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	<title>Kommentare zu: Fisch mit Zitrone und Gl&#252;ck allein</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
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		<title>Von: Boffi</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2008/03/28/fisch-mit-zitrone-und-glueck-allein/#comment-8745</link>
		<dc:creator>Boffi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 09:05:21 +0000</pubDate>
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		<description>Ich lebe seid einigen Jahren in Thailand und obwohl mir das Essen hier sehr gut schmeckt kriege ich immer &#246;fter Hei&#223;hunger auf europ&#228;isches bzw, deutsches Essen. Von K&#228;sebr&#246;tchen mit Essiggurken bis hin zu N&#252;rnberger W&#252;rstel kann man hier gottseidank fast alles finden (Villa market und Foodland in Bangkok, die eine gute Auswahl an internationalen Speisen und Zutaten bieten, empfehle ich in diesem Sinne). Gottseidank kriege ich auch regelm&#228;ssig Besuch von Freunden und Familienangeh&#246;rigen, die mich mit Fresspaketen aus Europa bei Laune halten.  Gr&#252;&#223;e aus Bangkok</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lebe seid einigen Jahren in Thailand und obwohl mir das Essen hier sehr gut schmeckt kriege ich immer &#246;fter Hei&#223;hunger auf europ&#228;isches bzw, deutsches Essen. Von K&#228;sebr&#246;tchen mit Essiggurken bis hin zu N&#252;rnberger W&#252;rstel kann man hier gottseidank fast alles finden (Villa market und Foodland in Bangkok, die eine gute Auswahl an internationalen Speisen und Zutaten bieten, empfehle ich in diesem Sinne). Gottseidank kriege ich auch regelm&#228;ssig Besuch von Freunden und Familienangeh&#246;rigen, die mich mit Fresspaketen aus Europa bei Laune halten.  Gr&#252;&#223;e aus Bangkok</p>
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		<title>Von: barbara</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2008/03/28/fisch-mit-zitrone-und-glueck-allein/#comment-7269</link>
		<dc:creator>barbara</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 12:13:17 +0000</pubDate>
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		<description>hallo miteinand, 
nach vielen reisen in s&#252;damerika, afrika und indien habe ich folgendes f&#252;r mich erkannt bzw. erfahrungen gemacht:

wir sitzen alle in einem boot. dh, wir haben alle gleiche grundlegende bed&#252;rfnisse und sehnen uns nach gl&#252;ck oder dem paradies. erst, wenn wir, &quot;die reichen westler&quot; die hierachie oder statusebene verlassen k&#246;nnen und uns die h&#228;nde geben und sehen, dass alle alle alle menschen bed&#252;rfnisse haben wie anerkennung, angenommen werden, verst&#228;ndnis etc., gibt es keine unterschiede mehr wie drittl&#228;nder oder entwicklungsl&#228;nder, denen geholfen werden muss. erst dann k&#246;nnen wir ihnen ebenb&#252;rtig gegen&#252;ber treten, wobei freude automatisch sich einstellen kann oder vielleicht auch hilfe, die dann wirklich gewollt ist und n&#252;tzt. ein schritt in diese richtung beginnt mit der einstellung &#252;ber besitz, mit dem wir uns stark identifizieren, also mehr haben als sein. ich kann mir gut vorstellen, dass diese menschen mit den geschenkten brunnen froh dar&#252;ber sind, eine n&#252;tzliche errungenschaft, aber vielleicht nicht eine herzliche.

