Claudia am 18. November 2006 — 9 Kommentare

Selbstständig arbeiten: Rationalisierung als Abenteuer

„Ich will mein eigener Chef sein!“. Der Wunsch nach Selbstbestimmung, nach freier Entfaltung der eigenen Kreativität, motiviert nahezu alle, die sich irgendwann mal selbstständig machen. Selbst beschließen, was man tut und wie man es tut, die Zeit selbst einteilen können, keine nervigen Endlos-Besprechungen im Team und mit Vorgesetzten: das Reich der Freiheit scheint zu winken, in dem man noch immer „seines Glückes Schmied“ sein kann.

Zehn Jahre arbeite ich nun schon auf eigene Rechnung. Ohne Zögern verließ ich 1995 die einzige längerfristige Anstellung meines Lebens, weil mich das Internet faszinierte wie kaum etwas zuvor. Nach zwei Jahren „Projekt leiten“ hatte ich die Nase auch gestrichen voll von den schwierigen Bedingungen eines „Trägers“, der sinnvolle (!) ABM-Maßnahmen für Akademiker veranstaltete. Oft klappten unsere komplexen Vorhaben nur dann, wenn alle beteiligten „Akteure“ ein wenig NEBEN den Vorschriften agierten – sie dazu zu bewegen, das um der Sache willen (Energiesparkampagnen) zu wagen, war keine Kleinigkeit. Ich war froh, in dem Laden nicht Geschäftsführerin sein zu müssen!

Im Reich der Freiheit

Dann also DIE FREIHEIT. Binnen eines Jahres autodidaktischer Einarbeitung schwamm ich im jungen Web wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser und es kamen erste Webdesign-Aufträge. Anders als viele „Existenzgründer“, die sich Ende der 90ger selbständig machten, hatte ich nicht „Business geplant“ und viel Papier mit allerlei Hoffnungen gefüllt, sondern einfach drauf los gewerkelt: eigene Projekte im Reich der Netzkultur, kostenlos und mit Freude an der Sache, ganz ohne Gedanken ans Geld verdienen – ich hatte ja Arbeitslosengeld und irgendwas würde sich schon ergeben, wenn ich einfach meinem Dämon folgte.

Und ich hatte Glück, es war der richtige Zeitpunkt, das wachsende Web brauchte Webworker/innen, die Auftraggeber fanden sich „wie von selbst“. Nie musste ich Werbebriefe aussenden oder auf Stehpartys Visitenkarte verteilen, um „ins Geschäft zu kommen“. Meine Projekte und die Freude an der virtuellen Kommunikation waren Werbung genug. Lange lebte ich in der Euphorie der „Einheit von Leben und Arbeiten“: Was ich für Kunden tat, machte (fast) genauso viel Freude wie das, was ich auch ohne Auftrag tat – wow, was für ein Leben!

Im Grunde hat sich an meiner Art, zu arbeiten, bis heute nicht viel geändert, nur ist es schwieriger geworden, Euphorie zu erleben. Wo früher jeder Auftrag ein Abenteuer war, mit dem ich auf irgend eine Art zu neuen Ufern aufbrach, braucht es heute andere Motive, um Freude an der Arbeit zu entwickeln – etwa der Sinngehalt des zu erschaffenden Projekts, das anwenden dürfen der eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen, und schlussendlich auch das schnöde Geld verdienen!

Rationalisierung

Geld verdienen über das Notwendigste hinaus war mir lange keinen Gedanken wert. Erst wenn mal nicht absehbar war, wie die übernächste Miete herein kommen würde, sorgte ich mich um mein Auskommen und dachte übers Einkommen nach. Und erst seit ich Wünsche habe, die nicht vor dem Monitor sitzend verwirklicht werden können, schaue ich genauer hin, auf welche Art und Weise ich die Aufträge abarbeite, wie ich das Honorar verhandle, wie ich zu neuen Kunden komme und wie viel Zeit ich eigentlich damit zubringe. So wird mir das Arbeiten selbst, der unternehmerische Aspekt daran, zum Abenteuer und nun bin ich dem Geheimnis auf der Spur, was eigentlich „Erfolg“ ist und wie er zustande kommt.

