<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Die Wirtschaft ankurbeln: warum eigentlich?</title>
	<atom:link href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/03/21/die-wirtschaft-ankurbeln-warum-eigentlich/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/03/21/die-wirtschaft-ankurbeln-warum-eigentlich/</link>
	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 23:54:25 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
	<item>
		<title>Von: roger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/03/21/die-wirtschaft-ankurbeln-warum-eigentlich/#comment-8743</link>
		<dc:creator>roger</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 07:45:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=280#comment-8743</guid>
		<description>Vermutlich wird erst der Kollaps den Leidensdruck auf die richtige H&#246;he treiben.
Wie Ihr beide sagt, liegt das wahre Problem darin, dass es kein echtes Wir gibt.
Das war dann wohl auch der Grund, weshalb es so weit kommen konnte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vermutlich wird erst der Kollaps den Leidensdruck auf die richtige H&#246;he treiben.<br />
Wie Ihr beide sagt, liegt das wahre Problem darin, dass es kein echtes Wir gibt.<br />
Das war dann wohl auch der Grund, weshalb es so weit kommen konnte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Claudia Klinger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/03/21/die-wirtschaft-ankurbeln-warum-eigentlich/#comment-8741</link>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 06:09:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=280#comment-8741</guid>
		<description>&lt;p&gt;@Su: &lt;em&gt;&quot;Niemand, der wir sagt, meint wirklich alle, sondern er meint zumeist sich (und ein paar andere) im Gegensatz zu wieder anderen.&quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich benutze das &quot;wir&quot; wie manche andere auch dann, wenn ich mich explizit von den &#220;beltaten, zu denen Menschen im Stande sind, nicht ausnehmen m&#246;chte: Gier / Hass / Ignoranz  kenne bzw. kannte ich aus dem eigenen Leben und das typische Beispiel, um das f&#252;r Deutsche zu verdeutlichen, hei&#223;t: wer wei&#223; denn von sich, wie er/sie gehandelt h&#228;tte, damals im 1000j&#228;hrigen Reich? Und ne Nummer kleiner: Korruption basiert auf dem Verlangen, lieber Freunde mit Auftr&#228;gen zu beg&#252;nstigen als irgendwelche Fremden - wer kann sagen, er sei v&#246;llig frei von diesem Impuls? Und wer steht auf und weigert sich, in einem guten Job die letzte Arbeitsanweisung zur Verbreitung des neuen Finanzprodukts (versehen mit dollen Pr&#228;mien) zu vollziehen? Wenn das doch alle machen und ganz normal finden, ja sogar die Regierung das ok findet?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon Marx wusste, dass es nicht darum geht, den Kapitalisten zum &quot;guten Menschen&quot; zu machen, denn er ist nicht per se ein &quot;B&#246;ser&quot;, sondern tut nur, was in seinem Umfeld anliegt und ganz selbstverst&#228;ndlich erscheint (Geld lukrativ anlegen z.B.).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Erfahrung ist, dass die Trennung &quot;wir&quot; versus &quot;ihr&quot; (-&gt;Schweinesystem, Bonzen, Bullen, Kapitalisten, b&#246;se Banker...) umso leichter f&#228;llt, je j&#252;nger man ist. Das ist auch ganz ok so, jemand muss ja richtig w&#252;tend werden k&#246;nnen, sonst bewegt sich nichts. Und daf&#252;r BRAUCHT es die Trennung wir/ihr....&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und hier noch ein Zitat aus dem Leitartikel der Print-ZEIT &lt;strong&gt;&quot;Wut ohne Empf&#228;nger&quot;:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&quot;Und selbst die linken Splittergruppen, die in Berlin und Frankfurt am letzten Wochenende vor dem G20-Gipfel aufmarschierten, hatten wenig mehr zu bieten als die brave Steuerb&#252;rgerklage: Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Tats&#228;chlich zahlen die B&#252;rger schon. Darin liegen die Ohnmacht und der Skandal zugleich: dass der Staat die fallierten Banken und Unternehmen retten muss, aber ein Teil der aufgewendeten Steuergelder als Abfindungen und zugesicherte Boni sogleich in die Taschen jener Manager flie&#223;t, die f&#252;r den Untergang der Firmen verantwortlich sind. Ein schlagenderer Anlass zum Aufstand w&#228;re kaum denkbar. Selbst die Trotzkisten, die immer gesagt haben, f&#252;r eine Revolution sei es zu fr&#252;h, weil sich die gesellschaftlichen Widerspr&#252;che noch nicht hinreichend zugespitzt h&#228;tten, m&#252;ssten jetzt zugeben, dass die Stunde gekommen ist. Niemals ist der Widerspruch von Kapital und Arbeit eklatanter geworden als in dem Moment, da die Masse der abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten den Kapitalismus retten und seinen Profiteuren auch noch ein Handgeld zahlen muss.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aber gegen wen sollte sich ihr Aufstand richten? Abfindungen und Pr&#228;mien waren den Managern vertraglich garantiert, und der Rechtsstaat, der die Erf&#252;llung von Vertr&#228;gen sichert, ist gewiss nicht der Gegenstand der Emp&#246;rung. Auch die F&#252;hrungskr&#228;fte selbst, so sehr die Schamlosigkeit ihrer Gier provoziert, sind doch bei n&#252;chterner Betrachtung nichts als Angestellte - keine Kapitalisten, sondern nur die monstr&#246;s &#252;berbezahlten Lakeien des Kapitals. Nat&#252;rlich k&#246;nnen Arbeiter, wie auch schon in Frankreich geschehen, einzelne Mnanager vor&#252;bergehend in Geiselhaft nehmen, um bessere Bedingungen f&#252;r Stellenstreichungen zu erpressen. Aber eine ernsthafte Revolte, wollte sie mehr sein als Folklore, m&#252;sste sich ehrlicherweise gegen das System als solches wenden. Das aber scheint niemand zu wollen. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Und zwar mit guten Gr&#252;nden. Der emp&#246;rte B&#252;rger, selbst der arbeitslose oder der um sein Hab und Gut gebrachte Bankkunde, wird sich nicht den Sozialismus w&#252;nschen. Er wird vielmehr, wenn er ehrlich ist, zugeben m&#252;ssen, dass er nur den guten alten Kapitalismus aus der Zeit vor seiner neoliberalen Enthemmung wiederhaben m&#246;chte. Und leider, wenn er nicht nur ehrlich, sondern auch informiert ist, wird er wissen, dass die Enthemmung etwas mit dem globalisierten Wettbewerb zu tun hat - keine Frage der Gier alleine, sondern eine des Eintritts neuer Akteure in de Weltmarkt...... Keine nationale Regierung wird er daf&#252;r verantwortlich machen k&#246;nnen und keinen &#252;bernationalen Zusammenschluss, nicht die EU, nicht die G20 und schon gar nicht die Nato....&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das aber hei&#223;t, die Wut l&#228;uft ins Leere. Sie hat keinen Empf&#228;nger: es sei denn die wirtschaftliche Verfasstheit unserer Welt. Um diese ver&#228;ndern zu wollen - eine veritable Weltrevolution! - brauchte es allerdings eine greifbare Systemalternative. Die letzte, die sich als solche empfehlen konnte, war allerdings ebenjener Sozialismus, der vor unser aller Augen an seiner Unt&#252;chtigkeit und Unmenschlichkeit zusammen gebrochen ist: Der Ruin der kommunistischen Staaten- und Gedankenwelt ist die wahre &#220;berlebensgarantie f&#252;r den angeschlagenen Kapitalismus unserer Tage&quot;.
