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	<title>Kommentare zu: Spenden-Erfolg der 1.Woche: 1221 Euro = 4 Brunnen!!</title>
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	<description>Das philosophische Webtagebuch von Claudia Klinger: mal heiter, mal absurd, gelegentlich tiefsinnig, selten öd!</description>
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		<title>Von: Brunnen für Tani - wenn sich privates Engagement vernetzt</title>
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		<dc:creator>Brunnen für Tani - wenn sich privates Engagement vernetzt</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 08:41:56 +0000</pubDate>
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		<description>[...] &#8220;Da sage noch jemand, man k&#246;nne nichts machen! Zwanzig Menschen sind w&#228;hrend der ersten Woche dem Spendenaufruf gefolgt und haben ihren Beitrag geleistet: 1221 [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] &#8220;Da sage noch jemand, man k&#246;nne nichts machen! Zwanzig Menschen sind w&#228;hrend der ersten Woche dem Spendenaufruf gefolgt und haben ihren Beitrag geleistet: 1221 [...]</p>
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		<title>Von: eulers logischer fehler</title>
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		<dc:creator>eulers logischer fehler</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 01:45:27 +0000</pubDate>
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		<description>hi claudia, hallo forumsg&#228;ste:)

eigentlich schade, dass &quot;nur&quot; die derzeitige
gesamtsumme gespendet wurde,
bei so vielen, die dein Diary schon lange 
lesen;

AUF, Leute, kauft...:)

mensch da macht mal jemand wirklich vertrauensw&#252;rdig was mit spenden, die tats&#228;chlich 1:1 umgesetzt werden und dann
bleibt es bei den paar talern?

wo seid ihr? kauft!...:)

ich war noch nie in kambodscha, noch niemals
auf haway, nicht mal auf den galapagos inseln,
aber hier bin ich zumindest mit talern dabei..

heute, wo gestern noch heut war
und morgen ein traum wird wieder 
zu gestern wir sehen es kaum
und doch gibts ein morgen
ein morgen nach uns
wo gestern noch heut war und
morgen ein traum

gruss
ingo</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hi claudia, hallo forumsg&#228;ste:)</p>
<p>eigentlich schade, dass &#8220;nur&#8221; die derzeitige<br />
gesamtsumme gespendet wurde,<br />
bei so vielen, die dein Diary schon lange<br />
lesen;</p>
<p>AUF, Leute, kauft&#8230;:)</p>
<p>mensch da macht mal jemand wirklich vertrauensw&#252;rdig was mit spenden, die tats&#228;chlich 1:1 umgesetzt werden und dann<br />
bleibt es bei den paar talern?</p>
<p>wo seid ihr? kauft!&#8230;:)</p>
<p>ich war noch nie in kambodscha, noch niemals<br />
auf haway, nicht mal auf den galapagos inseln,<br />
aber hier bin ich zumindest mit talern dabei..</p>
<p>heute, wo gestern noch heut war<br />
und morgen ein traum wird wieder<br />
zu gestern wir sehen es kaum<br />
und doch gibts ein morgen<br />
ein morgen nach uns<br />
wo gestern noch heut war und<br />
morgen ein traum</p>
<p>gruss<br />
ingo</p>
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		<title>Von: eulers logischer fehler</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2007/12/14/spenden-erfolg-der-1woche-1221-euro-4-brunnen/#comment-6897</link>
		<dc:creator>eulers logischer fehler</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 01:15:55 +0000</pubDate>
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		<description>und dort, wo gestern noch heut war
und morgen ein Traum
wird Wasser geborgen und wieder
zum Traum</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>und dort, wo gestern noch heut war<br />
und morgen ein Traum<br />
wird Wasser geborgen und wieder<br />
zum Traum</p>
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		<title>Von: Wolfgang W. Kutzek</title>
		<link>http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2007/12/14/spenden-erfolg-der-1woche-1221-euro-4-brunnen/#comment-6887</link>
		<dc:creator>Wolfgang W. Kutzek</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 23:20:31 +0000</pubDate>
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		<description>Ich kann mich Claudia nur anschlie&#223;en und allen Spendern meinen pers&#246;nlichen Dank sagen. Immer wieder werde ich auch von der kambodschanischen Bev&#246;lkerung vor Ort gebeten, nur ja ihren herzlichsten Dank an alle Brunnenpaten in Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz zu &#252;bermitteln. Man weis zwar nicht, wo diese L&#228;nder sind, das tut aber dem Stolz der Kambodschaner auf ihre Brunnenpaten keinen Abbruch.

