa&#223;, aber man muss aber die Grenzen kennen!

Viele Gr&#252;&#223;e und weiter so qualitativ hochwertig,
Gunther</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Claudia,</p>
<p>das ist ein wirklich tiefgr&#252;ndiger Artikel! Durch Zufall bin ich auf Deine Seite gelangt und habe sie in meinen Reader aufgenommen.</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Ist es nicht ein seltsames Ph&#228;nomen, dass immer mehr Kontakte auf immer mehr Plattformen zustande kommen, begleitet von vielerlei Formen, Resonanz und Aktivit&#228;ten zu unterst&#252;tzen und transparent zu machen (”X hat ein neues Bild eingestellt”) – und dennoch f&#252;hlen sich Menschen in diesen Kontexten einsam? Offenbar sogar einsamer bzw. “anders einsam” als in der alten Internet-losen Welt?&#8221;</p>
<p>Ich denke der Stellenwert der virtuellen &#8220;Kontakte&#8221;, &#8220;Freundschaften&#8221; etc. ist einfach ein anderer &#8211; oft missverstandener und von vielen &#252;berbewerteter. Was ist wichtiger, ein echter guter Freund oder 1.000 Follower auf Twitter? Nat&#252;rlich freut man sich &#252;ber jeden Follower, &#252;ber jeden Blog-Abonnenten. Aber es ist ein schmaler, gef&#228;hrlicher Grat. </p>
<p>Wenn realen Kontakte vernachl&#228;ssigt werden weil den virtuellen eine zu hohe Bedeutung beigemessen wird, sind wir schnell in einem Sucht-Verh&#228;ltnis angelangt.</p>
<p>Und wie das bei suchtgef&#228;hrdenden Dingen so ist &#8211; sie machen Spa&#223;, aber man muss aber die Grenzen kennen!</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e und weiter so qualitativ hochwertig,<br />
Gunther</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Die 7 WWMAG-Surftipps zum Wochenende 46/2009</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/02/einsam-im-web-2-0/#comment-9787</link>
		<dc:creator>Die 7 WWMAG-Surftipps zum Wochenende 46/2009</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 11:46:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=377#comment-9787</guid>
		<description>[...] Digital Diary: Einsam im Web 2.0 - Gedanken zum Ph&#228;nomen der rastlosen Resonanz-Suche mittels immer mehr Community-Tools. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Digital Diary: Einsam im Web 2.0 &#8211; Gedanken zum Ph&#228;nomen der rastlosen Resonanz-Suche mittels immer mehr Community-Tools. [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/02/einsam-im-web-2-0/#comment-9772</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 22:20:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=377#comment-9772</guid>
		<description>@urb: ich empfinde auch die Wahl, auf E-Mail nicht zu antworten. Es sind einfach zu viele SPAMS und andere &quot;Anforderungen&quot; unterwegs, man w&#252;rde ja verr&#252;ckt werden, die alle mit netten Absagen zu bedenken!

@Gerhard: ja, ich lese auch sehr gerne alle-drei-Wochen-mal-Blogs, wenn gute Artikel drin stehen, die mich ber&#252;hren.

@Jochen: ja, so ist es. Und dass ich das Rauchen nicht lassen kann, liegt genau DARAN, dass ich &quot;nichts Besseres&quot; habe, w&#228;hrend der Geist seine Web-Aktivit&#228;ten lebt: da will der K&#246;rper auch sein Stimulanz/seine Ruhigstell-Droge.


@Silvio: wenn ich was BESSERES habe, kein Problem! :-) Z.B. auf einer Reise, oder an einem Tag, an dem ich Besuch habe. Zwanghaften Computerverzicht will ich gar nicht SCHAFFEN, da f&#252;hl ich keinerlei Ehrgeiz, mir oder irgend jemandem was zu beweisen. Wirf mich in eine computerfreie Umwelt und ich passe mich an - aber warum sollte ich nicht mindestens einmal am Tag Mail checken, es k&#246;nnte ja jemand was Dringendes brauchen... (das hab ich berufsbedingt als immer funktionierende Ausrede! ;-)

@Sammelmappe: ja, das sehe ich auch so - den ganz gro&#223;en Unterschied in der Wurzel der Einsamkeit gibt es nicht. Und es begeistert mich philosophisch, dass ein &quot;nicht allein sein&quot; gar nicht denkbar ist, ohne alles zu verlieren, was uns lieb und teuer ist. Denn: w&#228;ren wir nicht getrennt (sondern &quot;eins&quot;) g&#228;be es keine Freuden und Leiden, kein Begehren und Erringen, keinen Beobachter, der etwas bemerkt...weil wir ja &quot;alles&quot; w&#228;ren. Doch wie sagte einst Ram Dass (so ein amerikanischer, ZEN-inspirierter Spiritueller): 