&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Su: <em>&#8220;Niemand, der wir sagt, meint wirklich alle, sondern er meint zumeist sich (und ein paar andere) im Gegensatz zu wieder anderen.&#8221;</em></p>
<p>Ich benutze das &#8220;wir&#8221; wie manche andere auch dann, wenn ich mich explizit von den &#220;beltaten, zu denen Menschen im Stande sind, nicht ausnehmen m&#246;chte: Gier / Hass / Ignoranz  kenne bzw. kannte ich aus dem eigenen Leben und das typische Beispiel, um das f&#252;r Deutsche zu verdeutlichen, hei&#223;t: wer wei&#223; denn von sich, wie er/sie gehandelt h&#228;tte, damals im 1000j&#228;hrigen Reich? Und ne Nummer kleiner: Korruption basiert auf dem Verlangen, lieber Freunde mit Auftr&#228;gen zu beg&#252;nstigen als irgendwelche Fremden &#8211; wer kann sagen, er sei v&#246;llig frei von diesem Impuls? Und wer steht auf und weigert sich, in einem guten Job die letzte Arbeitsanweisung zur Verbreitung des neuen Finanzprodukts (versehen mit dollen Pr&#228;mien) zu vollziehen? Wenn das doch alle machen und ganz normal finden, ja sogar die Regierung das ok findet?</p>
<p>Schon Marx wusste, dass es nicht darum geht, den Kapitalisten zum &#8220;guten Menschen&#8221; zu machen, denn er ist nicht per se ein &#8220;B&#246;ser&#8221;, sondern tut nur, was in seinem Umfeld anliegt und ganz selbstverst&#228;ndlich erscheint (Geld lukrativ anlegen z.B.).</p>
<p>Meine Erfahrung ist, dass die Trennung &#8220;wir&#8221; versus &#8220;ihr&#8221; (-&gt;Schweinesystem, Bonzen, Bullen, Kapitalisten, b&#246;se Banker&#8230;) umso leichter f&#228;llt, je j&#252;nger man ist. Das ist auch ganz ok so, jemand muss ja richtig w&#252;tend werden k&#246;nnen, sonst bewegt sich nichts. Und daf&#252;r BRAUCHT es die Trennung wir/ihr&#8230;.</p>
<p>Und hier noch ein Zitat aus dem Leitartikel der Print-ZEIT <strong>&#8220;Wut ohne Empf&#228;nger&#8221;:</strong></p>
<p><em>&#8220;Und selbst die linken Splittergruppen, die in Berlin und Frankfurt am letzten Wochenende vor dem G20-Gipfel aufmarschierten, hatten wenig mehr zu bieten als die brave Steuerb&#252;rgerklage: Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!</em></p>
<p><em>Tats&#228;chlich zahlen die B&#252;rger schon. Darin liegen die Ohnmacht und der Skandal zugleich: dass der Staat die fallierten Banken und Unternehmen retten muss, aber ein Teil der aufgewendeten Steuergelder als Abfindungen und zugesicherte Boni sogleich in die Taschen jener Manager flie&#223;t, die f&#252;r den Untergang der Firmen verantwortlich sind. Ein schlagenderer Anlass zum Aufstand w&#228;re kaum denkbar. Selbst die Trotzkisten, die immer gesagt haben, f&#252;r eine Revolution sei es zu fr&#252;h, weil sich die gesellschaftlichen Widerspr&#252;che noch nicht hinreichend zugespitzt h&#228;tten, m&#252;ssten jetzt zugeben, dass die Stunde gekommen ist. Niemals ist der Widerspruch von Kapital und Arbeit eklatanter geworden als in dem Moment, da die Masse der abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten den Kapitalismus retten und seinen Profiteuren auch noch ein Handgeld zahlen muss.</em></p>
<p><em>Aber gegen wen sollte sich ihr Aufstand richten? Abfindungen und Pr&#228;mien waren den Managern vertraglich garantiert, und der Rechtsstaat, der die Erf&#252;llung von Vertr&#228;gen sichert, ist gewiss nicht der Gegenstand der Emp&#246;rung. Auch die F&#252;hrungskr&#228;fte selbst, so sehr die Schamlosigkeit ihrer Gier provoziert, sind doch bei n&#252;chterner Betrachtung nichts als Angestellte &#8211; keine Kapitalisten, sondern nur die monstr&#246;s &#252;berbezahlten Lakeien des Kapitals. Nat&#252;rlich k&#246;nnen Arbeiter, wie auch schon in Frankreich geschehen, einzelne Mnanager vor&#252;bergehend in Geiselhaft nehmen, um bessere Bedingungen f&#252;r Stellenstreichungen zu erpressen. Aber eine ernsthafte Revolte, wollte sie mehr sein als Folklore, m&#252;sste sich ehrlicherweise gegen das System als solches wenden. Das aber scheint niemand zu wollen. </em></p>
<p><em>Und zwar mit guten Gr&#252;nden. Der emp&#246;rte B&#252;rger, selbst der arbeitslose oder der um sein Hab und Gut gebrachte Bankkunde, wird sich nicht den Sozialismus w&#252;nschen. Er wird vielmehr, wenn er ehrlich ist, zugeben m&#252;ssen, dass er nur den guten alten Kapitalismus aus der Zeit vor seiner neoliberalen Enthemmung wiederhaben m&#246;chte. Und leider, wenn er nicht nur ehrlich, sondern auch informiert ist, wird er wissen, dass die Enthemmung etwas mit dem globalisierten Wettbewerb zu tun hat &#8211; keine Frage der Gier alleine, sondern eine des Eintritts neuer Akteure in de Weltmarkt&#8230;&#8230; Keine nationale Regierung wird er daf&#252;r verantwortlich machen k&#246;nnen und keinen &#252;bernationalen Zusammenschluss, nicht die EU, nicht die G20 und schon gar nicht die Nato&#8230;.</em></p>
<p><em>Das aber hei&#223;t, die Wut l&#228;uft ins Leere. Sie hat keinen Empf&#228;nger: es sei denn die wirtschaftliche Verfasstheit unserer Welt. Um diese ver&#228;ndern zu wollen &#8211; eine veritable Weltrevolution! &#8211; brauchte es allerdings eine greifbare Systemalternative. Die letzte, die sich als solche empfehlen konnte, war allerdings ebenjener Sozialismus, der vor unser aller Augen an seiner Unt&#252;chtigkeit und Unmenschlichkeit zusammen gebrochen ist: Der Ruin der kommunistischen Staaten- und Gedankenwelt ist die wahre &#220;berlebensgarantie f&#252;r den angeschlagenen Kapitalismus unserer Tage&#8221;.<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hermann</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/03/21/die-wirtschaft-ankurbeln-warum-eigentlich/#comment-8740</link>
		<dc:creator>Hermann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 15:02:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=280#comment-8740</guid>
		<description>Hi SuMuze,
 