Ein Ausspruch einer Familie hat mir sehr gefallen: &quot;Uns ist der Brunnen viel lieber und wichtiger als Geld. Geld geht schnell weg, der Brunnen aber bleibt selbst noch f&#252;r unsere Enkelkinder und deren Kinder.&quot; Wenn ich erz&#228;hle, das bei uns das Wasser aus einem Loch in der Wand kommt, ernte ich oft ungl&#228;ubige Blicke &quot;Der &#039;Yaba Barang&#039; (verr&#252;ckte Ausl&#228;nder) erz&#228;hlt uns bestimmt ein sch&#246;nes M&#228;rchen.&quot; Wobei &#039;Yaba Barang&#039; keineswegs b&#246;se gemeint ist.

Sauberes Wasser aus einer Leitung kennen auf dem Land in Kambodscha tats&#228;chlich nur sehr wenige. Und die es kannen, waren schon einmal in einer &quot;gro&#223;en Stadt&quot;, wie Kampot, Takeo oder sogar in der Hauptstadt Phnom Penh. Reisen ist f&#252;r einen gro&#223;en Teil der kambodschanischen Bev&#246;lkerung keine Selbstverst&#228;ndlichkeit. Bei einem Lohn von 30 USD k&#246;nnen sich nunmal viele Menschen eine Fahrt nach Phnom Penh und zur&#252;ck f&#252;r 4 USD einfach nicht leisten. Und obwohl das Meer nur 80 km weit weg von Tani liegt, haben viele Menschen dort das Meer noch nie gesehen. Unglaublich aber wahr.

Es ist eine unglaublich gro&#223;e Schande f&#252;r die Menschheit, das vielen Menschen auf dieser Welt das Recht aus sauberes Wasser, auf ausreichende Nahrung, auf eine vern&#252;nftige Krankenversorgung und auf Bildung verwehrt bleibt. Dabei ist diese Welt so reich, das es f&#252;r alle ohne Probleme reichen w&#252;rde. Man muss nur vern&#252;nftig umschichten. Statt Waffen Maschinen f&#252;r sauberes Wasser und alternative Energiegewinnung. Statt Milit&#228;r Pioniere die verw&#252;stete Landstriche wieder fruchtbar machen k&#246;nnten. Statt... Ja, da g&#228;be es noch viel mehr Ideen.

Aber dazu m&#252;ssten unsere Politiker umdenken, von ihrem nationalen Machtstreben wegkommen. Aber das werden sie auf lange Sicht hin nicht tun und so kann sich die Welt nicht zum besseren &#228;ndern. Aber wir k&#246;nnen es tun, jeder einzelne kann dazu beitragen, anderen die Chance zu geben, aus ihrer Armut herauszukommen. Damit ist nicht der Aufstieg in den Luxus gemeint, damit ist lediglich ein menschenw&#252;rdiges Leben gemeint.

Und da ein Blog ja vom Lesen lebt, hier als Dank eine kleine Geschichte von mir aus Kambodscha:

Swat, der Bauer 

Von Wolfgang W. Kutzek

Angkor Chey District - Wieder einmal ist ein vietnamesischer Viehaufk&#228;ufer im Dorf und h&#228;lt Ausschau nach allem, was vier Beine hat. Der Bauer Swat hat mitbekommen, das in diesem Jahr die Ankaufspreise h&#246;her sind als gew&#246;hnlich. Vielleicht ist in Vietnam ja eine Hungersnot ausgebrochen oder die Reisernte wird nicht so gut ausfallen wie gewohnt. Es war ihm egal, er wollte die g&#252;nstige Gelegenheit nutzen und eines seiner zwei K&#252;he verkaufen. Er hat auch noch zwei Ochsen, aber die braucht er, um seine kleinen Reisfelder umzupfl&#252;gen.