Wow, und was für ein Fass ich damit aufgemacht habe! Auf einmal sehe ich, wie irrational und uneffektiv ich oft vor mich hin werkle: da fließen locker mal fünf Stunden in eine Sache, die mir mit Glück 50 Euro mehr bringt, dafür vernachlässige ich Dinge, mit denen ich in der gleichen Zeit 150 hätte einnehmen können. Sowas hab‘ ich früher nicht mal bemerkt, da ich während der Arbeit nie daran dachte, „was hinten raus kommt“. Jetzt „rationalisiere“ ich, was ich tue und wundere mich: Hey, warum mach‘ ich das eigentlich? Wenn es schon kein Geld bringt, was ist es denn dann, was ich davon habe? Rationalisierung bedeutet in meinem Fall nicht, nun auf einmal alles dem Profit-Gedanken unterzuordnen, sondern mir die jeweiligen Motive bewusst zu machen, die mich „in Arbeit halten“ – und zwar ganz konkret, bezüglich jeder einzelnen Aktivität. Was habe ich davon, wenn es NICHT um Geld geht?

Pleasure, Pride, Profit, Peace – die motivierenden vier Ps

Das eigene tägliche Tun auf diese Art zu betrachten, beschert mir erstaunliche Erkenntnisse! Denn ich stelle fest: ich kreise des öfteren in alten Gewohnheiten und Routinen, die durch rein gar nichts mehr gerechtfertigt sind, die aber gleichwohl Zeit fressen und mich der Erschöpfung näher bringen. Ich leiste mir Pausen, ohne wirklich zu entspannen und tue Dinge, die weder Geld (Profit), noch Ruhm und Ehre (Pride), noch Freude am TUN (Pleasure), noch Sinngefühl oder Sicherheit (Peace) bringen – einfach so, weil sie mir im Alltag begegnen, weil ich gewohnt bin, die Dinge SO und nicht anders zu tun. Z.B. schreibe ich immer wieder Kunden seitenlange Erklärungsmails zu technischen Dingen, ohne dass das irgendwie nützlich wäre. Sie wollen ja nicht Webworker werden, sondern eine schicke Website, die ihre Aufgaben erfüllt. Da gehen mit Rückfragen locker mehrere Stunden drauf, die ich nie und nimmer auf eine Rechnung schreiben kann – warum mach ich das also?

Genau besehen, finde ich Motive von vorgestern, die heute nicht mehr gelten, jedoch Gewohnheit wurden. Etwa das Bedürfnis, die Verantwortung zu teilen: ein kundiger Kunde, der genau weiß, welche Variante aus verschiedenen Möglichkeiten ich aus welchem Grund auswähle, wird mir später nicht vorwerfen können, ich hätte die Sache „falsch“ gemacht. Und ich glänze mit Wissen, spiele mein umfangreiches Net-Knowhow aus, was mich lange Zeit stolz machte. Mittlerweile aber spielt das keine Rolle mehr, denn es ist ja doch selbstverständlich, als Webworkerin fachkompetent zu sein. Zudem hab‘ ich mich vor ein paar Jahren dagegen entschieden, als „technische Expertin“ zu reüssieren, sonst hätte ich das Webwriting-Magazin nicht aufgegeben und mich als Mit-Gründerin der CSS-Design-Liste nicht zurück gezogen. Was „unter der Haube“ einer Website vor sich geht, liefere ich in korrekter und zeitgemäßer Machart – aber als Thema, mich zu profilieren, interessiert es mich nicht wirklich. ALSO sollte ich auch keine Zeit darauf verwenden, halbe Romane über technische Dinge zu schreiben, wenn ein Kunde mal was nachfragt. In der Kürze liegt die Kraft! Unnötiges wegzulassen schafft Freiraum für Dinge, die Freude machen – das sehe ich erst so deutlich, seit ich mit einem Wochenplan arbeite.

Chefin sein reicht nicht

Oh ja, der Wochenplan beschert mir so manche Erkenntnis, die mir in Zeiten der To-Do-List komplett verborgen blieb! Zum Beispiel erkenne ich mit Schrecken das Ausmaß der Zerstreuung, der ich mich mutwillig aussetze: immer mal wieder ein Blick ins Mail-Programm, ein kleiner Ausflug in ein nettes Forum – kaum dass ich mich mal eine Stunde am Stück auf EINE SACHE konzentriere! Früher glaubte ich, es sei „befreites Arbeiten“, wenn ich nur jederzeit meinen Impulsen folgen kann. Etwa mailen, wenn mir danach ist, anstatt zügig fertig zu stellen, was ich gerade angefangen und einen Schritt weiter gebracht habe. Die Mails entführen mich jedoch in gänzlich andere Aktionsfelder privater und beruflicher Natur. Sie vermitteln „Erregungszustände“ und fordern Reaktionen, denen ich mich zwar zugunsten der laufenden Arbeit entziehen kann, doch nur mit einem miesen Gefühl des Ungenügens. Mal bleibt auch eine unangenehme Emotion, weil mir irgend ein Idiot was Ätzendes geschrieben hat, ein andermal ist es was Schönes, das mich so anzieht, dass ich die „eigentliche Arbeit“ plötzlich als Last empfinde. All das bringt Stress, Belastung, Verzögerung, ohne dass dem irgend etwas Positives gegenüber stünde, das ich durch dieses „zersplitterte arbeiten“ gewinnen würde. Freiheit? Nicht wirklich!