es kommt immer auf die Perspektive an. Offenbar geht Dein Blick in diesen Kommentaren auf das Gro&#223;e Ganze.
 
&gt; Die wirklich gro&#223;en Betr&#252;gereien all der vielen Einzelnen (als Steuerzahler, als Konsumenten, als B&#252;rger, als Arbeitnehmer usw.) erfolgen i.d.R.&lt;strong&gt; ohne&lt;/strong&gt; deren Wissen, fast immer aber ohne da&#223; sie &#252;berhaupt eine Chance haben, dagegen einzuschreiten.
 
Da stimme ich vollkommen mit Dir &#252;berein. Mein Kommentar bezog sich eher auf die mittelgro&#223;en Schweinereien, kriminelle Energien, denen eine Gesetzgebung gegen&#252;ber steht und bei der mensch im allgemeinen noch einen zur Verantwortung ziehbaren Ansprechpartner hat.
Ob ich mit meinen Einwendungen das Thema verfehlte?
 
&gt; Was daran abgrundtiefer Zynismus ist, auszusprechen, was die Spatzen nachts einander in den Regenrinnen zuraunen, vermag ich nicht einzusehen. Denkst Du, ich am&#252;sierte mich &#252;ber die Dinge, die ich so benenne, wie ich sie sehe?
 