Auf dem Weg in Dorf tr&#228;umt er schon davon, was er sich mit dem Geld alles leisten k&#246;nnte und hat M&#252;he, sein betagtes Moped auf dem schmalen Pfad zu halten. Im Dorf angekommen traf er alsbald auf den Viehaufk&#228;ufer, der es versteht, Swat nach seinem weiteren Viehbestand auszufragen. Schlie&#223;lich macht er Swat das Angebot, nicht nur eine Kuh zu kaufen, er mochte ihm auch unbedingt einer seiner Ochsen abkaufen. Vorher wollte der Viehaufk&#228;ufer aber mit Swat zu dessen Haus kommen um das Vieh zu begutachten. Swat lehnte zwar den Verkauf eines seiner Ochsen ab, schlie&#223;lich brauchte er diese ja um sein Land umzupfl&#252;gen. Als er aber den Preis h&#246;rte, welchen der Viehaufk&#228;ufer bereit war zu zahlen, schwanden seine Gegenargumente dahin wie der allabendliche Reisschnaps. Das Angebot des Viehh&#228;ndlers galt nat&#252;rlich immer vorausgesetzt, das Vieh von Swat st&#252;nde gut im Futter. 
 

Swat machte sich auf den Heimweg und er setzte seine Tr&#228;ume fort, nur diesmal hatten seine Tr&#228;ume etwas gr&#246;&#223;ere Dimensionen. Man sollte aber mit einem Moped auf einem halben Meter breiten Pfad nicht seinen Tr&#228;umen nachgehen sondern besser auf den Weg achten. Es kam also wie es kommen musste, er kam vom Pfad ab und steuerte erst einmal in Richtung Reisfeld. Fluchend rappelte sich Swat auf. Zum Gl&#252;ck war der Sturz dank hochstehendem Reis glimpflich abgegangen. Nur das Moped jaulte schrill irgendwo im Reisfeld. Nach kurzer Suche wurde Swat f&#252;ndig, er brauchte ja nur dem Gejaule nachgehen. Ein kr&#228;ftiger Tritt von Swat und das Moped beruhigte sich wieder. &quot;Warte nur, bis ich das Geld habe! Dann kaufe ich mir ein funkelnagelneues Moped, das mich nicht wie Du in den Reisacker f&#228;hrt!&quot; fluchte er, w&#228;hrend er das Moped aus dem Reisacker schob.

Zuhause dauerte es nicht lange und der Viehaufk&#228;ufer stand vor der T&#252;r. Er begutachtete die Tiere und bem&#228;ngelt dieses und jenes. Aber das war nur seine Taktik, den Preis nach unten zu dr&#252;cken. Swat lie&#223; das alles unbeirrt, schlie&#223;lich behandelte er seine Tiere gut und er gab ihnen auch genug Futter. Er hatte sich auch schon ganz genau &#252;berlegt wie er sein Problem mit dem Umpfl&#252;gen mit nur einem Ochsen bewerkstelligen konnte. &quot;Wenn ich meine 2. Kuh neben dem Ochsen anspanne, wird der Ochse schon daf&#252;r sorgen, das die Kuh flei&#223;ig mitzieht.&quot;

Schlie&#223;lich wurde man sich handelseinig und das Gesch&#228;ft war tats&#228;chlich besser, als er sich das vorher gedacht hatte. Etwas wehm&#252;tig schaute er jedoch dem Ochsen und der Kuh nach, die ihm nun nicht mehr geh&#246;rten. Sie waren f&#252;r ihn wie ein Teil seiner Familie gewesen und jemanden aus der Familie zu verabschieden, tat immer etwas weh. Als er an das viele Geld dachte, verschwanden die tr&#252;ben Gedanken jedoch schnell aus seinem Kopf und schon ein paar Tage sp&#228;ter hatte er die neueste Honda Dream vor seinem Stelzenhaus stehen. Das alte Moped, was ihn boshafterweise in den Reisacker bef&#246;rdert hatte, schenkt er gro&#223;z&#252;gig seiner Frau. &quot;Soll die doch damit in den Reisacker fahren&quot; dachte er sich schmunzelnd.

Monate sp&#228;ter, die Monsunzeit stand vor der T&#252;r. H&#246;chste Zeit, um die Reisfelder umzupfl&#252;gen und sich f&#252;r die Reisanpflanzung vorzubereiten. Was Swat sich vorher &#252;berlegt hatte, musste er nun in die Tat umsetzen. Mit Ochs und Kuh machte er sich an die Arbeit. Aber auch hier kam dann das, was letztendlich kommen musste. Die Kuh, eher an ein beschauliches Leben als an harte Arbeit gew&#246;hnt, schlief alsbald mitten auf dem Acker ein und lie&#223; sich auch von Swats derben Fl&#252;chen keinesfalls aus der Ruhe bringen. Swat tanzte h&#246;chst ver&#228;rgert auf dem Acker herum, es nutze aber alles nichts, die Kuh war zu keiner weiteren Arbeit mehr zu bewegen.

