Claudia am 02. November 2008 — 12 Kommentare

Und noch ein Weltuntergangsszenario…

…ist mir auf einer Surf-Tour begegnet: Eine „Doku“, die mal von ARTE & Phoenix ausgestrahlt wurde (Sender, von denen ich eigentlich viel halte), zeigt die Theorie der „wachsenden Erde“, die von der herrschenden Wissenschaft lange verworfen wurde. In dieser Sendung verbreitet ein Professor Meyl die Idee, dass eine magnetische Umpolung der Erde durch Sonnenaktivitäten anstünde, wobei sich die Erde „drehen“ und damit all die Wassermassen unseres blauen Planeten zeitgleich ins Schwappen käme – voilá, die Sintflut! (Für Besorgte: hier die Widerlegung).

Ich liebäugele mit dem Gedanken, eine kleine Seite mit versammelten Weltuntergangszenarien zu verfassen. Da kann ich dann drauf schauen, wenn ich mal mieser Stimmung bin und mich des Lebens freuen: Dass nämlich der viel gescholtene Alltag immer noch statt findet, ist ja das eigentliche Wunder unserer Existenz.

Diskussion

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12 Kommentare zu „Und noch ein Weltuntergangsszenario…“.

  1. Wie wäre es mit dieser Liste als Startpunkt.
    http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm
    Die „Gemeinschaft“ der ich einst angehörte ist dort auch sehr häufig vertreten…. :-)

  2. @Toby: ja, diese Liste hatte ich auch ergoogelt, doch ist es nicht das, was mir vorschwebt. Nämlich nicht sämtliche historisch aufgelaufenen Vorhersagen des Weltuntergangs von Personen oder Gruppen, sondern eine Sammlung der heute noch bzw. erst heute für möglich gehaltenen Ursachen.

    Die Sammlung wird zuallererst ins Bewusstsein heben, dass der Untergang gewiss ist: die Sonne wird verglühen… aber das schert uns ja nicht, wir denken eher kurzfristiger (z.B. in Berichtszeiträumen bzw. Legislaturperioden, maximal an die Lebenszeit der Kinder).

    Sodann die bekannten Verdächtigen:  Meteor schlägt ein,  Mega-Vulkanausbrüche, atomarer Winter… – aber auch nur „Teiluntergänge“, die vor allem die Menschenwelt treffen, bzw. hausgemacht sind, wären dabei:  das Killer-Virus, das uns alle ausrottet, der außer Kontrolle geratene Kampfstoff, die Klimakatastrophe in verschiedenen Extremformen (halb Europa vereist…)

    Hinzu kämen Untergangsszenarien, die „nur“ die technische Zivilisation bedrohen, wie etwa das Ende verschiedener Rohstoffe.

    Kommt ja immer drauf an, was man als „Welt“ ansieht… die Seite wäre recht ausbaufähig! :-)

     

  3. Ja, die Seite würde man bis ins unendliche steigern und ausbauen können. Weltuntergangsszenarien findet man zudem in allen Religionen. In der Bibel ist die Welt nicht nur einmal untergangen. Ich erinnere nur an Noah und seine Arche. Die Zeugen Jehovas haben schon mehrfach den Weltuntergang vorausgesagt – bisher ist er nicht eingetreten. Na, ja, aber es wäre bestimmt spannend, mal eine Seite zu haben, wo man sich an Weltuntergängen „gruseln“ kann.

  4. Nicht immer muß es ‚die große weite Welt‚ sein, die untergeht, damit ‚die Welt‚ für Menschen untergeht. Nicht immer gleich ein ausgewachsenes Armageddon oder eine Sintflut, nicht das Waldsterben oder ein Krieg oder der Hufschlag apokalyptischer Reiter. Und nicht immer steht als Gegengewicht ein Alltag mit Zentralheizung und gekacheltem Bad zur Verfügung.
     
    Was an Welt und Alltag mag für ein junges Mädchen untergegangen sein, wenn sie für den Weg in den Westen lieber ihren Körper verkauft als zu Hause zu bleiben? Was für einen Alltag hatte ein junger Mann, der lieber Gefahr läuft, im Mittelmeer zu ertrinken, als brav im Alltag seines Kontinente zu verharren? Wie sieht der Alltag eines Obdachlosen aus, der den Weg zurück in ‚unsere‘ Normalität nicht mehr schafft oder will?
     
    Wir – langsam bekomme ich eine Abneigung gegen dieses Reden vom ‚wir‘, von ‚unserem Geld‘, ‚unserem Wohlstand‘, und wenn ich solches Spießergeschwätz aus dem warmen Lehnstuhl des Saturierten heraus lese („Fatalerweise hat der Kapitalismus, wenigstens in unserem Teil der Welt, einen in der ganzen Menschheitsgeschichte nie dagewesenen Wohlstand hervorgebracht“, als sei es das wichtigste Kriterium, denselben danach zu beurteilen, wie gut unsere Studierzimmer geheizt werden können! ), wird mir nur noch übel – denken trefflich über Weltuntergangsszenarien nach, während schon immer Welt untergegangen ist – für den von seinem Landesherren übers Meer hinweg verkauften Söldner, den zum Dienst gepreßten Bauern, die jüngste Tochter vom Lande usw. – und untergeht – siehe oben – und untergehen wird – das wären dann wohl die Kandidaten für Claudias Liste.
     
