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Dies ist Teil 2 |
Leserdiskussion:
Was ist Wirklichkeit?
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Wer mit den Augen sieht und mit den Ohren hört, wird auf Dauer blind und taub bleiben.
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Im
Ich meine: DAS ist Wirklichkeit. Aber dann gibt es Leute, die setzen sich
hin mit der Zigarette im Nachtlokal und seufzen, mit entrücktem Blick:
"Hmm, was ist eigentlich Wirklichkeit? Ja, Wirklichkeit, das ist...
Na ja, schon Hegel sagte dazu -- und Platon, und und...
Aber ich finde, Heidegger, der... Man muß das vergleichen mit Sartre,
der..."
Hört sich gut an. Hört sich nach Wissen, Verständnis, BILDUNG an.
Das ist es, was wir Deutschen ja immer noch so schätzen: Da weiß einer
anscheinend Bescheid.
Ehrlich - mich interessiert das überhaupt nicht. Ich kann mich darüber
köstlich amüsieren. Ich frage: Hat er denn seine Schuhe inzwischen geputzt?
Und sein Sexproblem, hat er es gelöst?
Weiter: ich sehe DAS als Problem, dieses Philosophieren. Es ist eine
Krankheit, ein Symptom einer Verwirrung. Der Grund? Diese Wirklichkeit ist
hart, sie ist manchmal zum Kotzen. Das Leben ist nicht so, wie wir uns
das vorgestellt haben. Es tut oft weh. Die Abstraktion ist eine Droge, die
hilft, es auszuhalten. Das Denken hilft, für ein paar Sekunden die
WAHRNEHMUNG der Wirklichkeit zu vergessen. Das ist nichts anderes als
Traum, Tagträumerei.
Der zweite Grund: Die Eitelkeit, das Ego. Klug sein zu wollen. "Ich habe
verstanden." - "Ich weiß Bescheid." - "Der Müllmann auf der Straße
schiebt noch seinen Dreck hin und her, aber ich, ich kenne SOGAR HEGEL!"
Diese deutsche Gesellschaft und Kultur propagiert das. Ehrenwert ist der
abstrahierende Theoretiker, mitleidig belächelt wird der angeblich "ungebildete" einfache Arbeiter.
Soviel dazu. Es gibt eine "Dramaturgie", eine Logik, in der die
Entfernung von der Wirklichkeit abläuft, und es gibt eine ganz andere,
völlig andere "Dramaturgie" und Logik, in der die Annäherung an die
Wirklichkeit abläuft.
Und ich glaube, ich habe die Wirklichkeit auf meiner Seite.
liebe Grüße
Dein |
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A: Tag, wir sollen einen Dialog halten B: Schon erledigt!
A: Was soll das heißen? B: Das war gerade ein Dialog! A: Gut, soll sein, aber ... B: Kein aber, das war ein Dialog - und damit basta! A: Moment, das IST ein Dialog! B: Was soll DAS heißen? A: Nun - das ist ein Dialog, soll heißen, wir befinden uns in einem Dialog. B: Vielen Dank für die Erklärung! Soll es vielleicht ein bestimmter Dialog sein? A: Bingo! B: Ein bestimmter Dialog, also!... Welcher? A: Der, den wir gerade vortragen! B: Bist du sicher? A: Wessen? B: Daß genau DER Dialog von uns vorgetragen wird. A: 100 Prozent! B: Da_ der Dialog von UNS vorgetragen wird? A: Natürlich! Warum fragst du? B: Weil ich zweifle. A: Woran? B: Daß der Dialog von uns - und daß er überhaupt vorgetragen wird. A: Doch, er wird, gerade jetzt - ganz momentan! Von uns! B: Dafür müßte es UNS geben. A: Gibt es doch, du bist B und ich bin A. B: Das ist mir neu. A: Wir reden doch miteinander. B: Auf dem Papier! A: Auf dem Papier, auf dem Papier - du sagst "Auf dem Papier" und sagst es wirklich... B: Was sage ich wirklich? A: "Auf dem Papier". B: Gut ich sage WIRKLICH "Auf dem Papier" - aber eben nur auf dem Papier! A: Sag mal spinnst du? Alles, was du sagst, sagst du WIRKLICH, eben jetzt und vorhin... B: Aber nur auf dem Papier! Wir wissen ja nicht, ob dieser Dialog je vorgetragen wird. A: Ich krieg' sogar live deine deine Spucke ins Gesicht. B: Ein Kunstgriff des Autors, weiter nichts. A: KRUZZITÜRKEN! WIR TRAGEN DOCH GERADE VOR!!!!! B: Woher willst du das wissen? Du selbst hast uns vorhin zu den Kunstfiguren A und B erklärt. Wir sind nur erfunden. Also gibt es uns gar nicht WIRKLICH! A: Und wenn wir selbst die Erfinder des Dialoges wären .... B: Dann hätten wir uns selbst ERFUNDEN - und wdren erst recht NICHT WIRKLICH! A: Es kann aber nur der etwas erfinden, den es WIRKLICH gibt, also gibt es uns WIRKLICH! B: Auf jeden Fall sind wir erfunden und damit eine Fiktion! A: Du redest ununterbrochen und hältst dich für eine Fiktion. Schöne Fiktion! Allein dadurch, daß du es sagst, widerlegst du das Gesagte. B: Aber nur in der Theorie. Auf dem - halten zu Gnaden - Papier! Und damit ist es nur eine Scheinwiderlegung, die sich unser Autor ausgedacht hat. A: Und wenn ich dir jetzt eine runterhau? B: Dann würde mich das sehr schmerzen, aber nur auf dem Papier....übrigens, wirst du mir - pardon - WIRKLICH eine runterhauen? Wie geht unser Dialog denn aus? A: Du hast den Text genauso gelernt wie ich! B: Ich habe keinen Text gelernt, ich BIN Text. (A gibt B eine Ohrfeige, B schlägt zurück und beide lösen sich in ASCII-Code auf.)
0+0=0 => Das ist Wahr. Wir können es in der Mathematik beweisen.
Dieses gilt jedoch nur, wenn die Zeit angehalten wird, denn wenn
nur eine Variable sich ändert dann ändert sich auch die Wahrheit.
Somit ist Wahrheit immer nur zu einem Zeitpunkt erkennbar.
Doch dadurch, das wir Zeit brauchen, Situationen zu erkennen, laufen
wir der Wahrheit immer nach. Nun wir können in Funktionen f(x) die
Zeit verwenden und somit den Variablen eine zeitabhängige Veränderung
zu teilwerden. Doch bleibt die Funktion immer starr in ihrem System ohne
Zufällige Eigentschaften, die sich erst in der Zeit entwickeln und an
Bedeutung gewinnen, mit ein zubeziehen.
Solch Zufällige Eigentschaften können wir als chaotischen Faktor
definieren. Wenn also ieine Wahrheit immer einem chaotischen Einfluß
unterliegt, wie ist dann Wahrheit mvglich? Man muß also den chaotischen Faktor
versuchen auszuschalten, um somit an die Wahrheit heran zukommen.
Ein Beispiel: Wir können nie sagen wo ein Teilchen sich im Raum zu
einem bestimmten Zeitpunkt befindet. Also, um so genauer ich den Ort versuche zu berechnen, erkenne ich
das ich den Ort nicht berechnen kann.
Wie ist das jetzt nun mit den Fragen?
Um so genauer ich frage, um so ungenauer die Antworten.
Für mich bedeutet das, daß wir durch genauere Berechnung nur
den chaotischen Faktor erhöhen, weil wir immer nur mit der Lupe
vergrößern aber doch nicht "das Wesen der Dinge" ( Kant ) erkennen.
Was wir erkennen ist immer nur das Muster einer Wahrheit aber nie sie
selbst.
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Hier könnte Dein Beitrag stehen! Übrigens erleichtert es mir die Arbeit, wenn alle ihre Texte in der gewöhnlichen althergebrachten Rechtschreibung oder in der jetzt beschlossenen reformierten Rechtschreibung einsenden könnten...
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