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	<title>Kommentare zu: Der Selbstversorger bloggt an seiner Stallt&#252;r</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 23:54:25 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Claudia Klinger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/07/11/der-selbstversorger-bloggt-an-seiner-stalltuer/#comment-9181</link>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 21:59:11 +0000</pubDate>
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		<description>@Hanne: du kennst Gottfried? Ich finde es schade, dass sein Lebensstil es wohl kaum erlaubt, hier selber etwas zu posten.

Nach deinen Worten verstehe ich ihn noch besser - am Gegenteil dessen, was die Eltern repr&#228;sentieren, bleiben viele kleben.

Ich w&#252;nsche ihm, dass er aus der demonstrativ-verbissenen R&#252;ckst&#228;ndigkeit heraus findet - zu einem alternativen Lebensstil, der nicht nur f&#252;r Extremisten lebbar ist. Jochen hat weiter oben die Richtung gezeigt. 

Trotzdem bewundernswert, wie er das schafft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hanne: du kennst Gottfried? Ich finde es schade, dass sein Lebensstil es wohl kaum erlaubt, hier selber etwas zu posten.</p>
<p>Nach deinen Worten verstehe ich ihn noch besser &#8211; am Gegenteil dessen, was die Eltern repr&#228;sentieren, bleiben viele kleben.</p>
<p>Ich w&#252;nsche ihm, dass er aus der demonstrativ-verbissenen R&#252;ckst&#228;ndigkeit heraus findet &#8211; zu einem alternativen Lebensstil, der nicht nur f&#252;r Extremisten lebbar ist. Jochen hat weiter oben die Richtung gezeigt. </p>
<p>Trotzdem bewundernswert, wie er das schafft.</p>
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		<title>Von: Hanne</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/07/11/der-selbstversorger-bloggt-an-seiner-stalltuer/#comment-9180</link>
		<dc:creator>Hanne</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 21:51:12 +0000</pubDate>
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		<description>mmmh...der Gottfried hat ja auch einmal eine Schulbildung und Ausbildung bzw. ein Studim absoulviert. Geerbert hat er auch, also waren seine Eltern verm&#246;gend. Warum dieses Leben, nach einem &quot;normalen Leben&quot;?
Er lebt heutzutage in einer Zeit, um 1900 oder fr&#252;her, warum?
Er sieht Menschen die mit dem Fortschritt leben, warum h&#228;lt er fest an eine Zeit, die vorbei ist? Wir haben flie&#223;end Wasser, wir haben Strom, er selber nutzt das Telefon, warum nutzt er diesen Vorteil und macht sich das Leben auf der anderen Seite schwer? Tango tanzt er mit Leidenschaft, das ist Gegenwart.
Ich haben dich Gottfried anderes gekannt und in Erinnerung, ich habe Dich nicht wiedererkannt, warum dieses Leben, warum dieser Wandel? Einerseits die Gegenward, andererseits die Vergangenheit? Deine Eltern waren Gesch&#228;ftsleute, Sie mu&#223;ten sich dem Wandel der Zeit anpassen. Was ist das? Was m&#246;chtest du uns damit sagen? Warum kann ich so schwer deinen Wandel vollziehen? Was willst du uns damit zeigen? Gru&#223; Hanne</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>mmmh&#8230;der Gottfried hat ja auch einmal eine Schulbildung und Ausbildung bzw. ein Studim absoulviert. Geerbert hat er auch, also waren seine Eltern verm&#246;gend. Warum dieses Leben, nach einem &#8220;normalen Leben&#8221;?<br />
Er lebt heutzutage in einer Zeit, um 1900 oder fr&#252;her, warum?<br />
Er sieht Menschen die mit dem Fortschritt leben, warum h&#228;lt er fest an eine Zeit, die vorbei ist? Wir haben flie&#223;end Wasser, wir haben Strom, er selber nutzt das Telefon, warum nutzt er diesen Vorteil und macht sich das Leben auf der anderen Seite schwer? Tango tanzt er mit Leidenschaft, das ist Gegenwart.<br />
Ich haben dich Gottfried anderes gekannt und in Erinnerung, ich habe Dich nicht wiedererkannt, warum dieses Leben, warum dieser Wandel? Einerseits die Gegenward, andererseits die Vergangenheit? Deine Eltern waren Gesch&#228;ftsleute, Sie mu&#223;ten sich dem Wandel der Zeit anpassen. Was ist das? Was m&#246;chtest du uns damit sagen? Warum kann ich so schwer deinen Wandel vollziehen? Was willst du uns damit zeigen? Gru&#223; Hanne</p>
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		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/07/11/der-selbstversorger-bloggt-an-seiner-stalltuer/#comment-9132</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 20:44:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=309#comment-9132</guid>
		<description>Danke Euch f&#252;r die vielf&#228;ltigen Beitr&#228;ge! :-)

Ich war in den 80gern zeitweise auf einem alten Podere in der Toskana, das sich ein Freund von seinem Erbe gekauft hatte. Dort konnte ich die verschiedenen Ans&#228;tze, naturnah zu leben, bei den ans&#228;ssigen Immigranten beobachten. Die Entwicklung ging immer vom recht Primitiven zum dann doch bequemeren und komfortableren Leben - die Touristen wollten es auch nicht so ganz krass! Und von ihnen lebte man im wesentlichen, nicht von den Tieren oder gar der Landwirtschaft. 

