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	<title>Kommentare zu: Ein Wahlkampf zum Einschlafen</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 19:39:43 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Onkel Bernd</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/08/11/ein-wahlkampf-zum-einschlafen/#comment-9244</link>
		<dc:creator>Onkel Bernd</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 10:56:31 +0000</pubDate>
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		<description>Die M&#228;dchenmannschaft versagt bei der Diskussion zum Thema leider v&#246;llig, weil sie Kommentare und ihre Antworten darauf aus dem Blog l&#246;schen. Betroffen sind:
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17123
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17124
und
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17127
sowie die Antwort von Susanne darauf zumn Thema &quot;Meinungsressort in der taz&quot;.

Ich habe mit eben dort mit Kommentar 17185 beschwert. Mal sehen, ob sie so sportlich sind und den zulassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die M&#228;dchenmannschaft versagt bei der Diskussion zum Thema leider v&#246;llig, weil sie Kommentare und ihre Antworten darauf aus dem Blog l&#246;schen. Betroffen sind:<br />
<a href="http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17123" rel="nofollow">http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17123</a><br />
<a href="http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17124" rel="nofollow">http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17124</a><br />
und<br />
<a href="http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17127" rel="nofollow">http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17127</a><br />
sowie die Antwort von Susanne darauf zumn Thema &#8220;Meinungsressort in der taz&#8221;.</p>
<p>Ich habe mit eben dort mit Kommentar 17185 beschwert. Mal sehen, ob sie so sportlich sind und den zulassen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Chräcker</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/08/11/ein-wahlkampf-zum-einschlafen/#comment-9243</link>
		<dc:creator>Chräcker</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 10:09:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=318#comment-9243</guid>
		<description>Ich denke, das Netz ist ein neuer Landstrich, das &quot;wir in Deutschland&quot; ersetzen wird mit &quot;wir in unserer Welt&quot; und einzelne Gruppen st&#228;rken kann, weil man &quot;seine eigene&quot; besser findet.

Es wird auch vielleicht mehr &quot;&#252;ber-den-Tellerrandkucker&quot; geben, (aber auch mehr &quot;Beliebigkeitsschwimmer&quot; und auch jetzt schon eine Menge &quot;jetzt-erst-recht-Abgrenzer&quot; - ich denke da nur an die Abgrenzungstabelle, die ich letztens bei Webkompetenz sah...) 

Aber letztendlich ist es nur ein neuer Raum f&#252;r die alte reale Welt. Es wird der Vereinzelung (oder sagen wir eher &quot;dem vergr&#252;ppchen&quot;, wenn es nicht so ein schiefes Wort w&#228;re - aber rheinisch!) nicht entgegen wirken. 

Es bliebe ja auch die Frage, ob das auch sein m&#252;sste. Wir wollen uns ja auch nicht mehr in allen Dingen&quot; Paketweise gemein machen.

Letztendlich ist das Internet aber nur ein Werkzeug f&#252;r real existierende Menschen mit real existierendem Leben und f&#252;r mich nach wie vor real existierendem Regelbedarf. 