    Vielleicht hat es etwas Beruhigendes, vom Weltuntergang zu reden – siehe das ‚nichts Schöneres weiß ich mir‚ des Herrn Goethe und die wohlige Hoffnung, die ein Kind daran knüpft, seinen Schmerz zu steigern, damit der Trost nur endlich eintreffe. Und nicht nur das Kind. Ich denke, es ist sehr menschlich, Verzweiflung zu versuchen zu mindern – und damit auch zu lindern -, indem sie verallgemeinert und ins Gigantische gesteigert wird. Die unendlich große Katastrophe scheint vielleicht weniger möglich denn das kleine Pech. Als würde die schiere Größe eines Unglücks das heilende Erbarmen herbei rufen können.
     
    Ist solche eine Liste, wie Claudia sie hier anmahnt, möglicherweise eine umgekehrte To-Do-Liste? Die angesichts der Unbeschränktheit möglicher Ängste die Beruhigung des ’so schlimm wird es schon nicht kommen‘ entstehen läßt?
     
    Vielleicht sollte auch aufgelistet werden, wie denn ein Alltag beschaffen sein müßte, damit er uns über diverse Weltuntergangsängste hinweg trösten kann. Und dann geschaut werden, wie Alltage aussehen, rings um uns herum, in denen diverse Weltuntergangsängste möglicherweise wurzeln.

  5. Ergänzung:
    der Kommentar-Editor ist leider eine ziemliche Katastrophe, jedenfalls dann, wenn ich einen Link im Kommentar unterbringen will (siehe oben das Ungetüm, das dabei heraus kommt). Ich habe es sehr vorsichtig versucht, erst den a-Tag eingetippt und dann die url aus der Browser-Adresszeile hinein kopiert, aber es klappte anscheinend doch nicht.
    Auch verstehe ich nicht, woher der die @page-Anweisung ganz oben kommt. Vielleicht, weil ich meinen Kommentar zuerst mit OpenOffice geschrieben und dann hierher kopiert habe?

  6. @Su: ich habs korrigiert, einkopieren aus Textverarbeitungen bringt jede Menge „verborgene“ Zeichen aus diesen Textverarbeitungen mit. Zudem war das öffnende und schließende Link-Tag durch die HTML-Entsprechungscodes ersetzt, so dass es nicht mehr funktional interpretiert werden konnte. Vom Editor kann man die schadlose Übernahme von Text aus Textverarbeitungen nicht verlangen – das würde ich nicht als „Bug“ ansehen, denn der Editor ist ja nicht als Formatwandler, sondern als Eingabehilfe zur Formatierung gedacht.

    Für das Verlinken muss man das Wort markieren, auf das Linkzeichen klicken und dann NUR die URL (und sonst nix!) ins Eingabefeld geben. Es gibt eine neue Version, die werde ich alsbald mal updaten – ob das was bringt, wird man dann sehen.

  7. Also ich fänds spannend mal einen Zusammenstellung zu finden die diverse Weltuntergangsszenarien aufzeigt. Wobei natürlich „ernsthafte“ Szenarien gemeint sind. Von magnetischer Umpolung (passiert ja doch alle paar Millionen Jahre) über Vereisung, diversen Klimakatastropen. Meteoreinschlag gibts da sicher einige Möglichkeiten.

  8. Also eine gute Website mit Auflistung von Weltuntergängen ist bild punkt TEE Ä
    :)
    was ist eigentlich aus der Theorie geworden, das Holland überschwemmt werden wird und von der Bildfläche verschwindet?
     

  9. @Claudia (wg. Editor)

    Ich denke aber, es ist sehr üblich, einen – längeren – Kommentar erst mit seinem Lieblingstextprogramm zu schreiben und ihn dann in die Eingabemaske einer Website zu kopieren. Ich tue das zumindest gerne. Gibt es nicht einen Weg, beim Kopieren den ganzen Formatierungsmüll abzustreifen (etwa: als ASCII-Text importieren)?
     
    Und danke für deine Korrekturen an meinem Kommentar!
    LG
    Susanne

  10. Ich finde die Thesen von Meyl interessant und plausibel. Die „Widerlegung“ dagegen ist ärmlich. Aber das ist ohne Bedeutung.

    Ich, liebe Freunde, sage Euch daß der Weltuntergang todsicher kommen wird. Natürlich habe auch ich keine Ahnung, wann und wie. Genausowenig wie alle vorher, die den Weltuntergang voraussagten. Nichtsdestoweniger wird er kommen. So todsicher wie jede persönliche Welt untergeht, so wird es auch das gesamte Wesen tun, in dem wir alle leben.

    Na und? Spielt das eine Rolle? Mache oder erlebe ich deswegen irgendetwas anders, als ich heute tue? Keinesfalls. „Auch wenn ich wüßte, daß morgen die Welt unterginge, so würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“

  11. Bitte schön: Weltuntergangsszenarien, pragmatisch angegangen: „How to destroy the earth“, z. B. mit 25.000.000.000.000 Tonnen Antimaterie, http://qntm.org/?destroy

  12. Meine Lieblingsankündigung in letzter Zeit war die das das CERN bei seinen Experiementen ein mikroskopisch kleines schwarzes Loch erzeugt, das dann die Erde von innen her aufsaugt.

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