Schlie&#223;lich bemerkte Swat in n&#228;herer Umgebung eine Reihe von Dorfbewohnern, die sich vor Lachen schier nicht mehr halten konnten. Man muss wissen, die Kambodschaner sind in ihrer tiefsten Seele ein durchaus lustiges und humorvolles V&#246;lkchen. Zuerst sch&#252;ttelt man sich vor Lachen &#252;ber das Missgeschick des Anderen aus, schlie&#223;lich hilft man aber dann doch. Swat musste zwar noch eine Wochen warten bis die Nachbarn ihre Felder umgepfl&#252;gt hatten, sie kamen ihm jedoch dann zur Hilfe und pfl&#252;gten auch sein Land f&#252;r ihn um. Der vorher gebotene Spa&#223; war ihnen allemal etwas Wert. Swat, der bef&#252;rchten musste, das sein Land vor dem gro&#223;en Regen nicht mehr rechtzeitig fertig wird, standen in dieser langen Woche die Sorgen &#252;ber die ersten heftigen Regenschauer ins Gesicht geschrieben. Er schwor sich mehr als einmal, so schnell wie m&#246;glich sein neues Moped wieder gegen einen Ochsen einzutauschen.

Heute sieht man Swat &#246;fter ohne Moped unterwegs. Seine Frau gibt ihm ihr Moped nur, wenn sie es gerade nicht selber braucht. Geschenkt ist nun mal geschenkt.