Ungefragt greift es freilich zur&#252;ck ins Gef&#252;ge, wie alle gro&#223;en Werkzeuge, vom Rad, &#252;ber den Bruchdruck, Webst&#252;hle oder Telefon etc.. Und das dies viele noch nicht zur G&#228;nze sehen (und wir es auch nur ahnen) ist auch richtig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, das Netz ist ein neuer Landstrich, das &#8220;wir in Deutschland&#8221; ersetzen wird mit &#8220;wir in unserer Welt&#8221; und einzelne Gruppen st&#228;rken kann, weil man &#8220;seine eigene&#8221; besser findet.</p>
<p>Es wird auch vielleicht mehr &#8220;&#252;ber-den-Tellerrandkucker&#8221; geben, (aber auch mehr &#8220;Beliebigkeitsschwimmer&#8221; und auch jetzt schon eine Menge &#8220;jetzt-erst-recht-Abgrenzer&#8221; &#8211; ich denke da nur an die Abgrenzungstabelle, die ich letztens bei Webkompetenz sah&#8230;) </p>
<p>Aber letztendlich ist es nur ein neuer Raum f&#252;r die alte reale Welt. Es wird der Vereinzelung (oder sagen wir eher &#8220;dem vergr&#252;ppchen&#8221;, wenn es nicht so ein schiefes Wort w&#228;re &#8211; aber rheinisch!) nicht entgegen wirken. </p>
<p>Es bliebe ja auch die Frage, ob das auch sein m&#252;sste. Wir wollen uns ja auch nicht mehr in allen Dingen&#8221; Paketweise gemein machen.</p>
<p>Letztendlich ist das Internet aber nur ein Werkzeug f&#252;r real existierende Menschen mit real existierendem Leben und f&#252;r mich nach wie vor real existierendem Regelbedarf. </p>
<p>Ungefragt greift es freilich zur&#252;ck ins Gef&#252;ge, wie alle gro&#223;en Werkzeuge, vom Rad, &#252;ber den Bruchdruck, Webst&#252;hle oder Telefon etc.. Und das dies viele noch nicht zur G&#228;nze sehen (und wir es auch nur ahnen) ist auch richtig.</p>
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		<title>Von: Claudia Klinger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/08/11/ein-wahlkampf-zum-einschlafen/#comment-9242</link>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 09:26:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=318#comment-9242</guid>
		<description>@Cracker: ich stimme dir in weiten Teilen zu, m&#246;chte aber &quot;den Netzb&#252;rgern&quot; kein gleich geschaltetes Meinen und Verhalten unterstellen: es gibt Hassprediger, ewige Kassandras, Verschw&#246;rungsdenker, Ignoranten und vieles mehr - aber eben auch jede Menge Nachdenkliche, Konstruktive, Kreative. Sie alle gab es auch vor dem Internet, nur jetzt hat halt jeder die M&#246;glichkeit, sich umf&#228;nglich darzustellen und mit der Netzwelt zu interagieren. Gut so! Besser man sieht, was in den Menschen vorgeht und entnimmt nicht blo&#223; mainstreamige Zusammenschauen aus ein paar klassischen Medien, denen es vornehmlich um die Quote geht. 

F&#252;r mich ist DAS NETZ tats&#228;chlich ein Transmissionsriemen f&#252;r gesellschaftliche Ver&#228;nderungen, wie wir ihn noch nie hatten! Endlich gibt es Kommunikationsstrukturen, die es den vereinzelten Individuen in den &quot;K&#228;mmerlein&quot; erm&#246;glichen, sich einzubringen. &quot;Gesinnungspakete&quot; sind so von gestern wie Musik-CDs: wir wollen Einzelthemen mitberaten und mitbestimmen und nicht Teil einer gro&#223;en Partei-Familie sein, die dann immer von &quot;wir&quot; und den &quot;Anderen&quot; spricht.  Ich bin fast mit jeder Partei bez&#252;glich irgend welcher Themen einer Meinung, doch trete ich da nicht bei, tue mich sogar bei Wahlen schwer, weil vieles Andere mir eben NICHT richtig erscheint - schon gar nicht habe ich Lust auf &quot;Partei-Leben&quot;! 

Damit bin ich sicher keine Ausnahme und mit dem Netz und den heute bereits in Gebrauch befindlichen Community-Anwendungen w&#228;re es ein Leichtes, aus der Hinterzimmer- und Stallgeruch-Politik auszusteigen und ganz neue Formen der Partizipation zu entwerfen. Nicht nur als Partei, sondern auch als Regierung, als Staat, als Land, als Stadt und Gemeinde. 