wer sind hier im westen die drittl&#228;nder-menschen oder entwicklungbed&#252;rftigen? alkoholiker, drogens&#252;chtige, randst&#228;ndige und arbeitsverweigerer. auch ihnen wird oder kann geholfen werden, damit sie in unser system passen. leider manchmal vergeblich. alles liebe barbara</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo miteinand,<br />
nach vielen reisen in s&#252;damerika, afrika und indien habe ich folgendes f&#252;r mich erkannt bzw. erfahrungen gemacht:</p>
<p>wir sitzen alle in einem boot. dh, wir haben alle gleiche grundlegende bed&#252;rfnisse und sehnen uns nach gl&#252;ck oder dem paradies. erst, wenn wir, &#8220;die reichen westler&#8221; die hierachie oder statusebene verlassen k&#246;nnen und uns die h&#228;nde geben und sehen, dass alle alle alle menschen bed&#252;rfnisse haben wie anerkennung, angenommen werden, verst&#228;ndnis etc., gibt es keine unterschiede mehr wie drittl&#228;nder oder entwicklungsl&#228;nder, denen geholfen werden muss. erst dann k&#246;nnen wir ihnen ebenb&#252;rtig gegen&#252;ber treten, wobei freude automatisch sich einstellen kann oder vielleicht auch hilfe, die dann wirklich gewollt ist und n&#252;tzt. ein schritt in diese richtung beginnt mit der einstellung &#252;ber besitz, mit dem wir uns stark identifizieren, also mehr haben als sein. ich kann mir gut vorstellen, dass diese menschen mit den geschenkten brunnen froh dar&#252;ber sind, eine n&#252;tzliche errungenschaft, aber vielleicht nicht eine herzliche.</p>
<p>wer sind hier im westen die drittl&#228;nder-menschen oder entwicklungbed&#252;rftigen? alkoholiker, drogens&#252;chtige, randst&#228;ndige und arbeitsverweigerer. auch ihnen wird oder kann geholfen werden, damit sie in unser system passen. leider manchmal vergeblich. alles liebe barbara</p>
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		<title>Von: Claudia Klinger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2008/03/28/fisch-mit-zitrone-und-glueck-allein/#comment-7268</link>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 08:40:24 +0000</pubDate>
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		<description>@Mohnblume: ich habe nie recht verstanden, warum ein so reiches und entwickeltes Land wie die USA so unsolidarisch ist und bleibt! Warum hat man nicht lange schon ein &quot;ordentliches&quot; Sozialsystem (inkl. Krankenversicherung f&#252;r alle) errichtet?? Offensichtlich sitzt die Ideologie, dass jeder ganz alleine &quot;seines Gl&#252;ckes Schmied&quot; und damit auch f&#252;r sein Ungl&#252;ck alleine zust&#228;ndig ist, noch immer tief in den K&#246;pfen und Herzen der Mehrheit. Und dazu dann diese f&#252;r uns fast fundamentalistisch wirkende christliche Religiosit&#228;t - ich versteh&#039;s nicht!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Mohnblume: ich habe nie recht verstanden, warum ein so reiches und entwickeltes Land wie die USA so unsolidarisch ist und bleibt! Warum hat man nicht lange schon ein &#8220;ordentliches&#8221; Sozialsystem (inkl. Krankenversicherung f&#252;r alle) errichtet?? Offensichtlich sitzt die Ideologie, dass jeder ganz alleine &#8220;seines Gl&#252;ckes Schmied&#8221; und damit auch f&#252;r sein Ungl&#252;ck alleine zust&#228;ndig ist, noch immer tief in den K&#246;pfen und Herzen der Mehrheit. Und dazu dann diese f&#252;r uns fast fundamentalistisch wirkende christliche Religiosit&#228;t &#8211; ich versteh&#8217;s nicht!</p>
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		<title>Von: Mohnblume</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2008/03/28/fisch-mit-zitrone-und-glueck-allein/#comment-7267</link>
		<dc:creator>Mohnblume</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 02:43:56 +0000</pubDate>
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		<description>@ Elmar: Gott hat uns den Verstand gegeben, damit wir ihn brauchen, wenn wir es fuer richtig erachten.

@ Claudia: Bei uns sind 40 Millionen ohne Krankenversicherung. Und was Indien uns noch voraus hat, ist die Familie, die zusammenhaelt und dann eben fuer Kosten aufkommt. Hier muessen viele Menschen halt sehen, wie sie durchkommen. Manche von ihnen haben drei Jobs, zuhause Kinder, und kommen dennoch nicht zurecht. Mutter arbeitet am Vormittag, Vater nachmittags bis in die Nacht, oder den Morgen. Sie sehen einander kaum noch, haben kaum gemeinsame Freitage. Ferien ist fuer viele ein Fremdwort .... sorry, ich sehe viele solch verbrauchte Menschen um mich. Da lob ich mir die Familie in Drittlaendern. Nicht allen geht es wie in Deutschland, Schweden ... schon recht weniger auch in meinem Geburtsland, der Schweiz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Elmar: Gott hat uns den Verstand gegeben, damit wir ihn brauchen, wenn wir es fuer richtig erachten.</p>
<p>@ Claudia: Bei uns sind 40 Millionen ohne Krankenversicherung. Und was Indien uns noch voraus hat, ist die Familie, die zusammenhaelt und dann eben fuer Kosten aufkommt. Hier muessen viele Menschen halt sehen, wie sie durchkommen. Manche von ihnen haben drei Jobs, zuhause Kinder, und kommen dennoch nicht zurecht. Mutter arbeitet am Vormittag, Vater nachmittags bis in die Nacht, oder den Morgen. Sie sehen einander kaum noch, haben kaum gemeinsame Freitage. Ferien ist fuer viele ein Fremdwort &#8230;. sorry, ich sehe viele solch verbrauchte Menschen um mich. Da lob ich mir die Familie in Drittlaendern. Nicht allen geht es wie in Deutschland, Schweden &#8230; schon recht weniger auch in meinem Geburtsland, der Schweiz.</p>
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	<item>
		<title>Von: Claudia Klinger</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2008/03/28/fisch-mit-zitrone-und-glueck-allein/#comment-7265</link>
		<dc:creator>Claudia Klinger</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 21:21:09 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r deine Eindr&#252;cke, Heidi. Es ist mir sehr bewusst, dass es sich genau so verh&#228;lt, wie du es beschreibst. 