Sch&#246;ne Frage! Wenn Du mich das gleiche fragen w&#252;rdest, m&#252;&#223;te ich n&#228;mlich eindeutig mit Ja antworten (...)
Nehmen wir als Beispiel den von Dir schon bem&#252;hten Verbraucherschutz. Gesch&#228;tzt, gef&#252;hlt, gibt es ihn glaube ich seit rund 30 Jahren. Und es gibt sicher Verbraucher, die auch davon profitiert haben. Nat&#252;rlich ist er nicht perfekt und mag sogar korrupte Elemente aufweisen, wenn ich Deine Andeutungen richtig verstehe. Aber er ist da und leistet auch etwas f&#252;r den Verbraucher. Bitte erspare mir die Frage nach Beispielen. - Bis zur Perfektion entwickeln die Dinge sich einfach recht gem&#252;tlich, falls sie nicht schon vorher an der Wand zerschellen.
 
Wenn Du Dir nun aber einmal die Zeitspanne der gesamten menschlichen Evolution anschaust und ihr die rasante Entwicklung der letzten Jahrhunderte gegen&#252;ber stellst, wird eine immense Entwicklungsdaynamik sichtbar. Inzwischen ist das Tempo schlicht v&#246;llig &#252;berdreht und es finden chaotische Verwirbelungen statt. Als Kind dieser Zeit erscheinen einem insofern viele Entwicklungen (Beispiel Verbraucherschutz, s.o.) qu&#228;lend langsam und oftmals zum Scheitern verurteilt. Von einer zeitloseren Warte aus betrachtet, sind sie aber durchaus im Plan und in ihrer Ausf&#252;hrung nun einmal der menschlichen Natur entsprechend. Korrupt zu sein ist ein sehr stark ausgebildeter Bestandteil der menschlichen Natur. Ich hoffe es wird klar, was ich versuche zum Ausdruck zu bringen.
 
Danke f&#252;r Deine Ausf&#252;hrungen. Ich lese Deine Kommentare sehr gern.
 
Gru&#223; von Hermann
 
 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi SuMuze,<br />
 <br />
es kommt immer auf die Perspektive an. Offenbar geht Dein Blick in diesen Kommentaren auf das Gro&#223;e Ganze.<br />
 <br />
&gt; Die wirklich gro&#223;en Betr&#252;gereien all der vielen Einzelnen (als Steuerzahler, als Konsumenten, als B&#252;rger, als Arbeitnehmer usw.) erfolgen i.d.R.<strong> ohne</strong> deren Wissen, fast immer aber ohne da&#223; sie &#252;berhaupt eine Chance haben, dagegen einzuschreiten.<br />
 <br />
Da stimme ich vollkommen mit Dir &#252;berein. Mein Kommentar bezog sich eher auf die mittelgro&#223;en Schweinereien, kriminelle Energien, denen eine Gesetzgebung gegen&#252;ber steht und bei der mensch im allgemeinen noch einen zur Verantwortung ziehbaren Ansprechpartner hat.<br />
Ob ich mit meinen Einwendungen das Thema verfehlte?<br />
 <br />
&gt; Was daran abgrundtiefer Zynismus ist, auszusprechen, was die Spatzen nachts einander in den Regenrinnen zuraunen, vermag ich nicht einzusehen. Denkst Du, ich am&#252;sierte mich &#252;ber die Dinge, die ich so benenne, wie ich sie sehe?<br />
 <br />
Sch&#246;ne Frage! Wenn Du mich das gleiche fragen w&#252;rdest, m&#252;&#223;te ich n&#228;mlich eindeutig mit Ja antworten (&#8230;)<br />
Nehmen wir als Beispiel den von Dir schon bem&#252;hten Verbraucherschutz. Gesch&#228;tzt, gef&#252;hlt, gibt es ihn glaube ich seit rund 30 Jahren. Und es gibt sicher Verbraucher, die auch davon profitiert haben. Nat&#252;rlich ist er nicht perfekt und mag sogar korrupte Elemente aufweisen, wenn ich Deine Andeutungen richtig verstehe. Aber er ist da und leistet auch etwas f&#252;r den Verbraucher. Bitte erspare mir die Frage nach Beispielen. &#8211; Bis zur Perfektion entwickeln die Dinge sich einfach recht gem&#252;tlich, falls sie nicht schon vorher an der Wand zerschellen.<br />
 <br />
Wenn Du Dir nun aber einmal die Zeitspanne der gesamten menschlichen Evolution anschaust und ihr die rasante Entwicklung der letzten Jahrhunderte gegen&#252;ber stellst, wird eine immense Entwicklungsdaynamik sichtbar. Inzwischen ist das Tempo schlicht v&#246;llig &#252;berdreht und es finden chaotische Verwirbelungen statt. Als Kind dieser Zeit erscheinen einem insofern viele Entwicklungen (Beispiel Verbraucherschutz, s.o.) qu&#228;lend langsam und oftmals zum Scheitern verurteilt. Von einer zeitloseren Warte aus betrachtet, sind sie aber durchaus im Plan und in ihrer Ausf&#252;hrung nun einmal der menschlichen Natur entsprechend. Korrupt zu sein ist ein sehr stark ausgebildeter Bestandteil der menschlichen Natur. Ich hoffe es wird klar, was ich versuche zum Ausdruck zu bringen.<br />
 <br />
Danke f&#252;r Deine Ausf&#252;hrungen. Ich lese Deine Kommentare sehr gern.<br />
 <br />
Gru&#223; von Hermann<br />
 <br />
 </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SuMuze</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/03/21/die-wirtschaft-ankurbeln-warum-eigentlich/#comment-8739</link>
		<dc:creator>SuMuze</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 13:07:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=280#comment-8739</guid>
		<description>@Hermann