So erkenne ich mehr und mehr, dass die Freude, „sein eigener Chef zu sein“ erst dann wirklich Früchte trägt, wenn man etwas anderes gelernt hat: Nämlich „der eigene Angestellte“ zu sein – es ist ja sonst keiner da! Als Selbstständige bin ich das GANZE Unternehmen: in der Chefrolle plane ich meine Vorhaben, als Angestellte führe ich sie aus, als Chefin kontrolliere ich den Erfolg und sehe zu, was noch verbessert werden könnte. Und ich sehe: meine Angestellte trödelt, vermischt Privates und Berufliches, folgt den Launen des Augenblicks und verliert sich in allerlei Zerstreuungen. Ich muss sie wohl besser motivieren, denn kündigen kann ich ihr nicht.

Ab der nächsten Woche werde ich nicht nur die Arbeiten auf die Wochentage verteilen, sondern auch schätzen, wie viel Zeit sie im Einzelnen benötigen. Und dann erfassen, ob das gestimmt hat. Ich hoffe, meine Angestellte entwickelt eine Art „sportlichen Ehrgeiz“ und die Neugier, das auch selbst wissen zu wollen. Sklavische Disziplin kann ich von ihr nicht erwarten, denn dann droht sie mit der „inneren Kündigung“. Das aber bedeutet maximalen Schaden für das Ganze – wie in jedem Unternehmen.

Diskussion

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9 Kommentare zu „Selbstständig arbeiten: Rationalisierung als Abenteuer“.

  1. Hallo Claudia,

    sehr sehr kluge Erkenntnisse – schade, daß Du sie nicht
    eher hattest.

    So kann man reich werden – manche Menschen
    nennen das auch Arbeits-Disziplin.

    Gruß Hanskarl

  2. Lieber Hanskarl,

    für mich ist es sinnlos, diesen Themenbereich von so etwas Oberflächlichem wie dem „Disziplin-Gedanken“ her zu betrachten! Disziplin üben kann jeder in gewissem Maße, doch wenn nichts anderes dahinter steckt als eine von außen übernommene „Arbeitsmoral“, dann verschleift sich das schnell wieder, wenn nicht irgend ein Sklaventreiber hinter einem steht! Diesen haben Selbstständige aber gerade nicht, sondern jeder wählt sich mehr oder weniger selber den Stresslevel aus, auf dem gearbeitet wird – abgeleitet vom persönlichen Empfinden, wann es „genug“ ist, bzw. ausgerichtet an Vorstellungen wie: wieviel Einkommen brauche ich, um mich sicher zu fühlen? Was strebe ich an?

    Da ich bis Anfang dieses Jahres kein echtes Bedürfnis nach einer Änderung des Status Quo hatte, wäre jegliche Disziplin über das Nötige (=Termine halten) hinaus überflüssig gewesen. Zur Disziplin muss man MOTIVIERT sein – ein allgemeines „man sollte…“ reicht da nicht. „Reich werden“ war z.B. nie mein Ziel und auch jetzt will ich nur eine Rücklage für drei Monate und Geld, um mal zu verreisen: Grund genug, genauer hin zu sehen, WIE ich an den Dingen arbeite. Und indem ich SEHE, was ich da tue und dem Herkommen der Verhaltensweisen nachspüre, verändert es sich – anstrengungslos! OHNE ein bewusstes „sich am Riemen reißen“, sondern „wie von selbst“. :-)

  3. Liebe Claudia,
    dank für Deine Antwort.

    Bitte nimm mir die Frage nicht übel: warum wehrst Du Dich gegen das Wort „Disziplin“? Ich hätte auch schreiben können „Selbstdisziplin“. Der „Sklaventreiber“ des Selbstständigen ist er selbst, besser gesagt, „sein permanentes Erfolgserlebnis“.

    Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie unmotivierte Menschen getroffen ( Motiv = Beweggrund, das weißt Du – motivieren = beweggründen??? ) – auch der „Faulenzer“ hatte einen Beweggrund faul zu sein und konnte ihn mir erläutern, wenn er nicht gerade dazu zu faul war.

    Reich sein ( wobei man das Volumen definieren müsste ) ist etwas wunderschönes. Reichtum macht glücklich! Glaubst Du nicht? Dann denke bitte mal an die Möglichkeiten, die Geld eröffnet.

    Darf ich Dich nomal daran erinnern: „Mit Geld kann man viele Dinge nicht kaufen, Freunschaft, Vertrauen usw. – aber eines kann man nur mit Geld kaufen, Freiheit.“ Die Ausführungen in Deinen Aufsätzen beweisen immer wieder die Richtigkeit dieser Aussage – Du bezahlst „Deine Freiheiten“ mit Verzicht auf Geld(verdienen).

    Ich lese Deine Beiträge sehr gern, zeigen sie doch „wie Du Dich selbst am Schopf“ hin zur (Selbst-)Erkenntnis ziehst

    Nichts für ungut

    Hanskarl

  4. Hallo Hanskarl,

    nein, ich bin und werde nicht mein eigener innerer Sklaventreiber (den hab ich Mitte 30 verabschiedet, als mein erster Lebensentwurf an sein Ende gekommen war), sondern freue mich, dass es auf die skizzierte Weise funktioniert: Hinsehen, experimentieren, sich der Motive gewahr werden – und es ändert sich von selbst.

    Aus meiner Sicht macht Geld nicht glücklich: als ich Ende der 90ger mal saugut verdiente, war ich nicht etwa glücklicher, sondern hatte deutlich mehr Ärger und Stress. Da so viel Geld übrig blieb, mit dem ich gar nichts anzufangen wusste (mein Glück liegt ja eher darin, täglich kreative Dinge zu tun, die mir gefallen – und auf dem Land wohnte ich bereits, mitten in der Natur), dachte ich daran, wie alle anderen auf dem Neuen Markt AKTIEN zu erwerben! Zum Glück zögerte ich zulange… :-))

    Auch war ich lange Zeit mit einem Mann zusammen, der geerbt hatte und nicht arbeiten musste – er war überhaupt nicht glücklich, im Gegenteil!! Er unternahm nichts mit dem Geld, denn er hatte keine Wünsche und keinerlei Ehrgeiz. Als es alle war, arbeitete er bei einer Reinigungsfirma und ist heute sehr viel fröhlicher als damals.

    Weiter kenne ich nicht wenige Menschen, die verglichen mit mir „reich“ sind (= das Mehrfache an Monatseinkommen plus richtig Vermögen auf der Bank) – und doch sind sie nicht etwa glücklich, sondern haben ihren Lebensstandard dem Einkommen angepasst, haben also hohe Kosten und dann genau diesselben Geldsorgen, die ich alle Jubeljahre mal habe, wenn ich mal nicht weiß, woher die übernächste Miete kommen wird. Anders als ich sind sie in der Regel heftig eingebunden in sehr schlecht auflösbare Zwänge und Routinen – tauschen wollte ich noch nie!

    Freiheit bedeutet für mich die Möglichkeit, tun zu können, was ich mag – und das auch recht schnell ändern zu können. Das hat mein ganzes Leben lang schon wunderbar geklappt! Man braucht nicht viel Geld, um das zu tun: viele glauben zum Beispiel, sie brauchen unbedingt das eigene Haus auf dem Land, um sich den Traum vom „Leben im Grünen“ zu verwirklichen. Dafür verschulden sie sich quasi lebenslänglich und sitzen dort dann fest! Ich hatte auch diesen Traum und machte halt mal den Sprung „nach draußen“ (www.schloss-gottesgabe.de) – aber eben zur Miete, also leicht änderbar. Nach zwei Jahren hatte ich genug vom Land und es war unproblematisch, wieder nach Berlin zu ziehen. Besitz hätte mich nur behindert!

    Na, das ist ein weites Feld! Dazu schreib ich gewiss noch öfter!

    Lieben Gruß

    Claudia

  5. Liebe Claudia,

    welch grandiose Verteidigungsrede „des Unglückes durch Geld“ –
    und doch schwach. Viele Menschen sind unglücklich: mit und ohne
    Geld, Gesunde wie Kranke, mit und ohne Hund, mit und ohne Familie, mit und ohne Partner, mit und ohne Arbeit, usw. usw.