Selber bearbeiteten wir nur einen Garten, und auch das mehr aus Erlebnislust als zur Versorgung. Dennoch interessierte ich mich daf&#252;r, wie man &quot;fr&#252;her&quot; all die Nahrungsmittel und alles andere herstellte, w&#228;lzte B&#252;cher vom Leben auf dem Land und tr&#228;umte so vor mich hin...

Als ich dann mal Senfpflanzen fand und gerade das Kapitel &#252;ber die Senf-Herstellung anno dunnemal gelesen hatte, schaute ich mir die Pflanze genau an und stellte mir nun die einzelnen Schritte vor.. die vielen vielen Pflanzen, die f&#252;r ein Glas Senf n&#246;tig w&#228;ren, die Arbeit, die wenigen Samen pro Samenstand zu ernten und irgendwie aus der Umh&#252;llung zu bekommen - den ganzen Prozess bis zum fertigen Senf eben. 

Als Schlussbild dieses inneren Horrorfilms vom vielen anstrengenden Arbeiten sah ich das Glas Senf bei Aldi, f&#252;r damals vielleicht 40 Pfennig und wusste: ich will nicht zur&#252;ck...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Euch f&#252;r die vielf&#228;ltigen Beitr&#228;ge! :-)</p>
<p>Ich war in den 80gern zeitweise auf einem alten Podere in der Toskana, das sich ein Freund von seinem Erbe gekauft hatte. Dort konnte ich die verschiedenen Ans&#228;tze, naturnah zu leben, bei den ans&#228;ssigen Immigranten beobachten. Die Entwicklung ging immer vom recht Primitiven zum dann doch bequemeren und komfortableren Leben &#8211; die Touristen wollten es auch nicht so ganz krass! Und von ihnen lebte man im wesentlichen, nicht von den Tieren oder gar der Landwirtschaft. </p>
<p>Selber bearbeiteten wir nur einen Garten, und auch das mehr aus Erlebnislust als zur Versorgung. Dennoch interessierte ich mich daf&#252;r, wie man &#8220;fr&#252;her&#8221; all die Nahrungsmittel und alles andere herstellte, w&#228;lzte B&#252;cher vom Leben auf dem Land und tr&#228;umte so vor mich hin&#8230;</p>
<p>Als ich dann mal Senfpflanzen fand und gerade das Kapitel &#252;ber die Senf-Herstellung anno dunnemal gelesen hatte, schaute ich mir die Pflanze genau an und stellte mir nun die einzelnen Schritte vor.. die vielen vielen Pflanzen, die f&#252;r ein Glas Senf n&#246;tig w&#228;ren, die Arbeit, die wenigen Samen pro Samenstand zu ernten und irgendwie aus der Umh&#252;llung zu bekommen &#8211; den ganzen Prozess bis zum fertigen Senf eben. </p>
<p>Als Schlussbild dieses inneren Horrorfilms vom vielen anstrengenden Arbeiten sah ich das Glas Senf bei Aldi, f&#252;r damals vielleicht 40 Pfennig und wusste: ich will nicht zur&#252;ck&#8230;</p>
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		<title>Von: Rene Rademacher</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/07/11/der-selbstversorger-bloggt-an-seiner-stalltuer/#comment-9131</link>
		<dc:creator>Rene Rademacher</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 17:07:40 +0000</pubDate>
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		<description>Na dann sag ich mal &quot;Hut ab Gottfried&quot; - mein Weg w&#228;re das nun wirklich nicht aber ich finde seine Entscheidung akzeptabel (solange nicht alle so leben wollen wie er). Aber die Gefahr besteht auch nicht :-)
Denn wir k&#246;nnen ja nicht ernsthaft davon ausgehen dass sein Weg der Weg f&#252;r Milliarden Menschen auf diesem Planeten sein kann. Es mag ja auf den ersten Blick ein wenig asketisch anmuten - aber 20 Hektar f&#252;r eine einzelne Person? Ein Hektar hat nach meinem Schulwissen noch immer 10000 Quadratmeter. In Summe &quot;besetzt&quot; er also 200000 Quadratmeter unserer Republik! Sieht f&#252;r mich aus nach einem priveligierten Industrielandebewohner. Schauen wir auf den Rest der Republik und sehen, dass dieser sich mit 231 Einwohner auf dem Quadratkilometer wohl eher bescheiden muss (4329 Quadratmeter pro Person). 
Sein Ansatz ohne echte Hilfsmittel auszukommen wirken auf mich auch etwas befremdlich. Technologischer Fortschritt ist ja nur bedingt ein Teufel, es kommt auf die Selektion an - ich kenne keinen Fall von Extremismus den ich positiv sehe. Und  der Extremismus ist hier das Problem wie Jochen ja auch schon angemerkt hat.