Die vielen seltsamen Zeichen und Anweisungen in Deinem Kommentar k&#246;nnen daher r&#252;hren, da&#223; Du diesen vielleicht erst in eine Textverarbeitung getippt und dann hierher kopiert hast. Mir ist das auch schon ein paar Male so gegangen. Es hilft nur, den Text aus der Textverarbeitung in ein Editor-Fenster (notepad) zu kopieren und vor da aus dann hierher. Frag mich nicht warum, ist eben EDV!
 
Zu dem was Du sagst:
&quot;&lt;em&gt;Jeder f&#252;r sich selbst ist potenziell in der Lage sich vor Betrug zu sch&#252;tzen.&lt;/em&gt;&quot; Nein, das gerade eben nicht. Die wirklich gro&#223;en Betr&#252;gereien all der vielen Einzelnen (als Steuerzahler, als Konsumenten, als B&#252;rger, als Arbeitnehmer usw.) erfolgen i.d.R.&lt;strong&gt; ohne&lt;/strong&gt; deren Wissen, fast immer aber ohne da&#223; sie &#252;berhaupt eine Chance haben, dagegen einzuschreiten. Nur wenn den wahren Akteuren einmal etwas mi&#223;lingt, wird der angerichtete Dreck nach oben gesp&#252;lt und kommt in die Gazetten, das Fernsehen und auf den Stammtisch (siehe jetzt die Finanzkrise, siehe wenn mal wieder ein Politiker abgeschossen werden soll, siehe wenn eine zu gro&#223;e Firmenkonstruktion in sich zusammen bricht). Der Verbraucherschutz ist (zumindest in Deutschland) &#252;brigens in meinen Augen ein Recht gegen seine erkl&#228;rten Ziele und sollte eher Gesetzeswerk zum Schutz der Hersteller und des Einzelhandels genannt werden.
 
Was daran abgrundtiefer Zynismus ist, auszusprechen, was die Spatzen nachts einander in den Regenrinnen zuraunen, vermag ich nicht einzusehen. Denkst Du, ich am&#252;sierte mich &#252;ber die Dinge, die ich so benenne, wie ich sie sehe?
 
Ich mi&#223;traue jedem &#039;Wir&#039; aufs Heftigste. In der Regel ist es immer durch ein &#039;Ihr&#039; zu ersetzen, damit seine volle Wahrheit ans Licht kommt. Niemand, der wir sagt, meint wirklich alle, sondern er meint zumeist sich (und ein paar andere) im Gegensatz zu wieder anderen.
Wir leben nicht im Paradies - diese Aussage gilt f&#252;r die Mehrheit der Menschen dieser Erde, wenn du ihr Leben mit dem Leben der wenigen wirklichen Nutznie&#223;er des gesellschaftlichen Reichtums des Planeten vergleichst.  Oder sie gilt f&#252;r die Hartz-4-Empf&#228;nger in Deutschland, wenn du ihr Leben mit dem Leben der Bewohne der falschen Vorstatdt von Mexico City vergleichst. Oder sie gilt f&#252;r Leiharbeiter in Wolfsburg, vergleichst du ihr Leben mit dem fest angestellter N&#228;herinnen in Hongkong.
Hinreichend abstrahiert findet sich immer eine scheinbare Basis f&#252;r ein allumfassendes Wir-Gef&#252;hl (wir Menschen, wir Seiende, wir Kinder Gottes usw.) - das gibt aber niemals eine solide Basis f&#252;r ein Wir-tschaften mit samt ausreichender G&#252;terproduktion und funktionierender G&#252;terverteilung, mit gerechter Zuteilung von Lebenschancen und anteiliger Partizipation an gesellschaftlicher Macht und Reichtum.
 