&quot;ich will nicht Zucker SEIN, ich will Zucker ESSEN&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@urb: ich empfinde auch die Wahl, auf E-Mail nicht zu antworten. Es sind einfach zu viele SPAMS und andere &#8220;Anforderungen&#8221; unterwegs, man w&#252;rde ja verr&#252;ckt werden, die alle mit netten Absagen zu bedenken!</p>
<p>@Gerhard: ja, ich lese auch sehr gerne alle-drei-Wochen-mal-Blogs, wenn gute Artikel drin stehen, die mich ber&#252;hren.</p>
<p>@Jochen: ja, so ist es. Und dass ich das Rauchen nicht lassen kann, liegt genau DARAN, dass ich &#8220;nichts Besseres&#8221; habe, w&#228;hrend der Geist seine Web-Aktivit&#228;ten lebt: da will der K&#246;rper auch sein Stimulanz/seine Ruhigstell-Droge.</p>
<p>@Silvio: wenn ich was BESSERES habe, kein Problem! :-) Z.B. auf einer Reise, oder an einem Tag, an dem ich Besuch habe. Zwanghaften Computerverzicht will ich gar nicht SCHAFFEN, da f&#252;hl ich keinerlei Ehrgeiz, mir oder irgend jemandem was zu beweisen. Wirf mich in eine computerfreie Umwelt und ich passe mich an &#8211; aber warum sollte ich nicht mindestens einmal am Tag Mail checken, es k&#246;nnte ja jemand was Dringendes brauchen&#8230; (das hab ich berufsbedingt als immer funktionierende Ausrede! ;-)</p>
<p>@Sammelmappe: ja, das sehe ich auch so &#8211; den ganz gro&#223;en Unterschied in der Wurzel der Einsamkeit gibt es nicht. Und es begeistert mich philosophisch, dass ein &#8220;nicht allein sein&#8221; gar nicht denkbar ist, ohne alles zu verlieren, was uns lieb und teuer ist. Denn: w&#228;ren wir nicht getrennt (sondern &#8220;eins&#8221;) g&#228;be es keine Freuden und Leiden, kein Begehren und Erringen, keinen Beobachter, der etwas bemerkt&#8230;weil wir ja &#8220;alles&#8221; w&#228;ren. Doch wie sagte einst Ram Dass (so ein amerikanischer, ZEN-inspirierter Spiritueller): </p>
<p>&#8220;ich will nicht Zucker SEIN, ich will Zucker ESSEN&#8221;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Silvio Fritzsche</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/02/einsam-im-web-2-0/#comment-9771</link>
		<dc:creator>Silvio Fritzsche</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 22:01:31 +0000</pubDate>
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		<description>Vor 25 Jahren (damals noch in der DDR) hatten wir das schon mal. Damals war es das Telefon. Ein pers&#246;nlicher Kontakt (Face to Face) konnte ein Telefonat nicht ersetzen. Auch Bildtelefone tuen das heute nicht. Im Zeitalter des Web 2.0 werden pers&#246;nliche Kontakte immer wichtiger. Und die m&#252;ssen auch gepflegt werden. Echte Emotionen lassen sich durch keine Icons zeigen. Auch ich bin durch mein IPhone sehr oft online, checke Mails, Facebook und Co. Meine Lebensqualit&#228;t hat sich dadurch nicht verbessert. Ein Anfang w&#228;re ein Computer-freier-Tag in der Woche. Schaffst Du das Claudia?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 25 Jahren (damals noch in der DDR) hatten wir das schon mal. Damals war es das Telefon. Ein pers&#246;nlicher Kontakt (Face to Face) konnte ein Telefonat nicht ersetzen. Auch Bildtelefone tuen das heute nicht. Im Zeitalter des Web 2.0 werden pers&#246;nliche Kontakte immer wichtiger. Und die m&#252;ssen auch gepflegt werden. Echte Emotionen lassen sich durch keine Icons zeigen. Auch ich bin durch mein IPhone sehr oft online, checke Mails, Facebook und Co. Meine Lebensqualit&#228;t hat sich dadurch nicht verbessert. Ein Anfang w&#228;re ein Computer-freier-Tag in der Woche. Schaffst Du das Claudia?</p>
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	<item>
		<title>Von: Sammelmappe</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/11/02/einsam-im-web-2-0/#comment-9770</link>
		<dc:creator>Sammelmappe</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 18:48:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=377#comment-9770</guid>
		<description>Ich wei&#223; nicht so richtig, wie ich es ausdr&#252;cken soll: Das melancholische Gef&#252;hl der Web-2.0-Einsamkeit ist vielleicht nichts anderes, als das Gef&#252;hl der Einsamkeit, das wir ganz unabh&#228;ngig von Web-2.0 oder Internet in uns die tragen. Es ist vielleicht die Melancholie, die wir selbst dann sp&#252;ren, wenn wir mitten unter Menschen stehen, alle reden h&#246;ren und doch sp&#252;ren, dass wir alleine sind.

Wir sind alleine als Menschen. Alleine auf dieser Welt - und trotzdem sind wir immer auch in der Gruppe. Wollen zur Gruppe dazugeh&#246;ren und ihren weg mitbestimmen ohne unsere Pers&#246;nlichkeit daf&#252;r aufzugeben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wei&#223; nicht so richtig, wie ich es ausdr&#252;cken soll: Das melancholische Gef&#252;hl der Web-2.0-Einsamkeit ist vielleicht nichts anderes, als das Gef&#252;hl der Einsamkeit, das wir ganz unabh&#228;ngig von Web-2.0 oder Internet in uns die tragen. Es ist vielleicht die Melancholie, die wir selbst dann sp&#252;ren, wenn wir mitten unter Menschen stehen, alle reden h&#246;ren und doch sp&#252;ren, dass wir alleine sind.</p>
<p>Wir sind alleine als Menschen. Alleine auf dieser Welt &#8211; und trotzdem sind wir immer auch in der Gruppe. Wollen zur Gruppe dazugeh&#246;ren und ihren weg mitbestimmen ohne unsere Pers&#246;nlichkeit daf&#252;r aufzugeben.</p>
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