Pers&#246;nlich sp&#252;re ich allerdings keine Neigung mehr, die archaische Situation in den Familien-Clans irgendwie zu idealisieren: f&#252;r uns sieht das alles so herzlich und solidarisch aus, wir sehen nur das f&#252;reinander-sorgen und einstehen und finden das toll.. VERGESSEN dabei aber leicht, was f&#252;r Zw&#228;nge und Traditionen, was f&#252;r steinerne Hierarchien, was f&#252;r knallharte Machtverh&#228;ltnisse (und mancherorts auch Ausbeutungsverh&#228;ltnisse: indische Schwiegert&#246;chter z.B.) diese verwandschaftliche VERBUNDENHEIT eben auch bedeutet! 

Nein, davon will ich nichts zur&#252;ck haben, da ist es mir lieber, ich muss kalte Formulare ausf&#252;llen und um meine Rechte wissen, die ich auf dem Rechtsweg auch durchsetzen kann. Da bin ich ganz Westlerin...

Aber ich glaube auch nicht, dass das spezifisch &quot;westlich&quot; ist, sondern eher eine Entwicklung der Moderne, die ja auch in den ferneren L&#228;ndern Einzug h&#228;lt - und nicht etwa gegen deren Willen! (Ich denk grad an die Jungen in Phnom Penh, die schon ganz anders leben als sie es daheim in der Reisbauerngemeinschaft jemals wagen d&#252;rften!)

Noch etwas f&#228;llt mir ein: das menschliche Miteinander in der ehem. DDR hat auch sehr beeindruckt - das war (auch nach Meinung etlicher mir befreundeter Ex-Ossis) allerdings ebenso Ausdruck der NOT-Wendigkeit, wie die Abwesenheit sozialstaatlicher Elemente in der dritten Welt die Familienclans &quot;zusammen schwei&#223;t&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r deine Eindr&#252;cke, Heidi. Es ist mir sehr bewusst, dass es sich genau so verh&#228;lt, wie du es beschreibst. </p>
<p>Pers&#246;nlich sp&#252;re ich allerdings keine Neigung mehr, die archaische Situation in den Familien-Clans irgendwie zu idealisieren: f&#252;r uns sieht das alles so herzlich und solidarisch aus, wir sehen nur das f&#252;reinander-sorgen und einstehen und finden das toll.. VERGESSEN dabei aber leicht, was f&#252;r Zw&#228;nge und Traditionen, was f&#252;r steinerne Hierarchien, was f&#252;r knallharte Machtverh&#228;ltnisse (und mancherorts auch Ausbeutungsverh&#228;ltnisse: indische Schwiegert&#246;chter z.B.) diese verwandschaftliche VERBUNDENHEIT eben auch bedeutet! </p>
<p>Nein, davon will ich nichts zur&#252;ck haben, da ist es mir lieber, ich muss kalte Formulare ausf&#252;llen und um meine Rechte wissen, die ich auf dem Rechtsweg auch durchsetzen kann. Da bin ich ganz Westlerin&#8230;</p>
<p>Aber ich glaube auch nicht, dass das spezifisch &#8220;westlich&#8221; ist, sondern eher eine Entwicklung der Moderne, die ja auch in den ferneren L&#228;ndern Einzug h&#228;lt &#8211; und nicht etwa gegen deren Willen! (Ich denk grad an die Jungen in Phnom Penh, die schon ganz anders leben als sie es daheim in der Reisbauerngemeinschaft jemals wagen d&#252;rften!)</p>
<p>Noch etwas f&#228;llt mir ein: das menschliche Miteinander in der ehem. DDR hat auch sehr beeindruckt &#8211; das war (auch nach Meinung etlicher mir befreundeter Ex-Ossis) allerdings ebenso Ausdruck der NOT-Wendigkeit, wie die Abwesenheit sozialstaatlicher Elemente in der dritten Welt die Familienclans &#8220;zusammen schwei&#223;t&#8221;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Heidi</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2008/03/28/fisch-mit-zitrone-und-glueck-allein/#comment-7263</link>
		<dc:creator>Heidi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 16:07:43 +0000</pubDate>
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		<description>Huch, da muss ich meinen &quot;Senf&quot; dazu geben! Ich habe hier in Indien das deutsche Essen NIE vermisst. Im Gegenteil vermisse ich besonders das indische Fr&#252;hst&#252;ck, wenn ich in D bin. Ich genie&#223;e die Vielfalt der indischen Curries mit den vielen Gew&#252;rzen, weil ich immer sp&#252;rte, dass diese Art der Zubereitung f&#252;r mich bek&#246;mmlicher ist.