Das blau&#228;ugige &#039;&lt;strong&gt;es liegt alles in unserer Hand&lt;/strong&gt;&#039; klingt mir, sehr direkt gesagt, erheblich zynischer als manch vielleicht zu d&#252;ster geratenes Res&#252;mee, das mit weniger blauen und daf&#252;r offeneren Augen gebildet wurde. Nur ein Beispiel: die hiesigen Opel-Werke florieren, wenn man sie nur als Veranstaltung zum Herstellen und Verkaufen von Autos mit Hiofe von Maschinen, Rohstoffen und menschlicher Arbeit betrachtete. Dennoch stehen sie jetzt vor dem Aus. Und da sage einer den Opel-Mitarbeitern noch, wir lebten &quot;&lt;em&gt;ja auch nicht im Paradies, es sei denn wir - im Sinne von jeder f&#252;r sich selbst bzw. seine Gemeinschaft - schaffen es uns selbst.&lt;/em&gt;&quot; Mag sein, da&#223; diese Leute genau eine solche Aussage heute f&#252;r ausgesprochen zynisch hielten!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hermann</p>
<p>Die vielen seltsamen Zeichen und Anweisungen in Deinem Kommentar k&#246;nnen daher r&#252;hren, da&#223; Du diesen vielleicht erst in eine Textverarbeitung getippt und dann hierher kopiert hast. Mir ist das auch schon ein paar Male so gegangen. Es hilft nur, den Text aus der Textverarbeitung in ein Editor-Fenster (notepad) zu kopieren und vor da aus dann hierher. Frag mich nicht warum, ist eben EDV!<br />
 <br />
Zu dem was Du sagst:<br />
&#8220;<em>Jeder f&#252;r sich selbst ist potenziell in der Lage sich vor Betrug zu sch&#252;tzen.</em>&#8221; Nein, das gerade eben nicht. Die wirklich gro&#223;en Betr&#252;gereien all der vielen Einzelnen (als Steuerzahler, als Konsumenten, als B&#252;rger, als Arbeitnehmer usw.) erfolgen i.d.R.<strong> ohne</strong> deren Wissen, fast immer aber ohne da&#223; sie &#252;berhaupt eine Chance haben, dagegen einzuschreiten. Nur wenn den wahren Akteuren einmal etwas mi&#223;lingt, wird der angerichtete Dreck nach oben gesp&#252;lt und kommt in die Gazetten, das Fernsehen und auf den Stammtisch (siehe jetzt die Finanzkrise, siehe wenn mal wieder ein Politiker abgeschossen werden soll, siehe wenn eine zu gro&#223;e Firmenkonstruktion in sich zusammen bricht). Der Verbraucherschutz ist (zumindest in Deutschland) &#252;brigens in meinen Augen ein Recht gegen seine erkl&#228;rten Ziele und sollte eher Gesetzeswerk zum Schutz der Hersteller und des Einzelhandels genannt werden.<br />
 <br />
Was daran abgrundtiefer Zynismus ist, auszusprechen, was die Spatzen nachts einander in den Regenrinnen zuraunen, vermag ich nicht einzusehen. Denkst Du, ich am&#252;sierte mich &#252;ber die Dinge, die ich so benenne, wie ich sie sehe?<br />
 <br />
Ich mi&#223;traue jedem &#8216;Wir&#8217; aufs Heftigste. In der Regel ist es immer durch ein &#8216;Ihr&#8217; zu ersetzen, damit seine volle Wahrheit ans Licht kommt. Niemand, der wir sagt, meint wirklich alle, sondern er meint zumeist sich (und ein paar andere) im Gegensatz zu wieder anderen.<br />
Wir leben nicht im Paradies &#8211; diese Aussage gilt f&#252;r die Mehrheit der Menschen dieser Erde, wenn du ihr Leben mit dem Leben der wenigen wirklichen Nutznie&#223;er des gesellschaftlichen Reichtums des Planeten vergleichst.  Oder sie gilt f&#252;r die Hartz-4-Empf&#228;nger in Deutschland, wenn du ihr Leben mit dem Leben der Bewohne der falschen Vorstatdt von Mexico City vergleichst. Oder sie gilt f&#252;r Leiharbeiter in Wolfsburg, vergleichst du ihr Leben mit dem fest angestellter N&#228;herinnen in Hongkong.<br />
Hinreichend abstrahiert findet sich immer eine scheinbare Basis f&#252;r ein allumfassendes Wir-Gef&#252;hl (wir Menschen, wir Seiende, wir Kinder Gottes usw.) &#8211; das gibt aber niemals eine solide Basis f&#252;r ein Wir-tschaften mit samt ausreichender G&#252;terproduktion und funktionierender G&#252;terverteilung, mit gerechter Zuteilung von Lebenschancen und anteiliger Partizipation an gesellschaftlicher Macht und Reichtum.<br />
 <br />
Das blau&#228;ugige &#8216;<strong>es liegt alles in unserer Hand</strong>&#8216; klingt mir, sehr direkt gesagt, erheblich zynischer als manch vielleicht zu d&#252;ster geratenes Res&#252;mee, das mit weniger blauen und daf&#252;r offeneren Augen gebildet wurde. Nur ein Beispiel: die hiesigen Opel-Werke florieren, wenn man sie nur als Veranstaltung zum Herstellen und Verkaufen von Autos mit Hiofe von Maschinen, Rohstoffen und menschlicher Arbeit betrachtete. Dennoch stehen sie jetzt vor dem Aus. Und da sage einer den Opel-Mitarbeitern noch, wir lebten &#8220;<em>ja auch nicht im Paradies, es sei denn wir &#8211; im Sinne von jeder f&#252;r sich selbst bzw. seine Gemeinschaft &#8211; schaffen es uns selbst.</em>&#8221; Mag sein, da&#223; diese Leute genau eine solche Aussage heute f&#252;r ausgesprochen zynisch hielten!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hermann</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/03/21/die-wirtschaft-ankurbeln-warum-eigentlich/#comment-8738</link>
		<dc:creator>Hermann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 08:40:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=280#comment-8738</guid>
		<description>
@ SuMuze

