Claudia am 17. Januar 2009 — 0 Kommentare

Der Ton, der Hype, die Provinz

Ein Geräusch, das ich wirklich hasse, ist dieses sanfte Tschilpen des Handys, wenn es wissen lässt, dass es wieder an den Akku muss. Nur eine einzige, betont leise Meldung, und doch so unerbittlich. Auch mitten in der Nacht weiß man ganz genau: wenn ich jetzt nicht aufstehe und es an den Draht hänge, tschilpt es in zehn Minuten wieder – und wieder, und wieder.

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In dieser Woche bin ich mit dem Basic-Thinking Hype geschwommen und staunte, was für eine verbindende Kraft so ein gemeinsames Thema doch immer wieder hat.  Man liest mehr als sonst, entdeckt zuvor nie bemerkte Blogs, verfolgt die unzähligen Reaktionen auf jeden nächsten Schritt im laufenden Spektakel, und lernt auch die Menschen hinter den Blogs anhand ihrer Postings und Kommentare besser kennen. Dass der Verkauf eines „Top-Blogs“ so sehr bewegt, wird gerne belächelt, doch auch die Lästerer und Lächler kommen nicht umhin, sich zu äußern – spannend!

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Gestern gefunden:

„In der Provinz geht der Mensch gesenkten Hauptes hinter die Bäume, wenn Gott zu nahe kommt. Ansonsten hat er sich einigermaßen eingerichtet. Zwar muss er alle paar Jahre das Klo neu verfließen oder die Einfahrt betonieren. Draußen ist kein Türschild, und seine Nummer steht in keinem Verzeichnis. An den Feiertagen versammelt er seine Kinder, die ansonsten eigene Wege gehen. Das ist überhaupt die Provinz: dass alle ihre eigenen Wege gehen, und dennoch nicht alleine, sondern zu hunderttausend.“

Auch in der Stadt ist Provinz – und natürlich auch in der „Blogosphäre“: alle sitzen alleine vor dem Monitor und machen ihr Ding. Wie nett, wenn dann „gefühlte 100.000“ mal auf dieselben Webseiten schauen…

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