Du schreibst: &quot;wie privilegiert dieses Leben in einem gro&#223;en, individuell gestaltbaren Freiraum ist&quot;
Meiner Beobachtung nach sehen nur wir Westler dies als Privilig an. Hier empfindet man Alleinsein als unangenehm und sozial ausgeschlossen. Es ist f&#252;r uns garnicht einfach zu verstehen, dass viele Menschen dieser Erde sich wirklich nur in einer engen Gemeinschaft geborgen und wohlf&#252;hlen.
Das gibt in aller Regel auch die Sicherheit bei Krankheit.
Die Verantwortung und Solidarit&#228;t innerhalb einer Gro&#223;familie ist bewunderswert - wenn man dies mit unserem &quot;Sozialsystem&quot; vergleicht. Auch hier in Indien ist es selbstverst&#228;ndlich, dass die Familie und u.U. die Gro&#223;familie f&#252;r Arzt- und Krankenhauskosten aufkommt, die in einer betr&#228;chtlichen H&#246;he anfallen. Man erwartet auch keine R&#252;ckzahlung !!!! Nur das Bewu&#223;tsein, bzw. die Sicherheit, dass man selbst auch unterst&#252;tzt wird, wenn es mal n&#246;tig sein sollte, ist Motiv genug zur Hilfe, d.h. die oft hohe finanzielle Unterst&#252;tzung.
Der deutschen Sozialstaat ist sicher eine gute Sache -- und doch denke ich oft, dass die Menschen dies &#252;berhaupt nicht  sch&#228;tzen, emp&#246;rte n&#246;rgeln, wenn sie selbst etwas zahlen sollen - einfach anspruchsvoll erwarten, dass der &quot;Staat&quot; oder.... wer auch immer, zu zahlen hat.
Ach ja, viel zu viel geschrieben - es sei denn.
Mit lieben Gr&#252;&#223;en
Heidi</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Huch, da muss ich meinen &#8220;Senf&#8221; dazu geben! Ich habe hier in Indien das deutsche Essen NIE vermisst. Im Gegenteil vermisse ich besonders das indische Fr&#252;hst&#252;ck, wenn ich in D bin. Ich genie&#223;e die Vielfalt der indischen Curries mit den vielen Gew&#252;rzen, weil ich immer sp&#252;rte, dass diese Art der Zubereitung f&#252;r mich bek&#246;mmlicher ist.</p>
<p>Du schreibst: &#8220;wie privilegiert dieses Leben in einem gro&#223;en, individuell gestaltbaren Freiraum ist&#8221;<br />
Meiner Beobachtung nach sehen nur wir Westler dies als Privilig an. Hier empfindet man Alleinsein als unangenehm und sozial ausgeschlossen. Es ist f&#252;r uns garnicht einfach zu verstehen, dass viele Menschen dieser Erde sich wirklich nur in einer engen Gemeinschaft geborgen und wohlf&#252;hlen.<br />
Das gibt in aller Regel auch die Sicherheit bei Krankheit.<br />
Die Verantwortung und Solidarit&#228;t innerhalb einer Gro&#223;familie ist bewunderswert &#8211; wenn man dies mit unserem &#8220;Sozialsystem&#8221; vergleicht. Auch hier in Indien ist es selbstverst&#228;ndlich, dass die Familie und u.U. die Gro&#223;familie f&#252;r Arzt- und Krankenhauskosten aufkommt, die in einer betr&#228;chtlichen H&#246;he anfallen. Man erwartet auch keine R&#252;ckzahlung !!!! Nur das Bewu&#223;tsein, bzw. die Sicherheit, dass man selbst auch unterst&#252;tzt wird, wenn es mal n&#246;tig sein sollte, ist Motiv genug zur Hilfe, d.h. die oft hohe finanzielle Unterst&#252;tzung.<br />
Der deutschen Sozialstaat ist sicher eine gute Sache &#8212; und doch denke ich oft, dass die Menschen dies &#252;berhaupt nicht  sch&#228;tzen, emp&#246;rte n&#246;rgeln, wenn sie selbst etwas zahlen sollen &#8211; einfach anspruchsvoll erwarten, dass der &#8220;Staat&#8221; oder&#8230;. wer auch immer, zu zahlen hat.<br />
Ach ja, viel zu viel geschrieben &#8211; es sei denn.<br />
Mit lieben Gr&#252;&#223;en<br />
Heidi</p>
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