Jeder f&#252;r sich selbst ist potenziell in der Lage sich vor Betrug zu sch&#252;tzen. Du kannst nicht ernsthaft abstreiten, dass unsere Gesetzgebung viel dazu beigetragen hat, auch den kleinen Mann zu sch&#252;tzen. Deine Feststellung, dass der Planet nur denen geh&#246;rt, welche ihn ausbeuten, w&#228;hrend sie den Rest der Menschheit zur Umsetzung ihrer parasit&#228;ren Vorhaben in Geiselhaft nehmen, hat unbedingt einen wahren Kern aber t&#246;nt auch vor abgrundtiefem Zynismus. Schaut man sich die j&#252;ngsten Entwicklungen so an, ist besagter Zynismus allerdings verst&#228;ndlich und vielleicht sogar angebracht. Geht nur leider etwas auf die gute Laune ;-))
 

Dein Abschlu&#223; Res&#252;mee &#252;ber das nicht lern- und handlungsf&#228;hige `Wir’, zumindest wenn es um bl&#252;hende Landschaften f&#252;r alle geht, wird durch die Menschheitsgeschichte best&#228;tigt. Schlie&#223;lich leben wir ja auch nicht im Paradies, es sei denn wir - im Sinne von jeder f&#252;r sich selbst bzw. seine Gemeinschaft - schaffen es uns selbst.   </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ SuMuze</p>
<p>Jeder f&#252;r sich selbst ist potenziell in der Lage sich vor Betrug zu sch&#252;tzen. Du kannst nicht ernsthaft abstreiten, dass unsere Gesetzgebung viel dazu beigetragen hat, auch den kleinen Mann zu sch&#252;tzen. Deine Feststellung, dass der Planet nur denen geh&#246;rt, welche ihn ausbeuten, w&#228;hrend sie den Rest der Menschheit zur Umsetzung ihrer parasit&#228;ren Vorhaben in Geiselhaft nehmen, hat unbedingt einen wahren Kern aber t&#246;nt auch vor abgrundtiefem Zynismus. Schaut man sich die j&#252;ngsten Entwicklungen so an, ist besagter Zynismus allerdings verst&#228;ndlich und vielleicht sogar angebracht. Geht nur leider etwas auf die gute Laune ;-))<br />
 </p>
<p>Dein Abschlu&#223; Res&#252;mee &#252;ber das nicht lern- und handlungsf&#228;hige `Wir’, zumindest wenn es um bl&#252;hende Landschaften f&#252;r alle geht, wird durch die Menschheitsgeschichte best&#228;tigt. Schlie&#223;lich leben wir ja auch nicht im Paradies, es sei denn wir &#8211; im Sinne von jeder f&#252;r sich selbst bzw. seine Gemeinschaft &#8211; schaffen es uns selbst.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SuMuze</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/03/21/die-wirtschaft-ankurbeln-warum-eigentlich/#comment-8735</link>
		<dc:creator>SuMuze</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 22:12:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.claudia-klinger.de/digidiary/?p=280#comment-8735</guid>
		<description>@Herrmann und roger
Ihr fragtet zwar Claudia, aber ich gebe gerne meinen Senf dabei.
Das &#039;Wir&#039;, das ihr verwendet (als &#039;mer&#039;, die sich sch&#252;tzen sollten, oder als &#039;uns&#039;, denen der Planet Erde geh&#246;re) gibt es leider nicht. Dieser Planet geh&#246;rt denen, die ihn ausbeuten.  Etwa mittels Gesellschaften  und Staaten, die ihren Zwecken gen&#252;gen. Gesch&#252;tzt werden genau jene, nicht alle, schon gar nicht irgend ein Jedermann. Letztere sind stets Geiseln der Ersteren und lassen sich obendrein immer wieder gegeneinander ausspielen, ja tun das sogar mit Flei&#223; selbst. Und nur in wenigen seltenen Momenten (die als Revolutionen Jahrzehnte sp&#228;ter in die Geschichtsb&#252;cher einziehen, sei es als glorreiche, als franz&#246;sische, als befreiende oder auch als tragisch gescheiterte, dann aber auf jeden Fall mit einer sehr einseitigen Darstellung der Opfer, die sie mit sich brachten) hat sich ein mehrheitliches &#039;Wir&#039; gegen ein minderheitliches &#039;Ihr&#039; erhoben. Die Ersetzung des beinahe bankrotten, menschenverachtenden Systems des realen Sozialismus durch das fast genauso bankrotte, menschenverachtende System des neoliberalen Kapitalismus ist eine der wenigen Umw&#228;lzungen, die ohne allzuviele Opfer vor sich ging (Es darf gemutma&#223;t werden, was das &#252;ber das Ersetzte und was es &#252;ber das Ersetzende aussagt).

Der Punkt, den ich machen w&#252;rde, ist dieser: die aktuelle Ordnung (anarchische Produktionsweise mit Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste) ist unter anderem aufgrund ihrer parasit&#228;ren Verankerung in allen Lebensbereichen nicht ohne unendlich gro&#223;e und wom&#246;glich f&#252;r die bestehenden sozialen Verb&#228;nde dann letale Opfer zu beseitigen. Vermutlich nur durch eine Folge von nicht mehr zu vermeidenden Umweltkatastrophen und/oder atomar-biologischer Kriege (um Wasser, &#214;l oder um andere Bodensch&#228;tze etwa). Beides wiederum kann durchaus auch Resultat des normalen Funktionierens der aktuellen Ordnung sein.  Eine wahre Zwickm&#252;hle ist das, so da&#223; ich nicht zu sagen wage, ob ihre Beseitigung nicht schlimmer w&#228;re als ihre Beibehaltung. Es kommt wir vor wie manche Krebstherapie - gesundes und krankes Gewebe sind derart ineinander verschr&#228;nkt, da&#223; Heilung kaum mehr von Siechtum zu unterscheiden w&#228;re.