Da bewegt sich noch viel zu wenig und ich hoffe, der gewiss wachsende Erfolg der &quot;Piraten&quot; tr&#228;gt dazu bei, das zu &#228;ndern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Cracker: ich stimme dir in weiten Teilen zu, m&#246;chte aber &#8220;den Netzb&#252;rgern&#8221; kein gleich geschaltetes Meinen und Verhalten unterstellen: es gibt Hassprediger, ewige Kassandras, Verschw&#246;rungsdenker, Ignoranten und vieles mehr &#8211; aber eben auch jede Menge Nachdenkliche, Konstruktive, Kreative. Sie alle gab es auch vor dem Internet, nur jetzt hat halt jeder die M&#246;glichkeit, sich umf&#228;nglich darzustellen und mit der Netzwelt zu interagieren. Gut so! Besser man sieht, was in den Menschen vorgeht und entnimmt nicht blo&#223; mainstreamige Zusammenschauen aus ein paar klassischen Medien, denen es vornehmlich um die Quote geht. </p>
<p>F&#252;r mich ist DAS NETZ tats&#228;chlich ein Transmissionsriemen f&#252;r gesellschaftliche Ver&#228;nderungen, wie wir ihn noch nie hatten! Endlich gibt es Kommunikationsstrukturen, die es den vereinzelten Individuen in den &#8220;K&#228;mmerlein&#8221; erm&#246;glichen, sich einzubringen. &#8220;Gesinnungspakete&#8221; sind so von gestern wie Musik-CDs: wir wollen Einzelthemen mitberaten und mitbestimmen und nicht Teil einer gro&#223;en Partei-Familie sein, die dann immer von &#8220;wir&#8221; und den &#8220;Anderen&#8221; spricht.  Ich bin fast mit jeder Partei bez&#252;glich irgend welcher Themen einer Meinung, doch trete ich da nicht bei, tue mich sogar bei Wahlen schwer, weil vieles Andere mir eben NICHT richtig erscheint &#8211; schon gar nicht habe ich Lust auf &#8220;Partei-Leben&#8221;! </p>
<p>Damit bin ich sicher keine Ausnahme und mit dem Netz und den heute bereits in Gebrauch befindlichen Community-Anwendungen w&#228;re es ein Leichtes, aus der Hinterzimmer- und Stallgeruch-Politik auszusteigen und ganz neue Formen der Partizipation zu entwerfen. Nicht nur als Partei, sondern auch als Regierung, als Staat, als Land, als Stadt und Gemeinde. </p>
<p>Da bewegt sich noch viel zu wenig und ich hoffe, der gewiss wachsende Erfolg der &#8220;Piraten&#8221; tr&#228;gt dazu bei, das zu &#228;ndern.</p>
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		<title>Von: Chräcker</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/08/11/ein-wahlkampf-zum-einschlafen/#comment-9241</link>
		<dc:creator>Chräcker</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 08:55:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=318#comment-9241</guid>
		<description>Ich denke, es ist genau der Punkt. Wir haben nichts &quot;verbindendes&quot; mehr in unserer Gesellschaft. Wenn nicht gerade ein deutscher Papst wird oder die Fu&#223;ball-WM ansteht, letztere habe ich, ohne Ironie, als geradezu wohltuende Verbindung angesehen, dann pr&#246;ckeln wir weiter vor uns hin.

Es gibt keinen &quot;gesellschaftlichen&quot; (TV-)Stra&#223;enfeger mehr. 

Unsere Gesellschaft hat sich vereinzelt. Und &quot;einzeln im K&#228;mmerlein&quot; geht es nicht wenigen in der Tat nicht so schlecht, wie gerne hoch gejammert wird. Und denen, den es wirklich schlecht geht, fehlt die zusammenfassende Lobby, der Versammlungsraum.

Die Parteien tun sich deswegen auch schwer, diese Mosaikb&#252;rger, deren zerkl&#252;fteten pers&#246;nliche Lebensviten und Historien, mit *einem* Wahlprogramm rundherum an zu sprechen. 