    Wer mit ( oder durch ) Geld unglücklich wird ist Geld nicht wert, d. h. er kann damit nicht umgehen. Unglücklich wird, wer mit seinem Glück ( mit seinem Leben ) nicht umgehen kann, wer es nicht meistert. Geld verdirbt den Charakter nicht, es offenbart ihn. Es gibt Menschen, die, wenn sie glücklich sind und sehen, daß ihr Nachbar auch glücklich ist, sogleich nichtmehr ganz so glücklich sind.

    Ein kluger Mann ( dessen Name ich leider vergessen habe ) sagte mal: man kann nur sehen, was man gesehen hat. Eine sehr weise Aussage, die mich mein Leben lang begleitete.

    Danke für Deine ausführliche Antwort und die damit bewiesene Wertschätzung. Ich werde Deine Aufsätze weiterhin mit großem
    Interesse lesen.

    Gruß Hanskarl

  6. hallo Claudia
    das finde ich ganz toll was du geschrieben hast, ich hatte im Jahr 2003 dasselbe gemacht und versucht meine eigenes Betrieb zu oeffnen, aber das hat leider nicht geklappt!!!
    jetzt finde ich einfach keine Arbeit (ich bin 52 Jahre alt!!) und folge einen Uebersetzungskurs am Goethe Institut in Athen, vielleicht waere es mir moeglich nach zwei Jahren (!!)Uebersetzungen zu machen!!! so kam ich auch auf deinen Website!! vielleicht hast du eine bessere Idee !!!!
    liebe Gruesse
    Suzanne

  7. Hallo Claudia,

    hier eine Bemerkung zum Briefverkehran hier am 22.Nov.2006.
    Es ist mit dem Glück durch Wohlstand so eine Sache. Ist der eigene Wohlstand (Geld) selbst verdient, oder wurde das Geld dafür von anderen erarbeitet? Wurde der Wohlstand nicht selbst „verdient“, ist er „geschenkt“ ? Ist er nicht selbst erarbeitet, hat er für den Beschenkten, im Vergleich zum selbst erschaffenen Wohlstand, einen viel geringeren Wert. Selbsterfahrung: Fängt man mangels Wohlstand klein an und schafft es trotzdem, wird man wird diesen Wohlstand glücklich genießen, weil man genau weiß, wie schwer er zu erreichen war.

    Gruß Jürgen Hauteville

  8. Hallo Claudia,
    seit etwa mehr als einem Jahr bin ich nun selbstständig, im gewissem Sinne. Scheinselbstständig nennt man die genaue Bezeichnung. Durch Fehlbetreuung und wie sagte ein Kollege,“es wird hochgradig gegen dich intregiert“, habe ich meinen erfolgreichen Start hinter mich gelassen, indem ich immer wieder einen Schlag von höherer Ebene hinnehmen musste. Wenn ich glaubte bzw annahm, jetzt gehts wieder los, jetzt fängst du wieder an und alles wird wider gut, kam der nächste Schlag. Ich stand kurz vor dem „aufgeben“, hielt aber wie eine Bulldogge daran fest, bloß nicht aufzugeben. Aber……mir fehlte der rote Faden, der, der mich mit einer Natürlichkeit an die Arbeit hat werkeln lassen. Alles zureden von denjenigen, die an mich glaubten, halfen mir in keinester Weise. Ich muss zugeben, im nachhinein, ich war wohl depresiv geworden. Ohne Grund fing ich an zu weinen. Ich wusste nicht wie es weiter gehen sollte. Dann bin ich auf deinen Artikel gestoßen und kann nicht wirklich sagen was genau es gewesen ist, aber nachdem ich ihn gelesen habe, ist es mir wie „Schupen“ von den Augen gefallen. „Ich bin mein eigener Chef“ Und wenn ich mich nicht aufraffe, tuts keiner für mich. Die Arbeit macht mir wieder Spaß und vor allen Dingen, ich bin wieder die, die ich mal war, nämlich selbstbewusst und ergeitzig genug es denen zu zeigen, die mich zerstören wollten. Mir ist wieder eingefallen warum der Start erfolgreich war. Nämlich genauso, wie du es in deinem Artikel beschrieben hast. Ich hatte es vor lauter Wunden lecken ganz vergessen, meine eigene Angestellte zu sein. :)

    LG
    elgoa

  9. […] Bekämpfen dieses Phänomens hab’ ich immerhin schon eine längere Geschichte und auch einige Erfolge vorzuweisen. Noch im September 2005 hatte ich meine Leser hier um […]

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