Als Handlungsmaxime auch f&#252;r Gutmeinende bliebe (wenn dem so w&#228;re, wie ich es oben umri&#223;) nur ein Verhindern des Schlimmsten, also z.B. ein Hinausz&#246;gern eines j&#228;hen Endes durch Konkursverschleppung. Wie etwa eine Chemotherapie trotz aller Bedenken doch Zeit gewinnt, an die sich Hoffnung klammern kann. Sei sie auch irrational. Denn wer k&#246;nnte heute urteilen, was in zehn, zwanzig oder mehr Jahren m&#246;glich sein k&#246;nnte?

Nur eines w&#252;rde ich jetzt schon wagen zu urteilen - da&#223; es auch dann kein lern- und handlungsf&#228;higes &#039;Wir&#039; geben wird, da&#223; bl&#252;hende Landschaften f&#252;r alle hinstellte!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Herrmann und roger<br />
Ihr fragtet zwar Claudia, aber ich gebe gerne meinen Senf dabei.<br />
Das &#8216;Wir&#8217;, das ihr verwendet (als &#8216;mer&#8217;, die sich sch&#252;tzen sollten, oder als &#8216;uns&#8217;, denen der Planet Erde geh&#246;re) gibt es leider nicht. Dieser Planet geh&#246;rt denen, die ihn ausbeuten.  Etwa mittels Gesellschaften  und Staaten, die ihren Zwecken gen&#252;gen. Gesch&#252;tzt werden genau jene, nicht alle, schon gar nicht irgend ein Jedermann. Letztere sind stets Geiseln der Ersteren und lassen sich obendrein immer wieder gegeneinander ausspielen, ja tun das sogar mit Flei&#223; selbst. Und nur in wenigen seltenen Momenten (die als Revolutionen Jahrzehnte sp&#228;ter in die Geschichtsb&#252;cher einziehen, sei es als glorreiche, als franz&#246;sische, als befreiende oder auch als tragisch gescheiterte, dann aber auf jeden Fall mit einer sehr einseitigen Darstellung der Opfer, die sie mit sich brachten) hat sich ein mehrheitliches &#8216;Wir&#8217; gegen ein minderheitliches &#8216;Ihr&#8217; erhoben. Die Ersetzung des beinahe bankrotten, menschenverachtenden Systems des realen Sozialismus durch das fast genauso bankrotte, menschenverachtende System des neoliberalen Kapitalismus ist eine der wenigen Umw&#228;lzungen, die ohne allzuviele Opfer vor sich ging (Es darf gemutma&#223;t werden, was das &#252;ber das Ersetzte und was es &#252;ber das Ersetzende aussagt).</p>
<p>Der Punkt, den ich machen w&#252;rde, ist dieser: die aktuelle Ordnung (anarchische Produktionsweise mit Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste) ist unter anderem aufgrund ihrer parasit&#228;ren Verankerung in allen Lebensbereichen nicht ohne unendlich gro&#223;e und wom&#246;glich f&#252;r die bestehenden sozialen Verb&#228;nde dann letale Opfer zu beseitigen. Vermutlich nur durch eine Folge von nicht mehr zu vermeidenden Umweltkatastrophen und/oder atomar-biologischer Kriege (um Wasser, &#214;l oder um andere Bodensch&#228;tze etwa). Beides wiederum kann durchaus auch Resultat des normalen Funktionierens der aktuellen Ordnung sein.  Eine wahre Zwickm&#252;hle ist das, so da&#223; ich nicht zu sagen wage, ob ihre Beseitigung nicht schlimmer w&#228;re als ihre Beibehaltung. Es kommt wir vor wie manche Krebstherapie &#8211; gesundes und krankes Gewebe sind derart ineinander verschr&#228;nkt, da&#223; Heilung kaum mehr von Siechtum zu unterscheiden w&#228;re.</p>
<p>Als Handlungsmaxime auch f&#252;r Gutmeinende bliebe (wenn dem so w&#228;re, wie ich es oben umri&#223;) nur ein Verhindern des Schlimmsten, also z.B. ein Hinausz&#246;gern eines j&#228;hen Endes durch Konkursverschleppung. Wie etwa eine Chemotherapie trotz aller Bedenken doch Zeit gewinnt, an die sich Hoffnung klammern kann. Sei sie auch irrational. Denn wer k&#246;nnte heute urteilen, was in zehn, zwanzig oder mehr Jahren m&#246;glich sein k&#246;nnte?</p>
<p>Nur eines w&#252;rde ich jetzt schon wagen zu urteilen &#8211; da&#223; es auch dann kein lern- und handlungsf&#228;higes &#8216;Wir&#8217; geben wird, da&#223; bl&#252;hende Landschaften f&#252;r alle hinstellte!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