Auch in dieser Hinsicht war eine &quot;zwei-einhalb-Themen-Partei&quot; fast zu erwarten. (Nein, die Gr&#252;nen waren nie eine ein-Thema-Partei - die waren eher eine &quot;eine-Lebensgesinnungspartei&quot;)

Was hingegen alt ist, ist der zum Teil hochschwemmende Ha&#223; und die Verleumndungsagresivit&#228;t, mit der auch die Netzb&#252;rger nun auf alles einschreiben, was es wagt, anderer Meinung zu sein. Man bleibt in seinem Eckchen und h&#228;lt die eigenen Probleme und die eigene Wahheit als den Weltennagel, an dem alles h&#228;ngt. Wenn nur die anderen nicht so borniert w&#228;ren.

Bei den alten Parteien waren es Gesinnungspakete, mit denen sie heute niemanden wirklich mehr ansprechen k&#246;nnen, bei den kleinen und neuen Parteien werden das die Lebensraumecken sein, mit denen sie punkten und das Land retten wollen.

Was wir, wohl eher in 100 Jahren, vielleicht mal bekommen, w&#228;re eine Koalition aus meinetwegen 175 Nischenparteien, die einfach zusammen regieren und nichts aussitzen. Ein Mosaikparlament, zerkl&#252;ftet, aber funktionierend, wie unsere Gesellschaft. Obendr&#252;ber vielleicht ein weiser Lenker, sollen sie ihn K&#246;nig oder Diktator nennen, der dann alles moderiert und sagt: so machen wir das, das Volk hat recht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, es ist genau der Punkt. Wir haben nichts &#8220;verbindendes&#8221; mehr in unserer Gesellschaft. Wenn nicht gerade ein deutscher Papst wird oder die Fu&#223;ball-WM ansteht, letztere habe ich, ohne Ironie, als geradezu wohltuende Verbindung angesehen, dann pr&#246;ckeln wir weiter vor uns hin.</p>
<p>Es gibt keinen &#8220;gesellschaftlichen&#8221; (TV-)Stra&#223;enfeger mehr. </p>
<p>Unsere Gesellschaft hat sich vereinzelt. Und &#8220;einzeln im K&#228;mmerlein&#8221; geht es nicht wenigen in der Tat nicht so schlecht, wie gerne hoch gejammert wird. Und denen, den es wirklich schlecht geht, fehlt die zusammenfassende Lobby, der Versammlungsraum.</p>
<p>Die Parteien tun sich deswegen auch schwer, diese Mosaikb&#252;rger, deren zerkl&#252;fteten pers&#246;nliche Lebensviten und Historien, mit *einem* Wahlprogramm rundherum an zu sprechen. </p>
<p>Auch in dieser Hinsicht war eine &#8220;zwei-einhalb-Themen-Partei&#8221; fast zu erwarten. (Nein, die Gr&#252;nen waren nie eine ein-Thema-Partei &#8211; die waren eher eine &#8220;eine-Lebensgesinnungspartei&#8221;)</p>
<p>Was hingegen alt ist, ist der zum Teil hochschwemmende Ha&#223; und die Verleumndungsagresivit&#228;t, mit der auch die Netzb&#252;rger nun auf alles einschreiben, was es wagt, anderer Meinung zu sein. Man bleibt in seinem Eckchen und h&#228;lt die eigenen Probleme und die eigene Wahheit als den Weltennagel, an dem alles h&#228;ngt. Wenn nur die anderen nicht so borniert w&#228;ren.</p>
<p>Bei den alten Parteien waren es Gesinnungspakete, mit denen sie heute niemanden wirklich mehr ansprechen k&#246;nnen, bei den kleinen und neuen Parteien werden das die Lebensraumecken sein, mit denen sie punkten und das Land retten wollen.</p>
<p>Was wir, wohl eher in 100 Jahren, vielleicht mal bekommen, w&#228;re eine Koalition aus meinetwegen 175 Nischenparteien, die einfach zusammen regieren und nichts aussitzen. Ein Mosaikparlament, zerkl&#252;ftet, aber funktionierend, wie unsere Gesellschaft. Obendr&#252;ber vielleicht ein weiser Lenker, sollen sie ihn K&#246;nig oder Diktator nennen, der dann alles moderiert und sagt: so machen wir das, das Volk hat recht.</p>
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