Ein sch&#246;nes Adventswochenende w&#252;nscht Euch

Wolfgang W. Kutzek</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann mich Claudia nur anschlie&#223;en und allen Spendern meinen pers&#246;nlichen Dank sagen. Immer wieder werde ich auch von der kambodschanischen Bev&#246;lkerung vor Ort gebeten, nur ja ihren herzlichsten Dank an alle Brunnenpaten in Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz zu &#252;bermitteln. Man weis zwar nicht, wo diese L&#228;nder sind, das tut aber dem Stolz der Kambodschaner auf ihre Brunnenpaten keinen Abbruch.</p>
<p>Ein Ausspruch einer Familie hat mir sehr gefallen: &#8220;Uns ist der Brunnen viel lieber und wichtiger als Geld. Geld geht schnell weg, der Brunnen aber bleibt selbst noch f&#252;r unsere Enkelkinder und deren Kinder.&#8221; Wenn ich erz&#228;hle, das bei uns das Wasser aus einem Loch in der Wand kommt, ernte ich oft ungl&#228;ubige Blicke &#8220;Der &#8216;Yaba Barang&#8217; (verr&#252;ckte Ausl&#228;nder) erz&#228;hlt uns bestimmt ein sch&#246;nes M&#228;rchen.&#8221; Wobei &#8216;Yaba Barang&#8217; keineswegs b&#246;se gemeint ist.</p>
<p>Sauberes Wasser aus einer Leitung kennen auf dem Land in Kambodscha tats&#228;chlich nur sehr wenige. Und die es kannen, waren schon einmal in einer &#8220;gro&#223;en Stadt&#8221;, wie Kampot, Takeo oder sogar in der Hauptstadt Phnom Penh. Reisen ist f&#252;r einen gro&#223;en Teil der kambodschanischen Bev&#246;lkerung keine Selbstverst&#228;ndlichkeit. Bei einem Lohn von 30 USD k&#246;nnen sich nunmal viele Menschen eine Fahrt nach Phnom Penh und zur&#252;ck f&#252;r 4 USD einfach nicht leisten. Und obwohl das Meer nur 80 km weit weg von Tani liegt, haben viele Menschen dort das Meer noch nie gesehen. Unglaublich aber wahr.</p>
<p>Es ist eine unglaublich gro&#223;e Schande f&#252;r die Menschheit, das vielen Menschen auf dieser Welt das Recht aus sauberes Wasser, auf ausreichende Nahrung, auf eine vern&#252;nftige Krankenversorgung und auf Bildung verwehrt bleibt. Dabei ist diese Welt so reich, das es f&#252;r alle ohne Probleme reichen w&#252;rde. Man muss nur vern&#252;nftig umschichten. Statt Waffen Maschinen f&#252;r sauberes Wasser und alternative Energiegewinnung. Statt Milit&#228;r Pioniere die verw&#252;stete Landstriche wieder fruchtbar machen k&#246;nnten. Statt&#8230; Ja, da g&#228;be es noch viel mehr Ideen.</p>
<p>Aber dazu m&#252;ssten unsere Politiker umdenken, von ihrem nationalen Machtstreben wegkommen. Aber das werden sie auf lange Sicht hin nicht tun und so kann sich die Welt nicht zum besseren &#228;ndern. Aber wir k&#246;nnen es tun, jeder einzelne kann dazu beitragen, anderen die Chance zu geben, aus ihrer Armut herauszukommen. Damit ist nicht der Aufstieg in den Luxus gemeint, damit ist lediglich ein menschenw&#252;rdiges Leben gemeint.</p>
<p>Und da ein Blog ja vom Lesen lebt, hier als Dank eine kleine Geschichte von mir aus Kambodscha:</p>
<p>Swat, der Bauer </p>
<p>Von Wolfgang W. Kutzek</p>
<p>Angkor Chey District &#8211; Wieder einmal ist ein vietnamesischer Viehaufk&#228;ufer im Dorf und h&#228;lt Ausschau nach allem, was vier Beine hat. Der Bauer Swat hat mitbekommen, das in diesem Jahr die Ankaufspreise h&#246;her sind als gew&#246;hnlich. Vielleicht ist in Vietnam ja eine Hungersnot ausgebrochen oder die Reisernte wird nicht so gut ausfallen wie gewohnt. Es war ihm egal, er wollte die g&#252;nstige Gelegenheit nutzen und eines seiner zwei K&#252;he verkaufen. Er hat auch noch zwei Ochsen, aber die braucht er, um seine kleinen Reisfelder umzupfl&#252;gen.</p>
<p>Auf dem Weg in Dorf tr&#228;umt er schon davon, was er sich mit dem Geld alles leisten k&#246;nnte und hat M&#252;he, sein betagtes Moped auf dem schmalen Pfad zu halten. Im Dorf angekommen traf er alsbald auf den Viehaufk&#228;ufer, der es versteht, Swat nach seinem weiteren Viehbestand auszufragen. Schlie&#223;lich macht er Swat das Angebot, nicht nur eine Kuh zu kaufen, er mochte ihm auch unbedingt einer seiner Ochsen abkaufen. Vorher wollte der Viehaufk&#228;ufer aber mit Swat zu dessen Haus kommen um das Vieh zu begutachten. Swat lehnte zwar den Verkauf eines seiner Ochsen ab, schlie&#223;lich brauchte er diese ja um sein Land umzupfl&#252;gen. Als er aber den Preis h&#246;rte, welchen der Viehaufk&#228;ufer bereit war zu zahlen, schwanden seine Gegenargumente dahin wie der allabendliche Reisschnaps. Das Angebot des Viehh&#228;ndlers galt nat&#252;rlich immer vorausgesetzt, das Vieh von Swat st&#252;nde gut im Futter. </p>
