Claudia am 12. Mai 2009 — 0 Kommentare

Dass nichts wieder so werden kann, wie es war…

….zeigt in aller Deutlichkeit dieser Artikel auf, der einen umfassenden und realistischen Blick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise bietet:

* Wo ist das Geld? (Welt Macht Geld-Wiki)

Angenehm unideologisch wird das Ganze am Weg des Geldes entlang  aufgezeigt: nicht irgend eines Geldes, sondern desjenigen, das nach Platzen der Mega-Blase vermeintlich verschwunden ist. Was natürlich nicht stimmt: es haben nur Andere, allermeist sogar redlich verdient.

Angesichts des geschilderten Wechselspiels zwischen der Kredit gebenden Welt und den sich immer mehr verschuldenden USA, wird klar, dass dieses System nicht nachhaltig sein konnte. Es MUSSTE crashen und viele haben das gewusst.

Doch haben eben auch alle profitiert, nicht bloß gierige Banker und immer reicher werdende Reiche. Sondern die ganze Welt, deren Wirtschaft brummte, da sie bestens in die USA exportieren konnte. Und die USA selbst noch weit mehr, denn dort wurde das Geld ja tatsächlich verkonsumiert und investiert. Und sogar versteuert: „Mit dem Verkauf von Immobilienanleihen, und Industrieanleihen ins Ausland konnten die USA die Hälfte ihres jährlichen 800-Milliarden-Dollar Handelsbilanzdefizits finanzieren“

Jetzt geht das, wie wir wissen, nicht mehr so weiter.  Der Glaube an die ewige Zahlungsfähigkeit der USA ist zerschellt, der Kredit- und Warenaustausch massiv eingebrochen. Der Wiki-Artikel setzt auf eine neue, nicht mehr nationale Weltwährung als einzig mögliche Lösung. Denn der Leitwährungsstatus des Dollars sei die Wurzel der Gläubiger-Schuldner-Beziehung zwischen den USA und dem Rest der Welt. Demnach mussten sich die USA – systemisch bedingt! – verschulden, um den Bedarf an Dollar in der Welt zu decken. Denn ALLE wollten Geld in Dollar besitzen, um sich gegen Schwankungen der Leitwährung abzusichern, erwarben also gerne und immer mehr Immobilienpapiere und Anleihen.

Zur Durchsetzbarkeit einer Weltwährung schreiben die Autoren des Wiki: “

„Man könnte nun meinen, dass dies nur die Empfehlung einer zahnlosen akademischen Expertenrunde wäre und für die Durchsetzung der Empfehlung die notwendige politische Unterstützung fehlt. Weit gefehlt: die so genannten BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) sind nahezu zeitgleich mit der gleichen Forderung in die Öffentlichkeit getreten – am prominentesten dabei mit der bereits oben erwähnten Rede von Zhou Xiaochuan, Chef der Chinesischen Zentralbank. Das politische Gewicht der BRIC-Länder ist erheblich: sie vereinen fast die Hälfte der Weltbevölkerung in sich und China ist der größte Kreditgeber der USA.
Es ist zu erwarten, dass die USA ihre Sonderrolle nicht kampflos aufgeben werden. Aber am Horizont ist zu erkennen, dass an der Neugestaltung des Weltwährungssystems bereits mit Hochdruck gearbeitet wird. Diese Neugestaltung wird nötig sein, wenn wir die Krisen von 1929 und 2008 nicht ein weiteres Mal wiederholen wollen.“

Ich glaube, man kann wirklich froh sein, dass in dieser Lage ein Obama dran ist – man stelle sich das alles nur mal unter Bush vor!

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