Liebe Gr&#252;&#223;e
Rene


P.S.: Sch&#246;n dass ihr meinen Kommentar gelesen habt. Aber mich interessiert auch Eure Meinung. Also bitte nicht nur lesen, sondern auch selbst was schreiben!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na dann sag ich mal &#8220;Hut ab Gottfried&#8221; &#8211; mein Weg w&#228;re das nun wirklich nicht aber ich finde seine Entscheidung akzeptabel (solange nicht alle so leben wollen wie er). Aber die Gefahr besteht auch nicht :-)<br />
Denn wir k&#246;nnen ja nicht ernsthaft davon ausgehen dass sein Weg der Weg f&#252;r Milliarden Menschen auf diesem Planeten sein kann. Es mag ja auf den ersten Blick ein wenig asketisch anmuten &#8211; aber 20 Hektar f&#252;r eine einzelne Person? Ein Hektar hat nach meinem Schulwissen noch immer 10000 Quadratmeter. In Summe &#8220;besetzt&#8221; er also 200000 Quadratmeter unserer Republik! Sieht f&#252;r mich aus nach einem priveligierten Industrielandebewohner. Schauen wir auf den Rest der Republik und sehen, dass dieser sich mit 231 Einwohner auf dem Quadratkilometer wohl eher bescheiden muss (4329 Quadratmeter pro Person).<br />
Sein Ansatz ohne echte Hilfsmittel auszukommen wirken auf mich auch etwas befremdlich. Technologischer Fortschritt ist ja nur bedingt ein Teufel, es kommt auf die Selektion an &#8211; ich kenne keinen Fall von Extremismus den ich positiv sehe. Und  der Extremismus ist hier das Problem wie Jochen ja auch schon angemerkt hat.</p>
<p>Liebe Gr&#252;&#223;e<br />
Rene</p>
<p>P.S.: Sch&#246;n dass ihr meinen Kommentar gelesen habt. Aber mich interessiert auch Eure Meinung. Also bitte nicht nur lesen, sondern auch selbst was schreiben!</p>
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	<item>
		<title>Von: MatthiasHe</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/07/11/der-selbstversorger-bloggt-an-seiner-stalltuer/#comment-9120</link>
		<dc:creator>MatthiasHe</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 11:21:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich muss jetzt daran denken, dass Heerscharen von Menschen, die in den Gr&#252;nderzeiten in die USA ausgewandert sind, dies deshalb getan haben, weil sie als Bauern in Europa nicht mehr &#252;berleben konnten. - Man sollte Technologie und Wirtschaftsform wirklich nicht in einen Topf werfen. In Afrika k&#246;nnte Technologie, in einer humanen Wirtschaftsform angewandt, ein Segen f&#252;r Millionen sein. Aber eine Konkurrenzwirtschaft wird immer Armut und Umweltzerst&#246;rung mit sich bringen, mit und ohne Technologie! Das ist der eigentlich spannende und komplizierte Punkt der Sache. Einfacher ist es, Land und Arbeit zu glorifizieren. Man darf dann nur nicht arbeitsunf&#228;hig werden ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss jetzt daran denken, dass Heerscharen von Menschen, die in den Gr&#252;nderzeiten in die USA ausgewandert sind, dies deshalb getan haben, weil sie als Bauern in Europa nicht mehr &#252;berleben konnten. &#8211; Man sollte Technologie und Wirtschaftsform wirklich nicht in einen Topf werfen. In Afrika k&#246;nnte Technologie, in einer humanen Wirtschaftsform angewandt, ein Segen f&#252;r Millionen sein. Aber eine Konkurrenzwirtschaft wird immer Armut und Umweltzerst&#246;rung mit sich bringen, mit und ohne Technologie! Das ist der eigentlich spannende und komplizierte Punkt der Sache. Einfacher ist es, Land und Arbeit zu glorifizieren. Man darf dann nur nicht arbeitsunf&#228;hig werden &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Gerhard</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/07/11/der-selbstversorger-bloggt-an-seiner-stalltuer/#comment-9118</link>
		<dc:creator>Gerhard</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 07:31:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=309#comment-9118</guid>
		<description>Ich erinnere mich immer wieder gerne  an den Film &quot;Lautlos im Weltraum&quot; (Silent running), in dem die Astronauten liebend gerne buntes Ersatzfutter essen, w&#228;hrend der einzige &#214;ko unter Ihnen sein Essen bel&#228;chelt aus einem Biotop bezieht, das in einer der Raumkapseln angelegt ist. 

Der Film ist schon &#228;lteren Datums (1972!), aber keinesfalls verstaubt und aktuell wie eh und je.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich immer wieder gerne  an den Film &#8220;Lautlos im Weltraum&#8221; (Silent running), in dem die Astronauten liebend gerne buntes Ersatzfutter essen, w&#228;hrend der einzige &#214;ko unter Ihnen sein Essen bel&#228;chelt aus einem Biotop bezieht, das in einer der Raumkapseln angelegt ist. </p>
<p>Der Film ist schon &#228;lteren Datums (1972!), aber keinesfalls verstaubt und aktuell wie eh und je.</p>
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