<p>Swat machte sich auf den Heimweg und er setzte seine Tr&#228;ume fort, nur diesmal hatten seine Tr&#228;ume etwas gr&#246;&#223;ere Dimensionen. Man sollte aber mit einem Moped auf einem halben Meter breiten Pfad nicht seinen Tr&#228;umen nachgehen sondern besser auf den Weg achten. Es kam also wie es kommen musste, er kam vom Pfad ab und steuerte erst einmal in Richtung Reisfeld. Fluchend rappelte sich Swat auf. Zum Gl&#252;ck war der Sturz dank hochstehendem Reis glimpflich abgegangen. Nur das Moped jaulte schrill irgendwo im Reisfeld. Nach kurzer Suche wurde Swat f&#252;ndig, er brauchte ja nur dem Gejaule nachgehen. Ein kr&#228;ftiger Tritt von Swat und das Moped beruhigte sich wieder. &#8220;Warte nur, bis ich das Geld habe! Dann kaufe ich mir ein funkelnagelneues Moped, das mich nicht wie Du in den Reisacker f&#228;hrt!&#8221; fluchte er, w&#228;hrend er das Moped aus dem Reisacker schob.</p>
<p>Zuhause dauerte es nicht lange und der Viehaufk&#228;ufer stand vor der T&#252;r. Er begutachtete die Tiere und bem&#228;ngelt dieses und jenes. Aber das war nur seine Taktik, den Preis nach unten zu dr&#252;cken. Swat lie&#223; das alles unbeirrt, schlie&#223;lich behandelte er seine Tiere gut und er gab ihnen auch genug Futter. Er hatte sich auch schon ganz genau &#252;berlegt wie er sein Problem mit dem Umpfl&#252;gen mit nur einem Ochsen bewerkstelligen konnte. &#8220;Wenn ich meine 2. Kuh neben dem Ochsen anspanne, wird der Ochse schon daf&#252;r sorgen, das die Kuh flei&#223;ig mitzieht.&#8221;</p>
<p>Schlie&#223;lich wurde man sich handelseinig und das Gesch&#228;ft war tats&#228;chlich besser, als er sich das vorher gedacht hatte. Etwas wehm&#252;tig schaute er jedoch dem Ochsen und der Kuh nach, die ihm nun nicht mehr geh&#246;rten. Sie waren f&#252;r ihn wie ein Teil seiner Familie gewesen und jemanden aus der Familie zu verabschieden, tat immer etwas weh. Als er an das viele Geld dachte, verschwanden die tr&#252;ben Gedanken jedoch schnell aus seinem Kopf und schon ein paar Tage sp&#228;ter hatte er die neueste Honda Dream vor seinem Stelzenhaus stehen. Das alte Moped, was ihn boshafterweise in den Reisacker bef&#246;rdert hatte, schenkt er gro&#223;z&#252;gig seiner Frau. &#8220;Soll die doch damit in den Reisacker fahren&#8221; dachte er sich schmunzelnd.</p>
<p>Monate sp&#228;ter, die Monsunzeit stand vor der T&#252;r. H&#246;chste Zeit, um die Reisfelder umzupfl&#252;gen und sich f&#252;r die Reisanpflanzung vorzubereiten. Was Swat sich vorher &#252;berlegt hatte, musste er nun in die Tat umsetzen. Mit Ochs und Kuh machte er sich an die Arbeit. Aber auch hier kam dann das, was letztendlich kommen musste. Die Kuh, eher an ein beschauliches Leben als an harte Arbeit gew&#246;hnt, schlief alsbald mitten auf dem Acker ein und lie&#223; sich auch von Swats derben Fl&#252;chen keinesfalls aus der Ruhe bringen. Swat tanzte h&#246;chst ver&#228;rgert auf dem Acker herum, es nutze aber alles nichts, die Kuh war zu keiner weiteren Arbeit mehr zu bewegen.</p>
<p>Schlie&#223;lich bemerkte Swat in n&#228;herer Umgebung eine Reihe von Dorfbewohnern, die sich vor Lachen schier nicht mehr halten konnten. Man muss wissen, die Kambodschaner sind in ihrer tiefsten Seele ein durchaus lustiges und humorvolles V&#246;lkchen. Zuerst sch&#252;ttelt man sich vor Lachen &#252;ber das Missgeschick des Anderen aus, schlie&#223;lich hilft man aber dann doch. Swat musste zwar noch eine Wochen warten bis die Nachbarn ihre Felder umgepfl&#252;gt hatten, sie kamen ihm jedoch dann zur Hilfe und pfl&#252;gten auch sein Land f&#252;r ihn um. Der vorher gebotene Spa&#223; war ihnen allemal etwas Wert. Swat, der bef&#252;rchten musste, das sein Land vor dem gro&#223;en Regen nicht mehr rechtzeitig fertig wird, standen in dieser langen Woche die Sorgen &#252;ber die ersten heftigen Regenschauer ins Gesicht geschrieben. Er schwor sich mehr als einmal, so schnell wie m&#246;glich sein neues Moped wieder gegen einen Ochsen einzutauschen.</p>
<p>Heute sieht man Swat &#246;fter ohne Moped unterwegs. Seine Frau gibt ihm ihr Moped nur, wenn sie es gerade nicht selber braucht. Geschenkt ist nun mal geschenkt.</p>
<p>Ein sch&#246;nes Adventswochenende w&#252;nscht Euch</p>
<p>Wolfgang W. Kutzek</p>
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